frostnixon1 USA 2008

Regie: Ron Howard. Darsteller: Frank Langella, Michael Sheen, Sam Rockwell, Kevin Bacon

Der Background: 1974 trat US-Präsident Richard Nixon als Konsequenz des Watergate-Skandals zurück. Schon im Jahr darauf wurde er von seinem Nachfolger Gerald Ford begnadigt. Eine Schuld hat Nixon nie zugegeben. 1977 erklärte er sich für viel Geld bereit, dem als Windbeutel und journalistisches Leichtgewicht bekannten Talkshow-Moderator David Frost ein über mehrere Tage verteiltes Interview zu gewähren. Was Nixon nicht ahnte: Frost, der den Spott seiner “seriösen” Kollegen fürchtete, bereitete sich minutiös vor, arbeitete mit Experten des Watergate-Falls,  [weiterlesen]


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australia1

Australien 2008.

Regie: Baz Luhrmann. Darsteller: Nicole Kidman, Hugh Jackman, Bryan Brown, David Gulpilil

Um ein richtiger Filmfan zu sein, darf man keine Schamgrenzen besitzen. Man muss für neue Erfahrungen offen sein, Gefühle zulassen können, und manchmal einfach das Gehirn ausschalten. Filme schauen, das ist nicht immer nur Analyse, eine mentale Vergabe von 1 bis 5 Sternen. Eine Geschichte glauben zu können heißt auch, sie glauben zu wollen. Manche Filme machen das schwerer als andere.

Baz Luhrmann, Regisseur solcher Bilderbögen wie “Strictly Ballroom”, “Romeo and Juliet”,  [weiterlesen]


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racedevil1

USA 1975. Regie: Jack Starrett. Darsteller: Peter Fonda, Warren Oates, Loretta Swit, Lara Parker

Ich habe vor ein paar Jahren, bedingt durch die neuerliche Verfügbarkeit über DVD, damit begonnen, ein paar obskure Perlen der 70er aufzuarbeiten. Filme, von denen ich dutzendmal in Standardwerken wie „Psychotronic Video“ oder „Video Watchdog“ gelesen hatte, ohne sie selbst gesehen zu haben. Durch diese Aktionen habe ich neuen Respekt für die Dekade bekommen, die als die schwierigste in der Geschichte Hollywoods galt.

Prä-„Star Wars“ waren Filme noch wesentlich handgemachter,  [weiterlesen]


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zackandmiri1

USA 2008. Regie: Kevin Smith. Darsteller: Elizabeth Banks, Seth Rogen, Jason Mewes, Katie Morgan

Ahhh, Kevin Smith – gefeierter Indie-Filmer, selbst wenn er für die Hollywood-Studios zweistellige Millionenbeträge raushaut. Da weiß man, was man kriegt: pubertäre Charaktere, die nicht erwachsen werden wollen, endlose Dialoge über „Star Wars“ und Sexpraktiken, und hässliche dicke Jungs, die am Ende unerreichbar bezaubernde Mädels kriegen, weil sie viel netter sind als die gut aussehenden reichen Stinker.

Fällt das noch unter Masturbationsphantasie – oder geht das schon als Science Fiction durch?

Es gab mal eine Zeit,  [weiterlesen]


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transporterposterFrankreich 2008. Regie: Olivier Megaton. Darsteller: Jason Statham, Natalya Rudakova, Robert Knepper, Jeroen Krabbé.

Eins steht mal fest: Jason Statham ist die coolste Sau des Planeten. Da kannste so Weichflöten wie Vin Diesel und van Damme gegen wegschmeißen. Statham ist so cool, dass er neben seiner A-Ware („Transporter“, „Italian Job“, „The Bank Job“) noch in dreckigem Mist wie „Death Race“ und „Chaos“ mitspielen kann, ohne seine Karriere zu gefährden. Statham ist so cool – der tritt Chuck Norris ins Alterheim und verkündet die neue Epoche der „Jason Statham Facts“.

Kurz gesagt: Statham rockt.  [weiterlesen]


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England 1968. Regie: Jonathan Miller. Darsteller: Michael Hordern, Ambrose Coghill, Nora Gordon

Hintergrund: Eine knapp 50minütige Adaption der Kurzgeschichte „Oh, whistle and I’ll come to you, my lad“ von M.R. James – es hatte in den 60er und 70er Jahren Tradition, seine Geistergeschichten zur Weihnachszeit im Fernsehen zu präsentieren.

Es geht um Professor Parkins, der während eines Urlaubs in Norfolk auf ein Grab stößt, das teilweise zum Meer hin abgesackt ist. Er findet eine kleine Knochen-Flöte mit einer seltsamen Inschrift. Als Rationalist beunruhigt ihn das wenig, er bläst sogar einen Ton auf dem Instrument.  [weiterlesen]


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solaceposter

England 2008. Regie: Marc Forster. Darsteller: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Dame Judi Dench, Gemma Arterton

Ich geb’s ja freimütig zu: Der Film hat mich nicht die Bohne interessiert. Ich gehöre nämlich zu einer kleinen Gruppe von Widerständlern, die es wagt, „Casino Royal“ für total überbewertet zu halten. Manchmal treffen wir uns nachts in einem schalldichten Keller, um lautstark über folgende Schwächen von Craigs Bond-Erstling zu schwadronieren:

  • Schwacher Titelsong, schwacher Vorspann
  • Schwacher Bösewicht mit lahmem Plan, der am Schluß nicht mal von Bond selbst ermordet wird
  • Eine Casino-Sequenz,
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KINO Ihr habt es vielleicht schon bemerkt: In den letzten Wochen habe ich mehr Artikel als üblich online gestellt. Der Grund ist relativ einfach: Ich hatte im echten Leben zum Jahresende hin erfreulich wenig zu tun.

2009 wird nicht besser, leider ganz im Gegenteil: gerade Autoren für das deutsche Fernsehen erwartet ein brutales Jahr. Die Sender kürzen links und rechts, vorne und hinten. Für die deutsche Fiction sieht es besonders übel aus.

Ich weigere mich aber, in Schwarzmalerei zu verfallen: Meine halbwegs sicher eingetüteten Projekte sollten zumindest meinen Lebensunterhalt finanzieren können, und mehr Freizeit bedeutet immer auch: mehr Freiheit.  [weiterlesen]


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