• Der Wortvogel kocht – und kriegt was gebacken


    Ich hatte ja schon erzählt, dass ich mich in letzter Zeit (und eigentlich erstmals in meinem Leben) mit richtigem Kochen & Backen beschäftige. Es ist nicht so, dass ich als Single-Mann (bevor ich eine Frau heiratete, die sowohl kochen als auch backen kann) nur von LIDL-Pizza gelebt habe: Kartoffeln, Frikadellen, Spaghetti Bolognese, Fisch und ein paar Kuchen – ich kam klar. Das meiste war allerdings Fertigfutter. Neue Sachen nach Rezept – da fehlte mir immer die Geduld und vor allem die Gesellschaft, in der ich das genießen konnte…

  • Fake Food Burger: Zum Reinbeißen!


    Geschmackstests obskurer Lebensmittel mache ich hier ja mittlerweile eher selten – was primär daran liegt, dass ich eine Ehefrau habe, die auch im Kühlschrank ein Mindestniveau erwartet und zudem noch kochen kann.

    Nun ist dies aber der Sommer, in dem wir unseren Garten katzensicher gemacht haben und deshalb auch viel draußen grillen. Und es ist der Sommer, in dem sich erstmals das Thema "fleischfreies Burgerfleisch" in den Medien festgesetzt hat. LIDL war sehr gut darin, die Einführung ihres "Beyond Meat" Burgers pressetechnisch aufzublasen.

    Ich hatte immer mal das vage Gefühl, ich sollte die veganen Burgerscheiben testen, kam aber irgendwie nicht dazu…

  • Essen für Anfänger


    Es ist mal wieder Zeit für ein Diät-Update. Ich habe jetzt knapp vier Wochen mein Intervall-Fasten hardcore durchgehalten: Jeder zweite Tag fällt in Sachen Speis & Trank flach, es wird nur Wasser getrunken. Und es ist hart. Gestern Abend war mir regelrecht flau vom Hunger und erstmals hatte ich auch leichten Schwindel, als ich aufstand.

    Das war aber zu erwarten. Je mehr ich meinen Körper in die Knie zwinge, desto weniger hat er, wovon er ersatzweise zehren kann. Mein Körper wehrt sich, er will nicht hungern…

  • Rundreise-Rundumschlag (3): Speis & Trank


    Wahrlich, Amerika ist in Sachen Kulinarik vielleicht als Vorreiter, aber nicht als Vorbild bekannt. Hier werden Cremetörtchen frittiert, Burger in Hühnerschnitzel gepackt, und Bällchen aus Cola-Sirup in Sahne getunkt. Ich selbst habe damit kein Problem und bei früheren Reisen sogar die explizite Entscheidung getroffen, den USA als "fast food nation" zu huldigen. Von Taco Bell zum Wienerschnitzel, von Johnny Rockets zu Sonic, von Jamba Juice zu Krispy Kreme. Die erwartbaren und sichtbaren Folgen konnte ich immer hinterher gut abhungern.

    Nun hat aber die LvA ein anderes Verständnis dessen, was "gutes Essen" ausmacht und mich gebeten, die Speisen wenigstens primär am Tisch und nicht am Drive-Thru entgegen zu nehmen…

  • Impressionen Streetfood-Festival Baden-Baden


    Mit der Streetfood-Kultur bin ich bisher primär in London und Kalifornien konfrontiert worden. Schwer angesagt: hochwertiges Fastfood, gerne exotischer Herkunft, für happige Preise. Hier ist nicht alles Gold, was glänzt, aber es macht einfach Spaß, sich durch gänzlich andere Esskulturen zu futtern, bis der Wanst das Hemd sprengt.

    Als ich zufällig letzte Woche an einem Plakat vorbei kam, dass auch in Baden-Baden ein solches Festival anstand, war ich etwas skeptisch, zumal das Campus-Gelände nicht gerade als Eventlocation bekannt ist. Hippes Streetfood im Badischen? Viel Pommes, Bratwurst und Waffeln, dachte ich mir…

  • Diet Diary: Der kulinarische Frankenstein (2) – jetzt mit großem NuFood-Gewinnspiel!


    Eine meiner unangenehmeren Erkenntnisse in Sachen Ernährung ist diese: ich habe ein Problem mit der Portionskontrolle. Eben war die Packung Eis noch voll, plötzlich ist sie leer. Ich will die halbe Dose Chips essen, aber zum Ende des Bond-Films bleiben nur noch Krümel übrig. "Aufhören, wenn man genug hat" ist kein Prinzip, nach dem ich funktioniere. Ich habe nie genug. Genug ist, wenn ich träge "börps" sage.

    Koche ich selbst, koche ich instinktiv zu viel. Was ich für eine Portion halte, reicht locker für zwei…

  • YouTube: Finde deinen Food-Fetisch


    Es mag mit meiner Diät zusammen hängen, aber ich habe in den letzten Wochen eine ungesunde Affinität zu Videos entwickelt, in denen fragwürdige Dosen geöffnet und ihr undefinierbarer Inhalt gekostet wird. Es gibt auf YouTube eine ganze Reihe von Kanälen, die sich nicht dem filmischen, sondern dem kulinarischen Trash verschrieben haben. Bei TheWolfePit z.B. findet sich die Reihe "What are we eating??", die nicht ohne Grund so heißt – sensible Naturen mögen hier NICHT klicken:

    Ein "Subgrenre" dieser ungewöhnlichen Art des Unboxings sind MRE’s, also militärische Tagesrationen aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten…

  • Food Future


    London Heathrow ist dank diverser Modernisierungen mittlerweile ein sehr fortschrittlicher Flughafen, dessen Shoppingmeile es mit den Einkaufszentren der edelsten Innenstädte aufnehmen kann. Kein Wunder, dass hier auch bei der Verpflegung keine halben Sachen gemacht werden. So gibt es einen Automaten für "Ben & Jerry’s"-Eis:

    Dieser wirft für drei Pfund zwar nur einen lächerlich kleinen Becher aus, aber der Vorgang beeindruckt: Man kann durch die Glasscheibe einen Saugrüssel sehen, der auf den Deckel des Bechers aufsetzt, schmatzend ein Vakuum erzeugt und das Eis damit aus der Kühlbox zieht…

  • Bauanleitung Kalorienbombe


    Es war wieder einer dieser Groupon-Gutscheine, der mich zu meinem favorisierten Frozen Yoghurt-Laden "Frogis" trieb – die Besitzerin hat, um der Flaute im Eisverkauf zur Winterzeit entgegen zu wirken, ein neues Geschäftsmodell entwickelt, das sich Schoki-Faktur nennt.

    Die Idee dahinter: statt in Frozen Yoghurt schaufelt man seine Toppings in flüssige Schokolade, die dann in Tafelform gehärtet wird. Pimp my chocolate, sozusagen – Vollmilch oder weiß.

    Das musste ich natürlich mal ausprobieren, zumal ich dank des Gutscheins für 10 Euro nicht nur drei Tafeln samt Toppings, super Topping und special Topping bekam, sondern auch einen Becher heiße Schokolade für das Opfer, bei dem Dreckswetter mit dem Roller durch München zu kurven…