Oh Mann, auf der Suche nach geeigneten Obskuritäten folge ich dem Weißen Kaninchen immer tiefer ins moderige Loch der Filmgeschichte. Es ist tatsächlich nicht so einfach, geeignete Kandidaten auszumachen. Man möchte meinen, die 70er-Werke von Siggi Götz (aka Rothemund) wären perfekt, aber selbst COLA, CANDY, CHOCOLATE ist handwerklich okay, schauspielerisch in Ordnung und frustrierend wenig sexistisch.
Der hier sieht angemessen deppert aus, aber bei Michael Pfleghar muss man immer damit rechnen, dass womöglich ein richtig guter Film dahinter steckt:
Der hier steht schon länger auf meiner Liste, aber der betriebene Aufwand und die Besetzung lassen eher einen missratenen Langeweiler… [weiterlesen]
Sieben Tage Facebook-Sabbatical. Zeit, hier mal wieder den Hammer zu schwingen.
Ich habe mich in der letzten Woche auf die Suche nach weiteren deutschen Trash-Perlen gemacht, die ich besprechen kann. Nicht nur YouTube und andere Online-Quellen waren mir dabei behilflich, auch mein Archiv von selbst gebrannten CDs und DVDs mit alten VHS-Aufnahmen und Fernseh-Mitschnitten. Was da so an die Oberfläche gespült wird, rangiert von entzückend bis bedenklich. Die Auswahl fällt schwer.
Darf’s POTATO FRITZ sein, eine Western-"Parodie" mit Hardy Krüger, Paul Breitner (!) und der Musik von Udo Jürgens?
Oder wie wäre es mit EBBIES BLUFF, einem Frühwerk aus… [weiterlesen]
Die deutsche "Komödie" der 70er und 80er ist eins meiner Steckenpferde – weil sie von einer schizophrenen Zerrissenheit geprägt ist, die selten für gute, aber fast immer für unvergessliche Filmabende sorgt. Machen wir uns nichts vor: mit dem Humor meint es der Deutsche ernst. Humor muss sein wie Karneval: für alle, frech, aber nicht böse, systemstabilisierend und vor allem vom Vorstand abgenickt. Ho ho ho und Schenkel klopfen. Das wurde zu selten, aber dann grandios torpediert:
Klar – wo sollten die Deutschen nach zwei verlorenen Weltkriegen und einer Literatur aus schweren Dramen auch den britischen Humor her nehmen?
Und… [weiterlesen]
Auch ich muss mich angesichts der Corona-Quarantäne beschäftigen. Für Sniper-Aktionen ist unsere Terrasse zwar exzellent geeignet, aber da bekomme ich nur wieder Ärger mit der LvA. Und weil meine exorbitanten Reviews zu den 80er-Totalausfällen EIN KAKTUS IST KEIN LUTSCHBONBON und TERMINUS seinerzeit so gut ankamen, versaue ich mir einfach noch mal ein paar Nachmittage mit dem schlechtesten, was Papas Kino so zu bieten hatte. Die Fallhöhe ist erwartungsgemäß beträchtlich.
Heutiges Exponat: Die "Polit-Satire" IS WAS KANZLER!?! von 1984, die ich seinerzeit gerne gesehen hätte – ich war 15, links und dumm, als der Streifen in die Kinos kam und… [weiterlesen]
Deutschland, Frankreich 1987. Regie: Pierre-William Glenn. Darsteller: Johnny Hallyday, Jürgen Prochnow, Karen Allen, Gabriel Damon, Julie Glenn
Ich bin durchaus bereit, Stunden um Stunden in einen einzigen Review zu investieren. Wenn es der Film verdient. Meine Aufmerksamkeit muss mit Schmerz bezahlt werden, nur beinharter Schrott kommt in meine Presse. Faule, wurmzerfressene Äpfel wie "Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon" wachsen wahrlich nicht an jedem Baum. Schlecht sein ist einfach – zum kotzen sein ist schwierig.
Ich hatte mir "Terminus" auch gar nicht besorgt, weil ich auf eine Trash-Granate hoffte. Der Film war als aufwändige Euro-SF
Genug davon!
Es ist Zeit, zurück zu schauen! Es ist Zeit, die Lücken zwischen den Schulmädchen und den Supernasen zu füllen…. [weiterlesen]
Um euch auf meinen kleinen Exkurs einzustimmen, hier der… [weiterlesen]
Oh Mann, DAS ist ein Fass, das ich eigentlich nicht mehr aufmachen wollte. Ist einfach zu toxisch. Aber ich wurde heute Nacht mit mehreren Mails und Messages bombardiert, die mich als Chronisten in Sachen "all things Katusin" in die Pflicht nehmen wollten. Zuerst habe ich abgewunken, aber das hier ist bizarr genug, um doch noch mal einen Abstieg in die Gülletonne zu rechtfertigen.
Eine Schande, dass der olle Doc Acula das nicht mehr erleben darf…
Disclaimer: Ich bitte den folgenden Text – inklusive des hämischen Tonfalls – als Satire zu lesen. Ich bin nur der Kurier, nicht die… [weiterlesen]
Neulich stolperte ich beim lokalen HIT-Supermarkt über dieses Display:
Pizza- und Pinsaböden, handgefertigt und so clever eingeschweißt, dass sie auch ungekühlt wochenlang haltbar sind. Dem Vernehmen nach nicht nur für Privatpersonen gedacht, sondern auch für kleine Bistros und ähnliche Betriebe, die keinen Platz in der Kühlung haben und nicht ständig aufs Verfallsdatum schielen wollen.
Um es mit Hardy Krüger zu sagen: Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an!
Zuerst veranstalteten die LvA und ich mit den Pizzaböden einen gepflegten italienischen Abend. Sie eine "bianco", ich ganz klassisch mit Salami, Schinken, Bacon Bits, Röstzwiebeln und Ei. Meatlover nennt… [weiterlesen]
UPDATES: Manchmal laufen Dinge perfekt zusammen – kaum hatte ich den Beitrag gestern online gestellt, zeigte mir Facebook vier weitere Beispiele in den "Erinnerungen" an. Diese habe ich nun pflichtschuldig nachgetragen.
Die Gattin und ich verbringen den lieben langen Tag miteinander. Wir unterhalten uns auch gerne. Die Tatsache, dass wir beide einer recht schneidigen Rhetorik mächtig sind, führt dabei immer wieder zu Loriot-esken Schlagabtauschen, die ich dann und wann auf Facebook wiedergebe.
Ein paar Highlights habe ich euch heute mal ausgegraben – nicht grundlos.
Ich so beim Frühstück: "Ich habe früher ja auch nicht schlecht gelebt."
Die Gattin … [weiterlesen]