John Sinclair at the moviesOkay, zu meiner Freude hat euch die John Sinclair-Galerie gestern gut gefallen. Dann lasse ich gleich mal Teil 2 folgen.

Heute geht es um die Unsitte von Schundheftchen, bekannte Filmmotive einfach für ihre Cover zu kidnappen. Das macht es den Zeichnern leichter, und es spart Geld und Zeit. Bei „John Sinclair“ kam es anfangs sehr selten vor, weil Sinclair-Hauszeichner Vicente Ballestar sich für sowas nicht hergibt.

Aber die ökonomischen Realitäten (und der nachlassende Schaffensdrang Ballestars) zwangen den Bastei Verlag schließlich, auf vorgegebene Motive zurückzugreifen.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, 18 Cover auszusuchen,  [weiterlesen]


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3 supermenUnd weil man auch mal gerne was auf die Ohren bekommt, spiele ich euch mit Freuden die unerträglichste Superhelden-Titelmusik, die je mein Gehör beleidigte.

Es handelt sich um den Titelsong von „Crash! Che botte – strippo strappo stroppio“, auch bekannt als „3 Fantastic Supermen in the Orient“, eine der diversen Fortsetzungen des legendären und sehenswerten „3 Supermänner räumen auf“ mit Brad Harris (der zweite Teil lief hierzulande als „Drei tolle Kerle“, der armselige letzte Teil als „Crash Boys“). Mehr dazu hier.

Der Mann mit dem Kehlkopfkrebs am Mikro dieses Kleinods ist Ernesto Brancucci,  [weiterlesen]


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Sinclair CoverWie ich neulich schon mal erwähnte, habe ich in meiner Jugend phasenweise fanatisch die Horrorheftchen über den Geisterjäger „John Sinclair“ verschlungen.

Für die Fans habe ich mal weiter unten eine Galerie der schrägsten Cover zusammen gestellt – unbedingt ansehen!

Die „John Sinclair“- Fernsehserie ist eigenes Kapitel wert. Und das werde ich, Zeit und Laune vorausgesetzt, auch noch schreiben.

Heute habe ich aber ein GANZ besonderes Schmankerl für euch – die drei Titelmusiken der TV-Serie. Wieso drei? Ganz einfach…

Angefangen hat alles mit diesem Song, den Endemol zum Rohschnitt der ersten Folgen lieferte:

Überraschungsfrei war man in Köln bei RTL nicht gerade begeistert,  [weiterlesen]


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Arena Grabstein (c) pixelio.deWas hatten die Arena-Macher (sich) nicht alles versprochen, nachdem sie 2005 völlig überraschend an die Bundesliga-Rechte gekommen waren: Millionen Kunden sollten künftig mit Sport-Pay-TV der Extraklasse verwöhnt werden. Der bisherige Lizenznehmer Premiere wurde kalt erwischt, und stand vor der Nagelprobe – kann teures Digitalfernsehen auch ohne die begehrte Bundesliga funktionieren? Die Branche war skeptisch – meine Aktien des Senders brachen so massiv ein, dass ein Verkauf sich nicht mehr lohnte. Anfangs noch bei 33 Euro, stürzten sie zwischenzeitig auf 8 Euro ab (bei 28 Euro Ausgabepreis).

Mir kam die ganze Aktion von Anfang an fischig vor. Arena war kein Sender,  [weiterlesen]


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Sie haben viel einstecken müssen. Der unnötige und unpassende Vergleich mit Harald Schmidt lässt Sie schlechter aussehen, als Sie vermutlich sind. Vermutlich – weil ich mir nie eine Ihrer Sendungen angesehen habe. Bei Ihrem Auftritt auf dem Tollwood-Festival habe ich auch nicht im Publikum gesessen. Was ich von Ihnen weiß, stammt aus penetrant oft wiederholten Trailern auf SAT.1 Comedy, und ein paar Beiträgen in Zeitungen und Zeitschriften.

Nun stelle ich mich vielleicht gegen Trend und Mehrheit, wenn ich sage – ich finde Sie gar nicht so schlecht. Sie besitzen anscheinend jene unprätentiöse Kamerageilheit, die von Talent getragen wird,  [weiterlesen]


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Wo ich wohn, da wird viel gedreht. Nicht am Rad, nicht an der Uhr – die Leut‘ vom Film, die schaffen in meinem Viertel fleißig. Früher mal (so spricht der Nachbar) für „Dr. Stefan Frank“, in den 80ern gar für den „Pumuckl“. Noch 2006 kurbelte Rat Pack fleißig Außenszenen meiner Telenovela vor meiner Haustür, und Anfang diesen Jahres drehte Nissan einen neuen Werbespot.

Was macht meine Gegend so sexy? Ich vermute einen prosaischen Hintergrund – über die Landstraße ist es keine zehn Minuten zum Bavaria-Filmgelände. Da muss das Equipment nicht so weit rumgekarrt werden. Und viel los ist in diesen Straßen auch nicht,  [weiterlesen]


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Neulich erlaubte ich mir einen harschen Verriss einer Kritik auf der Webseite von Quotenmeter, verbunden mit einer generellen Kritik an der journalistischen Qualität und der Schreibe dort.

Die Reaktion darauf war typisch und prompt:

Riedner Antwort

Mit meiner Kritik auseinandersetzen wollte sich Fabian Riedner dann doch nicht – geschweige denn mal nachlesen, worum es in meinem Beitrag überhaupt ging. Die Tatsache, dass Quotenmeter auf meiner sehr pingeligen Link-Liste steht, und dass ich das Angebot in den Kommentaren zum Artikel generell verteidige, ignoriert er geflissentlich. Ich bin nun „der Feind“.

Stattdessen wieder sachliche Fehler (einen Beitrag unter 100 kann man kaum „gerne und ausführlich“  [weiterlesen]


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lil BushDie USA haben eine neue Comedy-Serie über ihren Präsidenten. Gestern Abend lief die erste Episode von „li’l Bush“ auf Comedy Central. Das Prinzip: der „kleine Bush“ und seine Sandkasten-Freunde erleben spannende Abenteuer in der großen Welt der Politik.

Braucht die Welt noch eine Comedy-Serie über den scheidenden Präsidenten, der sich selber besser zum Affen macht, als jeder Drehbuchautor das könnte? Hat nicht „That’s my Bush!“ eigentlich schon alles gesagt? Lachen wir über den Deppen, der gleichzeitig mächtigster Mann der Erde ist, bei der „Daily Show“ nicht genug?

Einfache Antwort: Alles richtig. „li’l Bush“ ist so überflüssig wie ein Kropf.  [weiterlesen]


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Es gibt zu wenig Webseiten über das Fernsehen.

(alles lacht)

Nein, im Ernst. Natürlich sind die „Stargate“-Fanseiten Legion, und jeder Sender leistet sich ein fettes Portal. TVSquad, Futon Critic, und hier in Deutschland DWDL und Serienjunkie bedienen die Nachfrage.

Was mir aber fehlt, ist der begleitende Journalismus. Grundsätzlich bestehen die Webseiten nämlich aus zwei Bestandteilen: Nachgeplapperten Pressemeldungen und kommentierten Einschaltquoten. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, weil ich mal bei einer „richtigen“ TV-Zeitschrift gearbeitet habe, aber gerade auf den deutschen Seiten zum Thema wird praktisch nie hinterfragt – oder gar nachgehakt. Wo wir beim GONG früher zum Telefon-Hörer gegriffen haben,  [weiterlesen]


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Nee, warte mal. Stimmt nicht. Ging vielleicht der 3. Weltkrieg zu Ende? Das letzte hungernde Kind in Afrika bekam ein Hanuta in die Hand gedrückt? Wurde der männliche Steward, der sonst drei Jahre später angefangen hätte, AIDS zu verbreiten, von einer Straßenbahn überfahren? Nichts dergleichen.

Der historische Moment, dem es zu gedenken gilt, und dem heute jeder Blogger über 30 scheinbar ein paar Zeilen widmen muss, lässt sich selbst in der Parodie augenblicklich zuordnen:

muppetstarwars.jpg

Jep, vor 30 Jahren startete in den USA der Film „Star Wars“. Und krempelte nebenbei unser Verständnis des Begriffes „Popkultur“  [weiterlesen]


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