Thema: SPIEGEL
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Dieser Beitrag ist nicht von mir, aber "Blut von meinem Blut" – er beruht auf einer Email, die ich eben von meinem Bruder bekam. Und die ging so:
In der aktuellen gedruckten c’t ist gerade ein Beitrag über automatische Textgeneratoren, die den Journalismus verändern könnten.
Wenn ich mir bei SpOn die Anzahl der Rechtschreibfehler in nur 3 Absätzen zu einem Mercedes ansehe, könnte ich das glauben.
Der erste Eindruck: Der kann sich nicht entscheiden. Flüchtig betrachtet sieht das Coupé so aus viele andere C-Klasse-Zweitürer auch…
Nein, ich werde "Battleship" nicht besprechen. Ich habe die Pressevorführung schlicht verpasst. Peter von Six-Shooter hat mir allerdings versichert, der Streifen sei entgegen aller Erwartungen "gar nicht so schlecht". Deswegen registriere ich diesen Totalverriss bei SPIEGEL online mit einiger Skepsis. Die Biografie der Autorin liest sich entsprechend:
Jahrgang 1977, studierte Politik- und Rechtswissenschaften in Hamburg und Glasgow. Nach dem Abschluss der Berliner Journalistenschule arbeitete sie von 2004 bis 2007 als Medienredakteurin bei der "taz". Von 2007 bis 2009 war sie Redakteurin bei NEON.
Erfreulich ist allerdings, dass beim SPIEGEL ja immer massiv versucht wird, auf verwandte Themen zu verweisen…
Selbst wenn man drei oder viermal genau hinschaut, wird man hier kaum "Ben Carrington" (aka Christopher Cazenove) erkennen – es ist augenscheinlich Anthony Head ("Buffy").
NACHTRAG : Immerhin – 15 Minuten, nachdem ich per Email auf den Fehler hingewiesen habe, wurde das Bild ausgetauscht.
Manchmal habe ich das Gefühl, die Redaktion des SPIEGELS besteht nicht aus einzelnen Personen, sondern aus einer amorphen Masse, geformt aus dem Image des Blattes, seinem Alter, und seinen mitunter verstaubten Einstellungen. Dieser Rentner-Organismus verhält sich genau so, wie man es von den altersstarrsinnigen Schwadronierern erwartet: er versteht nichts von aktueller Musik, beharrt auf haltlosen politischen Wirrthesen (Broder), und kann mit neumodischem Kram wie Netzkultur rein gar nichts anfangen.
Auf der medialen Parkbank sitzend sabbert er dafür gerne den jungen Dingern nach, die in kurzen Röcken an ihm vorbei hüpfen: "Du bist mir aber ein Früchtchen"…
WENN man in einem Artikel zur Freilassung des legendären Posträubers Ronnie Biggs schreibt:
DANN sollte der nebenstehende Videoclip nicht behaupten:
Kann doch nicht so schwer sein, oder?
Ich denke mal, es ist eine Frage von Minuten, bis das korrigiert wird:
Privatmann Gerhard Schröder reist in den Iran – und Henryk M. Broder gibt vor, was der Altkanzler dort bitteschön sagen sollte. So die Titelzeile. Oder was Schröder sagen könnte. So der Anreißertext.
Lassen wir mal außen vor, dass ich die Broder-Rede für durchaus intelligent und klug strukturiert halte – aber seit wann geben wir vor, was Ex-Kanzler sagen sollten oder könnten? Wäre es nicht angebrachter, sich Schröders Rede anzuhören, und diese dann zu diskutieren?
In Haltung und Absicht finde ich dieses Beitrag leider wieder sehr Broder-typisch anmaßend, herablassend, und sich selbst beweihräuchernd…
Zuerst einmal: Die Idee, auch dem SPIEGEL kritisch auf die Finger zu schauen, ist eine noble. Zwar ist die Fehlerdichte des Hamburger Nachrichtenmagazins nicht mit der BILD vergleichbar, aber allein schon die Ausnahmestellung des SPIEGELS verlangt nach einem wachen Auge. Dieses haben teilweise die Leser selbst – in den Foren auf der SPon-Webseite. Und es gibt auch noch das Blog Spiegelkritik, dem es jedoch mitunter an Masse mangelt. In Einzelfällen dokumentieren auch themenfremde Blogger besonders hübsche Aus-, Ein- und Zufälle.
Seit einigen Wochen gesellt sich eine Seite namens SPIEGELblog dazu, aufgebaut von einem "Journalisten" namens Torsten Engelbrecht…
Aus "tear down" wird also das wortwörtliche "abzureißen", statt das sinngemäße "niedermachen"?
So einen Babelfisch-Unfug kann man natürlich gerne den Agenturen unterschieben, auf deren Meldungen der Artikel basiert, aber das enthebt SPIEGEL online nicht von der Pflicht des "nochmal drüberlesen". Auch am Sonntag.
Es ist ja beleibe nicht so, dass ich etwas gegen den Spiegel hätte – oder gegen seine Leser, bzw. deren Briefe. Meine Meinungen (Themen Schönhuber und Vaterschaftstests) wurden bereits zweimal dort abgedruckt, und gemeinhin hat man das Gefühl, die Redaktion bemühe sich bei der Auswahl um eine gewisse Balance mit Tendenz zur Stützung der eigenen Thesen. Das ist auch okay so.
Vor knapp zwei Wochen wies ich auf ein Interview mit Richard Dawkins hin, das mit ob seiner sprachlichen Klarheit und Konsequenz sehr gut gefallen hat…
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