krieger1USA/Argentinien 1984. Regie: John Broderick. Darsteller: David Carradine, Maria Socas, Luke Askew, Anthony de Longis

Der Vorteil der fortschreitenden Digitalisierung ist folgender: veraltete Medien gibt es für Cents im Paket bei Ebay. Da kann man ganze Videosammlungen für eine Faust voll Euro kaufen. Und diese Möglichkeit nutze ich gerne, um alle paar Monate ein paar Filme zu ersteigern, von denen ich als Teenager zwar gehört hatte, die mir jedoch nie in die Finger kamen.

Im Herbst letzten Jahres war es wieder soweit: mich dürstete nach „Die sieben glorreichen Gladiatoren“ (Lou Ferrigno! Dan Vadis!  [weiterlesen]


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nightflier1USA 1997. Regie: Mark Pavia. Darsteller: Miguel Ferrer, Julie Entwisle, Dan Monahan

Entschuldigt, wenn ich gleich mal wieder ein wenig anekdote. Im Jahr 2000 arbeitete ich für die Firma Tandem an der Miniserie „Der Wüstenplanet“, und traf mich deshalb häufiger mit Richard Rubinstein von New Amsterdam. Er ist ein Freund von Stephen King und George Romero, und hat mehrere Projekte der Horror-Großmeister umgesetzt. Was immer man sonst von ihm halten mag: Richard ist relativ relaxed, was die Schwächen seiner Produktionen angeht. Er erzählte mir, dass er „Thinner“ ziemlich schlecht fand, und bei „Night Flier“  [weiterlesen]


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mechanik1USA 2005. Regie: Dolph Lundgren. Darsteller: Dolph Lundgren, Ben Cross, Olivia Lee u.a.

Ich bin ein Fan von Actionfilmen, aber nicht von den billig gemachten „direct to DVD“-Heulern, die in der Videothek die Regale verstopfen. Alle vier oder fünf Jahre schaue ich mir mal einen neueren Seagal oder van Damme an, aber nur um zu sehen, was der aktuelle Stand der Dinge ist. Und es ist meistens keine schöne Erfahrung: Seagal als fetter Action-Brando lässt sich selbst fürs Rolltreppe fahren doubeln, und van Damme spielt immer noch ausschließlich sich selbst. Und das nicht mal besonders gut (mit Ausnahmen).  [weiterlesen]


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alienapocalypseUSA 2005. Regie: Josh Becker. Darsteller: Bruce Campbell, Renee O’Connor, Peter Jason u.a.

Der Sci Fi Channel in den USA ist sowas wie die letzte Zuflucht schrottiger Actionheuler mit futuristischem Hintergrund geworden. Fast 50 Filme haut man auf dem Samstagabend-Sendeplatz pro Jahr raus, und viele kleinere Firmen (Cinetel, UFO, NuImage) wären vermutlich pleite, wenn sie nicht regelmäßig auf die 750.000 Dollar zählen könnten, die Sci Fi pro Weltpremiere zuschießt.

Leider hat das Monopol von Sci Fi dem Genre an sich nicht gut getan, die Filme werden immer gleichförmiger: krude Monster-Schmonzetten, in denen zu jeder Werbepause einer stirbt (oder was explodiert),  [weiterlesen]


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lassiter1 USA 1984. Regie: Roger Young. Darsteller: Tom Selleck, Jane Seymour, Joe Regalbuto, Bob Hoskins, Lauren Hutton

Tom Selleck. Geboren, um Fernsehstar zu sein, vergleichbar mit David Janssen, Mark Harmon, und Robert Urich. Produzenten war das schon in den 70ern klar. Er galt als “next big thing”. Sie schleusten den charismatischen Schauspieler mit dem Gardemaß von 1,92m durch ein halbes Dutzend (meist extrem mittelmäßige) Pilotfilme – leider erfolglos. Der Stoff, der ihm passte wie ein guter Anzug – sein “Dr. Kimble”, sein “Vega$” – , fand sich einfach nicht.

Doch Selleck bekam eine größere,  [weiterlesen]


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thirst1

Australien 1979

Regie: Rod Hardy

Mit Chantal Contouri, David Hemmings, Henry Silva u.a.

Wieder so ein Heuler, von dem ich in den 80ern begeistert im Lexikon des Horror-Films von Bastei gelesen habe. Moderne Vampire mit Blutfarmen – das erschien mir cool. Nicht so cool wie die Laserschwerter in „Star Wars“, oder die Brüste von Bobbie Bresee in „Mausoleum“, aber sehen wollte ich den schon. Ging damals nicht.

Schnellvorlauf 20 Jahre, und mir fällt bei Doc Acula im Regal die DVD von „Thirst“ auf. Den habe ich aber sowas von fix eingetütet,  [weiterlesen]


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twolane1

USA 1971

Regie: Monte Hellman

Darsteller: James Taylor, Warren Oates, Laurie Bird, Dennis Wilson, Harry Dean Stanton

Ich beginne, meinen Review-Marathon zu genießen. Die meisten Klassiker, die ich nun nachhole, sind tatsächlich ziemlich cool. Man lernt nie aus, und ich muss mich in Zukunft auch nicht mehr schämen, wenn in der Kneipe das Gespräch auf einen dieser Filme kommt.

Es gibt aber auch Fälle, da kratze ich mich am Kopf, hebe die rechte Augenbraue, und mache mit den Lippen ein leises Furzgeräusch. Das ist nämlich meine mimische Umsetzung des ungleich knapperen “What the fuck?!”.  [weiterlesen]


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religulousUSA 2008

Regie: Larry Charles

Das ist nun wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen – US-Talkmaster / Comedian Bill Maher (liberal, Vegetarier, Junggeselle) reist durch die Welt, um die Anhänger und Vertreter diverser Religionen vorzuführen. 100 Minuten lang.

Natürlich ist das Ergebnis extrem vorhersehbar (und komisch). Selbstverständlich ist diese „Dokumentation“ genauso manipulativ und auf Effekt geschnitten wie die Werke von Michael Moore. Wer Maher das vorwirft, hat ihn nicht verstanden – „Religulous“ ist nicht der Versuch, das Thema Religion fair und ausgeglichen darzustellen. Es geht nur darum, die Absurdität der verschiedenen Glaubensrichtungen zu entlarven –  [weiterlesen]


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manitou1 USA 1978

Regie: William Girdler. Darsteller: Tony Curtis, Michael Ansara, Susan Strasberg, Stella Stevens

Der okkulte Horror-Film der 70er, bevor es mit den doofen Slashern richtig losging. Was war das für eine tolle Zeit, Gruselfan zu sein: “Das Omen”, “Der Exorzist”, “Rosemary’s Baby”, “Amityville”.

Natürlich gab es eine ganze Reihe Schocker, die ich damals verpasst habe – was nicht im Rahmen von “Der phantastische Film” im ZDF lief, war für mich als zehnjähriger Steppke unerreichbar. Videorekorder gab’s noch nicht, und im Kino waren Spencer & Hill angesagt.

Glücklicherweise kann ich diese Filme nun alle nachholen: “The Sentinel”,  [weiterlesen]


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manfromearth

USA 2007. Regie: Richard Schenkman. Darsteller: David Lee Smith, John Billingsley, Tony Todd, William Katt, Alexis Thorpe

Ich habe diesen Review vorgezogen, weil er ganz gut zu dem Video-Interview passt, das ich gestern online gestellt habe. Es hat sich drumherum ja die Diskussion entsponnen, inwieweit ein audiovisuelles Medium dem Anspruch von Science Fiction (nicht Sci Fi) überhaupt gerecht werden kann. Verhindert der verlangte Unterhaltungswert, die Konzentration auf Bild und Ton, eine intellektuelle Auseinandersetzung mit grundlegenden Menschheitsfragen?

Ich mag das nicht glauben. Natürlich gibt es die Action-SF, deren Hauptaugenmerk der visuellen Trickserei gilt.  [weiterlesen]


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