13
Mai 2012

It’s an Abby Sunday (5): Lasercat on the prowl

Themen: Abby Sunday |

Abby will grundsätzlich hoch hinaus:

Je höher, desto besser. Morgens liebt sie es, sich von uns auf den Bauernschrank heben zu lassen, von dem aus sie dann den großen Kleiderschrank besteigen kann. Das sieht dann immer aus, als wolle sie den Stuck an der Decke inspizieren. Dass übermäßiger Mut auch inhärente Eleganz negieren kann, haben wir neulich gelernt: Abby wollte unbedingt einen Weg auf die Küchenschränke finden. Den gibt es aber nicht. Nach reiflicher (wenn auch fehlgeleiteter) Überlegung entschied sie sich zu einem Sprung auf die Dunstabzugshaube, die zu ihrer Überraschung auf der Oberseite nicht plan, sondern abfallend konstruiert ist – und noch dazu aus glattem Edelstahl. Abby rutschte, sie ruderte, sie krallte – und fiel dann so spektakulär wie würdelos hintenüber von der Küchenzeile. Sie rappelte sich schnell auf und schaute sich unauffällig um, als wollte sie sich wie eine Lady, die im Chanel-Kleid gestolpert ist, mit einem lässigen “Upsala, nichts passiert!” aus der Sache räuspern.

Übrigens funktioniert Abby wie fast alle Katzen ausschließlich über das Prinzip Bestechung. Brekkies sind ihr Bakschisch. Dafür lässt sie so einiges durchgehen Nehmen wir die Bürste, die ihr Fell von überschüssigen Haaren befreien soll (notwendig, glaubt mir einfach). Zu sagen, Abby möge die Bürste nicht, wird der Antipathie nicht gerecht: sie HASST die Bürste. Man schafft keine halbe Überquerung ihres Rückens, dann springt sie schon empört davon. Es stellt sich aber heraus, dass sich dieser Instinkt durch den Appell an ihre Gier austricksen lässt. Hält man ihr nämlich ein paar Brekkies vor die Nase, mampf sie so gierig rein, dass sie die Bürste – na ja, nicht vergisst, aber zumindest erträgt.

Die nächsten zwei Wochen muss Abby wegen unseres Urlaubs in einer Katzenpension verbringen. Das wird spannend. Mit anderen Katzen zusammen geht nicht, darum haben wir ihr ein Einzelzimmer gebucht. Es gab die “pinke Suite” und das “Brunnenzimmer” zur Auswahl. Großartig. Meine Prognose: Hinterher wird uns Abby eine Woche lang mit dem Arsch nicht mehr anschauen – oder nur noch mit dem.



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klopskalle
klopskalle
13. Mai, 2012 11:30

Im Gegensatz zu Peroy freue ich mich über die Katzenbeiträge. Bitte mehr davon!

Exverlobter
Exverlobter
13. Mai, 2012 13:19

“Mit anderen Katzen zusammen geht nicht, darum haben wir ihr ein Einzelzimmer gebucht.”

Ach was. Einzelgänger müssen sozialisiert werden. Ab ins kalte Wasser.

Exverlobter
Exverlobter
13. Mai, 2012 13:24

“Im Gegensatz zu Peroy freue ich mich über die Katzenbeiträge”

Ich schlussfolgere aus diesem Satz, dass es sich um einen regelmäßigen Kommentator handelt, der im Zuge der Atheismus-Debatte einen anderen Nickname verwendet.
Liege ich damit richtig?
War im Zuge des Hawkins-Mißgriffs wahrscheinlich mal gar nicht so unklug.

Xander
13. Mai, 2012 18:52

“sie HASST die Bürste”
Teste den Furminator! Ernsthaft, das Ding ist jeden Cent wert. Meint auch unsere Abby. Wenn man die Katze jedoch zu lange “furminiert”, ist sie irgendwann nackt. Glaub ich.

Wortvogel
Wortvogel
13. Mai, 2012 19:00

@ Xander: Ich habe mein Auge schon drauf, danke für den Tipp!

moeller
moeller
13. Mai, 2012 19:05

Der Furminator ist echt gut….. Unsere Katze schmeißt sich immer gleich auf die Seite wenn man sie FURMINIERT…..

Dr. Acula
13. Mai, 2012 19:25

Oh ja. Furminator auch hier, keine der hiesigen vier Katzen würde sich die Gelegenheit, ordentlich furminiert zu werden, entgehen lassen…

Peroy
Peroy
13. Mai, 2012 20:18

“Furminieren”… klingt versaut…

Exverlobter
Exverlobter
13. Mai, 2012 20:27

@Peroy
“Furminieren”… klingt versaut…”

Katzen und versaut? Oh jetzt kommt bei mir ein Flashback. Nämlich als Mr. Plinkett seine eigene Katze vergewaltigt hat!!

ab 0:30
http://blip.tv/redlettermedia/star-wars-episode-3-review-part-2-of-3-4595346

Moss
14. Mai, 2012 01:51

Von Mr. Plinkett’s Diktionsverschleppung wird mein Hirn beim Zuhören ganz kalt und klebrig.

Das Furminieren von Hund und Katze hingegen kann ich vollends empfehlen — hier mag das auch der Kater und bedankt sich durch zartes Schnurren und deutlich vermindertes Fusseln. Übrigens kriegt man mit Brekkies auch Katzen durch enge Tunnel (als einfache Katzenklappe kann man Sams neuen Nebeneingang beim besten Willen nicht mehr bezeichnen).

Howie Munson
Howie Munson
14. Mai, 2012 06:12
Achim
Achim
15. Mai, 2012 23:48

Ach was, man muss eine Katze nicht bürsten oder furminieren.

Wenn man es nicht tut, kotzt sie halt Fellkugeln irgendwo hin. Wenn das nicht stört, dann muss man nicht bürsten.

Peroy
Peroy
16. Mai, 2012 01:59
Exverlobter
Exverlobter
16. Mai, 2012 08:30

@Peroy
Das kannte ich noch gar nicht. Die Plinkett Cop Dog Review hatte ich ausgelassen. Großer Fehler.
Ist noch besser als die Vergewaltigung der Katze, die ich letztens oben gepostet hatte.

Peroy
Peroy
16. Mai, 2012 09:18

Das sind große Meister, vor denen man in zehn Jahren ähnlich ehrfurchtsvoll den Hut ziehen wird, wie es heutzutage bei Python oder Parker/Stone der Fall ist… 8)