Arena Grabstein (c) pixelio.deWas hatten die Arena-Macher (sich) nicht alles versprochen, nachdem sie 2005 völlig überraschend an die Bundesliga-Rechte gekommen waren: Millionen Kunden sollten künftig mit Sport-Pay-TV der Extraklasse verwöhnt werden. Der bisherige Lizenznehmer Premiere wurde kalt erwischt, und stand vor der Nagelprobe – kann teures Digitalfernsehen auch ohne die begehrte Bundesliga funktionieren? Die Branche war skeptisch – meine Aktien des Senders brachen so massiv ein, dass ein Verkauf sich nicht mehr lohnte. Anfangs noch bei 33 Euro, stürzten sie zwischenzeitig auf 8 Euro ab (bei 28 Euro Ausgabepreis).

Mir kam die ganze Aktion von Anfang an fischig vor. Arena war kein Sender,  [weiterlesen]


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Sie haben viel einstecken müssen. Der unnötige und unpassende Vergleich mit Harald Schmidt lässt Sie schlechter aussehen, als Sie vermutlich sind. Vermutlich – weil ich mir nie eine Ihrer Sendungen angesehen habe. Bei Ihrem Auftritt auf dem Tollwood-Festival habe ich auch nicht im Publikum gesessen. Was ich von Ihnen weiß, stammt aus penetrant oft wiederholten Trailern auf SAT.1 Comedy, und ein paar Beiträgen in Zeitungen und Zeitschriften.

Nun stelle ich mich vielleicht gegen Trend und Mehrheit, wenn ich sage – ich finde Sie gar nicht so schlecht. Sie besitzen anscheinend jene unprätentiöse Kamerageilheit, die von Talent getragen wird,  [weiterlesen]


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Wo ich wohn, da wird viel gedreht. Nicht am Rad, nicht an der Uhr – die Leut‘ vom Film, die schaffen in meinem Viertel fleißig. Früher mal (so spricht der Nachbar) für „Dr. Stefan Frank“, in den 80ern gar für den „Pumuckl“. Noch 2006 kurbelte Rat Pack fleißig Außenszenen meiner Telenovela vor meiner Haustür, und Anfang diesen Jahres drehte Nissan einen neuen Werbespot.

Was macht meine Gegend so sexy? Ich vermute einen prosaischen Hintergrund – über die Landstraße ist es keine zehn Minuten zum Bavaria-Filmgelände. Da muss das Equipment nicht so weit rumgekarrt werden. Und viel los ist in diesen Straßen auch nicht,  [weiterlesen]


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Neulich erlaubte ich mir einen harschen Verriss einer Kritik auf der Webseite von Quotenmeter, verbunden mit einer generellen Kritik an der journalistischen Qualität und der Schreibe dort.

Die Reaktion darauf war typisch und prompt:

Riedner Antwort

Mit meiner Kritik auseinandersetzen wollte sich Fabian Riedner dann doch nicht – geschweige denn mal nachlesen, worum es in meinem Beitrag überhaupt ging. Die Tatsache, dass Quotenmeter auf meiner sehr pingeligen Link-Liste steht, und dass ich das Angebot in den Kommentaren zum Artikel generell verteidige, ignoriert er geflissentlich. Ich bin nun „der Feind“.

Stattdessen wieder sachliche Fehler (einen Beitrag unter 100 kann man kaum „gerne und ausführlich“  [weiterlesen]


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lil BushDie USA haben eine neue Comedy-Serie über ihren Präsidenten. Gestern Abend lief die erste Episode von „li’l Bush“ auf Comedy Central. Das Prinzip: der „kleine Bush“ und seine Sandkasten-Freunde erleben spannende Abenteuer in der großen Welt der Politik.

Braucht die Welt noch eine Comedy-Serie über den scheidenden Präsidenten, der sich selber besser zum Affen macht, als jeder Drehbuchautor das könnte? Hat nicht „That’s my Bush!“ eigentlich schon alles gesagt? Lachen wir über den Deppen, der gleichzeitig mächtigster Mann der Erde ist, bei der „Daily Show“ nicht genug?

Einfache Antwort: Alles richtig. „li’l Bush“ ist so überflüssig wie ein Kropf.  [weiterlesen]


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Es gibt zu wenig Webseiten über das Fernsehen.

(alles lacht)

Nein, im Ernst. Natürlich sind die „Stargate“-Fanseiten Legion, und jeder Sender leistet sich ein fettes Portal. TVSquad, Futon Critic, und hier in Deutschland DWDL und Serienjunkie bedienen die Nachfrage.

Was mir aber fehlt, ist der begleitende Journalismus. Grundsätzlich bestehen die Webseiten nämlich aus zwei Bestandteilen: Nachgeplapperten Pressemeldungen und kommentierten Einschaltquoten. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, weil ich mal bei einer „richtigen“ TV-Zeitschrift gearbeitet habe, aber gerade auf den deutschen Seiten zum Thema wird praktisch nie hinterfragt – oder gar nachgehakt. Wo wir beim GONG früher zum Telefon-Hörer gegriffen haben,  [weiterlesen]


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Nee, warte mal. Stimmt nicht. Ging vielleicht der 3. Weltkrieg zu Ende? Das letzte hungernde Kind in Afrika bekam ein Hanuta in die Hand gedrückt? Wurde der männliche Steward, der sonst drei Jahre später angefangen hätte, AIDS zu verbreiten, von einer Straßenbahn überfahren? Nichts dergleichen.

Der historische Moment, dem es zu gedenken gilt, und dem heute jeder Blogger über 30 scheinbar ein paar Zeilen widmen muss, lässt sich selbst in der Parodie augenblicklich zuordnen:

muppetstarwars.jpg

Jep, vor 30 Jahren startete in den USA der Film „Star Wars“. Und krempelte nebenbei unser Verständnis des Begriffes „Popkultur“  [weiterlesen]


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Deutsche Serien haben es schwer – alles, was in den letzten Monaten auf Sendung gegangen ist, wurde vom Publikum mit Indifferenz bestraft: meine eigene Serie „Lotta in Love“, „Bis in die Spitzen“, „Verrückt nach Clara“, „GSG9“, „Mitten im Leben“, „Schmetterlinge im Bauch“, „Ahornallee“.

SAT.1 hat es besonders stark getroffen, denn der Berliner Sender hatte einst ein Paket veritabler Dauerläufer im Programm, die man auf der Suche nach jüngeren Zuschauern aus dem Programm gekegelt hat: „Kommissar Rex“, „Wolfs Revier“, „Der Bergdoktor“. Leider konnte sich keiner der Nachfolger etablieren.

In den letzten Wochen hat es „Allein unter Bauern“  [weiterlesen]


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Showdown 2„The Illustrated Man“ (1969) vs. „Something wicked this way comes“ (1983)

Es ist mal wieder soweit: Zwei Filme eines vergleichbaren Themenbereiches steigen in den Ring, um zu zeigen, bei wem und wo der Hammer hängt.

Die Herausforderung: Heute lautet das Thema „Kaputtentwickelte Studio-Grossproduktionen nach Ray Bradbury-Vorlagen“. Sowohl „The Illustrated Man“ als auch „Something wicked this way comes“ mussten regelrecht in Produktion geprügelt werden, machten diverse Skript-Änderungen durch, und entfernten sich im Laufe der Zeit immer weiter von den Vorlagen. Vorab scheint es mir angebracht darauf hinzuweisen, dass Bradbury zu meinen Lieblingsautoren aus dem Bereich SF/Fantasy gehört.  [weiterlesen]


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Rocky BalboaVorab: „Rocky Balboa“ ist eine Rückkehr zu den „Wurzeln“ der Serie, es geht weniger um den Kampf, als mehr um die Frage, wie Rocky sich selber sieht, wo er im Leben steht, und ob er den Rest seines Lebens in Nostalgie verbringen möchte. Die Entscheidung, ob Rocky kämpft, und ob er eine Chance hat, fällt nicht im Ring – sie fällt in seinem Kopf. Und zwar schon lange vorher.

Aber „Rocky Balboa“ ist viel mehr, der Film ist gespickt mit Meta-Ebenen: Niemals zuvor war der Charakter Rocky so genau der Spiegel des Schauspielers Stallone. Jemand, der sich nichts mehr zu beweisen hat,  [weiterlesen]


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