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Die Zeit zwischen den Tagen haben die LvA und ich unter anderem damit verbracht, uns die bisher beste Verfilmung von Agatha Christies Krimi-Klassiker "Zehn kleine Negerlein" anzusehen, natürlich von der BBC und extrem hochkarätig besetzt:

Tatsächlich gelingt dem Dreiteiler das Kunststück, Christies eigentlich komplett unfilmisches und unbefriedigendes Ende beizubehalten und doch mit erzählerischer Rendite abzuwandeln. Ich werde einen Teufel tun und euch verraten, wie sie das machen.

Müsste ich Kritik anbringen, dann allenfalls die, dass das ursprünglich titelgebende, den veränderten sozialen Gegebenheiten immer wieder angepasste Gedicht in der Verfilmung nie prominent verlesen wird, was es dem Zuschauer fast unmöglich… [weiterlesen]

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Okay, auf dem Speicher sind noch zwei Wannen mit DVDs aufgetaucht, diesmal aus meiner dunklen Vergangenheit. Da ich die nicht in 9er-Packs raushauen will, preise ich sie individuell bzw. thematisch sortiert.

Es gilt wie immer: Wer zuerst kommt, den bestraft das Leben – mit DVDs aus dem Wortvogel-Folterkeller. Privatverkauf, keine Garantie, keine Rücknahme, kein Widerruf, Bezahlung per Paypal, Versand innerdeutsch inklusive. DVDs sind teilweise auf englisch und/oder benötigen amerikanischen "region code".

Zum Start gleich ganz ans Eingemachte – Paket 1 mit "Babylon 5", Staffeln 1 bis 4 und die "Movie Box" mit den TV-Filmen. 88 Folgen und diverse Langformate,… [weiterlesen]

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Electric Boogaloo: The Wild, Untold Story of Cannon Films
eb1Australien 2014. Regie: Mark Hartley. Beteiligte: Olivia d’Abo, John G. Avildsen, Martine Beswick, Richard Chamberlain, Bo Derek, Sybil Danning, Lucinda Dickey, Michael Dudikoff, Robert Forster, Elliott Gould, Tobe Hooper, Just Jaeckin, Dolph Lundgren, Franco Nero, Molly Ringwald, Robin Sherwood, Catherine Mary Stewart, Alex Winter, Franco Zeffirelli u.a.

Kritik: Wer in den 80er Jahren als Junge aufgewachsen ist, liebt Cannon Pictures. Geht nicht anders. Cannon-Filme waren Fleisch gewordene pubertäre Fieberträume voller Selbstjustiz, Superhelden und Ninjas. Die größten Waffen, die prallsten Explosionen, die debilsten Gags versprachen immer die Filme des… [weiterlesen]

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Nachdem ich alle Filme aus meiner Bloggerzeit bereits verlistet habe, sind nun die Klassiker dran – hier ist die Aufstellung dessen, was ich von 1990 bis 2006 gesehen habe. Sagt viel über meinen Geschmack aus, aber auch über das Festival und die Veränderungen im Genre allgemein.

Wie schon erwähnt, bin ich seit 1990 jedes Jahr beim Fantasy Filmfest dabei gewesen. Anfangs bestand das Programm noch primär aus Retrospektiven und Schwerpunkten, weil neue Streifen für so ein "Mini-Festival" kaum zu bekommen waren. Mit dem Erfolg änderte sich das und ab Mitte der 90er dominierte das FFF die Genre-Festivalszene im ganzen… [weiterlesen]

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mm2013 Klein
Last Days on Mars
the-last-days-on-mars_filmplakat_en.preview England 2013. Regie: Ruairi Robinson. Darsteller: Liev Schreiber, Romola Garai, Elias Koteas, Olivia Williams, Johnny Harris u.a.

Story: Die Mitglieder einer Marsmission warten auf Abholung. Einer der Wissenschaftler entdeckt ausgerechnet jetzt Spuren von Leben auf dem roten Planeten. Schnell werden alle, die mit den Bakterien in Kontakt kommen, zu blutrünstigen Zombies. Am Ende bleibt nur ein Crew-Mitglied übrig – dahin treibend in einer Raumfähre und mit der bösen Ahnung, auch schon infiziert zu sein.

Kritik: Okay, das klingt ja alles auf dem Papier gar nicht so schlecht. Liev Schreiber ist ein Qualitäts-Schauspieler,… [weiterlesen]

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Ich habe lange darüber nachgedacht, ob und wie ich die Produktionsgeschichte von „Sumuru“ (ich ignoriere jetzt einfach mal die diversen Untertitel) erzählen soll. Dass es eine launige Anekdotensammlung ist, steht außer Frage. Aber sie betrifft auch meine damaligen Arbeitgeber, zeigt nicht immer die schönsten Seiten des menschlichen Charakters und verlangt auch eine gewisse Diskretion, die nicht zuletzt meiner Loyalität gegenüber diversen Beteiligten geschuldet ist.

Kurz gesagt: dünnes Eis mit vielen Tretminen.

Sei’s drum.

Es gilt der übliche Disclaimer: Das ist die Geschichte, so wie ich mich an sie erinnere. Es mag in Details anders gewesen sein. Und bevor einer… [weiterlesen]

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Seit ein paar Tagen hat mich YouTube genervt, dass ich noch alte Videos bei Google Video stehen hätte – ob ich die nicht zu YouTube übertragen wolle? Wie es aussieht, will man Google Video wohl zeitnah endgültig dicht machen.

Das Problem: Die beiden Videos hatte ich nicht ohne Grund bei Google Video untergebracht: beide sind zu lang für die übliche Laufzeitbegrenzung von YouTube.

Erfreulicherweise scheint Google aber bei transferierten Videos aus dem GV-Katalog ein Auge zu zu drücken – die Verlagerung in meinen YT-Account hat geklappt. Aus diesem Grund (und weil gerade nichts anderes anliegt) zeige ich euch die… [weiterlesen]

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Ich habe die Verleihung nicht geschaut. Ich finde das nicht spannend, mein Schlaf ist mir wichtiger, und blöderweise liege ich auch meistens meilenweit daneben mit meinen Voraussagen. Es ist allemal ausreichend, morgens beim Frühstück die Tabelle mit den Gewinnern zu studieren.

Dieses Jahr kann ich nur sagen: Respekt. "Hurt Locker" als bester Film und beste Regie, das entspricht meinem Verständnis von Fairness. Und dass "Avatar" alle relevanten technischen Oscars bekommen hat, ist genauso gerechtfertigt wie die Tatsache, dass ihm die wirklich wichtigen Auszeichnungen versagt blieben. Ich hätte vermutlich den Rest des Tages mit den Zähnen geknirscht, wenn dieses Öko-Eso-Wellness-Spektaktel… [weiterlesen]

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Ich hatte schon angekündigt, dass ich über enttäuschend verlaufene Karrieren auch eine Männer-Version machen würde. Allerdings will ich nicht auf Schauspieler eingehen, die ihr Potential nie erfüllen konnten, sondern auf echte Filmstars der alten Schule, die gegen Ende ihrer Karriere in ziemlich fragwürdigen Produktionen mitmachten, um die Rechnungen (oder den Dealer) zu bezahlen.

Es geht in diesem Beitrag nicht um Häme – ganz im Gegenteil: jedem dieser Darsteller hätte ich einen würdigeren Abgang gegönnt.

milland1

Ray Milland (+1986) ist so einer. Kein "romantic lead" wie Cary Grant oder Rock Hudson, trotzdem überzeugend in "Der Major und das Mädchen" mit Ginger… [weiterlesen]

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hollywood-boulevard1USA 1976. Regie: Joe Dante und Allan Arkush. Darsteller: Candice Rialson, Mary Woronov, Paul Bartel, Dick Miller, Rita George u.a.

Ich bin ja ein erklärter Fan der großen B-Movie-Produzenten wie Roger Corman, Sam Arkoff, William Castle, und Harry Alan Towers. Von Corman allein habe ich fünf Biographien in meinem Bücherschrank stehen. Darum ist es umso unverzeihlicher, dass ich ausgerechnet "Hollywood Boulevard" noch nicht gesehen hatte, einen echten Kultfilm. Der Besuch einer DVD-Börse mit Doc Acula gab mir kürzlich die Gelegenheit, diese Lücke zu schließen, und ich kann vorab schon sagen: wurde auch Zeit!

Mitte der 70er arbeitete der… [weiterlesen]