Thema: TV-Kritik
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Die zweite Episode von "Masters of Science Fiction" war keinen Deut besser als die erste. Etwas aufwändiger, und auch vom Anspruch her "größer", aber mit einem derart unsinnigen und albernen Ende versehen, dass man wütend den Fernseher aus macht. Die 85er "Twilight Zone" hat das mit der Folge "A small talent for war" in knapp acht Minuten deutlich besser gemacht. Ich darf aus gegebenem Anlass nochmal an Hitchcock erinnern – man sollte keine Fragen stellen, die ungleich spannender sind als jede Antwort, die man parat hat…
Es gibt Träume, die besser nicht wahr werden sollten. Seit Jahren habe ich darauf gehofft, dass mal wieder jemand die knackige Weltraumabenteuer-Saga "Flash Gordon" aufbereitet. Kein pseudophilosophischer Unsinn wie in den neuen Star Wars-Filmen, keine ikonenlastige Athritis wie Star Trek, und schon gar keine Dauerdepression wie "Battlestar Galactica". Einfach knallbunter Spass mit bösen Bösewichtern, vielen Feuergefechten, und Raketen, die rückwärts fliegen können.
Und nun hat der amerikanische SciFi-Channel eine neue "Flash Gordon"-Serie produziert:
Ich würde gerne sagen: Mir fehlen die Worte. Aber das wäre gelogen…
Wie in einem Beitrag vor einigen Tagen angekündigt, habe ich mich wirklich auf die neue SF-Anthologieserie "Masters of Science Fiction" gefreut. Man versprach literarische Utopien und Dystopien, fein umgesetzt, ohne oberflächliches Spektakel. Wie 1995 die Neuauflage von "Outer Limits" – nur viel besser. Genau genommen eine Variante der "Masters of Horror", die seit zwei Jahren erfolgreich beim PayTV-Sender Showtime laufen.
Gestern habe ich die erste Episode "A Clean Escape" gesehen. Mehrere Dinge hätten mich vorab stutzig machen sollen:
Das Vorbild "Masters of Horror" ist bestenfalls durchwach- sen, und hat in der zweiten Staffel massiv nachgelassen Diverse der "Masters of Science Fiction" kannte ich nicht, so auch nicht den Autor dieser Story Der Network-Sendeplatz der neuen Serie erlaubt keinerlei Experimente ABC hat die Serie in den "toten Sommer" programmiert Drehbuchautor Sam Egan war bereits bei "Outer Limits" und bei "Stargate SG-1" dabei Worum geht’s…
SAT.1 streicht so ziemlich alles an Nachrichtensendungen, was da noch im Programm kreucht und fleucht. Das Feuilleton schreit empört auf, Medien-Webseiten beklagen den Untergang der News-Kultur, und allenthalben wird dem Sender vorgeworfen, journalistische Kompetenz der Rendite zu opfern. Raubtier- Kapitalismus, Heuschrecken, Shareholder Value, blablabla.
Ehrlich gesagt – wen schert’s? Wer von den Rittern von der spitzen Feder hat die Nachrichtensendungen auf SAT.1 geguckt? Wer kannte “Anchorman” Thomas Kausch jenseits der seinerzeit relativ spektakulär inszenierten Abwerbung vom ZDF?
15 Jahre lang hat SAT.1 immer wieder versucht, im Bereich News einen Fuß auf den Boden zu bekommen – “Nachrichtenoffensive” wurde dabei mehr als einmal zum Schlagwort erhoben…
Was hatten die Arena-Macher (sich) nicht alles versprochen, nachdem sie 2005 völlig überraschend an die Bundesliga-Rechte gekommen waren: Millionen Kunden sollten künftig mit Sport-Pay-TV der Extraklasse verwöhnt werden. Der bisherige Lizenznehmer Premiere wurde kalt erwischt, und stand vor der Nagelprobe – kann teures Digitalfernsehen auch ohne die begehrte Bundesliga funktionieren? Die Branche war skeptisch – meine Aktien des Senders brachen so massiv ein, dass ein Verkauf sich nicht mehr lohnte. Anfangs noch bei 33 Euro, stürzten sie zwischenzeitig auf 8 Euro ab (bei 28 Euro Ausgabepreis)…
Neulich erlaubte ich mir einen harschen Verriss einer Kritik auf der Webseite von Quotenmeter, verbunden mit einer generellen Kritik an der journalistischen Qualität und der Schreibe dort.
Die Reaktion darauf war typisch und prompt:
Mit meiner Kritik auseinandersetzen wollte sich Fabian Riedner dann doch nicht – geschweige denn mal nachlesen, worum es in meinem Beitrag überhaupt ging. Die Tatsache, dass Quotenmeter auf meiner sehr pingeligen Link-Liste steht, und dass ich das Angebot in den Kommentaren zum Artikel generell verteidige, ignoriert er geflissentlich. Ich bin nun "der Feind"…
Es gibt zu wenig Webseiten über das Fernsehen.
(alles lacht)
Nein, im Ernst. Natürlich sind die "Stargate"-Fanseiten Legion, und jeder Sender leistet sich ein fettes Portal. TVSquad, Futon Critic, und hier in Deutschland DWDL und Serienjunkie bedienen die Nachfrage.
Was mir aber fehlt, ist der begleitende Journalismus. Grundsätzlich bestehen die Webseiten nämlich aus zwei Bestandteilen: Nachgeplapperten Pressemeldungen und kommentierten Einschaltquoten. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, weil ich mal bei einer "richtigen" TV-Zeitschrift gearbeitet habe, aber gerade auf den deutschen Seiten zum Thema wird praktisch nie hinterfragt – oder gar nachgehakt…
Ja ja, schon klar – damit kann man für gewöhnlich keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor locken, zumal in den Zeiten des Internets die Nachrichtenbeschaffung erheblich individueller und unabhängiger geworden ist. Und darum geht es in diesem TV-Tipp auch gar nicht um die „klassische“ Tagesschau. Es geht um die „klassische Tagesschau“. Verwirrt? Dann weiterlesen…
Während ich auf Ibiza (lang)weilte, war ich an eine Satellitenschüssel angeschlossen, und da habe ich mich mal durch gefühlte 300 Sender gezappt, um zu sehen, was es außerhalb meines Kabelnetzes gibt. Das Ergebnis – erschütternd.
Die Shopping-Kanäle gehen mittlerweile ins Dutzend, manche Sender bestehen nur noch aus Laufschriften, und neben dämlichen Telefonspielen in der Dauerschleife werden auch noch debil-verzweifelte Anrufer bei TV-Horoskopen abgezockt.
Aber Rettung naht: Seit dem 15.1.2007 ist die deutsche Version des amerikanischen Senders „Comedy Central“ on air. Ich konnte auf Ibiza einen ersten Blick auf das Programm werfen, und tatsächlich – there’s something funny going on…
Der deutsche „Comedy Central“ ist eigenständig, und kann daher nicht nur auf Sendungen des Originals zurückgreifen, sondern auch auf Eigenproduktionen und Einkäufe z.B…
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