In den frühen Jahren des Fernsehens waren historische Serien keine Seltenheit – Western natürlich, aber auch Piratenabenteuer und Geschichten aus dem Mittelalter. So verdiente sich Roger Moore seine ersten Meriten für James Bond nicht als „Simon Templar“, sondern als „Ivanhoe“:

Mit den heran nahenden 70ern verloren die Kostümklamotten für viele Zuschauer an Reiz – Relevanz war gefragt, aktuelle Themen und moralische Ambivalenz. Erst die aufkommende Fantasy- und Rollenspiel-Welle der frühen 80er machte die Sender wieder etwas mutiger, was zu der wirklich albernen Serie „Wizards and Warriors“ führte:

https://www.youtube.com/watch?v=zUjlj1-p37c

Hätte eigentlich hier auch reingepasst,  [weiterlesen]


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Anthologieserien mit in sich abgeschlossenen Episoden gehören zu den Fundamenten der Fernsehgeschichte. Um ein verbindendes Element über die Folgen hinweg zu haben, wurde auf Erzähler und Autoren gesetzt, unter deren Schirmherrschaft die Produktionen Woche für Woche präsentiert wurden: Rod Serling bei der „Twilight Zone“, ein dicker Brite bei „Alfred Hitchcock presents“, aber auch Ellery Queen.

Dieses Genre des hochwertigen, episodischen Kurzdramas kam in den späten 60ern aus der Mode, erlebte aber in den 80ern eine Renaissance mit der neuen Version von „Alfred Hitchcock presents“ und vor allem dem großartigen „Ray Bradbury Theatre“. Auch in Deutschland ließ man sich nicht lumpen und drehte über das ganze Jahrzehnt verteilt Adaptionen der Kurzgeschichten von Henry Slesar mit dem Titel „  [weiterlesen]


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So, für den zweiten Beitrag hatte ich euch ein seifiges Weltraumabenteuer versprochen. Willkommen zur ersten und einzigen Daily Sci-Fi Opera:

Jupiter Moon

jmJa, man glaubt es kaum, 1990 wurden für einen britischen Satellitenkanal 150 Episoden einer Daily Soap produziert, die komplett auf einem Raumschiff im Orbit um Jupiter spielen. Im Rahmen einer Soap macht das durchaus Sinn – die Sets sind begrenzt und können beliebig oft eingesetzt werden, der Cast ist überschaubar, es müssen nicht ständig neue Planeten zusammen geschustert werden. Hinzu kommt, dass Soaps und Science Fiction zwei Genres sind, die beide sehr loyale und große Fangruppen anziehen können –  [weiterlesen]


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Wir alle erinnern uns an „Star Trek: The Next Generation“, an „Akte X“, an „Buffy“ und an „Lost“. Serien, die ihre Generation definiert haben und denen ein ewiges Leben in der TV-Dauerschleife, als Silberling, Stream oder gar Remake vergönnt ist. Stammtischfutter, Fundament vieler „Weißt du noch“-Gespräche.

Aber für jede Kultserie, die warm ums Herz macht, gibt es zehn Flops, an die sich kaum einer erinnert, die in Standardwerken nur Fußnoten wert sind. Mutig begonnen, aber oft nach sechs Folgen entmutigt eingestellt. Produktionen, bei denen selbst die etwas obsessiven Nerds passen müssen. Während die Hits sich traditionell an einer Hand abzählen lassen,  [weiterlesen]


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