Genndy Tartakowsky ist eine Ausnahmeerscheinung, ein echter "auteur" unter den Zeichentrick-Schöpfern im Stile von Ralph Bakshi und John Kricfalusi. Er ist der lebende Beweis, dass das amerikanische Kommerzfernsehen eben doch nicht alles auf Mainstream bürstet, sondern in seinen Randgebieten zu künstlerischen Höchstleistungen in der Lage ist, von denen wir in unserem anspruchsvollen und förderwilligen TV-Markt nicht mal träumen können.

Auch wenn er viel, viel mehr gemacht hat, ist Tartakowsky primär für zwei Serien bekannt. Da ist zuerst einmal die stilistisch mutige Sage von SAMURAI JACK:

Die Serie lief von 2001 bis 2004 und bekam 2017 eine fünfte Staffel spendiert.  [weiterlesen]


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Vor mittlerweile auch schon fünfeinhalb Jahren (ich war jung – WIR waren jung!) habe ich einen Blogbeitrag über Horrorgeschichten gepostet, die maximal zwei Sätze lang, aber dennoch erstaunlich effektiv sind. Sachen wie:

  • In all meinen Jahren in diesem Haus, das kann ich schwören, habe ich mehr Türen geschlossen als geöffnet.
  • Ich schlafe niemals ein. Und doch wache ich immer wieder auf.
  • Meine Tochter schreit und weint die ganze Nacht. Ich besuche ihr Grab und bitte Sie, damit aufzuhören – erfolglos.

Es ist schon sehr schräg,  [weiterlesen]


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Matt Berry ist in England ein "national treasure" – außerhalb des Königreichs kennen ihn noch viel zu wenige. Erstmals aufgefallen ist er mir als "Sanchez" in der GARTH MARENGHI’S DARK PLACE, einer sensationellen Parodie auf amerikanische TV-Horrorserien der 80er. Mit dieser musikalischen Interlude sang er sich augenblicklich in mein Herz:

In IT CROWD tauchte er dann auch auf – und hier kann man seine spezielle, sehr brüllaffige Form von Humor schon perfekt genießen:

In den letzten Jahren hat er drei Staffeln lang den Popanz in TOAST OF LONDON gegeben –  [weiterlesen]


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Leser meines Blogs werden sich erinnern, dass ich im Bereich Drehbuch seit einigen Jahren gar nicht mehr unterwegs bin. Das ist fifty-fifty gewollt und gezwungen. Gewollt, weil ich meinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Baden-Baden verlegt habe und wieder hauptberuflich journalistisch arbeite. Gezwungen, weil der Umzug auch die Netzwerke erst verdünnt und dann oft gänzlich aufgelöst hat. Ich bin in der Branche nicht mehr "drin".

Das ist sicher auch der Grund, warum mir entgangen ist, dass am 14. Oktober schon die zweite Umsetzung eines Andreas Franz-Romans auf SAT.1 läuft. Es ist ein neuer Fall für die hartnäckige Kommissarin Julia Durant:

Oh,  [weiterlesen]


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Aus der Abteilung "wird nicht passieren, sollte aber"

Der Versuch von STAR TREK DISCOVERY, mit dem zweiten Captain der Enterprise (nach Robert T. April, vor James T. Kirk) und der Hinzunahme von Spock etwas Fan-Bauchpinselei zu betreiben, war gleichzeitig erfolglos und erfolgreich: zwar wurde die zweite Staffel dadurch etwas bunter und abwechslungsreicher, aber gerade im direkten Kontrast zeigten sich die Schwächen von DISCO (Schiff und Crew) noch einmal umso deutlicher. Michael Burnham, das ist "besorgter Dackelblick und ständiges Zaudern", Christopher Pike hingegen ist "schelmisches Zwinkern und mutiges Vorangehen". Die Discovery ist uns nach zwei Staffeln immer noch nicht vertraut, wir kennen nicht mal die Namen der kompletten Brückenbesatzung.  [weiterlesen]


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Ahhh… Creepshow. Da werden Erinnerungen wach. Stephen King und George Romero. Der erste Film, der dem Grusel der alten EC-Horrorhefte wirklich adäquat zu huldigen wusste. Was war das für ein Spaß in unserer Pubertät in den 80ern! Und was war das Sequel für eine mittelmäßige Enttäuschung. Und was war der dritte Teil… nein, es gibt keinen dritten Teil. Das ist Konsens. Es gibt keinen dritten Teil.

Man muss allerdings eingestehen, dass KEINER der Creepshow-Filme wirklich gut gealtert ist. Zu TALES OF HALLOWEEN habe ich vor ein paar Jahren geschrieben:

"Letztlich nicht der neue „Creepshow“,  [weiterlesen]


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Das Arrowverse mistet aus, das Arrowverse baut neu auf – mit GREEN ARROW geht demnächst die dienstälteste und namensgebende Serie der Multi-Franchise zu Ende, bei LEGENDS OF TOMORROW hört man auch schon die Totenglocken läuten. Es gibt Gerüchte (Gerüchte!), dass man SUPERGIRL nach einem Ausstieg von Melissa Benoist in SUPERMAN umbauen könnte. CONSTANTINE und GOTHAM (letzteres offiziell KEIN Teil des Arrowverse) sind ja schon länger durch. Das macht den diesjährigen Crossover der Arrowverse-Serien umso spannender, denn neben allen etablierten Figuren buddelt DC noch diverse Alternativ-Varianten aus – Brandon Routh (SUPERMAN RETURNS) darf noch mal als Superman ran, Tom Welling (SMALLVILLE) ebenfalls,  [weiterlesen]


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Ich habe die Zeichentrickfilme aus dem DC Universum lange Zeit sehr gerne geschaut. Nicht alle waren Highlights, aber immer wieder mal gab es mutige Entscheidungen in Sachen Look & Feel, knackige Actionszenen und packende Stories:

Das waren Filme, die die DC-Fackel hoch hielten, als die DC-Filme noch kein "shared universe" bildeten und das Arrowverse noch in den Kinderschuhen steckte.

Die letzte wirklich Überraschung ist gar nicht so lange her:

Ich habe eine zeitlang fast alle Filme besprochen, die unter der Marke DCAU (DC Animated Universe) zusammen gefasst wurden.  [weiterlesen]


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Ich bin ein Fan alter Archive, ganz besonders aus dem Print-Bereich. Ich kann mich stundenlang durch vergilbte Ausgaben wühlen, um Zeitgeschichte aus der Perspektive der vergangenen Gegenwart zu erleben.

Einen ganz besonderen Schatz stellt dabei das Online-Archiv des SPIEGEL dar. Nach mehreren Versuchen, die alten Ausgaben für teuer Geld zu verhökern (z.B. 1995 für 200 DM pro Jahrgang auf CD-ROM), gab man im Februar 2008 auf und stellte alles kostenlos bereit. Das ist mehr als nur Journalismus – das ist gelebte Zeitgeschichte.

Natürlich kann man dieses Archiv nutzen,  [weiterlesen]


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Nehmt euch einen Tee und Kekse, das wird wieder mal eine längere Geschichte.

Ich habe mich in meinen 13 Jahren als Blogger ja schon mehrfach mir obskuren Produktionen auseinander gesetzt, mit Möchtegern-Filmemachern und Produzenten, die nix produzieren außer heiße Luft und Drohungen mit dem Rechtsanwalt. Ich stehe am Wärterhäuschen der schmalen Grenze zwischen Hype und Betrug, zwischen Talent und Größenwahn. Es sind Geschichten, die hell brennen, aber selten lang – über den Moment hinaus gehende Substanz ist keine vorhanden. Puff und aus.

Eine Zeitlang habe ich mich gescheut,  [weiterlesen]


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