• Silver Age: Erinnerungen an die CD


    Techmoan hat dieser Tage ein tolles Video zur CD als verschwindendes Medium online gestellt – und zum CD-Player als verschwindende Hardware:

    Allemal Grund genug, meine eigenen Erfahrungen mit der Silberscheibe aufzuschreiben. Immerhin blicken wir auf fast 35 gemeinsame Jahre zurück. Das hier ist so eine Art Abschiedsbrief.

    Ich kann mich gut erinnern, als die CD vorgestellt wurde – fast genau 40 Jahre ist das her. Ich war als Knirps schon sehr technophil und die Idee, dass man Musik in toller Qualität von einer praktisch unkaputtbaren Scheibe mit Laser ()…

  • BRAVO: 40 Jahre Pubertät


    Es ist seltsam, was sich manchmal ins Gedächtnis brennt. Banale Dinge, die man dennoch nie vergisst. Bilder, die bleiben. Das hängt sicher mit dem emotionalen und manchmal auch hormonellen Impact zusammen.

    Vor 40 Jahren z.B. kam die vorletzte BRAVO des Jahres 1981 auf den Markt:

    Ich habe sie nicht gekauft. Gott bewahre. BRAVO war mir zu doof. Das wusste ich mit 13 schon. Aber sie lag bei meinem Kumpel Reiner im Kinderzimmer. Reiner war ein Schrauber und Tüftler und immer etwas neben der Spur – statt C64 und Amiga kaufte er sich den Acorn Electron und später den Sinclair QL Wir haben uns dann auch auseinander gelebt und die letzte Info, die ich über ihn habe, ist diese: irgendeine Ische hat ihn für ein Kind blechen lassen, das gar nicht seins war…

  • Ein Dutzend Doppelpacks: Von Popp- und Pop-Stars


    Zum Wochenende Schweinkram – weil sich sonst keiner traut.

    Fragt mich nicht, wie ich auf das Thema gekommen bin, aber im Rahmen meiner Video-Retrospektiven fiel mir neulich auf, dass es vor allem in den 80ern einen "Trend" gab, der vermutlich auch nur in den 80ern existieren konnte. Man schnappte sich junge Damen, die in einschlägigen Blättern und Filmen ihre fleischlichen Talente der Welt präsentiert hatten, und steckte sie in ein Tonstudio (oder auch nicht, wie sehr offensichtlich im Fall von Sybille Rauch). Gesangliches Talent optional, wurden die Nackedeis zu Chanteusen umfirmiert und in Sendungen geschickt, deren männliches Publikum es weniger auf die musikalischen Qualitäten ankam: Musikladen, Plattenküche, WWF Club und diverse italienische Shows…

  • Eine Kiste Kino-Katzengold


    Ich weiß nicht, wie ich vor ein paar Tagen mal wieder auf den YouTube-Kanal von Netzkino kam. Das ist nicht meine Baustelle – da ist alles deutsch, teilweise grottig synchronisiert, und die Filme sind gerne auch mal geschnitten. Qualitativ entspricht das Angebot ungefähr dem Spätprogramm von RTL2 anno 1996 oder dem DVD-Wühltisch eines besonders skrupellosen 1 Euro-Shops.

    Aus der schieren Menge an Material könnte man locker mehrere Festivals mit gänzlich verschiedenen Schwerpunkten bestücken. Ihr könnt ein Wochenende mit den Filmen von Dolph Lundgren rumbringen – oder mit verschiedenen Inkarnationen von Sherlock Holmes aus sechs Jahrzehnten…

  • Gewinnspiel mit Trostpreis: C.L.E.A.N.


    Man kann mir viele negative Dinge nachsagen, aber eins bin ich immer gewesen: ein Mann meines Wortes. Und darum ist heute der Tag, an dem ich die üppige C.L.E.A.N. Limited Edition unter die Leute bringe. Ich selber sammle keine Silberscheiben und schließlich haben die Leser dieses Blogs die Box finanziert.

    Für alle, die einen Refresher brauchen, worum es geht:

    Wer sich meine Fotostorys zum Film durchgelesen hat, der wird wissen: nicht gut, nicht spannend, nicht überzeugend, aber… besonders. Und selten.

    Ich hadere mit der Frage, wie ich einen "Gewinner" auswählen soll…

  • TV Kritik: SANFTER SCHRECKEN – UNHEIMLICHE GESCHICHTEN AM KAMIN


    Durch die Darstellerin einer Filmverbrechen-Fotostory, die ich dieser Tage freischalten werden, stolperte ich über diese ZDF-Produktion des Jahres 1977, die mich bass erstaunte – weil ich noch nie von ihr gehört hatte. Weder im LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS noch im LEXIKON DES HORROR-FILMS war darüber zu lesen – zwei Werke, die sich sonst für keinen obskuren TV-Käse zu schade waren. Das ist umso kurioser, da SANFTER SCHRECKEN einen veritablen Altstar-Supercast zusammen getrommelt hat, um vier mehr oder wenige unheimliche Geschichten aus den Federn internationaler Genre-Autoren zu adaptieren (Henry Slesar, Stanley Ellin, Robert Bloch, Jack Sharkey)…

  • Bring out your dead! Der Promi-Tod in der Boulevard-Presse


    Einer der seltenen Tage, an denen die Weltpresse ein einendes Thema hat:

    In dem Statement, mit dem sich Philip 2017 von den öffentlichen Funktionen verabschiedete, sagte der damals 95jährige:

    "I reckon I’ve done my bit… it’s better to get out before you reach your sell-by date."

    Bei aller Ambivalenz, mit der man der Monarchie im Allgemeinen und der Person von Prince Philip im Speziellen begegnen kann – das ist unbestreitbar. Er war über 80 Jahre lang "der Mann hinter der Königin", ein rastloser Diener des Hochadels, Repräsentant nicht nur eines Landes, sondern auch einer Ära…

  • Wer zahlt, schafft an: paid content – jetzt auch vom Wortvogel!


    Ich arbeite weiter hart daran, würdige Kandidaten für meine Filmverbrechen-Fotostorys zu finden. Und neulich kam mir nun der Gedanke, dass ich eine wirklich vielversprechende Quelle noch gar nicht angezapft habe – das Oeuvre der Schaumschläger, mit denen wir uns hier teilweise über mehrere Artikel und viele tausend Kommentare verbal geprügelt haben.

    So sei es verkündet: ja, die ausführliche Besprechung von SHOWGIRLS EXPOSED kommt. Und die Besprechung von SHOWGIRLS 2 gibt es als Bonus obendrauf:

    Mit zehnjähriger Verspätung ist auch das unfassbare Sequel zum 80er-Klassiker STRASSEN IN FLAMMEN endlich verfügbar – ROAD TO HELL, indeed:

    Den Einstieg macht allerdings dieses Prachtstück aus dem Dunstkreis von crazy Katusin – jawoll, ich bin bereit, mich seinem ersten Langfilm ausgiebig zu widmen:

    Dem "Vergnügen" steht allerdings die Beschaffungskriminalität im Weg:

    Insgesamt fast 100 Euro für die "limited edition"…

  • Ach, fucking Facebook…


    Auf der einen Seite ist es nur ein alberner Nebenkriegsschauplatz, eigentlich kaum der Rede wert. Andererseits zeigt sich an diesem Beispiel wieder mal, wie unterschiedlich und willkürlich die Grenzen von "Meinungsfreiheit" und "Anstößigkeit" ausgelegt werden können.

    Dass Facebook bei seinen Maßstäben so amerikanisch wie albern ist, haben wir ja schon oft genug erlebt. Man kann ein Nazi sein und die Vernichtung von unerwünschten Minderheiten fordern – aber das ästhetische Bild einer weiblichen Brustwarze posten? Wo kämen wir denn da hin?! Die Verrohung der Jugend beginnt nicht im Kopf, sondern zwischen den Beinen…

  • Retro-Fotostory: DER FLUCH


    Deutschland 1988. Regie: Ralf Huettner. Darsteller : Dominic Raacke, Barbara May, Romina Nowack, Ortrud Beginnen, Gerd Lohmeyer, Eva Ordonez, Barbara Valentin u.a.

    Ich bin weiter auf der Suche nach dem Phantom, das sich "der wertige deutsche Gruselfilm" nennt. Nach RAPUNZELS FLUCH brauchte ich etwas, das mir den Glauben an das Genre zurück gibt. Natürlich hätte ich es mir einfach machen und LAURIN von Robert Sigl besprechen können, aber der ist ja mittlerweile anerkannter Kult, Kunst und Kultur zugleich. Dass der gut ist, ist bekannt. Also weiter suchen…