Die zweite Episode von „Masters of Science Fiction“ war keinen Deut besser als die erste. Etwas aufwändiger, und auch vom Anspruch her „größer“, aber mit einem derart unsinnigen und albernen Ende versehen, dass man wütend den Fernseher aus macht. Die 85er „Twilight Zone“ hat das mit der Folge „A small talent for war“ in knapp acht Minuten deutlich besser gemacht. Ich darf aus gegebenem Anlass nochmal an Hitchcock erinnern – man sollte keine Fragen stellen, die ungleich spannender sind als jede Antwort, die man parat hat.

Und bevor es heißt, der Dewi spuckt nur dem US-Fernsehen auf den Scheitel: Ich habe ein Interview mit Mike Krüger zu seiner neuen Show „Krügers Woche“  [weiterlesen]


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Sorry für die Pause zwischen den Reviews, aber ich war gegen Ende des Festivals ziemlich ausgepumpt. Die restlichen Kritiken reiche ich in Kurzform nach.

FREE JIMMY (Norwegen, England 2006)

fff-0.jpgStory: Verschiedene Gruppen (Tierschützer, Ganoven, lättische Mafia) sind hinter dem Junkie-Elefangen Jimmy her, dem ein Haufen Drogen unter die Haut gepflanzt wurde. Jimmy gelingt die Flucht in die norwegische Ödnis, wo er sich mit einem Elch anfreundet. Die komplett hirnbefreiten Verfolger machen sich derweil gegenseitig das Leben schwer…

Kritik: Wenn nichts sonst, beweist „Free Jimmy“ doch,  [weiterlesen]


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Lotta 1 (c) ProSiebenKaum einer wird es gemerkt haben, allenfalls die Leser von Quotenmeter, denn dort wurde gestern darauf hingewiesen: Heute morgen um 5.50 Uhr lief die 130. und letzte Episode der Telenovela „Lotta in Love“.

Ich habe „Lotta“ erfunden. Die Serie mit Christian Becker und Anita Schneider dem Vorstand des ProSieben- SAT.1-Konzerns vorgestellt. Das Autorenteam geleitet. Die meisten Episoden verfasst.

In meiner Abstellkammer stapeln sich noch Werbebanner, Poster, Bücher, Gläser, T-Shirts, Taschen, Tops, Magazine – alles Erinnerungsstücke, die ich bestimmt niemals hergeben werde.

LiL wurde von Anfang an stark kritisiert. Ein nennenswerter Erfolg war der Serie nicht beschieden.  [weiterlesen]


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Es gibt Träume, die besser nicht wahr werden sollten. Seit Jahren habe ich darauf gehofft, dass mal wieder jemand die knackige Weltraumabenteuer-Saga „Flash Gordon“ aufbereitet. Kein pseudophilosophischer Unsinn wie in den neuen Star Wars-Filmen, keine ikonenlastige Athritis wie Star Trek, und schon gar keine Dauerdepression wie „Battlestar Galactica“. Einfach knallbunter Spass mit bösen Bösewichtern, vielen Feuergefechten, und Raketen, die rückwärts fliegen können.

Und nun hat der amerikanische SciFi-Channel eine neue „Flash Gordon“-Serie produziert:

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Ich würde gerne sagen: Mir fehlen die Worte. Aber das wäre gelogen.

Scheiße. Dreck. Müll. Kacke.  [weiterlesen]


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Mahlzeit! Endlich wieder mit Vollgas online! Wenn man sein System zum ersten Mal nach drei Jahren wieder neu aufsetzt, merkt man erst, wie viele Plugins Firefox braucht, oder wieviele Addons mittlerweile in Outlook installiert sind. Und dann braucht es seine Zeit, auch den Look & Feel wieder auf das gewohnte Niveau zu bringen.

Erste Handlung nach jeder Windows-Neuinstallation: Farbsche- ma auf Silber umstellen. Plastik-Blau/Grün geht ja gar nicht.

Ich habe mich übrigens entschieden, bei XP und Office 2003 zu bleiben. Für Vista dürfte der Prozessor etwas schwachbrüstig sein, und viele meiner Lieblings-Addons funktionieren unter Office 2007 noch nicht.  [weiterlesen]


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Na Mahlzeit! Gestern ist mir mein Notebook vom Sofa gefallen. Ich dachte, alles sei okay, aber schnell stellte sich heraus, dass die Festplatte massiv gelitten hat. Diese Nachricht schreibe ich auf meinem nur notdürftig ausgestatteten Zweitgerät.

Machen wir es kurz: Den heutigen Tag habe ich mit Datenrettung verbracht, der Abend bringt die neue Festplatte (endlich mal von 30 auf 80GB aufrüsten), und morgen wird es ca. acht Stunden dauern, das Gerät aus Normalstatus zu bringen. Das kommt davon, wenn man furchtbar viele spezielle Programme benutzt und dementsprechend neu installieren muss.

Und nein: Norton Ghost hilft auch nicht mehr,  [weiterlesen]


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Masters of Science Fiction

Wie in einem Beitrag vor einigen Tagen angekündigt, habe ich mich wirklich auf die neue SF-Anthologieserie „Masters of Science Fiction“ gefreut. Man versprach literarische Utopien und Dystopien, fein umgesetzt, ohne oberflächliches Spektakel. Wie 1995 die Neuauflage von „Outer Limits“ – nur viel besser. Genau genommen eine Variante der „Masters of Horror“, die seit zwei Jahren erfolgreich beim PayTV-Sender Showtime laufen.

Gestern habe ich die erste Episode „A Clean Escape“ gesehen. Mehrere Dinge hätten mich vorab stutzig machen sollen:

  • Das Vorbild „Masters of Horror“ ist bestenfalls durchwach- sen, und hat in der zweiten Staffel massiv nachgelassen
  • Diverse der „Masters of Science Fiction“
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Wow! Sie haben ja mächtig Wut im Bauch.

Glücklicherweise haben Sie als Chefredakteur der „Vanity Fair“ auch ein prima Forum, sich Luft zu machen. Zum Beispiel im Editorial der neusten Ausgabe, die ich weiter unten ja schon (unter Vorbehalt) empfohlen habe.

Was Sie da in drei Spalten nicht alles auffahren: „Blockwarte“ sind Ihre Feinde, „Spinner“ auch, „Spießer“ mehrfach, vom „Sozialneid“ überschattet, von einer „Gleichheitskrankheit“ befallen, „verbitterte Ignoranten“ mit „überschaubarem Weltbild“, die sich „ihr Feindbild nicht durch Fakten vermiesen“ lassen.

Genau! Nicht weniger Schelte verdient die Ökopaxe, weil sie Ihnen die Luft aus den Reifen gelassen hat.  [weiterlesen]


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Gene Siskel & Roger Ebert waren in den 80er und 90er Jahren die Kinokompetenz schlechthin – kaum ein Poster kam ohne ihre „Daumen hoch“-Wertungen auf den Markt. Die Sendung „At the Movies“ setzte den Standard für kommerzielle, aber kritische Kritik, und ich habe mir oft gewünscht, es gäbe ein deutsches Gegenstück, das mit Dialog-Besprechungen arbeitet.

Als Gene Siskel verstarb, wurde er zuerst von Gast- Kommentatoren ersetzt, dann von Richard Roeper. Mittlerweile ist Ebert (Hauskritiker der „Chicago Sun Times“) schwer erkrankt. Das Ende der Sendung ist abzusehen.

Nun hat sich Buena Vista entschlossen,  [weiterlesen]


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Vanity FairIch lese keine Hochglanz- Zeitschriften. Schon das Wort „Hochglanz“ macht mir Pickel. „Tiefdenk“ wäre mir lieber. Hinzu kommt, dass in diesen Magazinen meistens genau der unnötige kleinteilige Krempelkram steht, mit dem ich im Web überschüttet werde. Gute Lesestücke sind selten. Ich verstehe auch nicht, warum Condé Nast glaubt, sowas wie VF würde irgendjemand wöchentlich lesen wollen – außer beim Friseurbesuch.

Andererseits ist die Branche auch seltsam schizophren: Man macht sich über diesen teuren und schwierigen Versuch, ein neues Edelblatt zu lancieren, allerorten lustig – wenn man nicht gerade darüber jammert, dass es dem Printmarkt dreckig geht.

Entgegen aller Beteuerungen scheint die VF nicht ganz so gut zu laufen,  [weiterlesen]


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