In Archiven verschollen: Deutsche Science Fiction unserer Väter (2)
Themen: Film, TV & Presse, Neues |Ich weile gerade in Helsinki, da muss ich euch ja irgendwie beschäftigen…
Alle noch an Bord? Gut. Ich bin ehrlich erfreut, dass dieses doch recht nischige Thema einige spannende Kommentare angeregt hat. Wir widmen uns heute dem zweiten Band des LEXIKON DES SCIENCE FICTION-FILMS.
Wieder gilt: Es ist wahrlich nicht alles Gold was glänzt. Nicht mal Katzengold. Einige der nachfolgend präsentierten Produktionen wurden mit dem geringen Budget des Kleinen Fernsehspiels gestemmt und scherten sich wenig um Äußerlichkeiten. Die Befindlichkeiten der Macher und ihre penetrant präsentierte politische Weltsicht stand oft genug dem Unterhaltungswert im Weg. Science Fiction als warnender Zeigefinger und Schulfernsehen, gepaart mit einer unangenehm avantgardistischen Attitüde, die mit klassischen Erzählmustern brach, ohne neue zu entwickeln. Fragen wurden gestellt, Antworten selten gegeben.
Dennoch kann man den Erfolg dieses mehr als 60 Jahre alten Konzepts kaum bestreiten: Für das Kleine Fernsehspiel drehten Rainer Werner Fassbinder, Rosa von Praunheim, Wolfgang Büld (!), Jim Jarmusch, Tom Tykwer, Fatih Akin, Mo Asumang, und Mario Sixtus (Freund dieses Blogs).
In diesem Kontext muss man die meisten der Filme mit mutigeren, experimentelleren Augen sehen als das, was man im Multiplex geboten bekommt. Es kann eine spannende Reise werden. Ich freue mich über jeden Begleiter.
Die Texte habe ich größtenteils wieder – falls nicht anders vermerkt – aus dem Lexikon des Internationalen Films/Filmdienst oder dem Lexikon des Science Fiction-Films, ergänzt durch eigene Anmerkungen und Infos von Wikipedia.
Mit fremden Augen (1988)
Eine Expertin auf dem Gebiet der Gen-Forschung erhält den Auftrag, einen Gentechnologen auszuforschen, der Menschenversuche durchführt und seltsame Geschöpfe, halb Mensch, halb Tier züchtet. Der Wissenschaftler wittert die Gefahr, die sie für ihn bedeutet, will sie aber dennoch in seinen Bann ziehen.
Ein extravaganter, teils konfuser, teils regelrecht abstoßender Videofilm, der Versatzstücke des klassischen Genrekinos mit mythologischen Anspielungen und Reflexionen über die Gefahren der Gentechnologie zu verbinden versucht.
Mit anderen Worten: DIE INSEL DES DR. MOREAU.
Die Kritik im Lexikon des Science Fiction-Films ist "vintage cringe":
"Wie immer, wenn Künstler sich SF-Themen vornehmen, die gerade in aller Munde sind, kommt nur öde Langeweile auf: Extravagant gestylte Schickimickis mit verschmockten Namen stolzieren wie lebende Leichen durchs Bild, reden Stuß und schweigen sich im entscheidenden Moment an."
Moebius (1992)
In der U-Bahn in Berlin verschwindet ein Zug aus unerfindlichen Gründen. Ein junger Mathematiker, der einen verschwundenen Kollegen besuchen will, entwickelt eine ungewöhnliche Theorie, wohin der Zug entschwunden sein könnte: der von seinem Kollegen zum Zweck des Beweises der Existenz einer vierten Dimension entführte Zug würde sich in einem geschlossenen System des U-Bahn-Netzes befinden. Der Mathematiker fährt somit durch die vierte Dimension zu dem Zug. Der Architekt des U-Bahn-Netzes verschwindet schließlich auch.
Nach vielversprechendem Beginn, der als satirische Variation herkömmlicher Katastrophenfilme daherkommt, gerät der Film zur bedeutungsschweren und wortlastigen Science-Fiction-Parabel, unfreiwillig komisch und ohne Gespür für die Möglichkeiten des Genres. Darstellerisch durchaus beachtlich.
Der 1991 entstandene Film basiert auf der 1950 im Magazin Astounding veröffentlichten Kurzgeschichte "A Subway Named Moebius" des amerikanischen Astronomen A. J. Deutsch. 1996 gab es eine argentinische Verfilmung.
1982: Gutenbach (1978)
Der Ort der Handlung ist Gutenbach, eine romantische Kleinstadt, hinter deren alten, schönen Fassaden, aufgrund der Initiative eines Weltkonzerns, die Zukunft schon jetzt als Versuch begonnen hat. Bezahlt wird in den Läden, Banken und Restaurants bargeldlos mit einer Cue-Karte. Die Verwaltung der Stadt ist durch eine Datenanlage vereinfacht worden. Es gibt eine Bildschirm-Zeitung und ein Bildschirm-Telefon. Als Entwicklungshelfer Peter Kessel nach langjähriger Abwesenheit heimkehrt, wird er mit diesen Neuheiten konfrontiert. Seine ehemalige Jugendliebe Hilde Rust ist jetzt Leiterin der EDV-Zentrale, ihr neuer Freund Betriebsleiter der Tochterfirma des Weltkonzerns.
Ein TV-Film, dessen technische Gadgets heutzutage gar keinen "SF-Wert" mehr haben, weil sie längst Realität geworden sind, durch ihr massiertes Auftreten jedoch eine beklemmende Atmosphäre erzeugen, die an Orwells Überwachungsstaat erinnert.
Niemandsland (1965)
Ein Teil der Erde steht am Tage X in Flammen. Wie durch ein Wunder gibt es ein paar Überlebende, die sich in einem Bunker direkt am Meer den widrigen Umständen entsprechend einrichten. Erst nach zehn Jahren landet eine amerikanische Aufklärungseinheit ganz in der Nähe, um das Land nach Überlebenden abzusuchen. Nach Verhandlungen zwischen den Gegnern soll dieses Gebiet neutralisiert, die Überlebenden aus ihrer Einsamkeit "befreit" werden. Anfängliche Freude der Einsiedler wird sehr schnell von Reserviertheit und Mißtrauen gegenüber den Befreiern abgelöst. Die Überlebenden müssen zur "Zivilisation" gezwungen werden.
Bei der Recherche bin ich auf diese Webseite gestoßen, deren Inhaltsangabe augenscheinlich von KI zusammen gefaselt wurde – Buyer beware!
Operation Dead End (1986)
Ein Team von Wissenschaftlern will das Verhalten dreier Versuchspersonen unter extremen Lebensbedingungen in einem strahlungssicheren Haus nach einem Atomstörfall testen. Die beiden Männer und eine Frau sind der Lage nicht gewachsen und erzwingen mit einem Trick den Abbruch des Experiments.
Psychologisierendes Unterhaltungskino mit alibihaftem "Tiefgang"; handwerklich auf ansehnlichem Niveau und nicht ohne Geschick inszeniert, aber allzu plump an gängigen Klischees und Kino-Vorbildern orientiert.
In Los Angeles hatte ich vor mehr als 20 Jahren mal das Vergnügen, mich mit Hannes Jaenicke über den Film zu unterhalten.
Nach Redaktionsschluss erfahren – 2015 von Pidax auf DVD veröffentlicht:
"Niki Müllerschön inszenierte den ganzen Katalog von Ängsten, Aggressionen, tödlicher Bedrohung, totaler Überwachung und rücksichtsloser Überlebensrevolte mit ziemlich konventioneller Spannung. Mehr als ein handfester Psycho-Thriller
nach bekanntem Muster ist der Film nicht geworden." (TZ)
Die phantastische Welt des Matthew Madson (1974)
Ein Mann namens Mulligan kommt auf einem ziellos einen Planeten umkreisenden Raumschiff zu sich. Der Rest der Besatzung ist auch leicht verwirrt. Mulligan kann sich an ei nen gewissen Madson erinnern, den er und einige andere vor Jahren auf einem Planeten zurückgelassen haben. Als man sich auf die Suche nach dem Vermißten begibt, stellt sich heraus, daß Madson den Planeten mit unzähligen Doubletten seiner Person bevölkert hat und offenbar in ein höheres Bewußtseinsstadium übergewechselt ist: Seine Innenwelt beeinflußt Mulligan und die anderen Raumfahrer so stark, daß sie ihm nicht mehr gewachsen sind.
KUNST!
Hahn und Jansen lassen sich nicht täuschen: "Die Fan-Presse schäumte Gift und Galle, als sie in einer angeblichen Unterdruckkammer eine simple Spencer-Waschmaschine erkannte, die gestörte Wahrnehmungsfähigkeit der Akteure für eine Drehbuchschwäche hielt und sich über eine Szene ekelte, in der ein Astronaut das Innere seines Raumhelms vollkotzte."
Der Preis (1983)
Ein Schriftsteller, dessen Texte einem technokratischen Staat nicht systemfördernd erscheinen, gerät in die Mühlen der Macht. Durch Verhöre, ärztliche Untersuchungen und Verhaltenstests wird auf ihn ein sanfter Druck ausgeübt: Bald gibt er seinen Widerstand auf und erfährt die "neue Gesellschaft" als positives Gruppenerlebnis. Die erklärte Absicht, die Abhängigkeit des einzelnen von der scheinbar harmlosen Apparatewelt zu zeigen, bleibt mangels durchdachter und schlüssiger Gestaltung auf der Strecke.
Heerings Film, in Schwarzweiß aufgenommen, spielt in einer reinen Betonwelt. Die Figuren, die er zeichnet, agieren kalt und unpersönlich. Kahlköpfige Roboter – uniformierte Schaufensterpuppen – symbolisieren die Macht des totalen Überwachungsstaates. Vor diesem unheimlich und unpersönlich gezeichneten Hintergrund bewegen sich seine Schauspieler (besonders Günter Zister) wie Amateure, die ihren Text zwar beherrschen, aber kaum richtig betonen können.
Die Prüfung 1973
Die Bevölkerungsexplosion hat zur Folge, daß die Menschen eng auf einer sterilen Fläche zusammenleben. Mit dem 60. Lebensjahr verlieren sie das Anrecht auf
Wohnfläche – es sei denn, sie können vor der staatlichen Prüfungskommission ihre geistige und körperliche Vollwertigkeit nachweisen. Wer die Prüfung nicht besteht, scheidet aus dem Leben. Der vorprogrammierte Tod, mit dem Nimbus des Freiwilligen versehen, wird von allen akzeptiert – es sei denn, es trifft die eigenen Angehörigen.
Nach Richard Matheson, 1977 auch als Hörspiel produziert. Eine ähnliche Story unter umgekehrten Vorzeichen gab es 1985 in der TWILIGHT ZONE:
Schatten im Zenit
Die nüchterne Weltsicht eines Biologen an einem Forschungsinstitut gerät ins Wanken, als ihn ein Kollege mit einem eigentümlichen pflanzlichen Organismus konfrontiert. Bald verfällt er der "femininen" Ausstrahlung dieses Wesens, wird süchtig von der Substanz ihrer Früchte und verliert sich in Rauschzuständen, die seinem Leben bislang versagt waren.
Eine "Psycho-Fiction-Geschichte" um die "Geheimnisse der beiden Geschlechter". Ein psychedelisches Traumspiel, verwirrend und verworren zugleich.
Oder wie das Lexikon des Science Fiction-Films es formuliert: "Ganz schön abgefahrener Wirrwarr aus deutschen Landen, wie fast immer, wenn der Künstler keine Ideen hat, aber unbedingt etwas "machen" will."
Silo 15 (1967)
Zwei US-Offiziere der Abteilung für nukleare Verteidigung versehen ihren Dienst
in einer Raketenabschußbasis, dem Silo 15. Während einer Startübung setzen die
Kontrollinstrumente aus, die Verbindung zur Kommandozentrale und zur Außen-
welt reißt ab. Alles spricht dafür, daß ein atomarer Überfall stattgefunden hat. Es
kommt zwischen den befreundeten Offizieren zum Konflikt: Der eine, ein hysterischer Antikommunist, will die eigenen Raketen starten, der andere will nicht aufgrund einer bloßen Annahme über Leben und Tod von Millionen Menschen entscheiden. Falke tötet Taube. Dann dankt eine Lautsprecherstimme den Offizieren, daß sie nicht die Nerven verloren haben: Es lag nur ein technischer Defekt vor.
Die Story für den 55minütigen Kurzspielfilm wurde vom australischen Autor für 1000 (australische?) Dollar nach Deutschland verkauft. Erst zwei Jahre später wagte sich auch das australische Fernsehen an eine Adaption. Von der deutschen Fassung ist nichts zu finden, aber ich konnte einen Clip der australischen Verfilmung auftreiben:
Der Unbesiegbare (1985)
Der Superkosmonaut Hurry Cane fliegt zum Planeten Mars, um einen Despoten auszuschalten, der die Erde bedroht. Seine Heldentaten werden im Fernsehen übertragen. Doch auch ein Killer ist ihm auf den Fersen.
Satirischer Gagfilm, der sich nach Kräften bemüht, SF-Klischees zu veräppeln.
"Gelungene Mischung aus Video und Kino, die die triste, auf Film aufgenommene Gegenwartsebene geschickt mit der grellen, in knallbunter MTV-Ästhetik schwelgende Zukunftsebene ausbalanciert. Stellenweise urkomisch, aber doch wohl nur ein Experiment." (SCIENCE FICTION TIMES)
Auf YouTube findet sich eine zusammen gestoppelte Kurzfassung:
Der Unsichtbare (1963)
Der Biochemiker Dr. Max Vogel hat ein Serum entwickelt, mit dem man Lebewesen unsichtbar machen kann. Als kurz darauf die Lohnkasse seines Arbeitgebers ausgeraubt und ein Nachtwächter erschossen wird, ist er spurlos verschwunden. Da die Polizei glaubt, daß er mit den Gangstern unter einer Decke steckt, versucht Vogels Bruder Walter, der seine Brötchen als Drehbuchautor beim Film verdient, den Fall auf eigene Faust aufzuklären.
„Ein nie spannender Gruselfilm, der sich verzweifelt um entsprechende Atmosphäre bemüht, aber viel zu wirr erdacht ist und sich obendrein viel zu ernst nimmt. Statt des Scherzes mit dem Makabren vertreibt man den Humor durch Scheinrealität.“
Drollig – der einzige verfügbare Clip stammt vom Sohn des Mannes, der in dieser Szene den Busfahrer spielt:
Der unsichtbare Freund (1990)
Ein eigenbrötlerischer Elektro-Tüftler wird von einem verstört wirkenden Mann aufgesucht, der ihn bittet, ein Gerät nach einem geheimnisvollen Schaltplan zu bauen. Zögernd willigt er ein und erkennt bald, daß er im Auftrag eines Genies arbeitet. Science-Fiction-Film, der sich mit dem Forschungsgebiet der Bio-Physik auseinandersetzt.
Hahn/Jensen üben sich in Gotteslästerung: "Der übliche langweilige Stinkkäse aus dem Hause (Stanislaw) Lem."
Verbotene Hilfe (1984)
In einer Welt der totalen Überwachung, in der alle nichtkonformen Bürger als "Elemente" abtransportiert werden und sich die "normalen" Bürger mit Angst und Mißtrauen begegnen, wird ein Zeitungsredakteur, der sich stets an die strengen Vorschriften hielt, mit einer prekären Situation konfrontiert: Seine sorgenlose Sicherheit wird durch ein junges Ehepaar mit Kind bedroht, das zu den "Elementen" zählt und ihn für kurze Zeit um Aufnahme bittet.
"Dieser Erstling von Lilian Targownik mit seiner Story vom absoluten Staat, der alle "Elemente", die anders sind, als er sie will, auslöscht…, war zwar passabel gespielt, hatte aber Längen und hielt sich an die üblichen Muster." (GONG)
Vom anderen Stern (1983)
Eine komplizierte Liebesgeschichte in einer Zukunft, in der kaum noch Wohnungen existieren und die Menschen über verlassene Straßen ziehen, durch die jegliche Natur zubetoniert wurde. Als eine junge schwangere Frau einen fremdartigen Vogel kauft und durch ihn eigenartige kreative Gedanken entwickelt, reagiert ihr Freund mit Eifersucht. Da der Vogel, der von einem fremden Planeten kommt, auf das irdische pflanzliche Wachstum ungeahnte Auswirkungen zeigt, kommt es zu Katastrophen.
Studiofilm, der eine Kurzgeschichte aus Australien auf mögliche zukünftige Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland überträgt.
Die Welt ohne Maske (1934)
In seinem 97. Sensationsfilm lernt Harry Piel als arbeitsloser Elektrotechniker einen Physiker kennen, der ein alle Wände und Entfernungen überwindendes Fernsehgerät erfunden hat. Er kämpft um das zur Patentanmeldung erforderliche Kapital, gegen Gangster und für eine nette Sekretärin.
Ein erheiterndes Bravourstück zwischen Märchen und Abenteuer.
"Gerade in den "schlechteren" Harry-Piel-Filmen, zu denen dieser gehört, läßt sich noch spüren, was Kino war, bevor das Kulturbürgertum sich seiner bemächtigte: derb gestrickter, volkstümlicher Klamauk jenseits von Wahrscheinlichkeit, gutem Geschmack und tieferem Sinn. Harry meistert noch den dümmsten Schlenker des holprigen Plots mit souveräner Gelassenheit, kommt anstrengungslos durch mit dem Mutterwitz eines Lausbuben: Mit einer ganzen Wagenladung von Ganoven wird er fertig, indem er ihnen Nasen, Arme und Finger verdreht."
(Wetzel/ Hagemann, LIEBE, TOD UND TECHNIK)
Nach Redaktionsschluss aufgetaucht – ein sehr niedrig aufgelöster Mitschnitt einer SAT.1-Ausstrahlung aus den 90er Jahren.
Damit mache ich für heute die Schotten dicht – zum Abschluss folgt dieser Tage noch eine kleine Übersicht über die Filme, die ich im Rahmen meiner Recherchen tatsächlich finden konnte. Auch da sind ein paar Perlen dabei.
In weiterer Zukunft plane ich vielleicht auch noch einmal eine Klausur mit dem LEXIKON DES HORRORFILMS und dem LEXIKON DES FANTASY-FILMS. Aber dazu muss mein Nervenkostüm erstmal wieder ausreichend gestählt sein.
ich hätte ja wenn schon Piel dann eher den Ein Unsichtbarer geht durch die Stadtvon 1933 vermutet – oder ist der nicht dabei weils den auf amazon gibt? letztens erst wieder gesheen. die autoszenen haben schon fast "fast furious" niveau
Eben – das ist einer der problemlos verfügbaren Piels, der gehört nicht hierher. Siehe auch meine früheren Artikel zu Piel.
Vielen Dank. Man fragt sich, warum sowas denn nicht (soweit verfügbar) nachts auf arte, 3Sat, One, ZDF Neo etc. ausgestrahlt wird, anstelle der 10.000. Wiederholung… .
Viele der Sachen wurden tatsächlich auf den "Friedhof-Sendeplätzen" bei den Nischensendern mal wiederholt, aber das kann ja keiner ernsthaft im Auge behalten. In meinen Augen würde sich das Thema für eine gut kuratierte und kommentierte Sammlung in den Mediatheken eignen.
Achja, lang ist es her, ich hab das erste Lexikon damals geliebt und sogar mehrfach gelesen (ja, wirklich). Ich meine ich hab es auch noch irgendwo. Schon damals waren die Kommentare sehr unterhaltsam. Wusste gar nicht das es einen zweiten Band gab.
Ich habe aber auch gefühlt die gesamte Heyne Filmbibliothek gelesen, alles was es an Biografien etc. gab…
Es gab in dem Sinne keinen "zweiten Band" – mit einer neuen Auflage wurden es nur zu viele Filme für einen Band.
Ah, das erklärt das, danke!
Der Silo15 scheint die Grundlage für eine outer limits (?) Folge zu sein, von der mein mitpodcaster Gregor ständig erzählt: in der Menschen in Silos sitzen per videoschalte verbunden sind. Nach und nach fallen die Verbindungen aus und die letzten müssen nun entscheiden: Falscher Alarm oder echte Alieninvasion. Kurz vorm Abfeuern meldet sich der Präsident und gibt Entwarnung. In der letzten Szene sieht man, dass der Präsident von den Außerirdischen zu dem Telefonat gezwungen wurde und Invasion echt war.
Ich kann mich übrigens noch an einen SciFi Film erinnern, der in den letzten Zügen der DDR produziert wurde: Eine Wissenschaftlerin lässt sich aus liebe zu ihrem Kollegen/Chef in einen Mann verwandeln. Ich weiß noch, dass die echt stylische Laseruhren hatten. Und vor der Umwandlung musste sie spontan auf Stichworte antworten. Bei Kinder war es erst "süß" und später "lästig". Ich hab nur noch diese Erinnerungsfetzen und keine Ahnung zu Titel.
Ach guck, ich hab den Film herausgefunden: "Selbstversuch" von 1990:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Selbstversuch_(Film)
Ja, bei Silo15 erinnerte ich mich auch an eine Outer-Limits-Folge, die ich ziemlich packend fand. Außerdem gab es kein Happy-End 🙂 Auch die Twilight-Zone-Folge Examination day habe ich noch gut in Erinnerung, wobei der damalige deutsche Titel "Viel zu intelligent" die Pointe vorwegnahm und ich mich im nachhinein über die Fernsehzeitschrift geärgert habe 🙂 Überhaupt fand ich diese erste Neuauflage der Twilight Zone in weiten Teilen gelungen, aber das gehört hier ja wohl nicht her 🙂
Dem Wortvogel nochmals vielen Dank für die Arbeit.