Originaltext November 2014:

Vom identitätsstiftenden Familienmagazin zum rotblauen Klon-Listing samt austauschbarer Blondine auf dem Cover: Mit der Vermehrung der TV-Sender ist eine Vermehrung der TV-Zeitschriften einher gegangen, die einen ruinösen Wettbewerb ausschließlich über den Preis betreibt. Dabei würde der Markt im Zeitalter des individualisierbaren Programmangebots ganz andere Ansätze brauchen.

Über die 80er Jahre hinaus definierten Schüler ihren TV-Konsum über die daheim verfügbare Fernsehzeitschrift: Es gab Hörzu- und Gong-Kids, Familien mit TV Hören & Sehen oder der sympathisch altmodisch betitelten Funkuhr. In anspruchsvoller interessierten Haushalten musste die kostenlose Beilage zur Wochenzeitung reichen, Vorreiter mit Videorekorder und Privatfernsehen griffen gerne zur hochmodernen TV Spielfilm.  [weiterlesen]


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Dieser „Redux“ war als 15. Folge gedacht, ich ziehe ihn (sie?) aber heute mal aus aktuellem Anlass vor. Das Buch, das ich hier bespreche, ist nämlich mittlerweile verfilmt worden und bei Mark Tinta gibt es eine ziemlich vernichtende Kritik, die mich nicht sonderlich überrascht. Man hat ein eh schon relativ pseudo-trendiges Buch mit knappem Verfallsdatum noch einmal verwässert und „angepasst“ – augenscheinlich mit den komplett falschen Ansätzen. Ich empfehle aus diesem Grund die Lektüre nicht nur meines Artikels, sondern auch der Tinta-Kritik.

Ach ja, noch was: Das war der erste Hyperland-Text, der beim ZDF so nicht abgenommen wurde.  [weiterlesen]


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Ich könnte heute auch ein Schild „wegen Island geschlossen“ raushängen, aber die Hyperland-Artikel habe ich auf Halde, also überbrücken wir damit bis zu meiner Rückkehr – und dem großen „Guardians of the Galaxy Vol. 2“-Review.

Originaltext März 2013:

Die Idee ist nicht neu und war eigentlich aus der Not geboren: In den 60er Jahren wollte der Verlag Marvel die Nachfrage nach Comics mit billigen Zeichentrickserien anheizen, die eigentlich nur aus Standbildern zusammengesetzt waren, unterlegt mit kruden Toneffekten, Dialogen und gelegentlichen Animationseffekten. Das Ergebnis: eine Art bewegtes Comicheft. Zur gleichen Zeit theoretisierte Science Fiction-Kultautor Philip K.  [weiterlesen]


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Originaltext Februar 2013:

Es war eine Ankündigung, mit der niemand wirklich gerechnet hatte: Am Dienstag erklärte der nur vermutlich weltgrößte Versandhändler, im Mai eine eigene Währung einführen zu wollen. Der Name: Amazon Coins. Mit diesem digitalen Zahlungsmittel sollen sich laut Amazon Apps und Spiele kaufen lassen – von physischen Produkten wie Büchern oder Rasenmähern ist interessanterweise (noch?) nicht die Rede.

Nun ist die Idee einer „virtuellen“ Währung nicht neu. Schon in den 90ern Jahren wurde mit den „Beenz“ versucht, eine reine Netzeinheit zu schaffen, die nicht nur analog zum echten Geld existiert,  [weiterlesen]


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Originaltext Januar 2013:

Es ist eine Nachricht, die eigentlich ihr Verfallsdatum überschritten hat: in der Türkei wird das Internet zensiert. Seit 2007 können lokale Strafgerichte Webseiten wegen allerlei schwammig formulierter Vorwürfe landesweit sperren lassen. YouTube wurde bis 2010 zwei Jahre lang blockiert. Und 2011 kursierte eine offizielle Liste mit 138 Wörtern, die in Domain-Namen fortan tabu sein sollten.

Das alles klingt so überzogen wie weit weg. Aber wenn man zu den fünf Millionen Deutschen gehört, die jährlich in die Türkei reisen, wird die restriktive Telekommunikationskultur am Bosporus schnell zum Ärgernis.  [weiterlesen]


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Originaltext April 2013:

Der britische Supermarkt-Filialist Tesco lässt seine Kunden fleißig Treuepunkte sammeln – und bietet dafür jetzt neben Prämien und Gutscheinen Zugriff auf ein Streaming-Portal im Internet. Filme und Serien bekommen Besitzer einer Tesco Clubcard umsonst auf den Bildschirm. Eine Belohnung mit doppeltem Boden…

In England ist Tesco einer der Marktführer unter den Supermarktketten – und allgegenwärtig: hat man keine Filiale in der Nachbarschaft, findet man meistens einen „Tesco Express“ mit reduziertem Sortiment. Weltweit rangiert das Unternehmen hinter Walmart, aber vor Metro. Jahresumsatz: 70 Milliarden Euro.

Wie viele andere Unternehmen gibt Tesco eine eigene Kundenkarte aus,  [weiterlesen]


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Originaltext Februar 2013:

Das frühe Leben ist geprägt von den Menschen, die uns antreiben, lebensfähig machen, von Dummheiten abhalten. Die Mutter, die uns aus dem Bett scheucht. Der Lehrer, der uns Hausaufgaben gibt. Der Vater, der uns das Rauchen verbietet.

Dem erwachsenen Mensch, besonders dem Single, mangelt es mitunter an Antrieb. Zivilisierte Trägheit macht viele von uns krank, fördert Diabetes und Fettleibigkeit. Es liegt eine tiefere Wahrheit darin, wenn so mancher seufzt: „Ich könnte sofort fünf Kilometer laufen, wenn ich erstmal vom Sofa hoch käme.“

Ein neues Leben – mit digitaler Effizienzerziehung!  [weiterlesen]


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Originaltext März 2013:

London ist eine der ältesten Großstädte Europas. Der Kampf gegen den Kollaps der Infrastruktur hat hier Geschichte. Vielleicht ist die Stadt gerade deshalb Vorbild und Testlabor für viele Innovationen auf dem Gebiet der urbanen Verkehrsplanung.

Als 1863 die erste U-Bahn der Welt in London den Betrieb aufnahm, ging es noch nicht um Smog und Parkplätze, sondern um Schlamm und Pferdeäpfel. Große Mengen Pendler mussten durch den zunehmend industrialisierten Großraum transportiert werden, ein effizienter Nahverkehr wurde gebraucht.

1987 kam die Docklands Light Railway dazu,  [weiterlesen]


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Das Hyperland-Blog, für das ich gut und gerne geschrieben habe, ist in seiner bisherigen Form eingestellt worden. Besser gesagt: Es wurde als eigene Entität geschlossen und ins heute-Blog des ZDF eingefaltet. Das finde ich schade, weil ich gerne für die Leute und das Label gearbeitet habe. Das finde ich toll, weil es auch was hat, für das Blog des ZDF zu schreibseln.

Heute mein erster Artikel auf dem heute-Blog erschienen – es geht um eine virtuelle Friedensbewegung ins Sachen Israel/Hamas-Konflikt. Erstaunlich, wie viele Leute das auf Facebook kommentieren.  [weiterlesen]


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Der Mensch lebt nicht vom Wortvogel allein – und der Wortvogel schon gar nicht. Muss ich erfreulicherweise auch nicht. Trotz meines momentanen Arbeitsvolumens, das beträchtlich ist (dazu nächste Woche mehr), habe ich mich hinreißen lassen, auch mal wieder schreiberische Gastauftritte zu absolvieren.

So konnte ich der Einladung, einen Beitrag für „Topf voll Gold“ zu schreiben, nicht widerstehen. Keine Polemik – konkrete Vorschläge zum Problem der Paparazzipresse. Dass diese folgenlos bleiben werden, liegt in der Natur der Sache.

Auch bei Hyperland bin ich mal wieder vertreten. Es geht um iBeacons. Keine Ahnung, was das ist?  [weiterlesen]


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