Heute geht es mal um zwei Serien, die durchaus repräsentativ für den Zeitraum ihrer Entstehung sind und über die ich auch wenig aus dem Nähkästchen plaudern kann. Beide wurden von deutschen Top-Regisseuren produziert, die es nach Hollywood gezogen hatte. Und beide belegen sehr schön, dass sich Kinoerfolg nicht so leicht ins Fernsehen übertragen lässt.

The Visitor

Als Roland Emmerich zusammen mit NBC 1997 seine erste TV-Serie ankündigte, war zumindest das SF-Fandom relativ überrascht: Hatte der Schwabe nicht mehrfach angekündigt, „Raumpatrouille“ auf die Fernsehleinwände zurück zu bringen?

Hatte er. Aber nach mehr als einem Jahr zähem Ringen mit ProSieben hatte man sich einfach nicht auf ein Finanzierungskonzept einigen können.  [weiterlesen]


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Ich habe im Rahmen dieser Reihe schon über Anthologie-Serien geschrieben und auch der heutige Beitrag wird nicht der letzte sein. Die folgenden Shows habe ich zusammen gelegt, weil sie wieder mal gut zueinander passen – freistehende Science Fiction-Episoden mit bekannten Gaststars und gerade mal ein Jahr Abstand bei der Ausstrahlung.

Für den Fall, dass ihr es noch nicht mitbekommen habt: Im Normalfall sind die Titel der Serien zu den entsprechenden Wikipedia-Einträgen verlinkt.

Perversions of Science

Ich weiß nicht mehr viel aus der Zeit, aber ich weiß noch, dass 1998 am Sunset Boulevard ein gigantisches Plakat mit dem Auge im Ei hing –  [weiterlesen]


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Heute tauchen wir mal wieder brettfett in die Science Fiction und so mancher von euch wird sich wundern, wenn ich sage, dass es diesmal um eine der teuersten Weltraumserien der 90er geht, die ihr TROTZDEM nicht kennt.

Willkommen zu

Mercy Point

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Mit dieser Serie wollte UPN wirklich die Sau rauslassen – teurer als „Star Trek: Voyager“, mit einem hochkarätigen Cast und fotorealistischen Spezialeffekten, wie sie erst wieder von „Enterprise“ und „Battlestar Galactica“ einige Jahre später erreicht wurden.

Ich kann mir nur grob vorstellen, wie dick die Eier des Produzenten gewesen sein müssen,  [weiterlesen]


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Ich hatte ja neulich schon erklärt, dass die 90er die Hoch-Zeit der Syndication-Serien war. „Babylon 5“ und „Hercules“, „Baywatch“ und „Deep Space Nine“ – in 22er-Packs wurden Serien produziert und dann an die einzelnen lokalen Stationen verhökert. Ein lukratives Geschäft, wenn es klappte, ganz besonders dann, wenn man es auf mehr als 100 Folgen brachte. Das galt nämlich als magische Grenze, ab der eine Serie nicht mehr nur zur wöchentlichen Ausstrahlung, sondern auch zur täglichen Wiederholung geeignet war. Den Weg in die Dauerschleife zu finden, war der goldene Gral.

Das Problem der Syndication war die Vorfinanzierung – in den meisten Fällen konnten Presales die Produktion der ersten Staffel nicht komplett decken,  [weiterlesen]


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Kindred: The Embraced

zz16 Auch heute gönne ich mir eine Serie, die fleißige Leser meiner „SF TV Guides“ bereits kennen. Es ist aber durchaus spannend, sie aus großer zeitlicher Entfernung noch einmal zu begutachten.

Die freie Adaption des Rollenspiels „Vampire: The Masquerade“ startete 1996 mit ziemlichen hohen Erwartungen, einer profilierten Produktionsfirma (Spelling) und einem sexy Cast. Mark Frankel hatte sich in der unterhaltsamen, aber leider geflotten Agentenserie „Fortune Hunter“ bewiesen, Stacy Haiduk war der aparte Rotschopf aus „Superboy“, Kelly Rutherford kannte man aus der Kultserie „The Adventures of Brisco County jr.“  [weiterlesen]


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Welcome to the show, everybody – we got a great program for you tonight. Our guests are some hilariously unfunny dudes in a crappy rocketship – AND the family friendly alien NOT called ALF!

Die 90er waren das Jahrzehnt, in dem die Digitaleffekte Einzug in der Sitcom hielten. Waren nennenswerte CGI-Szenen in den 80ern noch unbezahlbar gewesen, konnte man nun mit dem Computer Sachen auf den Bildschirm zaubern, die „Bezaubernde Jeannie“ alt aussehen ließen. Und doofe Puppen wie in „ALF“ und „Scorch“ brauchte man dafür auch nicht mehr. Hurra?

Es ist heute kaum noch vorstellbar, wie scheiße die rudimentären Effekte der populären 90er-Sitcoms waren.  [weiterlesen]


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Ich habe heute „Guardians of the Galaxy“ gesehen (leider mit Sperrfrist) und bin auch sonst vom Tag geschlaucht. Also gönne ich meiner Reihe über vergessene TV-Serien eine kleine Pause bis vermutlich morgen. Bis dahin habe ich euch ein paar launige Videos zum Thema rausgesucht.

Lee Goldberg, mit dem ich schon gearbeitet habe, hat so ziemlich das Standardwerk zum Thema „unsold TV pilots“ geschrieben – es wurde auch ein TV-Special darüber produziert. Hier der launige Teil über SciFi und Fantasy-Testballons:

Wer heute „Game of Thrones“ und „Doctor Who“ liebt, der sollte dem Himmel danken –  [weiterlesen]


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Anfang der 90er befand sich Don Johnson in einer Zwischenphase seiner Karriere. Als Sonny Crockett hatte er in „Miami Vice“ den Superstar-Status erreicht, der ihm als junger Filmschauspieler in den 70er versagt geblieben war. Aber nach fünf Staffeln war MV eingestellt worden, die letzte Episode lief im Januar 1990. Es passt, dass eine der prägendsten Serien der 80er mit den Aufbruch in die 90er ad acta gelegt wurde, zusammen mit den Synthie-Soundtracks von Leuten wie Jan Hammer und Harold Faltermeyer.

Johnson versuchte, den TV-Ruhm in eine Kinokarriere umzumünzen – mit mäßigem Erfolg. Zwar erkannten die Kritiker seine darstellerischen Fähigkeiten in „Dead Bang“  [weiterlesen]


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Ich sitze im Rilano-Hotel in München, erstmals musste ich eine Reportage wetterbedingt absagen. Nun habe ich zwar Zeit, aber absurderweise ist das Surfvolumen hier stark beschränkt (auf alberne 100Mb in 24 Stunden). Ich sehe mal zu, ob ich innerhalb dieses Rahmens die wichtigsten Aufgaben erledigt bekomme.

1993, man kann es sich kaum vorstellen, war Fox noch ein junger und aggressiver Sender, der gerade die Vormachtstellung der „großen 3“ ABC, NBC und CBS gebrochen und mit den „Simpsons“ und „Eine schrecklich nette Familie“ diverse goldene Regeln des US-Fernsehens auf den Kopf gestellt hatte.

Im Bemühen, etablierten Serienkonzepten eine lange Nase zu drehen,  [weiterlesen]


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Es ist kein Zufall, dass im Kontext dieser Reihe immer wieder Anthologieserien auftauchen werden – diese sind notorisch erfolglos, haben aber oft genug Gimmicks, die ihre Erwähnung rechtfertigen. Heute fasse ich drei recht ähnliche Serien zusammen, die hauptsächlich über den wiederkehrenden Cast zu punkten versuchten. Außerdem verbindet sie die kuriose Tatsache, dass sie allesamt in den letzten Jahren auf dem Grusel-Kabelsender „Chiller“ wieder zu sehen waren.

Nightmare Café
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„Nightmare Café“ (produziert von Wes Craven) unterscheidet sich von „Dark Realm“ und „Night Visions“ durch eine Rahmengeschichte, deren Figuren auch in die einzelnen Episoden eingreifen.  [weiterlesen]


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