pulp1 England 1972. Regie: Mike Hodges. Darsteller: Michael Caine, Mickey Rooney, Lionel Stander, Dennis Price, Robert Sacchi

Ich habe ja schon des öfteren mein seltenes Lob dem heiligen Michael Caine ausgesprochen. Filmfans, die ihn dank der Gnade der späten Geburt nur als Altstar kennen, entgeht wirklich was: Caine war die britische Ausgabe von Steve McQueen, Paul Newman, Humphrey Bogart, und Robert Mitchum – in einer Person! Eine coole Sau vor dem Herrn, smart, gnadenlos, viril. Der hat allein zwischen 1965 und 1975 derart viele Klassiker gedreht, dass es mich drängt, jedem, der von „Michael Caine“  [weiterlesen]


Kommentare 4

vijUDSSR 1967. Regie: Georgi Kropachyov, Konstantin Yershov. Darsteller: Leonid Kuravlyov, Natalya Varley, Aleksei Glazyrin, Nikolai Kutuzov

Genre-Filme aus Ländern, die normalerweise keine Genre-Filme produzieren, faszinieren mich. Den pakistanischen „Living Corpse“-Dracula von 1967 fand ich sehr erheiternd. Kein Wunder also, dass ich die Gelegenheit, einen russischen Horrorfilm aus der gleichen Ära zu sehen, beim Schopf ergriffen habe.

„Viy“ basiert auf Gogols gleichnamiger Geschichte aus dem frühen 19. Jahrhundert (ein Klassiker des Schauerromans, demnach). Es geht um einen jungen Philosophen, der auf einem einsamen Bauernhof von einer Hexe geritten wird, bis es ihm gelingt,  [weiterlesen]


Kommentare 2

evilspeak1USA 1981. Regie: Eric Weston. Darsteller: Clint Howard, R. G. Armstrong, Joseph Cortese, Don Stark

Wieder ein Streifen aus der Abteilung „stand ich in den 80ern oft vor, habe ich aber nie ausgeliehen“. Retrospektiv gesehen war das gut so, denn dem Vernehmen nach war „Evilspeak“ schwer geschnitten, und wurde erst 2006 in den USA rekonstruiert auf DVD veröffentlicht – diese Fassung ist die Grundlage meines Reviews, und enthält daher alle Köpfungen, Herz-Rausrisse, und nackte Tatsachen, die mir als Teenager sicher schwer abgegangen wären…

Kurz zur Story: Coopersmith ist Kadett an einer altehrwürdigen Militärakademie –  [weiterlesen]


Kommentare 2

bsf1USA 2008. Regie: Chris Bell. Mitwirkende: Mark Bell, Mike Bell, Christian Boeving, Rick Collins, Donald Hooton u.a.

Diese Dokumentation ist mir schon mehrfach ans Herz gelegt worden, von Leuten, die sich auskennen. Zuerst war ich sehr skeptisch: Ich habe zum Thema „Steroide im Sport“ eine recht klare Meinung (geht nicht), und es stand kaum zu erwarten, dass diese Doku etwas daran ändert.

Als ich dann hörte, dass die Macher selber „aus der Szene“ sind, hatte ich noch viel weniger Lust, mir den Film anzusehen: aufgepumpte Pharma-Apologeten, sowas hat mir gerade noch gefehlt!  [weiterlesen]


Kommentare 37

gmen1

USA 2000. Regie: Christopher Coppola. Darsteller: Tate Donovan, William Forsythe, Kari Wuhrer, Vanessa Angel, Gary Busey, Zach Galligan, Robert Goulet, Barry Newman, u.a.

Diese Besprechung war eigentlich erst für die 70er geplant, ich habe sie allerdings vorgezogen, weil „G-Men from Hell“ so erstaunliche Parallelen zu „The Spirit“ aufweist, dass es sich anbietet.

Beide Filme basieren auf Kult-Comics, und handeln von Protagonisten, die aus dem Reich der Toten zurückkehren, um unter dem Deckmantel einer neuen Identität Gutes zu tun. In beiden Filmen wird versucht, die Comic-Ästhetik mit einem Film Noir-Look zu kombinieren.  [weiterlesen]


Kommentare 5

spirit1USA 2008. Regie: Frank Miller. Darsteller: Gabriel Macht, Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson, Eva Mendes, Jaime King

Man mag es für konter-intuitiv halten, und für eine Beleidigung der eigenen Meinungsbildung, aber mittlerweile glaube ich an die Weisheit der Masse. Wenn ein Film bei Kritik und Publikum komplett durchfällt, entpuppt er sich selten als missverstandener Klassiker. Und wenn ein Film ein großer Erfolg ist, hat er meistens ein paar gute Seiten. Das ist sicher nicht allgemeingültig oder in Stein gemeißelt, aber ganz falsch liegt man nicht, wenn man sich z.B. an den durchschnittlichen Wertungen bei Meta Critic orientiert.  [weiterlesen]


Kommentare 32

broken1England 2008. Regie: Sean Ellis. Darsteller: Lena Headey, Richard Jenkins, Asier Newman, Michelle Duncan u.a.

Meine ersten Beiträge zum Fantasy Filmfest 2007, die ich auf diesem Blog publiziert habe, befassten sich schon mit einigen der Streifen, die seit 3 Jahren in den USA auf dem „After Dark Horrorfest“ präsentiert werden, und dann auch gemeinsam in einer DVD Edition erscheinen. Das Ziel ist es, überdurchschnittliche Genre-Filme einem breiteren Publikum näher zu bringen. Bin ich für.

„The Broken“ ist Bestandteil der dritten „After Dark“-Staffel, und neben „Butterfly Effect 3“ der einzige Film,  [weiterlesen]


Kommentare 17

abar1USA 1977. Regie: Frank Packard. Darsteller: J. Walter Smith, Tobar Mayo, Roxie Young, Gladys Lum

Ich war nie ein großer Freund des Blaxploitation-Films. Ich verstehe zwar die Notwendigkeit des Genres, und den politischen Hintergrund seiner Aussagen, aber diese „der schwarze Supertyp zeigt es dem korrupten weißen Establishment“-Masche ermüdet mich schnell, zumal hier gerne Seximus, Chauvinismus, und Rechtlosigkeit als erstrebenswerte Eigenschaften propagiert werden. Auch technisch sind die meisten der Filme unter aller Sau, allen voran der Klassiker „Sweet Sweetback’s Baaadasss Song“.

Filmhistorisch ist der Blaxploitation-Film natürlich schon interessant – nach und nach annektierten die Schwarzen klassische weiße Autoritätsfiguren: Der Bulle,  [weiterlesen]


Kommentare 2

sukiyaki1Japan 2007. Regie: Takashi Miike. Darsteller: Hideaki Ito, Masanobu Ando, Koichi Sato, Kaori Momoi, und Quentin Tarantino

Immer wenn ich sage, dass ich über einen Film nicht viel schreiben kann, wird am Ende doch ein langer Review draus (nicht so lang wie die vom Doc Acula, aber ich habe schließlich auch ein Leben). Heute bin ich allerdings ziemlich sicher, dass die Wortzahl sich in Grenzen hält.

Mein ambivalentes Verhältnis zu Takashi Miike hatte ich bereits in der Kritik zu dem überraschend gelungenen „Like a Dragon“ angedeutet – einerseits bewundere ich einen Regisseur,  [weiterlesen]


Kommentare 17

hulk1USA 2008. Regie: Louis Leterrier. Darsteller: Ed Norton, William Hurt, Liv Tyler, Tim Roth

„Hulk“ war der erste kurzfristige „Restart“ einer Marvel-Lizenz, noch vor „Punisher: Warzone“. Obwohl Ang Lees „The Hulk“ drei Jahre zuvor 250 Millionen Dollar an den Kinokassen eingespielt hat, war man insgesamt enttäuscht, denn weder die Kritik noch das Publikum hatten den Film wohlwollend aufgenommen. „The Incredible Hulk“ sollte die Property wieder soweit auf Vordermann bringen, dass die Figur auch in Fortsetzungen und dem Team-Projekt „Avengers“ auftreten kann. Inwieweit das gelungen ist, kommt wohl ganz darauf an, mit welchen Erwartungen man an den Film heran geht.  [weiterlesen]


Kommentare 25