An alle, die es angeht (oder die meinen, dass es sie angeht),

ihr habt es ja mit bekommen: Die Bayern hängen überall Kreuze auf. In Behörden grüßt künftig wieder das Symbol, an das vor 2000 Jahren ein Mann genagelt wurde und an dem er blutigst zu Tode kam. Weil das genau genommen der Trennung von Staat und Kirche widerspricht, hat sich der neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder folgende drollige Rechtfertigung ausgedacht:

„Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion.“

Selbst die wahrlich nicht für aufklärerische Liberalität bekannte WELT antwortet mit der einzig richtigen Gegenfrage:

„Ja,  [weiterlesen]


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Control

Belgien 2017. Regie: Jan Verheyen. Darsteller: Koen De Bouw, Werner de Smedt, Greg Timmermans, Sofie Hoflack

Offizielle Synopsis: Sechs Frauenleichen ohne Kopf tauchen in einem Waldstück auf. Das bewährte Team Eric Vincke und Freddy Verstuyft wird auf den grausigen Fall angesetzt. Doch während Freddy jede Regel missachtet und einzig seinem Bauchgefühl folgt, befürchtet Eric, der Fall ist eine Nummer zu groß für die Abteilung und zieht einen Profiler hinzu. Dessen angebliche Expertise führt zu verschiedenen skurrilen Tatverdächtigen, ohne handfestes Ergebnis. Freddy indes ist sich sicher, dass die heiße Spur zum Serienkiller von der Zeugin Rina kommen wird.  [weiterlesen]


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Videodrom ist mehr als Kult. Videodrom ist Legende. Nicht der Film – der Laden.

Movie Mekka.

Ich muss Anfang der 90er erstmals dagewesen sein, als die Berliner Videothek für Minderheitengeschmäcker noch in der Zossener Strasse zu finden war. Was war das für ein Paradies! Mexikanisches Wrestling! Kubanisches Arthouse! Japanischer Splatter! Kanadische Kunst! Deutscher Underground! Französische Nouvelle Vague! Tausend Sachen, die man nicht mal sehen wollte, selbst wenn die Verleiher einen dafür bezahlt hätten – und immer wieder Juwelen, die man fest an die Brust gedrückt für 24 Stunden mit nach Hause nehmen (und natürlich kopieren) wollte.  [weiterlesen]


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Vierter Tag ohne Essen. Die ersten drei waren leicht – heute tue ich mich deutlich schwerer. Weil ich mittags körperlich im Garten gearbeitet habe. Das zehrt an den Kräften, deren Reserven der Körper nun unbedingt wieder auffüllen will. Es ist jetzt 14.00 Uhr und ich schiebe mächtig Kohldampf. Aber wenn’s einfach wäre, würd’s ja jeder machen. Ich halte das bis morgen früh durch.

Habe ich gerade bis morgen früh gesagt? Grundgütiger…

Weil ich mich während der Diät gerne mit dem Thema Essen auseinander setze, habe ich einen weiteren Ratschlag diverser Leser aufgegriffen, den ich jahrelang als Schnickschnack abgewunken habe: Kalorien zählen.  [weiterlesen]


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Dafür, dass ich immer noch gerne SPIEGEL online lese, habe ich eine erstaunliche Abneigung gegen die meisten Kommentatoren dort. Fleischhauer und Augstein finde ich oft unsäglich rechthaberisch und eitel, Sibylle Berg arbeitet sich nur an Binsenweisheiten ab und die Stokowski – nein, da sage ich lieber nix.

Mir ist durchaus bewusst, dass das auch gewollt ist. Solche Kolumnen sollen die Streitkultur fördern – wie ginge das, wenn sie keinen Streit auslösen würden? Mit schnieken „sowohl als auch“-Essays kommt kein Dampf in die Diskussion. Konversation braucht Provokation, auch wenn (ausgerechnet!) Campino das anders sieht:

Ich hatte das auf Facebook bereits geschrieben:

Ich glaube,  [weiterlesen]


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Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja – LAS VEGAS!!!

Das letzte Mal war ich 2003 hier. Die Stadt wird immer kompakter, immer chaotischer, immer mehr Vergnügungstempel quetschen sich aneinander, als ginge es darum, die Menschen in eine Art analoge virtual reality zu zerren, aus der Augen und Ohren keinen Ausweg finden. Alte Hotels werden abgerissen, der Strip verlängert nach Norden, „hyper hyper“ ist die Devise. Es ist deshalb so spannend, weil Las Vegas gleichzeitig versuchen muss, Oasen der Ruhe zu schaffen, um die Besucher nicht zu überfordern:

Erkennbar viele Restaurants setzen auf Abschottung,  [weiterlesen]


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Abgesehen davon, dass ich in letzter Zeit zu wenig Zeit und Gelegenheit habe, hier was zu posten, schulde ich euch ja noch diverse Updates in Sachen Sport und Ernährung.

Zuerst einmal Sport: Das Jogging habe ich Ende Dezember nach einem erfolgreichen halben Jahr in die Winterpause geschickt. Die Knie spielten nicht mehr mit, ich hatte permanent ein leichtes Zwacken, besonders nachts. Da wollte ich kein Risiko und kein Rheuma eingehen. Mittlerweile hat es sich gebessert, trotzdem würde ich lieber ins Fitnessstudio gehen und etwas weniger gelenklastige Sportarten betreiben. Aber das Luxus-Studio hier um die Ecke hat den Besitzer gewechselt und eine Mitgliedschaft scheint mir aktuell etwas zu riskant.  [weiterlesen]


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Okay, es gibt noch ein paar Eindrücke zu sammeln und zu teilen. Heute erzähle ich mal von den größeren Orten, an denen wir waren, von den Erlebnissen. Es war zugegeben ein sehr touristisches Programm – aber die LvA hatte die Westküste noch nie gesehen und da wollte ich ihr ein zweiwöchiges „best of“ bieten – nur die Highlights.

LA war Start- und Endpunkt der Reise. Ich kann der Stadt bekanntermaßen nicht viel abgewinnen, aber wenn das Wetter gut ist und die Stimmung auch, dann kann man zumindest viel zeigen. Mit dem Wagen durch Beverly Hills gondeln, vom Mulholland Drive den Hollywood-Schriftzug fotografieren,  [weiterlesen]


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Ich bespreche diese beiden Serien gemeinsam, weil sie beide für etwas stehen – für verschiedene Seiten des aktuellen „golden age of TV“. Sie zeigen die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Mediums, die aktuellen Probleme mit Erzählmustern und die Tatsache, dass Fernsehen und Kino nur noch strukturell verschieden erzählen, sich aber in Form und Fähigkeiten nicht mehr unterscheiden.

Altered Carbon

Die Story in kurz: Ein vor fast 300 Jahren verstorbener Terrorist/Freiheitskämpfer namens Kovacs wird in einem neuen Körper (Sleeve genannt) wiederbelebt – in einer Welt, die keinen Tod mehr kennt, weil jeder seinen Stack (einen Bewusstseinsspeicher) in einen neuen Sleeve übertragen kann.  [weiterlesen]


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Ihr habt in den letzten Tagen erfahren, wie der Wortvogel gereist ist und was er wo gegessen hat – fehlen noch die Unterkünfte. Wir hatten uns entschlossen, diesmal bewusst abwechslungsreich und etwas höherwertig zu wohnen. Für mich selbst ist die billigste Motelkette genug, aber als Ehemann der LvA steigen die Ansprüche.

Der Einfachheit halber habe ich euch hier eine Galerie der offiziellen Fotos von Bookings zusammen gestellt – außen wie innen:

Grundsätzlich waren alle Hotelzimmer wie versprochen, außerdem (mit kleinen Abstrichen) sauber und ruhig. Nur im Ramada Monterey dröhnte die Klimaanlage wie ein Düsenjet und das Ivy in Palm Springs hat schon bessere Jahre gesehen (das hatten wir als einziges über Groupon gebucht).  [weiterlesen]


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