Fahrenheit 451

Man muss die Truffaut-Verfilmung von Ray Bradburys legendärem Roman, die 1966 in die Kinos kam, nicht mögen. Als Kind fand ich den Film immer zu spröde, emotionslos, sperrig. Meine spätere Bewunderung für die sehr verkopfte Adaption ist entsprechend intellektuellen Ursprungs – begeistern kann mich „Fahrenheit 451“ bis heute nicht. Als Kind seiner Zeit und Dokument des anspruchsvollen europäischen SF-Kinos wie „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ oder „Barbarella“ hat er sich seinen Platz in der Filmgeschichte aber redlich verdient.

Gerade weil Truffauts Umsetzung sehr mit dem Regisseur und seiner Epoche verbunden ist, habe ich mich auf diese Neuverfilmung gefreut.  [weiterlesen]


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Black Panther

USA 2018. Regie: Ryan Coogler. Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Danai Gurira, Lupita Nyong’o, Letitia Wright, Martin Freeman, Andy Serkis, Forest Whitaker, Angela Bassett

Story: T’Challa ist König und Beschützer des versteckten Afrika-Reiches Wakanda, aus dem das gesuchte Material Vibranium stammt. Er möchte sein Land gerne aus allen globalen Konflikten heraushalten, aber der Diebstahl einer Ladung Vibranium und das Auftauchen eines Herausforderers in Sachen Krone zwingt ihn, diese Haltung zu überdenken. Während das Land in Stammeskämpfe und Chaos geworfen wird, entscheidet sich die Zukunft von Wakanda und dem Black Panther.  [weiterlesen]


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Vorab: Ich bin sicher, die Asterixperten unter euch kennen das hier schon und ich bin wieder mal „late to the game“, aber ich komme nicht umhin, das Thema trotzdem aufzuarbeiten – weil es mich gleichermaßen fasziniert wie schockiert.

Danke an Dia Westerteicher für die Scans – übrigens ein weiterer Beweis, dass die Digitalisierung alter Medien ALLEN zugute kommt.

Wir kennen die legendären Asterix-Alben von Ehapa. Wer die in seiner Jugend nicht auf dem Klo liegen hatte, konnte keine ordentlichen Parties schmeißen. Die Hälfte des Lateins, das Deutsche meiner Generation heute sprechen, verdanken wir dem viel zu früh verstorbenen René Goscinny.  [weiterlesen]


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Ich gerate ja mit deutschen Nachwuchs-Genrefilmern immer und immer und immer und immer und immer wieder aneinander. Die Tatsache, dass ich die Ergebnisse ihrer Bemühungen beschämend finde, ist dabei nur der halbe Grund. Wirklich unangenehm wird mir der deutsche Genrefilm immer erst durch die Eierschaukelei der Macher, die regelmäßig so tun, als würde zwischen sie und John Carpenter kein Blatt Papier passen, als wäre die Zurückweisung ihrer Talente in Hollywood eher historisch gewachsenen Ressentiments geschuldet als der eigenen Inkompetenz.

Dass man die meisten deutschen Horrorfilmer weltweit ignoriert, weil man sonst hämisch lachend mit dem Finger auf sie zeigen müsste,  [weiterlesen]


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Auch wenn der Scan-Vorgang meiner Cinema-Ausgaben soweit automatisiert ist, dass ich mich dabei nur wenig auf die Inhalte der Hefte konzentriere, fällt mir doch immer mal wieder etwas ins Auge. Das kann eine verballerte Überschrift sein, ein besonders dämlicher Druckfehler oder ein falsch beschriftetes Bild.

Inhaltlich fällt vor allem auf: Die Cinema war in den 80ern ein sexistisches Drecksblatt mit besonders hohem Heuchelei-Level. Kein Aufhänger war dem Blatt zu schmierig, kein Screenshot zu körnig, kein Anlass zu nichtig, wenn man die Brüste irgendeiner Nachwuchs-Aktrice oder alternden Diva auf Seitengröße ziehen konnte. Ästhetik war kein Maßstab – Hauptsache Titten!  [weiterlesen]


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Sachen, die man nach einem langen Festival-Tag probiert:

Kurzurteil: bäh.

Und damit zum einzigen Filmfestival, bei dem Sätze wie dieser nonchalant in den Raum geworfen werden: „Auf die deutsche Hymne kann man übrigens prima den Bärenmarke-Song singen.“

Ostzone

Wieder mal deutscher Horror – und ob ich mich damit auf das Genre oder die Erfahrung beziehe, ist bekanntermaßen immer ein Wurf der Münze. Ich würde gerne die Diskussion anstoßen, warum deutsche Filmemacher kein „Horror können“, aber dem aktuellen Stand nach können sie Science Fiction, Action und romantische Komödie ja AUCH nicht. Was soll’s also?  [weiterlesen]


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Ach, der Fluch des sozialen Miteinanders – in anderthalb Stunden muss ich aus dem Hotel ausgecheckt sein und bei einem verspäteten Geburtstagsfrühstück antanzen. Ein knallharter Einstieg für den letzten Festivaltag.

Doc Acula verloste heute wieder fleißig – und angesichts der 1:1-Ration von Publikum und Gewinnen musste eigentlich jeder was mit nach Hause nehmen. Da ich die Reduktion meines Hausrats plane, verkniff ich es mir, die Hand zu heben. Es war eh nichts dabei, das meinem Leben eine positivere Richtung gegeben hätte (glaube ich).

FWU Selection

Man kann dem Veranstalter vieles (VIELES!!!) vorhalten –  [weiterlesen]


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Der Wortvogel und Doc Acula – modische Titanen bis zu den Socken:

Zweiter Tag B-Film Basterds 2018 – eine Wundertüte schlechten Geschmacks unter der Beteiligung Indiens, Deutschlands, Mexikos, Italiens und Spaniens. Maskierte Rächer, nackte Nymphomaninnen, tanzende Gurus und hosenlose Bayern zum Einsatz!

Diler (aka Anji)

Den Tag einläuten durfte ein Bollywood-Streifen… nein, genau genommen ein Tollywood-Streifen. Den Unterschied könnt ihr hier nachlesen. Es geht – wie immer im indischen Kino – um alles, ein all you can eat buffet aus Melodrama, Komödie, Romanze und Abenteuer. Irgendein alter Zausel aus Österreich will eine indische Legende nutzen,  [weiterlesen]


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Nürnberg sexy – von meinem Hotelzimmerfenster aus gesehen:

Mir ist es wurscht – ich habe gut geschlafen und es ist nur ein kurzer Fußweg zum Kino. Nachteil heute: Fastentag. Mehr als Wasser und ein paar Babykarotten sind also nicht drin. Das ist bei einem Filmfestival natürlich kacke und beim großen FFF in Berlin werde ich das definitiv anders handhaben. An cineastischen Delikatessen laben, aber an kulinarischen Delikatessen darben? Nicht mit mir!

Ich bin gestern sehr zeitig nach Nürnberg gefahren, weil es hieß, dass sich die Jungs vorher bei Uschi (vulgo O’Shea) treffen würden.  [weiterlesen]


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USA 2018. Regie: Ron Howard (u.a.). Darsteller: Alden Ehrenreich, Emilia Clarke, Donald Glover, Woody Harrelson, Joonas Suotamo, Paul Bettany, Thandie Newton u.a.

Story: Han Solo ist eine Waise auf einem Werft-Planeten. Mit seiner großen Liebe Kira will er genug Geld zusammenklauen, um abzuhauen und ein eigenes Raumschiff zu kaufen. Doch die beiden werden getrennt und Han schließt sich nach einem Intermezzo bei den Regierungstruppen einer Gruppe von Schmugglern und Dieben an. Hier trifft er erstmals auf den Wookie Chewbacca und schließlich auch auf Lando Calrissian, den charismatischen Besitzer des Millennium Falken.  [weiterlesen]


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