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Nach einer notwendigen Pause im Bestreben, mein Leben (oder zumindest meine Administration) komplett zu digitalisieren, bin ich nun wieder voll dabei. Es war nicht geplant, aber es hat sich so ergeben, dass ich dabei von drei Seiten aus diverse Eckpfeiler meines täglichen Lebens in den Cyberspace verlegen konnte.

Digitaler Briefkasten: You’ve got mail!
Schon vor mehr als 10 Jahren habe ich euch an dieser Stelle berichtet, dass ich den täglichen Papiermüll aus dem Briefkasten konsequent eingedämmt habe. Keine Kundenzeitschriften mehr, keine Prospekte, Kataloge, Werbung. Kostete mich nur ein paar Anrufe und Emails. Sollte ich wider Erwarten wissen wollen,… [weiterlesen]

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Ich gestehe, dass ich ein Fan vom Handy-Porto bin, bei dem man über die App der Post eine Frankierung (keine Briefmarke!) in Form eines Codes kauft, den man auf den Umschlag schreibt. Nicht mehr in die Filiale latschen, keine Wertzeichen ausdrucken und aufkleben, kein Ärger mit Marken von vor der letzten Preiserhöhung, Man möchte fast ausrufen "vorbildlich!".

Natürlich ginge es noch besser. Schließlich muss man zusätzlich zum Porto immer noch Adresse und Absender auf die Umschläge schreiben oder ausdrucken und dann aufkleben. Das nervt. Und die einzelnen Codes in der App kaufen ist eigentlich auch nicht wirklich komfortabel.

Als… [weiterlesen]

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… ich habe seit sieben Jahren an dieser Stelle keinen offenen Brief mehr geschrieben. Ich habe sogar das Tag für diese Sorte Beitrag gelöscht. Weil ich mich nicht mehr in das Tagesgeschehen einmischen mag. Das ist zwar immer schön krawallig, aber nie langfristig befriedigend. Der Aufreger von heute ist der Wikipedia-Eintrag von morgen. Man muss nicht zu allem eine Meinung haben.

Aber Sie haben es geschafft, Christine Westermann. Wegen Ihnen sitze ich jetzt hier und schreibe doch noch mal was "ins Gewissen", auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass es nicht ankommt. Was schert Sie, was ich ich denke?… [weiterlesen]

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Der Aufhänger für diesen Artikel ist dieses Bild, das vor einigen Tagen auf Facebook an mir vorbei schwamm:

Faszinierend: Die Apfeltasche hieß noch "Äppel Pei", die Shakes "Happy Mäc" und ausgerechnet der Quarterpounder wurde zum "Viertelpfünder" eingedeutscht. Warum eigentlich nicht… [weiterlesen]

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Man könnte im ersten Moment meinen, es sei ein Fantasy Filmfest-Sommer wie so viele in den letzten 30 Jahren: es ist heiß, diverse Besucher haben ihr Deo vergessen, man drängelt sich in zu schwarzen T-Shirts vor dem CINEMA in München und ist stolz wie Bolle, dass man in CONJURING die schmerzhaft offensichtliche Nachstellung der berühmten EXORZIST-Szene von der Ankunft Merricks erkannt hat. Setz dich, nimm dir einen Keks.

Business as usual?

Da sind die Masken. Und die Tatsache, dass in den 450er-Saal gerade mal knapp 90 Leute reingelassen werden. Die geschlossenen Sitzreihen, die streng verteilten Plätze. Mich als alten… [weiterlesen]

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USA 2021. Regie: Zack Snyder. Darsteller: Dave Bautista, Ella Purnell, Matthias Schweighöfer, Omari Hardwick, Ana de la Reguera, Tig Notaro u.a.

Story: Nach einem katastrophalen Ausbruch einer Zombie-Epidemie ist Las Vegas abgeriegelt worden und man hat es den Untoten überlassen – bis in ein paar Tagen ein taktischer Nuklearschlag das Problem radikal lösen soll. Der Ex-Soldat Scott Ward wird von dem Casinobesitzer Tanaka angeheuert, mit ein paar Spezialisten 200 Millionen Dollar aus einem Hochsicherheits-Safe zu retten, bevor es soweit ist.

Kritik: Früher war mehr Lametta. Es liegt nur noch wenig Glanz und Gloria darin, einen Film… [weiterlesen]

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Es ist mal wieder so weit. Ich greife nach meiner Taschenlampe (fragt eure Eltern) und steige die knarzenden Stufen hinab in den Keller der Kinogeschichte. Vorbei an den Boxen mit den silbernen Scheiben, schiebe ich einen Stapel Festplatten beiseite und bahne mir den Weg durch Spinnweben, Schimmel und Filmfäulnis aller Art. Es riecht nach Kloake, nach Eigenlob, nach Schweiß und Verzweiflung.

Da sind Kassetten. Keine von den prima VHS-Kaufkassetten in Plastikboxen mit professionell gedruckten Covern. Nein, das hier ist eine Plastiktüte voller 180er ohne Hülle, mit mehrfach überkritzelten, oft unleserlichen Aufklebern. Zeugnisse ihrer Zeit, Aufnahmen, die schon am Tag… [weiterlesen]

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Geben wir uns ran. Machen wir es nicht, macht es keiner. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei Sutters mysteriösem Gast, dessen Stimme digital auf "grollig" runter geregelt und nachsynchronisiert klingt.

Die Szene, auch wenn sie der Geschichte augenscheinlich eine neue Facette verleiht, bringt natürlich genau was? Nix. Auf die Idee, die Figuren über Dialoge zu erklären oder zu entwickeln, scheint der Autor an keiner Stelle zu kommen.

Dafür sehen wir nun, welchen spektakulären Erfolg das CLEAN-Programm bei der nymphomanen Clare hatte – sie will Alice vernaschen:

Alice' Reaktion ist mal wieder einen Audio-Clip wert:

Say what?!

Im… [weiterlesen]

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Ich habe schon einmal ausführlich darüber geschrieben, dass besonders amerikanische Filme und Serien gerne stolpern, wenn sie deutsche Sprache, deutsche Kultur oder wenigstens die deutsche Topographie korrekt wiedergeben sollen. Da heißen Charaktere gerne mal Beau Brandenburg und Alderich Heilbronner, Bremerhaven ist der Hafen von Bremen und dort sitzt man auf dem Marktplatz vor bayerischen Bierseideln. Als gäbe es keine Wikipedia.

In der unsäglichen WWII-Schmonzette WIE EIN LICHT IN DUNKLER NACHT wird uns Melanie Griffith als amerikanische Sekretärin angepriesen, deren akzentfreies Deutsch sie für Spionage im Dritten Reich prädestiniert – hören wir doch mal rein:

Man sollte meinen,… [weiterlesen]

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Als ich Kind war…

… gab es kein IKEA, kein McDonald’s, kein H&M und kein Starbucks

… kamen Schokoriegel in Papierhüllen, Cola in Glasflaschen und Zahncreme in Metalltuben

… trug man im Auto keinen Gurt und auf dem Fahrrad keinen Helm

… meinte die Aufforderung "geh spielen" nicht "vor den Computer", sondern "nach draußen"

… fragte man am Kiosk nach Bazooka Joe, Caramac und Tri Top

Als ich Kind war…

… bekam man draußen nur Kännchen

… waren von den 10 Programmtasten am Fernseher selten mehr als drei belegt

… musste man sich Telefonnummern merken oder aufschreiben

… sah… [weiterlesen]