Es ist lange genug her – nach 15 Jahren traue ich mich, einen der bizarreren Streitfälle zu rekapitulieren, in die ich jemals verwickelt wurde. Um es knapp zu sagen:

Mir wurde mal von Verona Feldbusch eine Beleidigungsklage angedroht.

Das ist richtig und doch falsch – weil nur die halbe Geschichte. Für die ganze Geschichte brauche ich ein wenig mehr Zeit und Platz.

Reisen wir zurück in die digitale Steinzeit. 2004. Vor iPhone, vor Facebook, vor YouTube und sogar vor dem Wortvogel. Wir hatten ja nix. Mangels eigener Online-Präsenz schrieb ich hin und wieder launige Beitrage für das Team-Blog Mehrzweckbeutel – die erste virtuelle Präsenz des mittlerweile etablierten und gepriesenen Medienfuzzis Mario Sixtus,  [weiterlesen]


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Ich lese Slate ganz gerne – die haben gute Texte, interessante Themen und sind generell pragmatisch-liberal. Natürlich fahren sie mitunter auch diesen SJW/LGBTQ-Quatsch, bei dem man sich als weißer heterosexueller Mann schon beim Lesen vorsichtshalber wegducken möchte, aber das hält sich im Rahmen. Die Science Fiction-Webseite io9 ist da schlimmer.

Nur mit Vorsicht und sehr guter Laune kann ich allerdings die Berater-Kolumne „Dear Prudence“ lesen. Hier oszilliere ich regelmäßig zwischen Entgeisterung und Fremdschämen, zwischen Faustindertasche und Knotenimmagen. Warum ich mir das trotzdem antue? Weil „Dear Prudence“ eine exzellente Spiegelung amerikanischen Befindens darstellt –  [weiterlesen]


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USA 2019. Regie: Sam Liu. Sprecher (original): Jerry O’Connell, Rebecca Romijn, Rainn Wilson, Patrick Fabian, Rosario Dawson, Nathan Fillion, Shemar Moore u.a.

Story: Superman ist tot, erschlagen von Doomsday. Die Welt hadert mit dem Wegfall ihrer Leitfigur, das Verbrechen nimmt überhand, die restliche Justice League kommt kaum noch nach. Doch es tauchen vier neue Charaktere auf, die den Thron Supermans für sich beanspruchen: der brutale Eradicator, der Rüstung tragende Steel, ein Cyborg-Superman und ein junger Klon, der schon bald den Spitznamen Superboy weg hat. Lois, die Justice League, die Menschen von Metropolis –  [weiterlesen]


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USA 2019. Regie: M. Night Shyamalan. Darsteller: James McAvoy, Samuel Jackson, Anya Taylor-Joy, Sarah Paulson, Luke Kirby u.a.

Story: David Dunn glaubt, übermenschliche Kräfte zu haben und fast unverwundbar zu sein. Elijah Price will als böses Superhirn die Geschicke von Übermenschen steuern. Kevin Wendell Crumb vereint 24 verschiedene Persönlichkeiten, von denen zumindest eine – das Biest – entschlossen ist, Chaos in die Welt zu bringen. In einer psychiatrischen Klinik treffen sie aufeinander. Die Ärztin Dr. Staple ist entschlossen, die drei Männer davon zu überzeugen, dass sie lediglich an einer Persönlichkeitsstörung leiden.  [weiterlesen]


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Es ist bekannt, dass ich mich auf Facebook gerne in der launigen Gruppe „Die scheißeste Musik wo gibt“ herumtreibe, weil man da prima über den schlimmsten Ohrenkrebs der letzten 60 Jahre diskutieren kann. Und so mancher muss dann gestehen: oha, die Single habe ich noch (neben anderen Leichen) im Keller.

In letzter Zeit haben sich besonders die deutschen Coverversionen internationaler Pophits als Subgenre der „scheißesten Musik“ heraus kristallisiert. Es erschließt sich mir nicht, warum man in den 70er und 80er Jahren dachte, die größten Charterfolge von minder talentiertem Nachwuchs einsingen lassen zu müssen.

Aber dieser Sumpf ist tiefer und breiter,  [weiterlesen]


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Jonathan

USA 2018. Regie: Bill Oliver. Darsteller: Ansel Elgort, Patricia Clarkson, Suki Waterhouse, Matt Bomer u.a.

Offizielle Synopsis: Zwei Brüder teilen denselben Körper, nicht aber den Geist. Am Tag ist Jonathan routineliebend, fast asketisch, der Job sein Lebensmittelpunkt. Nachts übernimmt der andere John. Der ist ganz anders, lebt nach Leidenschaft, verstößt gegen Regeln. Jeden Morgen wartet auf Jonathan eine Videobotschaft, und immer öfter ein ausgebranntes Gefühl. Als er hinter die Wahrheit von Johns Nächten kommt, entsteht ein Kräftezerren, das einen der Brüder das Leben kosten könnte.

Kritik: Puuuuhhhh,  [weiterlesen]


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Es kommt immer wieder mal vor, dass ich im Radio Beiträge höre, die mich so wütend machen, dass ich ins Lenkrad meines Wagens beißen möchte. Auf Deutschlandradio ist das oft der Fall, wenn Kommentare aus aktuellen Zeitungen zum Tagesgeschehen vorgelesen werden oder wenn ein Kommentator direkt für den DLF schreibt. Was so manche Lokalgröße da an Dummfug faselt, geht nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut. Am 12.1. habe ich einen Beitrag des Chefredakteurs der Schweriner Volkszeitung mit anhören müssen, den zu analysieren sich lohnt.

Seid stark, jetzt wird’s schmerzhaft.

Wir hätten es wissen müssen!  [weiterlesen]


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Aufgrund technischer Unglücklichkeiten heute schon einen Tag früher. Begleitet den Dia und mich an Bord der „Orville“, ins Haus nach Amityville, in die Radioarchive der BBC und in die Steinzeit der Videospiele. Und das ist noch nicht alles!

Genaue Shownotes und Links findet ihr auf der Webseite zum Projekt.

Los, her mit euren Meinungen, Vorschlägen, Protesten – zack zack!  [weiterlesen]


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Ich habe mal wieder zwei sehr spezielle Neuheiten in Auge gefasst, die ich euch empfehlen möchte.

Am 5.1.2019 wird auf BBC 4 Radio eine dreistündige Sendung über Harry Alan Towers ausgestrahlt, die sich ausnahmsweise mal nicht primär mit seiner Karriere als Trashfilm-Produzent (u.a. meines „Sumuru“) beschäftigt, sondern mit seinen frühen Jahren als fleißiger Manufakteur knalliger Radio-Hörspiele. Für diesen Zweck hat Autor Dominic Delargy viele seltene Aufnahmen aus den Archiven gekramt, die teilweise seit 70 Jahren nicht mehr abgespielt wurden.

Ich sollte an der Doku eigentlich mitwirken,  [weiterlesen]


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Frohes Neues Jahr, geliebte Gefolgschaft!

Es gehört zu meinen guten Vorsätzen, 2019 wieder etwas konsequenter an meinem Blog zu arbeiten. Mehr noch: ich habe so viele schöne gehaltvolle Geschichten auf Lager, die darf man der Menschheit nicht vorenthalten. Da ist noch Sprit im Tank.

Das erste konkrete Ergebnis dieses Ansinnens teasere ich euch hier:

Kurz zum Hintergrund: Ich habe in den letzten Monaten wieder verstärkt Kontakt zu Dia Westerteicher gehalten, einem Alt-Nerd aus meiner Düsseldorfer Jugend. Da sich unsere Treffen und Telefonate als sehr launig entpuppten, brachte Dia die Idee auf, sie gleich als Podcast zu verwursten.  [weiterlesen]


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