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Die frühen 90er waren wilde Zeiten im wuchernden und boomenden Privatfernsehen. Weil vieles billig und zum ersten Mal probiert wurde, legten sich RTL, SAT.1 und Konsorten immer wieder mal krachend auf die Schnauze. Darüber kann man sich lustig machen, aber das ignoriert, dass diese Lehrjahre letztlich hoch profitable und professionelle Senderfamilien hervor brachten, bei denen heute Leute in Rente gehen, die damals jung angefangen haben.

Als Redakteur der Zeitschrift GONG und zuständig u.a. für SAT.1 war ich hautnah mit dabei. Ich schrieb über das Privatfernsehen, bevor ich es selber mit gestaltete. So manches Mal haben wir dabei… [weiterlesen]

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Vor über 10 Jahren habe ich – wenig freundlich – über das Oeuvre von Albert Pyun geschrieben, der neben Jim Wynorski, Fred Olen Ray, Andy Sidaris und anderen zu den fleißigsten Lieferanten der Videotheken-Ära der 80er und 90er gehörte.

Nun ist Pyun nach langer und schleppender Krankheit verstorben.

Es liegt in unserer Natur, den Menschen nach seinem Tode deutlich milder zu sehen (nil nisi bene und so), aber im Fall von Pyun fällt mir das schwer. Ich kann seine besseren Filme benennen – aber vermutlich keinen wirklich guten. Und sein wachsender Kultstatus der letzten Jahre scheint… [weiterlesen]

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Heute fange ich mit einer nostalgischen Blogreihe an, die – so alles klappt – 20 Teile umfassen wird. Da ich mittlerweile im Besitz aller BRAVO-Ausgaben von 1957 bis 1990 bin, habe ich in den letzten Wochen viel geschmökert. Es stellt sich raus, dass die Magazine einen sehr guten Schnappschuss ihrer Ära darstellen, nicht nur in in Sachen Musik und Mode. Die Reklame, die Sorgen der Teenager, die Optik, die Sprache – alles Zeitkolorit, auf Papier gedruckt wie in Kunstharz gegossen und für die Ewigkeit erhalten.

Also mache ich mir den Spaß und gehe mit euch die alten BRAVO-Ausgaben durch…. [weiterlesen]

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Das hier sollte ein kurzer Beitrag werden – Schnittreste von privaten Videoaufnahmen, die 1999 bei den Dreharbeiten zur Miniserie FRANK HERBERT’S DUNE entstanden sind, an der ich als Entwickler für den deutschen Produktionspartner beteiligt war. Ich bin damals für zwei Tage in den Barrandov-Studios in Prag gewesen, habe die Schauspieler bespaßt, lange Gespräche mit dem Autor/Regisseur John Harrison geführt und immer wieder unauffällig meine Videokamera rausgeholt.

Als mir die ca. halbstündigen Aufnahmen neulich wieder in die Hände fielen, dachte ich: "Bevor ich sie wegschmeiße, kann ich ja ein paar Szenen zusammen stoppeln und meinen Lesern zeigen. Besser als nix."… [weiterlesen]

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Ich bin gerade dabei, mein Digitalarchiv noch weiter zu sortieren – dabei fallen mir naturgemäß unheimlich viele Sachen aus den letzten 25 Jahren in die Hände. Ein paar von denen werde ich sicher in den nächsten Tagen mit euch teilen.

Über die Jahre habe ich euch viel von und über Harry Alan Towers erzählt, mit dem ich meinen ersten Film SUMURU produziert habe. Ihr wisst auch, dass Harry mir bis zu seinem Tod immer wieder neue Projekte angeboten hat, aus denen leider nichts wurde. Meistens hat’s einfach am fehlenden Geld gelegen, oft auch an der mangelnden Qualität der… [weiterlesen]

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Ich habe mal wieder zwei sehr spezielle Neuheiten in Auge gefasst, die ich euch empfehlen möchte.

Am 5.1.2019 wird auf BBC 4 Radio eine dreistündige Sendung über Harry Alan Towers ausgestrahlt, die sich ausnahmsweise mal nicht primär mit seiner Karriere als Trashfilm-Produzent (u.a. meines "Sumuru") beschäftigt, sondern mit seinen frühen Jahren als fleißiger Manufakteur knalliger Radio-Hörspiele. Für diesen Zweck hat Autor Dominic Delargy viele seltene Aufnahmen aus den Archiven gekramt, die teilweise seit 70 Jahren nicht mehr abgespielt wurden.

Ich sollte an der Doku eigentlich mitwirken, primär in Form eines (auf deutsch geführten) Interviews mit Harrys Witwe Maria…. [weiterlesen]

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Agatha Christie ist zweifellos eine der meistverfilmten Krimiautorinnen der Welt. Viele der Filme, die nach ihren Romanen, Novellen und Kurzgeschichten gedreht wurden, gelten als Klassiker, auch wenn sie die Vorlagen und Figuren teils drastisch umformten:

Der meistverfilmte Stoff (knapp gefolgt vom "Mord im Orient-Express") ist "And then there were none". Darüber hatte ich ja schon geschrieben. Allein Harry Alan Towers hat das Krimi-Mystery in den 60er, 70er und 80er Jahren drei mal ins Kino gebracht:

In den 70ern begann eine Reihe von aufwändigen Hercule Poirot-Adaptionen. Ihnen drückte Peter Ustinov seinen Stempel auf, auch wenn in der erfolgreichsten Verfilmung… [weiterlesen]

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Ich habe es vermutlich schon mal (mehrmals?) erzählt – es macht mir Sorge, dass nach meinen Beobachtungen eine Generation nachwächst, die nur das "hier und jetzt" kennt, weil die absolut unkontrollierbare Flut an aktuellen Informationen und Formaten ihre gesamte Zeit frisst. Obwohl/weil wir immer mehr TV-Sender haben, sinkt die Zahl der ausgestrahlten "klassischen" Filme und Serien. Liefen früher noch Shows von vor 20, 30 Jahren halbwegs präsent, scheint die Verfallszeit mittlerweile bei fünf, maximal zehn Jahren zu liegen. Das "jetzt" hat das "früher" gefressen.

Der Effekt: Zusammenhänge werden nicht gelernt, es fehlt der Kontext. Alles ist isoliert, weil der… [weiterlesen]

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Anhand von Ausschnitten, Bildern und Anekdoten habe ich euch schon oft durch die Produktionen geführt, die meiner Feder entsprungen sind. Heute probiere ich mal was anderes…

Ich bin stolz auf vieles, was ich über die Jahre angesammelt habe. Entsprechend ärgere ich mich aber auch, wenn etwas wegkommt, was nicht zu ersetzen ist. So dachte ich lange, die CDs mit den Soundtracks meiner Filme und Serien verloren zu haben. Die meisten davon sind nie offiziell auf CD erschienen – ich habe sie bekommen, in dem ich die Komponisten bat, mir eine Studio-Ausspielung zu machen.

Jahrelang waren sie verschollen und ich… [weiterlesen]

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Ich denke: Bautzen sollte sich schämen. Die freie Markt der Fernbusse bröselt zu schnell. Auch ein Sieg Hillary Clintons bei der Präsidentschaftswahl wird nichts daran ändern, dass nicht nur das politische System, sondern auch der gesellschaftliche Entwurf der USA fundamental zerbrochen ist.

Ich fühle: Unruhe. Die massive Reduktion meiner üblichen Online-Aktivitäten schlägt erwartungsgemäß nicht augenblicklich in massiven kreativen Output um. Das sorgt für mentale Durchhänger und Leerstellen.

Ich lese: "Harry Alan Towers: The Transnational Career of a Cinematic Contrarian" – eine zu teure, extrem trockene und akademische Analyse des Towers’schen Geschäftsmodells. Keine leichte Lektüre, aber… [weiterlesen]