• Richmond upon Thames: outside London, inside Life


    Vor ein paar Wochen haben wir uns mal wieder eine Reise nach London gegönnt, die fast noch an beruflichen und medizinischen Hindernissen gescheitert wäre. Aber wir haben das durchgezogen. Der Grund wie so oft: wir hatten Karten.

    Nachdem wir sie seit Jahren auf YT verfolgen und sie uns über Cameo sogar ein persönliches Video aufgenommen hat, wollten wir Nina Conti endlich live sehen:

    Und weil das Richmond Theater ein sehr schnell wechselndes Programm hat, buchten wir noch zwei gute Plätze für Nathaniel Parker, den Hauptdarsteller der INSPECTOR LYNLEY MYSTERIES:

    Die Tatsache, dass wir für beide Abende Karten im Richmond Theater hatten, legte nahe, dass wir auch in Richmond wohnen würden…

  • Wortvogel vs. Besseresser: Torten futtern für den guten Zweck


    Es ist bekannt, dass ich mit dem deutschen Formatfernsehen auf breiter Front nicht mehr warm werde. Der Fokus auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern liegt immer weniger auf den Spielfilmen, Serien und Shows, mit denen ich aufgewachsen bin. Das ist okay, ich bin einfach nicht mehr die Zielgruppe, auch wenn ich stramm auf das tatsächliche Durchschnittsalter der ARD/ZDF-Zuschauer (ca. 60 Jahre) zumarschiere.

    Ich kann die ewig gleichen Quizze, Reality-Wettbewerbe, Clip-Sendungen, Soaps, mit ihrem immer gleichen Dutzend von Moderatoren und Kommentatoren, einfach nicht mehr ertragen. Muss ich ja auch nicht…

  • Life through a lens: Die Welt mit neuen Augen sehen


    Vor ziemlich exakt vier Monaten habe ich von meiner Augen-OP erzählt, bei der die vom Grauen Star befallenen Linsen durch Kunstlinsen ersetzt wurden. Sah erheblich schlimmer aus, als es war:

    Ich gebe mal ein Update, wie sich die Sache mittlerweile entwickelt hat.

    Zuerst einmal: Der Zugewinn an Lebensqualität ist beachtlich, wenn man auf einmal keine Brille mehr braucht, um zu lesen, zu arbeiten, oder auch nur das Fernsehprogramm scharf zu sehen. Die Brille war halt doch etwas, das man nicht nur ständig in Griffweite haben musste – sie bedurfte auch der Sorgfalt und Pflege…

  • Mund auf, Augen zu, beten: Neue Experimente aus dem Wortvogel-Küchenlabor (NACHTRAG!)


    Ich versuche aktuell, meine Ernährung wieder etwas besser in den Griff zu bekommen und mich auch wieder mehr zu bewegen. Aus Gründen. Die Tatsache, dass ich mich ständig zu neuen kulinarischen Abenteuern hinreißen lassen, könnte dem Anspruch dienlich sein – oft genug wird er davon aber auch torpediert.

    Damit mich etwas genug reizt, um es in den Einkaufswagen zu packen (sei es im Supermarkt oder online), muss es mehrere Funktionen erfüllen:

    Es muss sich mir augenblicklich als logisch und spannend erschließen Es muss in meinen geschmacklichen Horizont passen Es muss eigentlich komplett überflüssig sein Es muss ein Schnäppchen sein Es muss eine hochgezogene Augenbraue der LvA provozieren So wurde z.B…

  • Auf euch: Nachrufe auf nur fast vergessene Freunde


    Erst Max Friedmann. Maria. Dann Silvia. Brigitte. Daniel. Markus. Mutti. Stefan. Ich könnte langsam eine eigene Kategorie daraus machen. Und es scheint, als hätte Billy Joel recht: Only the good die young.

    Man kann es sich leicht machen und behaupten, dass der Tod "wahrer Freunde" nicht übersehen werden kann, schon gar nicht für 10+ Jahre. Wen man mag, den behält man im Auge, bis dieser seine schließt. Ein "wie, der ist tot?" mag als Beweis interpretiert werden, dass die Freundschaft sooo doll ja nicht gewesen sein kann…

  • Pay a LIDL less: Das Experiment Outletverkauf


    Letzte Woche gab es auf MyDealz eine unwiderstehliche Ankündigung:

    Das triggerte mich gleich mehrfach: Popup-Store! Outlet! Rabatte! LIDL! Und vor allem: was zur Hölle soll man sich darunter genau vorstellen?

    Wenn es sonst keiner recherchiert, mache ich es halt.

    Also nachgeschaut: nächstes Outlet noch zwei Tage in Rosenheim. Die LvA wird am Samstag mit dem Versprechen auf einen entspannten Frühlings-Ausflug ins Auto gelockt. Rosenheim, wir kommen!

    In einem der größeren Gewerbegebiete finden wir schnell das große LIDL-Logo. Ich habe zuerst Sorge, versehentlich eine reguläre Filiale angesteuert zu haben, aber in den Fenstern preisen bereits Schilder "Bis zu 50 Prozent Rabatt"…

  • Novelty-Pizza: Fragezeichen aus der Tiefkühltruhe


    Ich bin immer noch kein Fan von Tiefkühlpizza – weder geschmacklich noch kulturell noch ernährungstechnisch. Es gibt Ausnahmen, aber selbst die kommen bei mir nicht regelmäßig auf den Speiseplan. Was allerdings in den letzten Jahren zugenommen hat, ist nicht nur mein Bauchumfang – es ist meine Neugier, wenn ich vor einer kuriosen Pappschachtel stehe, die das klassische Fladenmahl als "new and exciting" verkaufen möchte.

    Wir leben in einer Zeit, in der einige Hersteller in Einkaufszentren mit Probierpizzen aus dem Heißofen werben:

    Das erinnert mich an die Automatenpizza, die ich auch schon getestet habe…

  • Ich bin ein Grauer Star – holt mich hier raus!


    Dies ist eine separate Episode aus einem größeren Kontext. Den Rest erzähle ich euch in ein paar Wochen – und ich erwarte dafür eine gesunde Mischung aus Be- und Entgeisterung.

    Die Prämisse: Ich musste aus Gründen einen kompletten medizinischen Check-Up machen lassen. Kein Problem, ich bin aktuell ja sehr gesund. Werte top, EKG beneidenswert, Blutdruck wie bei einem Baby. Keine Drogen nachweisbar, keine Anzeichen für psychische Störungen. Also alles im grünen Bereich.

    Bis es an den Sehtest geht. Bei dem falle ich nämlich krachend durch…

  • Hast du ein Problem? Ruf Stefan an! Chronik eines recherchierten Todes


    Leser der ersten Stunde – und nicht nur die – wissen es: Der Wortvogel hat eine Affinität zu Ibiza. Das hängt u.a. damit zusammen, dass ich dort zehn Jahre lang fast kostenlosen Zugriff auf eine nette Ferienwohnung samt Auto hatte. Ich habe auf Ibiza Silvester verbracht, Liebeskummer geschoben, Romane geschrieben, und vor allem die Seele baumeln lassen.

    Stefan war immer Teil davon.

    Schon bei meinem ersten Urlaub vor Ort riet mir der Besitzer der Ferienwohnung, für die Fahrt vom Flughafen nach Eulalia (ca. 20 Kilometer) auf den Bus oder ein Taxi zu verzichten…

  • 007: Spurensuche in Wien


    Es ist mittlerweile fast schon Tradition, dass ich mit der LvA meinen Geburtstag im Rahmen eines kleinen Städte-Trips begehe: Kopenhagen, Dubrovnik, London, Edinburgh – die Liste ist lang und wird immer länger.

    2024 sind wir nach Wien gefahren, worüber ich dieser Tage noch ausführlicher schreiben werde. Etwas vorziehen möchte ich ein Sub-Thema, das einen eigenen Beitrag lohnt. Wir "mussten" nämlich am Sonntag aus unserer Airbnb-Wohnung im 1. Bezirk auschecken und wollten nicht gleich wieder heimfahren. Da traf es sich gut, dass ich ein paar Plakate einer James Bond-Ausstellung gesehen hatte…