Diesen Text hatte ich heute schon im Reisebericht zu Porto drin – aber da blockierte er mir letztlich den Flow der Geschichte etwas zu sehr. Also hier noch mal separat.

Ein Geständnis: Ich verachte „man bags“. Eigentlich. Mein Vater brauchte als Taxifahrer in den 70er Jahren so ein Ding für das Handgelenk, in dem sich meistens Unmengen von Quittungen, Tabletten und Schlüsseln sammelten. „Friends“ hat schon vor 20 Jahren zu dem Thema eine ganze Episode gemacht:

Männertaschen sind der Gipfel der Uncoolness. Sie erinnern an die unsäglichen „fanny packs“, die man in den 90ern um die Hüfte schnallte.  [weiterlesen]


Kommentare 23

Ich wollte den Artikel schon vor einer Woche schreiben, aber es ist mir mal wieder etwas Leben dazwischen gekommen. Also hole ich das fix nach.

Vor mittlerweile knapp zwei Wochen bin ich mit der LvA nach Porto geflogen. Warum? Because we can. Wir haben das Glück, dass RyanAir direkt von Baden-Baden aus fliegt und wir deshalb für vergleichsweise wenig Geld viele interessante Ziele in ganz Europa anfliegen können: England, Malta, Israel, Italien, Spanien. Und eben Portugal. Porto UND Lissabon. Letztlich haben wir eine Münze geworfen. Porto hat gewonnen.

Der Flug dauert knapp zweieinhalb Stunden, der Flughafen vor Ort ist modern und sogar etwas retro-futuristisch.  [weiterlesen]


Kommentare 8

Keine Sorge, ich bin nicht abgetaucht – ich war nur mal wieder fünf Tage lang auf Reportagereise für die Liebes Land in der Republik unterwegs (neues Heft seit Mittwoch am Kiosk, btw). Einer muss ja.

Nun wollte ich mal willkürlich zusammen schreiben, was einem dabei so alles passiert.

Fangen wir mit der Hinreise von Baden-Baden nach Berlin an. Eigentlich ganz beschaulich, wenn auch mit gut sieben Stunden arg lang. Schon vor Karlsruhe komme ich an zwei brennenden Lastwagen auf der Gegenspur vorbei. Ich mache ein dokumentarisches Foto für die LvA, das ich hier allerdings nicht zeigen werde –  [weiterlesen]


Kommentare 21

Okay, Zeit für ein kleines Update in Sachen Umstellung auf Digitalbibliothek.

Wie erhofft, hat mein letzter Artikel einige spannende und sehr hilfreiche Reaktionen der Leserschaft (hier und auf Facebook) provoziert. So hat ein Kommentator angeboten, mir den Czar-Scanner zu schicken für Bücher, die ich nicht zerlegen will. Dann brauche ich mir das günstige, aber nicht billige Teil nicht selber zu kaufen.

Eine genauere Inventur meiner Bücherschränke hat außerdem gezeigt, dass ich den Großteil meines Archivs tatsächlich durch einen Scanner mit automatischem Einzug jagen kann, um den Vorgang zu automatisieren.  [weiterlesen]


Kommentare 5

Ich werde dieses Jahr 50. Es gehört zu den Erkenntnissen des Alters, dass man irgendwann aus der Phase der Vorsorge in die Phase der Rendite eintritt. Aus „da investiere ich für später“ wird einfach „später ist jetzt“. Man kann nicht ewig Kuchen backen, aber nie essen. Und ich komme jetzt in das Alter, in dem ich etwas davon haben will, dass ich 50 Jahre lange gelernt, gelebt und angeschafft habe.

Das bedeutet auch, das Angeschaffte zu sichten, Inventur zu machen und zu entscheiden, was für die zweiten 50 Jahre noch nötig sein wird.

Es ist eine Geschichte,  [weiterlesen]


Kommentare 12

Eine neue Datenschutzverordnung steht ins Haus – und allenthalben herrscht große Unruhe, was das denn genau bedeutet und welche Folgen das haben kann. Auch ich kam dieses Wochenende nicht umhin, mich mal mit dem Thema auseinander zu setzen.

Zuerst einmal: streng genommen betrifft mich die neue Regelung nicht. Mein Blog ist rein privater Natur, zeigt keine Werbung, keine Partner-Links und generiert keinerlei Einkommen. „100 Prozent Torsten Dewi“ – steht seit Tag 1 auch klar und deutlich da.

Nun ist die neue Verordnung aber noch nicht im realen Leben erprobt worden, viele Vorgaben werden erst in den nächsten Monaten und Jahren durch Klagen und Gerichte definiert und zementiert.  [weiterlesen]


Kommentare 1

Die Tatsache, dass wir nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnen und RyanAir verflucht billig fliegt, verführt uns immer wieder zu kurzen Städtetrips, die eigentlich nicht im Reisekalender standen. Als ich vor ein paar Wochen feststellte, dass es mal wieder sehr einfach und günstig möglich war, von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag in die britische Hauptstadt zu fliegen, dauerte es nur eine halbe Stunde von der Idee bis zur Buchung.

Zugegeben: gerade mal 43 Stunden vor Ort sind nicht viel. Zieht man jeweils acht Stunden für den Schlaf ab, reduziert sich das sogar auf 25 Stunden,  [weiterlesen]


Kommentare 3

Der alte Zausel mit der drolligen These, die Menschen seien in toto gar nicht dumm, egoistisch und gierig, wäre heute 200 geworden. Da ich keine weitergehende Meinung zu dem Thema habe, präsentiere ich dieses Plakatmotiv, mit dem allen Ernstes Anfang der 90er für eine neue CD geworben wurde:

Mittlerweile ist Richard Marx AUCH out.  [weiterlesen]


Kommentare 3

Wir haben genau 43 Stunden in London – von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag. Abgesehen von diversen Shops und Restaurants steht Kultur auf dem Programm: Tickets für drei hochkarätige Theaterstücke konnten wir ergattern.

Den Freitag Abend bestreitet Agatha Christie:

Am Samstag nehmen wir die Matinee eines Gore Vidal-Klassikers mit, dessen Cast mir die Hände schwitzig macht: „Profi“ Martin Shaw und „Rasenmähermann“ Jeff Fahey live auf der Bühne!

Nun steht die LvA bekanntermaßen auf Psychodramen und Krimis – da war es nur logisch, dass wir die letzte Vorstellung des Thrillers „Frozen“  [weiterlesen]


Kommentare 2

Vorab: Ich bin froh und dankbar, dass Bill Cosby schuldig gesprochen wurde. Nach all den Informationen, die ich habe, war er ein Prototyp des sexuellen Ausbeuters, für den Missbrauch über Jahrzehnte eine regelmäßige und akzeptable Form des Umgangs mit jüngeren Frauen darstellte. Ein ekelhafter Mensch, der nie zu alt sein darf, um nicht noch bestraft zu werden. Cosby ist – nach dem Stand der Dinge – ein Dreckschwein.

Und trotzdem kann ich mich genauso prima über all die Fingerzeiger und Empörten aufregen, die nun wortreich erklären, warum man das alles hätte wissen müssen und warum sie –  [weiterlesen]


Kommentare 3