Ich neige nicht zum Masochismus. Wenn wir etwas nicht gefällt, dann lasse ich die Finger davon. Ich habe Sushi gegessen – einmal reicht. Ich war Mitglied in einem Fitness-Studio – nie wieder. Ich erinnere mich an blaue Cocktails – danke nein.
Warum also schaue ich mir immer wieder die Filme des deutschen Minustalents Uwe Boll an wie eine verprügelte Ehefrau, die ihrem Gatten glaubt, dass er sich diesmal "ganz bestimmt" geändert hat? Warum kann ich von den cineastischen Monströsitäten dieses Egomanen, der seine Kritiker gerne mal im Ring verhaut, einfach nicht lassen? Wie blind,.. [weiterlesen]

Weil ich mich letzte Woche so geärgert habe, ein paar TV-Delikatessen im Nacht- programm der Öffentlich- Rechtlichen verpaßt zu haben, schaue ich mittlerweile wieder genauer hin, was das Wochenende televisionär zu bieten hat. Und damit ich euch nicht immer a posteriori eine lange Nase drehe, teile ich künftig mit, wenn ich was Verheißungsvolles finde.
In den frühen Morgenstunden (3 Uhr, Samstag auf Sonntag) beglückt uns arte mit einer Dokumentation über den deutschen Film der 70er Jahre. 65 Minuten, für die es sich vielleicht nicht lohnt, wach zu bleiben – aber dafür gibt es ja DVD-Rekorder… [weiterlesen]
Kaum einer wird es gemerkt haben, allenfalls die Leser von Quotenmeter, denn dort wurde gestern darauf hingewiesen: Heute morgen um 5.50 Uhr lief die 130. und letzte Episode der Telenovela „Lotta in Love“.
Ich habe „Lotta“ erfunden. Die Serie mit Christian Becker und Anita Schneider dem Vorstand des ProSieben- SAT.1-Konzerns vorgestellt. Das Autorenteam geleitet. Die meisten Episoden verfasst.
In meiner Abstellkammer stapeln sich noch Werbebanner, Poster, Bücher, Gläser, T-Shirts, Taschen, Tops, Magazine – alles Erinnerungsstücke, die ich bestimmt niemals hergeben werde.
LiL wurde von Anfang an stark kritisiert. Ein nennenswerter Erfolg war der Serie nicht beschieden… [weiterlesen]
Kennen Sie Kino?
Themen: Film, TV & Presse, Neues |Gene Siskel & Roger Ebert waren in den 80er und 90er Jahren die Kinokompetenz schlechthin – kaum ein Poster kam ohne ihre "Daumen hoch"-Wertungen auf den Markt. Die Sendung "At the Movies" setzte den Standard für kommerzielle, aber kritische Kritik, und ich habe mir oft gewünscht, es gäbe ein deutsches Gegenstück, das mit Dialog-Besprechungen arbeitet.
Als Gene Siskel verstarb, wurde er zuerst von Gast- Kommentatoren ersetzt, dann von Richard Roeper. Mittlerweile ist Ebert (Hauskritiker der "Chicago Sun Times") schwer erkrankt. Das Ende der Sendung ist abzusehen.
Nun hat sich Buena Vista entschlossen,.. [weiterlesen]
Der Tag war zu heiß, das Gewitter zu kurz, um noch einen langen Beitrag zu schreiben. Aber durch die Email eines Freundes in Michigan wurde ich heute darauf gebracht, mal wieder einen launigen Schwank aus meinem Leben zu erzählen.
Zuerst einmal empfehle ich allen geneigten Lesern, sich hier die Kataloge des Hollywood-Auktionshauses "Profiles in History" herunterzuladen. Und wenn ihr in drei Tagen fertig gelesen und ausgeträumt habt, könnt ihr diesen Beitrag weiterlesen…
Die Kataloge sind echte Prachtstücke, die in gedruckter Form selber Sammlerwert haben, und jedem Filmfan die Tränen in die Augen treiben… [weiterlesen]
Lieber Oliver Pocher…
Themen: Film, TV & Presse, Neues |Sie haben viel einstecken müssen. Der unnötige und unpassende Vergleich mit Harald Schmidt lässt Sie schlechter aussehen, als Sie vermutlich sind. Vermutlich – weil ich mir nie eine Ihrer Sendungen angesehen habe. Bei Ihrem Auftritt auf dem Tollwood-Festival habe ich auch nicht im Publikum gesessen. Was ich von Ihnen weiß, stammt aus penetrant oft wiederholten Trailern auf SAT.1 Comedy, und ein paar Beiträgen in Zeitungen und Zeitschriften.
Nun stelle ich mich vielleicht gegen Trend und Mehrheit, wenn ich sage – ich finde Sie gar nicht so schlecht. Sie besitzen anscheinend jene unprätentiöse Kamerageilheit, die von Talent getragen wird,.. [weiterlesen]
The Trolls are back in town!
Themen: Neues |(Update: Die meisten von Benduhn aufgemachten Seiten verschwanden nach kurzer Zeit auch wieder – diverse inaktive Links habe ich deshalb mittlerweile entfernt)
Wer mein Blog aufmerksam liest, wird in letzter einen etwas unglücklichen "Troll-Befall" bemerkt haben. Das hat sich mittlerweile erledigt, zumal ich keine Probleme habe, unliebsame Kommentare zu löschen. Natürlich müssen die Trolle damit rechnen, dass ich ihnen genau die Öffentlichkeit biete, die sie so verzweifelt suchen.
Heute schreibt zum Beispiel eine "Julia Leber" (Echt-Name der Redaktion bekannt) von zu meinem Beitrag "Der Crash ist da":
"Ausgebrannt? Dieses Blog zeigt das schon seit Wochen... [weiterlesen]
Der Crash ist da
Themen: Neues |Jetzt mal wieder was zu meiner Arbeit. Der Fotovergleich zweier Häuser, den ich vor ein paar Tagen online gestellt habe, gehört zur Arbeit an einem historischen Zweiteiler. Ein bisschen Hintergrund dazu: Es geht um eine Persönlichkeit aus der deutschen Geschichte, spätes 19., frühes 20. Jahrhundert. Meine Ko-Autorin Katrin hat mich vor über drei Jahren auf diesen Stoff hingewiesen, und ich war sofort Feuer und Flamme, über so ein begeisternswertes Leben zu schreiben. Glücklicherweise sah das eine renommierte Produktionsfirma genauso, und seit über einem Jahr sind wir vertraglich gebunden.
Das Drehbuch zum ersten Teil der geplanten Miniserie habe ich in der Türkei geschrieben… [weiterlesen]
Kritik-Kritik
Themen: Film, TV & Presse, Neues |Es gibt zu wenig Webseiten über das Fernsehen.
(alles lacht)
Nein, im Ernst. Natürlich sind die "Stargate"-Fanseiten Legion, und jeder Sender leistet sich ein fettes Portal. TVSquad, Futon Critic, und hier in Deutschland DWDL und Serienjunkie bedienen die Nachfrage.
Was mir aber fehlt, ist der begleitende Journalismus. Grundsätzlich bestehen die Webseiten nämlich aus zwei Bestandteilen: Nachgeplapperten Pressemeldungen und kommentierten Einschaltquoten. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, weil ich mal bei einer "richtigen" TV-Zeitschrift gearbeitet habe, aber gerade auf den deutschen Seiten zum Thema wird praktisch nie hinterfragt – oder gar nachgehakt. Wo wir beim GONG früher zum Telefon-Hörer gegriffen haben,.. [weiterlesen]
ÖZGÜRLÜK! – sollte man meinen…
Themen: Neues |
Besonders in Deutschland, wo der Einfluss der Armee auf die und innerhalb der Gesellschaft sehr beschränkt ist, hat es einen schlechten Beigeschmack, wenn sich andernorts das Militär in die Tagespolitik einmischt. Das erinnert schnell an Pinochet in Chile, an die Unterdrückung jeder Rechtsstaatlichkeit. Die Faustregel gilt: Militärische Einmischung führt selten zu Demokratie, oder wenigstens ihrer Verbesserung. Mehr noch: Die Armee darf kein Mittel sein, Staat oder Gesellschaftsform zu beeinflussen.
Umso mehr gibt es zu denken, wenn die angedrohte Einmischung eines Militär-Apparats anlässlich einer Präsidentenwahl bei mir partout keine flauen Gefühle hervorrufen will… [weiterlesen]