Der Artikel über die "verschollenen" Filme hat durchaus ein paar weitere Tipps an die Oberfläche gespült, was es zu suchen und zu finden gilt. Darunter auch Georg Tresslers Horror-Drama SUKKUBUS – DEN TEUFEL IM LEIB, der 1989 in die deutschen Kinos kam, von der Kritik verrissen wurde und seither nur schwer zu bekommen ist. Es gab wohl mal eine VHS-Kassette, aber alles, was sich in halbseidenen Kreisen als angebliche DVD herumtreibt, ist wohl eine von dieser Kassette gezogene Schwarzkopie.

Ich hatte nicht vor, SUKKUBUS zu besprechen. Die Zeiten sind hart, da muss ich mir den Tag nicht auch noch mit düsteren Alpendramen versauen.  [weiterlesen]


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Es fällt mir momentan schwer, die Ruhe zu bewahren. Nicht wegen des Virus an sich, sondern wegen der Reaktionen darauf. Und damit meine ich – wie neulich schon – nicht die Hamsterkäufer oder Parkplatzcliquen, die vereinzelt immer noch den Schuss nicht gehört haben. Wir sind ein Land von 80 Millionen Menschen mit so vielen Idioten, dass die AfD in einigen Ländern eine Mehrheit besitzt. Da sind solche Ausfälle nicht nur zu erwarten – es wäre verdächtig, wenn es sie nicht gäbe. Noch dazu in einer Ausnahmesituation, denn wie heißt es so schön? Wir sind immer nur neun Mahlzeiten von der Anarchie entfernt.  [weiterlesen]


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Die deutsche "Komödie" der 70er und 80er ist eins meiner Steckenpferde – weil sie von einer schizophrenen Zerrissenheit geprägt ist, die selten für gute, aber fast immer für unvergessliche Filmabende sorgt. Machen wir uns nichts vor: mit dem Humor meint es der Deutsche ernst. Humor muss sein wie Karneval: für alle, frech, aber nicht böse, systemstabilisierend und vor allem vom Vorstand abgenickt. Ho ho ho und Schenkel klopfen. Das wurde zu selten, aber dann grandios torpediert:

Klar – wo sollten die Deutschen nach zwei verlorenen Weltkriegen und einer Literatur aus schweren Dramen auch den britischen Humor her nehmen?  [weiterlesen]


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Dies ist ein Artikel von Anfang 2001, der mir gestern in die Hände gefallen ist, als ich meine Festplatte nach Erwähnungen des Films DIE STURZFLIEGER durchsucht habe. Ich konnte zuerst nicht mehr nachvollziehen, was Sinn und Zweck der Übung war, aber dann stieß ich auf die Erwähnung der Zeitschrift "phantastisch!" – und ja, für die habe ich in der Anfangsphase mal ein paar Beiträge geschrieben. 

Natürlich haben sich in den letzten fast 20 Jahren einige Sachen geändert – viele der hier als "verschollen" deklarierten Filme sind längst auf DVD erschienen oder im Streaming verfügbar. Die Zukunft des deutschen Fernsehens liegt (leider!) nicht mehr in den Fiction-Formaten,  [weiterlesen]


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Ich spüre so ein Kratzen im Hals. Da steckt was drin. Da will was raus. Kein Virus. Ich kenne das schon. Es ist eine Widerrede – meine unangenehme Angewohnheit, gerade besonders vernünftigen und nachvollziehbaren Aussagen entgegen zu treten, sie zu packen, in der Hand zu drehen und zu denken "was kann ich denn damit NOCH anfangen?". Manche nennen das blanken Opportunismus, ich sehe es als rhetorische und intellektuelle Fingerübung. Und es ist mal wieder an der Zeit.

Momentan teilt sich die Welt, so scheint’s mir, in zwei Lager auf: Die hysterischen Hamsterkäufer – und wir, die wir uns in unendlich vielen Facebook-Postings und Memes über sie lustig machen und/oder sie verteufeln.  [weiterlesen]


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Ihr wisst, dass ich es gerne digital mag. Ich halte die Verlegung von Information, Unterhaltung, Wissen und Wellness in den Cyberspace für eine tolle Sache, weil es Platz, Ressourcen und Aufwand spart, während es gleichzeitig globale Verfügbarkeit ermöglicht. Wann immer ich Bestände aus meinem Haushalt in die Cloud verlegt habe (von Zeitschriften über Akten bis hin zu Anleitungen), hat sich das in kürzester Zeit bewährt. Ein Lexikon im Schrank braucht einen Regalmeter und verlangt händische Suche – ein Lexikon im Netz braucht nix und verlangt Strng+F.

Aber es gibt Sachen, die vermisse ich in der realen Welt, weil sie uns zunehmend abhanden kommen.  [weiterlesen]


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Es ist die erste wirkliche Pandemie, die ich miterlebe. Veranstaltungen abgesagt, in anderen Ländern bleiben die Schulen zu, Grenzen werden abgeschottet. Die Menschen horten Klopapier und Nudeln, in Arztpraxen wird das Desinfektionsmittel geklaut.

Was vor sechs Wochen noch nach einem Exotenproblem klang, das uns nur betrifft, weil wir über das Internet vom Weltgeschehen erfahren, ist angekommen. Ich komme mir vor wie im Vorspann der englischen Serie SURVIVORS von 1975, in der ein Ausbruch und die Verbreitung der Seuche perfekt in sparsame Bilder gepackt wurde:

Wir schauen uns die Webcams an vom Markusplatz in Venedig,  [weiterlesen]


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Die Meldung ist für sich genommen ja schon mal nerdgeil: über 20.000 VHS-Tapes sind für das von mir schon mehrfach hochgelobte Projekt archive.org digitalisiert worden. So können die Magnetbänder nicht mehr dem analogen Verfall anheim fallen und bleiben der Nachwelt erhalten.

Natürlich ist da viel Spreu im Weizen und nicht alles, was flackert und unscharf ist, ist Tape-Gold. Bei einigen Uploads darf man auch durchaus die Frage nach der Legalität stellen – die komplette Serie MASH hat sicher noch Rechteinhaber, die in der näheren Zukunft mal kritisch den Zeigefinger heben werden. Ist mir wurscht –  [weiterlesen]


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Ich habe es mehrfach angesprochen – die LvA und ich haben mit der Wohnung auch den Einrichtungsstil gewechselt. Von Jugendstil hin zu Midcentury, von altem Holz zu mutigen Farben und schlankeren Möbeln. Noch ist nicht alles da, noch ist nicht alles ausgepackt, aber wird sind schon mal sehr zufrieden.

Am Wochenende haben wir uns daran gemacht, auch mal einen Teil der (neuen und alten) Bilder aufzuhängen. Weniger Öl, mehr Druck, weniger Szene, mehr Grafik.

Nun erinnert ihr euch vielleicht an diese Bilder-Sammlung, die uns zehn Jahre lang begleitet hat:

Insgesamt 12 Cover von reißerischen Pulp-Magazinen der 30er und 40er Jahre,  [weiterlesen]


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USA 2020. Regie: Leigh Whannell. Darsteller: Elisabeth Moss, Aldis Hodge, Storm Reid, Harriet Dyer, Oliver Jackson-Cohen, Michael Dorman u.a.

Story: Cecilia Kass hat einen unfassbar reichen, brillanten und gut aussehenden Lebensgefährten – der sie missbraucht und kontrolliert. Eines nachts gelingt ihr die Flucht vom High Tech-Anwesen. Sie beschließt, sich vor Adrian zu verstecken, denn sie fürchtet seine Rache. Doch ein paar Tage später erreicht sie die Nachricht, dass Adrian ums Leben gekommen ist und ihr fünf Millionen Dollar hinterlassen hat. Ist Cecilia endlich frei? Oder hat Adrian seinen Tod nur vorgetäuscht,  [weiterlesen]


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