Ich habe euch semi-reguläre Updates meiner Läufe versprochen, dann mache ich das auch. Alle sechs Einheiten scheint mir überschaubar, das entspricht knapp 2 Wochen.

Die gute Nachricht: 97,5 Kilo. Es geht vorwärts. Also abwärts.

In der letzten Übersicht hatte ich angekündigt, mal testweise das Wasserparadies in Baden-Baden hinauf und hinab zu rennen. 70 Meter Höhenunterschied auf knapp 300 Metern mit Treppen, Steigungen, Winkeln und Kurven. Wer 6 Kilometer geradeaus kann, kann auch so etwas.

Dachte ich.

Fakt ist: Ich bin noch nicht das erste Mal oben angekommen, da denke ich schon,  [weiterlesen]


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Ich bin aktuell voll „retro“, was meinen Medienkonsum angeht. Olle Filme habe ich ja sowieso immer schon gerne geschaut. Aber derzeit genieße ich es, antiquarische Hörspiele zu hören, alte Jahrgänge legendärer Cartoons zu lesen und Klassiker als Ebooks zu verschlingen. Mich entschleunigt das – zu meiner eigenen Überraschung.

Da ich aber ein Kind der verpönten Kostenlos-Kultur des Internets bin, schaue ich natürlich immer, wo es gerade was preiswerter oder gar umsonst gibt. So hatte ich von den großartigen Crackanory-Lesungen ja schon berichtet.

Ebenfalls ein guter Startpunkt für die digitale Belletristik-Sammlung sind gemeinfreie Werke,  [weiterlesen]


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Aus der Abteilung „wenn ich einmal in Fahrt komme…“

Die Sache mit den USB-Sticks neulich hat mich nicht losgelassen. Fängt man an, sich auch bei chinesischen Versendern und Curiosity-Webseiten rumzutreiben, findet man noch viel, viel mehr lustige, schräge und teilweise bizarre Versionen der beliebten Massenspeicher.

Es gibt auch tatsächlich Webseiten von Sammlern obskurer Sticks, kleinere Ausstellungen – oft allerdings mit konkreten kommerziellen Hintergründen.

Und weil ich für meine Leser alles tue, habe ich mir die Mühe gemacht, satte 100 USB-Sticks für euch in einer Galerie zu sammeln:

Habt ihr Favoriten? Welcher dieser Sticks wäre euch mehr wert als die reinen Produktionskosten oder den inhärenten Nutzen?  [weiterlesen]


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Das vorab: Es geht mir bei diesem Artikel nicht um den Beitrag Luthers zur sittlichen, kulturellen oder theologischen Entwicklung unseres Landes. Das zu kommentieren bin ich nicht kompetent, das müssen andere übernehmen. Mag sein, dass die Schriften des Gelehrten die Gesellschaft als solche dauerhaft voran gebracht haben. Ich rede hier vom Mensch Martin Luther.

„Ich brauchte etwas Brot und Butter, da traf ich im Laden Martin Luther, was auch nicht weiter verwunderlich war, weil’s ja ein Reformhaus war.“
(Otto Waalkes, eigentlich Robert Gernhardt)

Allenthalben wird das Luther-Jahr gefeiert, dabei gibt es 2017 gar keine neuen Folgen.  [weiterlesen]


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Vierter Tag, vierte Runde, viereckige Augen, vier fahr’n nach Lodz. Zu heiß draußen, zu stickig drinnen, Gefangene werden nicht gemacht, das cineastische „dumpster diving“ erreicht einen neuen Höhepunkt.

Den Einstieg macht ein klassisches C-Movie aus der Poverty Row, gedreht in sechs Tagen für gerade mal 12.000 Dollar von Veteran William Beaudine, der nicht ohne Grund den Spitznamen „one shot“ trug. Eine gewisse Berühmtheit hat „Bela Lugosi meets a Brooklyn Gorilla“ dadurch erlangt, dass Jerry Lewis alle rechtlichen und persönlichen Mittel einsetzte, den Film zu blockieren, weil er sich durch die Imitation von Sammy Petrillo geschädigt fühlte:

Ehrlich gesagt verstehe ich die Ablehnung nicht,  [weiterlesen]


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Tag 3 der Basterds. Ich wälze mich nach sechs Stunden aus dem Bett, das Hirn so bleiern wie die Beine. Es gibt eine Art Festival-Paralyse, die träge und doof macht. Vermutlich ein Verteidigungsmechanismus der Psyche, die sich gegen den gezeigten Trash zu stählern versucht. Ich gehe das diesmal proaktiv an: rein in die Laufklamotten und raus in den Park, so sehr meine sterbliche Hülle auch „nöööhhh…“ jault.

Auf dem Weg in den Park an der Pegnitz stoße ich auf diese (vermute ich mal) Antifa-Aso-Kneipe – wieso hat der Doc uns da eigentlich noch nie hin eingeladen? Passender kann es doch eigentlich kaum werden:

Der Park,  [weiterlesen]


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Es ist schon kurios, dass ich am Basterds-Festival kritisiere, was ich am Fantasy Filmfest vermisse – die Zeiten zwischen den Filmen. Die sind hier nämlich zu üppig. Gerne mal eine dreiviertel Stunde, mangels Abkömmlichkeit des Saals am Vorabend sogar fast drei Stunden. Das ist Leerlauf, der sich nicht immer mit Snacks und Smalltalk rumbringen lässt. Aus dem Grund sitze ich jetzt auch nach dem halben Tag schon wieder im Hotelzimmer und nutze die Gelegenheit, die ersten Reviews zu schreiben, damit ich morgen vormittag ausreichend Zeit für ein Training im nahegelegenen Park habe.

„Mystery in Bermuda“ ist trotz des Titels KEIN apokalyptischer New Age-Streifen aus der Däniken-Ecke,  [weiterlesen]


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Es war kein leichter, aber ein erstaunlich störungsfreier Einstieg in das Festival. Ich hatte um 18.30 Uhr nämlich den letzten Termin auf dem Trainingsplatz, musste danach binnen 10 Minuten unter die Dusche, was trinken und Klamotten in eine Reisetasche schmeißen, um rechtzeitig auf der Autobahn Richtung Nürnberg zu sein. Rastatt und Karlsruhe sind ja immer sehr neuralgische Punkte, was das Verkehrs-, Unfall- und Baustellenaufkommen angeht, aber vermutlich wegen des Feiertags hatte ich Glück: freie Fahrt für diesen freien Bürger. Per Bluetooth Hörspiele und Popklassiker ins Soundsystem des Wagens pumpen, am atemberaubenden Sonnenuntergang und Heilbronn vorbei – läuft bei mir.

Ich kam so früh in Nürnberg an,  [weiterlesen]


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Es ist faszinierend, wie sehr sich der Transport von Daten verändert und vereinfacht hat in den letzten 20 Jahren. Mitte der 90er musste man noch alles auf Disketten mit sich rum schleppen. Hatte man unfassbare mehrere Megabyte auf der Platte, half nur ein guter Freund mit CD-Brenner und teuren Rohlingen.

Ich kannte Leute mit Hunderten von Disketten und Dutzenden solcher Boxen, alle mit händisch verfassten Indexkärtchen:

Der gesamte Inhalt braucht heute nicht mal mehr den Platz eines Fingernagels.

Die immer preiswerter werdenden CD-Brenner, gefolgt von den DVD-Brennern, machten der Diskette schließlich den Garaus.  [weiterlesen]


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Es ist bekannt, dass ich gerne schwarze Schafe aufspüre und ihnen auf die Finger klopfe. Denn wie sagte schon Edmund Burke?

„All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing.“

Noch in den 70ern wäre ich vermutlich ein Frührentner im Feinripp gewesen, der vom Fenster seiner Wohnküche aus Falschparker aufschreibt, spielende Kinder beschimpft und klingelnde Paketboten anblökt: „Der is‘ nich‘ da! Müssense morgen kommen!“.

Aber wofür hat man heute das Internet?

Dabei ist es mir völlig egal, ob es die BILD ist oder der SPIEGEL,  [weiterlesen]


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