• Gastbeitrag: Psychiatrie in Hollywood-Filmen


    Hier in der Wohnung auf Ibiza geht gerade das Internet nicht – ich schreibe diese Zeilen über einen ad hoc-Hotspot meines iPhones. Generell habe ich auch nicht vor, einen Großteil meiner Urlaubszeit im Netz zu verbringen. Und darum habe ich ein paar gestandene Leser gebeten, mit Gastbeiträgen auszuhelfen. Den Anfang macht Daniel Spiegelberg, der sich mit der Darstellung verschiedener psychischer Störungen im Hollywood-Film auseinander setzt. Take it away, Daniel!

    Psychiatrie in Hollywood-Filmen Von Daniel Spiegelberg

    Realistisch? Nö. Toll? Jau!

    Der Hausherr befindet sich mit seiner Liebsten im sicherlich wohlverdienten Urlaub, und hat mich gebeten, einen Gastbeitrag zu verfassen, mit dem er in dieser Zeit sein Blog tapezieren kann…

  • Jetzt, hier, gerne: Eine dentale Fantasie


    Am Wochenende habe ich in München anderthalb Kronen gelassen. Kurioserweise beim Versuch, einen Käsekuchen zu essen. Ärgerlich.

    Am Dienstag: Anruf bei einem Implantats-Spezialisten in Baden-Baden, um die Reparatur der Kauleiste zu vereinbaren. Nach dem zweiten Klingeln bemerkt, dass laut Webseite gerade Mittagspause in der Praxis ist. Aufgelegt.

    Fünf Minuten später. Mein Telefon klingelt. Es ist nicht nur die Praxis – es ist der Zahnarzt höchstselbst. Er fragt, warum ich angerufen habe. Ich erkläre kurz, dass ich mich in meine Keramik-Bestandteile auflöse und dem Zerfall gerne Einhalt gebieten möchte…

  • Gastbeitrag: Schmerz – eine wahre Geschichte


    Ich weiß nicht, wann und wie ich über Daniel Spiegelberg gestolpert bin. Bei Facebook irgendwie. Ein Typ, dessen Kommentare ich meist blind unterschreiben kann, dessen Humor ich teile – und der auch noch in Düsseldorf lebt! Blutsbruder im Geiste halt.

    Neulich war er zwei Wochen lang wie vom Erdboden verschluckt – im Sinne von: er postete nichts auf Facebook. Dann kam er zurück. Mit einer Geschichte, die so schmerzhaft, aber so klasse erzählt ist, dass sie es verdient, aus dem Ghetto des sozialen Netzwerks geholt zu werden…

  • Eine Nacht, wie ich keine zweite brauche


    Eigentlich wollte ich heute mit der neuen Blog-Serie "Der unvorhersehbare Alltag von Rufus & Becky" beginnen (Arbeitstitel), denn wir haben zwei neuen Katzen, was mit entsprechend "cat content" gefeiert werden muss. Rufus sitzt in diesem Augenblick am Fußende des Sofas und leckt mir das Bein.

    Aber das Leben ist mir dazwischen gekommen – mit einem Ereignis, dessen Schilderung mehr dramatische Potenz besitzt als alles, was unsere kleinen Scheißerchen hier gerade anrichten.

    Es begann recht harmlos. Die LvA bereitete uns das gemeinsame Essen zu, lecker überbackenes Huhn mit Kartoffelgratin, dazu Erbsen…

  • Meine Narben, meine Farben


    Ich gebe zu, diesen Beitrag habt ihr diesem Bild zu verdanken, das heute bei Facebook gepostet wurde:
    Ich kommentierte das folgendermaßen: "Doch, wir waren komplette Idioten – ich habe genug Narben, das zu beweisen. Aber es hat noch keinem Kind geschadet, ein Idiot zu sein. Das gehört dazu. Und genau DAS scheinen Eltern heute nicht zu verstehen."

    Narben. Das ist so ein profaner, aber doch gerne mit dramatischer Schwere aufgeladener Begriff, der oft vom Physischen ins Psychische übertragen wird, wo ich ihn noch weniger verstehe…

  • Neu in des Wortvogels Phrasenschatz: "Moment, dafür brauche ich meine Brille!"


    Wer sich meine Galerie ansieht, dem fällt auf, dass ich auf manchen Bildern Brille trage. Das ist kein Zufall und kein modischer Tick von mir – schon vor meiner Einschulung meinte man bei mir eine Sehschwäche festgestellt zu haben, die mit Brille zu korrigieren sei. Leider war die Sehschwäche (dem Namen gerecht werdend) nicht sehr stark und die Methoden, mit denen sie gemessen wurde, nicht sehr genau. Das führte dazu, dass mein Münchner Augenarzt nicht schlecht staunte, als ich ihm vor ein paar Jahren mal ein halbes Dutzend alter Gestelle zur Kontrolle brachte…

  • Eine Woche, zu voll, zu heiss, zu krank


    Letzten Donnerstag. Weil es wegen des Wetters nicht anders zu organisieren ist, muss ich drei Reportagen in drei Tagen absolvieren. Zuerst mit den Wagen von München nach Speyer, von Speyer ins Nahetal (mit Rentieren auf die Alm), wieder nach Speyer, am nächsten Tag über Frankfurt (Fotograf abholen) nach Berfa (Hochsitz aufbauen), zur Übernachtung nach Fulda, weiter nach Bad Orb (Heimatreportage), direkt weiter nach München. Das ist für sich genommen schon sehr sportlich, aber machbar.

    Mit dem Wetter haben wir halbwegs Glück: alle Reportagen sind auf Sonne ausgelegt und bekommen auch ausreichend Sommer-Feeling, nur beim Aufbau des Hochsitzes wird es zunehmend bewölkter…

  • Behold: The Mark of the Beast!


    Seit mehr als drei Monaten habe ich eine kleine Wunde auf der Stirn:

    Kein Pickel. Juckt nicht, nässt nicht, ist nur da. Leicht verkrustet. Ich würde gerne verschiedenen heidnischen Kulten glauben, dass ich damit auserwählt bin, irgendwas oder irgendwen irgendwo hin zu führen, wo Glanz und Gloria mich erwarten.

    Langsam macht mich die Sache aber nervös. Wir wissen ja, wie sowas enden kann, wenn man mit dunklen Mächten spielt:

    Ich lasse mir mal einen Termin beim Doktor geben. Nicht beim Mad Doctor.

  • Face of pain


    Mir ist nicht die Katze gestorben (ich habe keine). Die LvA hat mich nicht verlassen. "Big Bang Theory" wurde nicht eingestellt.

    Ich bin Allergiker.

    Ich hätte nie gedacht, das einmal zu sagen. Es fällt mir auch immer noch schwer. Zwar gibt es in meiner Familie einige Fälle z.T. schwerer Allergien (gegen Tierfell ganz besonders), aber ich blieb davon immer verschont. Vielleicht hätte mich das warnen sollen: Non-Allergiker in Allergiker-Familien sind halt doch gefährdet.

    Begonnen hat die Scheiße vor sechs oder sieben Jahren bei einer Silvester-Feier im Hause meines Agenten…