chrysalis1Frankreich 2007. Regie: Julien Leclercq. Darsteller: Albert Dupontel, Marie Guillard, Marthe Keller, Melanie Thierry, Claude Perron, Patrick Bauchau

Mit dem französischen Kommerz-Kino habe ich die selben Probleme wie mit dem aktuellen Hongkong-Film: alles sehr schnieke, sehr glatt, und die hohen Budgets lassen mich grün vor Neid werden – aber meistens steckt im schicken Paket nur heiße Luft, bestenfalls belangloser Zeitvertreib. Style over content. Es ist kein Wunder, dass mich die silbergraue Designer-Welt von „Chrysalis“ ein ums andere Mal an den Superdieb-Film „Silver Hawk“ mit Michelle Yeoh erinnert. Oder an Werbungen für Mercedes und teure Uhren.  [weiterlesen]


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manonfire1

USA 2004. Regie: Tony Scott. Darsteller: Denzel Washington, Dakota Fanning, Radha Mitchell, Christopher Walken, Giancarlo Giannini, Rachel Ticotin, Marc Anthony, Mickey Rourke

Ich empfehle, vor diesem Review noch einmal die Kritik zur ersten Verfilmung des Romans zu lesen.

Es hat ein wenig länger gedauert, aber nun habe ich endlich die Zeit gefunden, mich auch mal mit Tony Scotts „Man of Fire“-Version auseinander zu setzen. Was mich so lange aufgehalten hat? Ganz einfach: ich kann Tony Scott nicht besonders leiden, bin kein massiver Fan von Denzel Washington,  [weiterlesen]


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kindhearts1England 1949. Regie: Robert Hamer. Darsteller: Dennis Price, Valerie Hobson, Joan Greenwood, und acht mal Alec Guinness

Ich sollte mich endlich mal entscheiden, wie ich es mit den Titeln der „Movie-Mania“ halten will: wie die meisten anderen Filme habe ich „Kind Hearts and Coronets“ auf englisch gesehen. Aber mit dem Titel kann ja keiner was anfangen.

Wieder so ein Klassiker, über den ich bei einer Cocktail-Party prima hätte plaudern können, ohne ihn gesehen zu haben. Man kennt ihn einfach. Wer sich auch nur ein wenig mit Filmgeschichte auseinandersetzt, stolpert schnell über die legendäre schwarze Komödie,  [weiterlesen]


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puppets1USA 1976. Regie: Gerard Damiano. Mit Luis de Jesus, Al Goldstein, Penny Nicholls, Lynette Sheldon

Fickende Puppen. Erwartet nicht, dass ich zu dem Thema viel zu sagen habe…

„Let my puppets come“ interessierte mich als Kuriosität aus der New Yorker Porno-Society der 70er. Ein Freund, der in der Stadt aufgewachsen ist, hat mir bestätigt, dass es damals durchaus nicht unüblich war, als „risky entertainment“ abends ins Pornokino zu gehen (so schief lag Travis Bickle also gar nicht). Kultregisseur der Szene war Gerard Damiano, der mit „Deep Throat“ (1972) und „The Devil in Miss Jones“  [weiterlesen]


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Warnung: Gossensprache voraus… enter at your own risk!  [weiterlesen]


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mosaic1USA 2007. Regie: Roy Allen Smith. Sprecher: Anna Paquin, Kirby Morrow, Cam Clarke u.a.

Es mag in Deutschland ein wenig untergegangen sein, aber Teil der aktuellen Superhelden-Welle ist auch eine Reihe von D2DVD-Filmen, die in den letzten drei bis vier Jahren auf den Markt geworfen wurden. Die lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Marvel, DC – und Stan Lee.

Marvel ist besonders fleißig, wenn es darum geht, die neu entflammte Popularität seiner Figuren für den Silberscheiben-Markt zu schröpfen: Ultimate Avengers, Iron Man, Dr. Strange, Hulk, Thor, Wolverine – alles solides Material mit anständiger Umsetzung,  [weiterlesen]


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cannonball1USA 1976. Regie: Paul Bartel. Darsteller: David Carradine, Veronica Hamel, Dick Miller, Mary Woronov, Paul Bartel

Der Carcrash-Rennfilm der 70er Jahre ist in vielerlei Beziehung das legitime Kind der Biker Movies aus den späten 60ern: anarchischer Protest gegen das korrupte und autoritäre Establishment, die Freiheit der Straße als letztes Überbleibsel des amerikanischen Pioniergeistes. Das Heartland als Lawless Country, mit verschworenen Gemeinschaften aus Truckern, Rockern, und Whiskybrennern.  Innerhalb dieser lockeren Grenzen war Platz für Science Fiction („Death Race 2000“), Avantgarde („Two lane blacktop“), Komödie („Smokey and the Bandit“), Horror („Race with the Devil“),  [weiterlesen]


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gumshoe1England 1971. Regie: Stephen Frears. Besetzung: Albert Finney, Frank Finlay. Billie Whitelaw, Fulton Mackay, Maureen Lipman u.a.

Mein Faible für den britischen Film der 60er und 70er Jahre ist angelernt. In meiner Kindheit liefen diese Streifen noch häufiger um Fernsehen, und sie haben mir nicht gefallen: seltsam farblos, schlechtes Wetter, Menschen mit schlechten Frisuren, und meistens sehr distanziert erzählt. Nichts, was einen Zehnjährigen zu Begeisterungsstürmen hinreißen könnte.

Aber jenseits der 20 änderte sich das – ich entdeckte den jungen Michael Caine, den manischen Malcolm McDowall, und die Filme von Nicolas Roeg.  [weiterlesen]


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knowing1USA 2009. Regie: Alex Proyas. Darsteller: Nicolas Cage, Rose Byrne, Chandler Canterbury, Lara Robinson u.a.

Seid gewarnt: Ich werde diesem Film die Scheiße aus dem Leib spoilern. Ich werde das Ende so detailliert beschreiben, dass ihr es besser nacherzählen könnt als der Projektionist im Kino. Wer sich ungern die Vorfreude verderben lässt, soll diesen Review nicht lesen!

Ich mochte Alex Proyas. Wirklich. „The Crow“, „Dark City“, „I, Robot“? Genre-Fans haben damit gleich drei gute Gründe, den Mann zum Heiligen zu machen. Er kann’s.

Ich mochte Alex Proyas,  [weiterlesen]


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alienagent1USA 2007. Regie: Jesse Johnson. Darsteller: Marc Dacascos, Emma Lahana, Amelia Cooke, Kim Coates, Billy Zane, Dominique Vandenburg

Nach einigen Diskussionen auf dieser Webseite in der letzten Zeit hatte ich eigentlich entschieden, künftig bei der Filmauswahl stärker darauf zu achten, wenigstens potenziell gute Filme auszuwählen. Wie gesagt: Reviews über trashige Heuler gibt es schon genug. Das bedeutet unter anderem: nur noch in Ausnahmefällen Kritiken zu billig gekurbelten DVD-Regalfüllern, die mit immer gleichen Mitteln und immer gleichen Darstellern die immer gleichen Plots durchkauen.

Leider muss ich diesem Vorsatz gleich wieder untreu werden,  [weiterlesen]


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