Thema: Food
74 Artikel
Das hier ist so etwas wie Frühjahrsputz. Ich habe festgestellt, dass es zu einigen Beiträgen der letzten Wochen noch was zu sagen gibt und daher fasse ich das hier bequemerweise zusammen, damit ihr alle auf dem neusten Stand seit.
Hollywoods Heilige Kühe in der KI-Falle? Zuerst einmal kehren wir zum Thema der digitalen (beziehungsweise künstlich intelligenten) Film/Foto-Restauration zurück. Es mag nicht ganz klar geworden sein, wo ich persönlich in der Sache stehe. Der GONG-Archivar Max Friedmann hatte mich ja einst gelehrt, dass der Farbfilm das Problem habe, oft einfach nur ein Buntfilm zu sein – es wird abgefilmt, was an Farben vor der Kamera erscheint, ohne eine Farbchoreographie für die Story, die Figuren und die Stimmungen zu entwickeln…
Ihr müsst mir glauben, wenn ich euch versichere, dass die Beiträge mit und über kalorienhaltige Nahrungsmittel diese Woche nichts mit meiner Diät zu tun haben. Es hat sich einfach so ergeben. Einer Facebook-Werbung habe ich z.B. das heutige Büffet aus Fertigfutter zu verdanken. Wenn der Russe dann mal die Atomraketen auf uns regnen lässt, werde ich in unserem Keller wenigstens einen Tag länger überleben – Prepper-Tagesration sei Dank.
Und weil so etwas in Bild und Ton immer lustiger ist, habe ich mir alle Mühe gegeben, mit iPhone und iMovie eine Art VLOG-Bericht draus zu schnitzen…
Ich hatte euch das hier vor ein paar Tagen ja schon einmal gezeigt:
In kurz: Ab Mai gibt es bei EDEKA kalorienarmes, proteinreiches Eis. Für einen Eisfanatiker auf Diät wie mich klingt das nach einer Verheißung, dem goldenen Vlies, dem Heiligen Gral, dem Füllhorn aus dem Foodparadies. Vor allem, weil sich die Daten schier unglaublich lesen: dekadente Sorten wie Cookie Dough und Salted Caramel mit gerade mal 350 Kalorien – nicht pro 100 Gramm, sondern PRO BECHER! Das sind nicht die üblichen langweiligen 10, 20 Prozent weniger Kalorien…
Die letzten Wochen habe ich das Kochen und Backen wieder weitgehend der LvA überlassen. Es lagen andere Sachen an. Aber ein paar mal habe ich mich doch an Herd und Backofen versucht, und davon möchte ich nun erzählen.
Wie schon bei meinen ersten Shortbread-Keksen nutzte ich einen gut 90minütigen Termin der Gattin, um "gegen die Uhr" zu backen. Die Idee: ein einfacher Kastenkuchen mit Glasur. Die Pointe: eingestreute Haferfleks in der Hälfte davon:
Warum? Die korrekte Frage muss lauten: warum nicht? Ich wollte einfach mal wissen, wie die sehr knusprigen Fleks in einem Kuchen schmecken…
Sprechen wir nochmal über’s Essen. Nicht über das, was ich selber zubereite – das ist demnächst wieder mal einen eigenen Beitrag werde. Aber bei meinen Ausflügen in Städte und Supermärkte werde ich ja immer wieder mit Leckereien konfrontiert, die es zu probieren lohnt.
Zum Geburtstag – meinem wie ihrem – gehen die Frau Gemahlin und ich gerne gut essen. In diesem Jahr war es angesichts der Pandemie mit der Reservierung nicht einfach, darum verlegten wir den ersten Termin auf den Vorabend des Feiertages der LvA…
Nach meinem Test der authentisch schmeckenden Gustavo Gusto-Pizza meldete sich auf Twitter erstaunlicherweise Dr. Oetker zu Wort – und war von mir menschlich enttäuscht:
Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass man einem Nahrungsmittel-Giganten mit mehreren Milliarden Euro Umsatz derart schnell auf die Füße steigen kann. Es mag damit zusammen hängen, dass Oetker gerade versucht, mit der "Mia Grande"-Linie verlorenen Boden wieder gut zu machen. Diese Pizza-Variante ist derart offensichtlich auf die Klientel von Gustavo Gusto ausgerichtet, dass es fast schon wieder den Sprung von "frech" zu "witzig" schafft:
Coole Sprüche auf der Packung…
Manchmal ergeben sich eher zufällig Dinge, die zu einem (kleinen) Artikel führen. So kam es ja gestern in den Kommentaren zu einer Diskussion über die (oft mangelnde) Qualität von Pizzen. Da gibt es ja eine relativ klare Hackordnung: Restaurant vor selbstgemacht vor geliefert vor aufgebacken. Die TK-Pizza steht in den Charts ganz weit hinten und verdankt ihre Beliebtheit primär dem Preis und der Bequemlichkeit des Kunden. Full disclosure: Ich habe noch nie eine Tiefkühlpizza gegessen, die ich auch nur im gegebenen Rahmen "lecker" bewertet habe…
Ich hatte das "Pech", mit einer Mutter aufzuwachsen, die selber nicht gerne kochte. Das bisschen, was sie kochte, kochte sie gut – aber Bandbreite oder gar kulinarische Experimentierfreudigkeit waren bei uns zu Hause kein Thema. Auch deshalb, weil meine Mutter immer noch nebenher arbeiten gehen musste und einfach keine Zeit war, mit den Söhnen wie in der Fernsehwerbung lachend die Kekse in den Ofen zu schieben. Ich beschwere mich nicht, ich erkläre es nur.
Meine eigene kulinarische Sozialisierung war entsprechend. Kochen bedeutete zwar Topf aufsetzen und Backofen anschmeißen, aber letztlich meistens nur für Fertiggerichte…
Über den Background von GREAT BRITISH BAKE OFF habe ich bereits geschrieben – auch darüber, wie die LvA und ich zu der Serie gekommen sind. In dem Artikel von 2014 wird erwähnt, dass die Show unglaublich strikt strukturiert ist. Nicht nur ist der Ablauf der Sendung immer gleich, sogar das Editing, die Musik-Clips und die einzelnen Kommentare kommen aus einem begrenzten Baukasten:
"Was würdet ihr sagen, wer ist nach der technical challenge vorne mit dabei?"
"Bäcker, euch bleiben 30 Minuten!"
"Ich habe die unangenehme Aufgabe zu verkünden, wer uns heute verlassen wird"…
Ist schon komisch: da schmeißt man ein bisschen Butter zu einem Häufchen Zucker, haut ein Ei rein, pudert es mit Mehl – und nach einem Trip in den Backofen hat man einen Kuchen oder Kekse wie aus dem Supermarkt. Nur besser. Und billiger. Das war mir eigentlich klar, aber nie wirklich KLAR. Ich habe Kochen und Backen immer für komplizierter gehalten, dabei kann man mit ein paar Zutaten und "warten bis der Backofen pingt" als primäre Aktion Dutzende, gar Hunderte von Leckereien zubereiten. Wenn ich’s doch sage…
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