Sodele, Tag 2 meines brachialen Review-Marathons. Bisher können wir auf jeden Fall schon mal festhalten, dass Nürnberg ein ziemlich idealer Ort für so ein Festival ist: man mag das Cinecittá für ein seelenloses Multiplex halten, aber es hat große Säle mit guter Sicht, sauberer Projektion, und liegt mitten in der Nürnberger Altstadt, umgeben von Restaurants, Geschäften und Hotels. Das passt. Außerdem hat es in der fränkischen Metropole den Doc Acula, mit dem man auch längere Sessions stressfrei durchhält.
Zu "Dog Eat Dog" (dem Ersatz für "Trailerpark of Terror") nur ein paar Worte, weil ein vollständiger Review nicht lohnt: Eine
Bitte vorab lesen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, und Teil 4.
Da man sich nun in den konkreten Vorbereitungen zur Produktion befand, war mein Job eigentlich getan. Als Entwicklungschef hatte ich ja gekündigt, und wurde nur noch sporadisch auf dem Laufenden gehalten. Irgendwann hörte ich allerdings zwischen Tür und Angel den Begriff „Christoph Schrewes Drehbuchfassung". In der Tat, Christoph hatte zusammen mit einem Kumpel „seine Vision" von „Post Impact" zu Papier gebracht, die zwar wenigstens auf meinem Skript basierte (im Gegensatz zur Fassung des UFO-Autors), aber trotzdem massive Änderungen vorsah, und in meinen Augen
Bitte vorab lesen: Teil 1 hier, Teil 2 hier., und Teil 3 hier.
Nett: Ich hatte die Idee für „Apokalypse Berlin" gehabt, den Sender dafür begeistert, die Konzepte für den internationalen Markt geschrieben, UFO an Bord geholt – und nun wollte man mich sang- und klanglos aus dem Projekt drängen.
Ab diesem Tag sprach ich mit Phil und Jeff nicht mehr direkt – es war einfach sinnlos. Sie waren in meinen Augen Gebrauchtwagenhändler, deren Ziel es war, uns massiv über den Tisch zu ziehen. Ich holte mir bei meinen Chefs dir Rückversicherung, dass man meine Position

Teil 1 gibt es hier.
"Ice" wurde also praktisch ohne unser Zutun in Kanada gedreht. Circa zwei Monate nach Drehende bekamen wir den ersten Rohnschnitt.
Ich gebe es zu: Das fertige Produkt entsprach nicht ganz unseren Erwartungen. Die Effekte rangierten von „okay“ (bei den vereisten Studio-Sets) bis zu „ähem“ (bei digitalem Schneegestöber und einigen Matte Paintings). Kier musste komplett von einem Amerikaner nachsynchronisiert werden, weil sein Akzent dann doch ein wenig zu „blümerant“ (diplomatisch ausgedrückt) für einen Wissenschaftler klang. Wir bezweifelten stark, dass die von den Amerikanern versprochenen 4-5 Millionen Dollar (die ja die Basis unserer prozentualen Beteiligung… [weiterlesen]

Der von mir geschriebene Film „Apokalypse Eis" ist am 1. Weihnachtstag 2007 mal wieder gut gelaufen – zwei Tage zuvor strahlte Kabel1 den TV-Film "Eis – wenn die Welt erfriert" noch einmal aus. Das gibt mir ausreichend Motivation, auch hier mal „Die Geschichte dahinter" zu erzählen. Wie schon bei „Lotta in Love" gilt: Ich mag mich in den Details irren, und einige Sachen kann ich euch allein deshalb nicht erzählen, weil ich wegen meines Blogs nicht vor dem Kadi landen möchten. Wer sich wirklich reinhängen will, kann für wenig Geld z.B. bei Amazon die DVD mit meinem Audiokommentar kaufen…. [weiterlesen]
Kino-Kritik: Sonderedition
Themen: Film, TV & Presse, Neues |
Ich gehe seit ca. 1991 auf Pressevorführungen. Damals hatte ich gerade beim GONG angefangen. Es war noch die "goldene Zeit" der TV-Zeitschriften, denn es gab weder die große Konkurrenz wie "TV Spielfilm" oder "TV Movie", noch die kleine Konkurrenz der Piccolos wie "TVneu" und "TVpur". Es gab auch keine Konkurrenz aus dem Internet. Die Magazine am Markt waren zumeist steinalt (der GONG reicht samt Vorläufer bis in die 40er zurück), hatten einen Haufen Kohle, riesige Redaktionen, und alle Zeit der Welt. Es war kein Problem, vier bis fünfmal die Woche während der Arbeitszeit ins Kino zu gehen, manchmal auch… [weiterlesen]
Ich war nie ein Fan von "Speed Racer". Soweit ich weiß, ich die japanische Zeichentrickserie aus den 60ern in Deutschland nie ausgestrahlt worden. Wäre vermutlich auch nicht mein Fall gewesen.
Warum man aus dem Nischen-Kult einen Film machen musste, ist mir schleierhaft. Warum es ein 180 Millionen-Projekt der Wachowski-Brüder sein musste, widersetzt sich jedem Erklärungsversuch.
Gedreht wurde der Streifen (wie schon die ebenfalls gefloppten "Equilibrium" und "Aeon Flux" – Zufall?) teils in Berlin, deshalb kommen deutsche Nasen auch in diversen Nebenrollen vor.
Das Problem – selten hat ein Film durch seine Trailer bei mir eine solche Antipathie hervorgerufen:
Wie… [weiterlesen]
Wir bekamen also von Harry ein neues Drehbuch für "High Explosive". Leider war die zweite Version keinen Deut besser als die erste – Harry hatte zwar unsere Anmerkungen berücksichtigt, sich aber keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie diese in den Kontext der Story passen sollten. Für ihn war das Drehbuch kein Ausdruck des Wunsches, eine Geschichte zu erzählen, sondern nur ein notwendiges Übel im überaus komplexen Prozess des Filmemachens. Obwohl er seit 40 Jahren schrieb, und mindestens ebenso viele Skripts auch verfilmt hatte – Harry war kein Drehbuchautor. Und nach zwei, drei weiteren neuen Fassungen von „High Explosive“ sagte ich… [weiterlesen]
Auf die Frage, wie man Drehbuchautor wird, antworte ich für gewöhnlich: „Aus Notwehr“. Das ist in meinem speziellen Fall nicht einmal Koketterie. Es ist vielmehr die Geschichte von „Sumuru“, dem ersten Film, der im Vorspann meinen Namen trug. Und es ist die Geschichte meiner Bekanntschaft mit Harry Alan Towers.
Angefangen hat alles (mal wieder, und wie so oft) bei ProSieben. Vier Jahre lang arbeitete ich in Unterföhring als Redakteur, zuerst in der Abteilung Serie, dann bei der neu geschaffenen „Internationalen Koproduktion“ unter Rola Zayed (später verheiratete Bauer). Mehr zu diesen Hintergründen ein andermal. Auf jeden Fall stromerte ich eines… [weiterlesen]

In der Branche heißt es: Seinen ersten Set-Besuch vergißt man nicht. Das stimmt.
Bei mir war das „Cluedo“, die komplett in die Hose gegangene Krimi-Mitrate-Sendung von SAT.1 aus dem Jahr 1992, basierend auf dem gleichnamigen Brettspiel. Ich war damals frisch angeheuerter Randspalten-Abtipper bei der Fernsehzeitschrift GONG. Man hatte uns per Bus in das Schloß Leonberg gekarrt, in dem die Fiction-Elemente gedrehten worden waren, und bei Sekt und Häppchen konnten wir uns mit den Stars unterhalten. Ich brachte die SAT.1-Sprecherin ziemlich in Verlegenheit, als ich ganz naiv fragte, wie denn das Mitrate-Element für die Zuschauer funktionieren solle, wenn nicht nur… [weiterlesen]