• Ich will einen fairen Kampf sehen!


    „Gone in 60 Seconds” (1974) vs. „Driver“ (1978)
    Willkommen zu meinem ersten „Movie Showdown“, in dem ich zwei Filme gegeneinander antreten lasse, die zu vergleichbaren Zeiten dieselben Genres bedienten. Als Beispiele: „The Car“ vs. „Crash“ um den Titel „Fahrerloser Todeswagen der 70er“, „Herbie“ vs. „Dudu, der tolle Käfer“ um den Titel „Fun mit VW“, „Conan“ vs. „Talon“ um den Titel „Dicke Schwerter, dicke Muckis“. Konkret werde ich demnächst auch John Frankenheimers „Die Prophezeiung“ auf Colin Egglestones fast unbekannten „Long Weekend“ treffen lassen in der Kategorie „Man vs…

  • Literarisches Recycling


    Im März erscheint voraussichtlich mein neuer Roman "Die Rache der Nibelungen". Band 1, der im November 2004 erschienen ist, hat sich ausnehmend gut verkauft, ist aber in den Regalen von vielen Neuerscheinungen verdrängt worden.

    Nun dachte sich der Verlag vermutlich mit kritischem Blick "Der is' doch noch gut, den kann man sicher noch brauchen!", und statt die Restauflage in den Schredder zu werfen, wird "Der Ring der Nibelungen" im September im Rahmen einer Fantasy- Sonderedition neu aufgelegt.

    Die gute Nachricht ist für mich: Die Gestaltung gefällt mir, und mit einem schicken Spotlack-Umschlag (so nennt man das wohl) macht der Band auch was her…

  • Heil Hitler! Es darf gelacht werden!


    Es gibt Themen, an denen man sich eigentlich nur die Finger verbrennen kann: Eine Komödie über Adolf Hitler gehört dazu. Sicher, in amerikanischen oder englischen Filmen darf der „Führer“ gerne mal als Hampelmann auftauchen, aber in Deutschland gehen die Wunden zu tief, ist die Erinnerung zu lebendig.

    Schluss damit! Dani Levy beweist in seiner grandiosen Groteske „Mein Führer – die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“, dass man über die Nazis nicht nur lachen kann, sondern vielleicht sogar lachen muss. Der Film schildert die bizarre Beziehung zweier Adolfs: der Eine, Grünbaum, wird aus dem Lager geholt, um dem Anderen, Hitler, bei den Vorbereitungen für eine mitreißende Rede zu helfen, die das deutsche Volk 1944 ein letztes Mal aufrütteln soll…

  • Aus meiner geheimen Schreibwerkstatt (3): Nur die Harten kommen in den Garten…


    Fertig. 120248 Wörter. 520 Standard-Manuskriptseiten in sechs Kapiteln plus Einleitung und Epilog. „Die Rache der Nibelungen“.

    Um den Abgabetermin für meinen neuen Roman halten zu können, bin ich förmlich nach Ibiza geflohen. Im Flieger habe ich einen Zeitplan aufgestellt, mit festgelegten Schreibphasen. Das war eminent wichtig, denn ohne Selbstverpflichtung hätte ich die 17 Tage problemlos damit verbringen können, 344 Folgen „Simpsons“ zu gucken. Zu meiner eigenen Überraschung ist es mir gelungen, den Zeitplan auch tatsächlich fehlerlos einzuhalten, und drei Tage vor dem Ende der Schreibklausur bin ich fertig…

  • MySpace 2006


    In acht Stunden muss ich los – der Flieger nach Ibiza wartet nicht. Kein Urlaub: Der neue Roman muss nun mit Hochdruck fertig geschrieben werden. Freuen darf ich mich trotzdem, auf 18 Grad und ein tolles Apartment (siehe in den Galerien).

    In ein paar Tagen ist Sylvester, und 2007 wird mit Geknaller und Gesaufe begrüßt. Und wie üblich sieht man von links bis rechts, von RTL bis ZDF, von SPIEGEL bis SZ – Jahresrückblicke. Als ich Kind war, gab es "Album – Bilder des Jahres", und gut war…

  • Ja, ich gucke Ehrensenf – wieso?!


    So nichts dazwischen kommt, bringt mich morgen der Zug in die Heimat, damit ich im Kreise der Lieben den Heiligabend verbringen kann. Zehn Stunden Fahrt für zwei Stunden "James Last plays Christmas" und Rehrücken in Rotweinsauce – irgendwann rechne ich das mal gegen…

    Auch auf Grund der berichteten Arbeit an meinem Roman ist es mir heuer gelungen, dem Trubel komplett aus dem Wege zu gehen. Einziges Zugeständnis: Eine flinke Wanderung über den Weihnachtsmarkt am Opernpalais in Berlin gestern.

    Ich wünsche der (noch) überschaubaren Zahl meiner Leser daher ein Frohest Fest in vergleichbarer Weise…

  • Verheugen unter- und wieder aufgetaucht!


    Die "Daily Show with Jon Stewart" zu loben ist kein Trendsetting mehr, seit deutsche Programmchefs das Format des Comedy Central-Kanals immer wieder als Leuchtturm für "neue Comedy" anführen.

    Gestern erlaubte sich Jon Stewart allerdings einen Gag, dessen Pointe eigentlich nur deutsche Zuschauer zu würdigen wissen: es ging um die für amerikanische Ohren albernen Namen der UNO-Generalsekretäre am Beispiel des Neulings Ban Ki-moon, der bald Kofi Anan ablöst.

    Stewart witzelte darüber, dass es noch Kandidaten mit schlimmeren Namen hätte geben können, und illustrierte das mit einem beliebig gephotoshoppten Bild…

  • Missbrauchtum


    Mein Blog heißt nicht ohne Grund "Wortvogel". Ich liebe Wörter. Ich liebe Sprache. Ich liebe alles, was daraus hervorgeht – Gespräche, Bücher, Lieder, Theaterstücke, Filme. Wer mich kennt weiß: Der Dewi redet genauso gerne, wie er schreibt.

    Sprache ist mehr als die Übermittlung von Information, oder die Verbalisierung von Gedanken und Gefühlen. Sprache hat Ebenen, Subtexte, Geheimnisse, Codes. Wir verstecken in ihr oft mehr, als wir enthüllen.

    Sprache ist auch Macht, und wer sich die Sprachhoheit sichert, kontrolliert eine der Stellschrauben menschlicher Kultur, und letztlich der Geschichte…

  • Aus meiner geheimen Schreibwerkstatt (2): Hinfallen JA, liegenbleiben NEIN!


    So, es hat länger als erwartet gedauert, aber heute möchte ich (auch auf die zähe Nachfrage des Herrn Sixtus) mal wieder berichten, wie es mit dem Roman voran geht.

    In zwei Worten: Nicht gut.

    Und das gibt mir ausreichend Material, euch mal über meine Schulter gucken zu lassen. Im Leid liegt ja bekanntlich mehr Spannung als in der Freude…

    Was ist passiert? Nun, ich habe die 200 Seiten-Marke mittlerweile solide übersprungen. Das entspricht nicht ganz meinen Planungen, nach denen ich mich schon der 300er-Marke nähern müsste…