cujo1

USA 1983. Regie: Lewis Teague. Darsteller: Dee Wallace Stone, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Danny Pintauro u.a.

Ich sollte vielleicht mal ein Missverständnis aufklären: ich habe mein Leben nicht damit verbracht, Filme zu schauen. Unseren ersten Videorekorder bekamen wir erst 1988, und als Teenager hatte ich selten genug Geld, um ins Kino zu gehen. Im Kinderzimmer gab es keinen Antennenanschluss, der Apparat diente nur als Monitor für meinen C64. Auch später war es nie mein erklärtes Ziel, jeden Abend vor der Glotze zu verbringen.

Seit fast 10 Jahren schaue ich zudem sehr selektiv –  [weiterlesen]


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maf1USA 1990. Regie: Sandra Weintraub. Präsentator: John Saxon

Abteilung: Auf der Lüneburger Heide, da gab’s ’ne Keilerei…

„The Best of the Martial Arts Films“ (auch bekannt unter dem späteren Titel „The Deadliest Art“) ist eigentlich nur ein Abfallprodukt, eine Kompilation alter Szenen, die notdürftig mit ein wenig Moderation und ein paar Interviews zu einer „Dokumentation“ aufgepeppt wurde.

Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert.

Man kann der Kampfsportfilm-Produzentin Sandra Weintraub natürlich vorwerfen, hier leichten Reibach machen zu wollen. Und man läge damit nicht falsch. Aber die in einen groben Kontext gestellten Fights aus geschätzten zwei Dutzend Kloppern der 60er,  [weiterlesen]


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sledge1USA 2005. Regie: Brad Martin. Darsteller: David Leitch, Debbie Allen, Lee Arenberg, Nathan Lee Graham. Gastauftritte: Eric Roberts, Angelina Jolie, Hugo Weaving, Carrie-Anne Moss, Daniel Bernhardt, Sean Young, Richard Lewis u.a.

Mittlerweile glaube ich wirklich, dass Exposés über den Wahnsinn in Hollywood von einer weltweiten Verschwörung torpediert werden:

– Die grandiose Sitcom „Action!“ (mit Gastauftritten von Keanu Reeves und Sandra Bullock!) wird nach einer halben Staffel eingestellt

– „Burn, Hollywood, Burn!“ (geplant als „An Alan Smithee Film“) wird so schlecht, dass der Regisseur seinen Namen zurückzieht, und der Streifen tatsächlich den Credit „An Alan Smithee Film“  [weiterlesen]


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deadpool1USA 1988. Regie: Buddy van Horn. Darsteller: Clint Eastwood, Evan C. Kim, Liam Neeson, Patricia Clarkson

Clint Eastwood ist so ziemlich der größte Filmstar aller Zeiten: schauspielerisch Minimalist, und im sich ständig wandelnden Hollywood-Zeitgeist eine geradezu unfassbar feste Größe. Seit mehr als 50 Jahren ist er dabei, 40 davon als Top-Verdiener. Trends und Moden gehen an ihm vorbei, denn er dreht keine Action-Filme, keine Krimis, keine Dramen – Clint Eastwood dreht Clint Eastwood-Filme. Immer, zuverlässig, bescheiden. Sein aktueller Streifen „Gran Torino“ hat das beste Eastwood-Einspielergebnis aller Zeiten gebracht – 140 Millionen Dollar bei 33 Millionen Dollar Budget.  [weiterlesen]


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comPosterUSA 2002-2007. Regie: Wayne Coyne, Bradley Beesley, George Salisbury. Darsteller: Wayne Coyne, Stephen Drozd, Fred Armisen, Adam Goldberg

Dieser Krampf braucht einen besonderen Typus Kritiker. Einen, der ein Faible für 25 Jahre alte Prog-Rock-Bands hat, die sich multimedia-style auch mal im Filmgeschäft versuchen wollen. Einen, der Sinnlosigkeit für kontrovers, und mangelnde technische Kompetenz für erfrischend hält. Einen, für den Schwarzweiß gleich Underground, und No Bugdet gleich Kunst ist.

Ihr ahnt es: ich bin’s nicht.

Ich geb‘ mir ja Mühe, ehrlich: Nach hartem Kampf konnte ich dem Oingo Boingo-Film „Totaler Sperrbezirk“  [weiterlesen]


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devil11England 1954. Regie: David MacDonald. Darsteller: Hugh McDermott, Hazel Court, Patricia Laffan, John Laurie, Adrienne Corri u.a.

„Devil Girl from Mars“ hat einen großartigen Titel, eine auffällige Schurkin, und einen besseren Ruf als der meiste UFO-Trash der frühen 50er, was ich primär zwei Tatsachen zuschreibe: Filmen aus England wird automatisch ein kulturell höherer Stellenwert zugewiesen, und die meisten Filmfans haben „Devil Girl from Mars“ schlichtweg nicht mit eigenen Augen gesehen.

Der schwarzweiße Low Budget-Heuler über die Besucher eines englischen Landhotels, die von einer marsianischen Eroberin (Erobererin?)  samt Roboter terrorisiert werden,  [weiterlesen]


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independentUSA 1999. Regie: Stephen Kessler. Darsteller: Jerry Stiller, Janeane Garofalo, Julie Strain, Andy Dick, Ginger Lynn Allen, John Lydon, Max Perlich, sowie: Roger Corman, Ben Stiller, Ron Howard, Nick Cassavetes, Peter Bogdanovich, Karen Black, Ted Demme u.v.a.

Hollywood ist nicht fair.

Wenn man nur einen einzigen Beweis dafür braucht, sollte man sich die Produktionsgeschichte von „The Independent“ anschauen.

„The Independent“ zeigt den letzten großen Kampf der B-Movie-Legende Morty Fineman. Praktisch pleite, versucht er im hohen Alter noch einmal, seinen Ruf und seine Karriere zu retten, obwohl die Schuldner Gläubiger ihm auf den Fersen sind.  [weiterlesen]


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noblade1

USA 1971. Regie: Cornel Wilde. Darsteller: Nigel Davenport, Jean Wallace, Anthony May, Lynne Frederick

Es ist mal wieder Zeit für eine meiner berüchtigten Anekdoten.

Wie „Quest“ neulich, gehört „No Blade of Grass“ zu der Liste von Filmen, denen ich jahrelang erfolglos hinterher gehechelt bin. Kein Video-Release, keine DVD – entweder ist die Rechte-Situation unklar, oder da hat jemand geschlafen. Dabei ist die Verfilmung von John Christophers frühem Öko-Apokalypse-Roman nicht gerade ein obskurer Independent-Streifen, dessen einzige Kopie in irgendeiner Scheune verschimmelt: der Film wurde seinerzeit von MGM weltweit in die Kinos gebracht,  [weiterlesen]


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americancarol1USA 2008. Regie: David Zucker. Darsteller: Kevin Farley, Kelsey Grammer, Jon Voight, Leslie Nielsen, Trace Adkins, Robert Davi, James Woods u.a.

Konservative Comedy – da denkt man vielleicht zuerst einmal an Altherrenwitze, Prunksitzungen, und Schenkelklopfer am Stammtisch. Ist ja auch nicht gerade ein naheliegendes Konzept: seit den Hofnarren ist Satire die Waffe des Fortschritts, der Veränderung, der Rebellion. Humor ist dafür da, den Status Quo in Frage zu stellen. Aus „sauber bleiben, und sonntags in die Kirche gehen“ lässt sich aber schlecht Pointen zaubern.

In den USA wird ab und an versucht,  [weiterlesen]


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haunting1USA 1991. Regie: Fred Olen Ray. Darsteller: Brinke Stevens, Jay Richardson, Michael Berryman, Jan Michael Vincent, Karen Black, Robert Quarry, Delia Sheppard

Ich bin kein Fan der Filme von Fred Olen Ray, David deCoteau und Jim Wynoski (von ein paar frühen Ausnahmen mal abgesehen). Billigproduktionen ohne Ambition, exakt kalkuliert für einen spezifischen Markt von Fans, grundsätzlich mit dem minimalsten Aufwand, der sich noch gewinnbringend vermarkten lässt. Im Cast, ähnlich wie beim SciFi Channel, immer ein paar bekannte, aber preiswerte Gesichter, um mit dem Label „Kultstars“ werben zu können. Obendrauf noch ein wenig Titten, ein paar Splatterszenen (die sich für entschärfte Versionen leicht entfernen lassen),  [weiterlesen]


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