• … unto my dying electric breath: "Piiiiiiep"


    Wenn man wenig Stauraum in der Wohnung hat, muss man immer wieder mal ausmisten. Kartons vom Flachbild-Fernseher, Plastikfolien von den Matratzen, das kaputte Faxgerät, die Schnittreste der Küchenplatte, ein paar übrig gebliebene Laminat-Bretter. Immer wieder Styropor.

    Zum Wertstoffhof.

    Es ist eine dieser Gebrauchsfahrten, die in sich nicht unterhaltsam sind, deren Konsequenz aber das Wohlbefinden steigert. Wie der Einkauf, nach dem der Kühlschrank endlich wieder voll ist. Oder der Gang zum Container, damit hinter der Haustür nicht immer Berge von Glasflaschen klappern.

    Ein letztes Durchforsten des Haushalts: Was geht noch in den Wagen…

  • Teenage Marlowe Summer Turtle


    Ihr erinnert euch an die aufblasbare Baby-Badewanne, die ich als Zeitschriftenbeileger auf Ibiza erstanden habe, um meiner Schildkröte eine adäquate Balkonresidenz bieten zu können?

    Vollzug:

    Man sieht ihm das vielleicht nicht sofort an – aber er ist ekstatisch. Besonders die Möglichkeit, dank des Badetuchs eigenmächtig das Planschparadies zu verlassen, steigert seine Lebensfreude.

  • Würden Sie DIESEM Mann vertrauen?


    Es ist bloß die Werbung für eine Bank, und vielleicht liegt es einfach daran, dass das Foto in Schwarzweiß ist – aber immer, wenn ich an diesem Plakat vorbei komme, denke ich unwillkürlich und zwanghaft "Wieso wirbt Rudolf Heß für die Hypo?":

    Mein Angebot für Sie, Mr. Churchill?!

  • Weil mich jetzt schon zwei Leser drauf hingewiesen haben: "Red Dead Redemption: The Man from Blackwater"


    Ich empfehle natürlich Fullscreen und HD:

    Sicherlich eines der besseren Beispiele für Machinima-Produktionen, und mit John Hillcoat ("The Road") war ja auch ein Regisseur dran, der durchaus ein Gespür für Atmosphäre und Drama mitbringt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das Gefühl: Die schöne neue Machinima-Welt kommt immer näher…

    Zu dem Thema habe ich noch mehr zu sagen. Am Wochenende.

  • Wortvogel-Kritiken: Alles nur Theater (3)


    39 Steps

    Hitchcocks „39 Stufen“ als Theaterstück zu erzählen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe: Es gibt sehr viele Spielorte, dazu Außenaufnahmen, Massenszenen, und nicht zuletzt einige Verfolgungsjagden (u.a. auf einem fahrenden Zug). Und das ist nur die Produktionsseite: inhaltlich ist „39 Steps“ längst vergilbt, dem Kriminalfilm der 30er verpflichtet, und nur schwer glaubwürdig zu erzählen. Ein modernes Publikum wird kaum die Tatsache schlucken, dass ein Show-Mentalist sich die Pläne für eine Superwaffe merken soll, um sie den Nazis zu stecken.

    Die Macher der Londoner Version von „39 Steps“ haben deshalb getan, was vielleicht konsequent, aber auch einen Tacken größenwahnsinnig ist: Sie haben eine Komödie draus gemacht…

  • Wortvogel auf Südstaaten-Tour 2010: Louisiana, Mississippi, Tennessee, Texas


    Es hat lange genug gedauert, aber nun kann und will ich erzählen, was ich nach meiner dramatischen Ankündigung im Januar gemacht habe. Ich hatte euch exorbitante Beiträge versprochen – hier ist einer, bitteschön. Allein die Anzahl an Bildern und Links dürfte für diesen Blog alle Rekorde brechen.

    18 Tage hatte ich Zeit, und die wollte ich nutzen. Nicht wieder London (da war ich Silvester – auch das steht noch zu erzählen), nicht wieder LA, nicht wieder Ibiza, nicht wieder Südafrika. Mal was ganz Neues: Der Süden der USA…

  • Manche Frauen sollten die Finger vom Internet lassen…


    Symbolfotos sind eine ganz tolle Sache – was täten Online-Medien ohne sie?

    Ich screenshotte mich heute mal selber, weil das Bild zum entsprechenden Artikel bei BILD leider nicht mehr online ist:

    Irgendwie tut mir die Blondine leid – erst erwischt der Conficker-Virus ihren PC, und jetzt wird sie auch noch beim Online-Banking behumst:

    Natürlich ist das kein Einzelfall – besonders bei Telefon-Abzockern macht BILD immer gerne mit dem gleichen Symbolfoto auf, das eine Brünette zeigt, die latent angewidert auf ihren Telefonhörer schaut.

    Aber es kommt noch besser…

  • Thor: Der Vollständigkeit halber


    Ich will jetzt nicht anfangen, regelmäßig Beiträge von AICN zu recyceln, und voraussichtlich morgen kommt auch wieder ein richtiges Wortvogel-Reportage-Monster – aber da ich in letzter Zeit viel über Kostüme von Superhelden berichtet habe, will ich euch das hier nicht vorenthalten:

    Ich bleibe dabei: Wenn man bedenkt, wie albern der Typ in den Comics aussieht, ist das hier eine echte Meisterleistung…

  • Captain America: Wortvogel approved!


    Es ist eine gute Gelegenheit, zum umpfzigsten Mal zu bemerken, in was für glorreichen Zeiten Superheldenfans wie ich leben. Iron Man, Dark Knight, Spider-Man, 300, Sin City, Watchmen – das Genre der Comic-Verfilmungen wird endlich seinen Möglichkeiten gerecht.

    Aber machen wir uns nichts vor: Egal wer der Darsteller ist, egal wie cool das Skript daher kommt – jede Heldenverfilmung beginnt mit dem Kostüm. Das ist ein neuralgischer Punkt. Wenn hier der Designer pfuscht, oder der Respekt vor der Figur fehlt, sieht das ganz schnell so aus:

    Manchmal ist der Wille da – allein, es fehlt am Geld:

    Aber es wird besser – die "Watchmen" waren ein Knaller, "Iron Man" kann wohl kaum besser getroffen werden, und auch "Thor" hat sich weniger blamiert, als ich hoffen durfte…