• Der neue SPIEGEL mit einem alten Ärgernis


    Obwohl ich den gedruckten SPIEGEL vor mehr als einem Jahr abbestellt habe, musste ich mir die "Überarbeitung" des Layouts mal anschauen.

    Gefällt mir. Vor allem, weil sie so dezent ist. Es wird nur angepasst, was angepasst werden muss – wie schon vor 17 Jahren, als man sich hörbar seufzend dem Vorbild des "Focus" anschloss und Farbfotos zur Regel machte. Der SPIEGEL ist knorrige Kontinuität in dem Wissen, dass die Auflage dadurch auch nicht mehr zu retten sein wird. Letztlich macht sich das Flaggschiff des deutschen Nachrichtenjournalismus damit nur fit für die Zielgerade der Printbranche…

  • Spiegel online braucht einen Textgenerator


    Dieser Beitrag ist nicht von mir, aber "Blut von meinem Blut" – er beruht auf einer Email, die ich eben von meinem Bruder bekam. Und die ging so:

    In der aktuellen gedruckten c’t ist gerade ein Beitrag über automatische Textgeneratoren, die den Journalismus verändern könnten.

    Wenn ich mir bei SpOn die Anzahl der Rechtschreibfehler in nur 3 Absätzen zu einem Mercedes ansehe, könnte ich das glauben.

    Der erste Eindruck: Der kann sich nicht entscheiden. Flüchtig betrachtet sieht das Coupé so aus viele andere C-Klasse-Zweitürer auch…

  • SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik – Nachtrag 2: Sehr geehrter Herr Straub…


    Die Geschichte geht weiter – und ich versuche diesmal, mich kurz zu fassen. Ich denke, alle relevanten Argumente wurden gebracht. Mehrfach. Ergebnislos. Und im Gegensatz zu Andreas Straub und den SPIEGEL-Autoren bekomme ich hierfür kein Geld.

    Herr Straub hat sich vorgestern in den Kommentaren gemeldet. Wer er ist, erläutert er auch prima selbst, das könnt ihr weiter unten nachlesen.

    Zuerst einmal: Ich muss bedauernd feststellen, dass mein Grundanliegen, das ich gleich zu Beginn der Diskussion im Disclaimer formuliert habe, wieder mal komplett missachtet wird. Ich bestreite nicht, dass ALDI vielleicht ein korrupter oder paranoider Konzern ist…

  • SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik – Nachtrag: Sehr geehrte Frau Amann, sehr geehrter Herr Tietz…


    Die beiden Autoren der SPIEGEL-Titelgeschichte, die Gegenstand meines Zweiteilers "SPIEGEL vs. ALDI" war, haben gestern in meinem Gästebuch folgenden Eintrag hinterlassen:

    Sehr geehrter Herr Dewi,

    als Autoren freut es uns natürlich, dass Sie sich mit unserer SPIEGEL-Titelgeschichte zum Thema Aldi so intensiv auseinandersetzen. Die Vorwürfe, wir würden auf “satten zehn Seiten heiße Luft” verbreiten und “banale Fakten zurechtbiegen” möchten wir jedoch nicht unwidersprochen stehen lassen. Wir haben uns schon in der Vergangenheit mehrfach in großen Stücken mit Aldi beschäftigt und bei unseren Recherchen intensive Einblicke in das Unternehmen gewonnen ( http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72462697.html ,http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67510049.html )…

  • SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik (2)


    Weiter im Text – im wahrsten Sinne des Worte…

    Ihr erinnert euch an das "Kosten sind für ALDI das Schlimmste"? Schön, denn jetzt hat der SPIEGEL ein paar tatsächliche Fakten ausgegraben und die stimmen mehr als nachdenklich: "(ALDI) zahlt durchaus gut, ALDI-Mitarbeiter bekommen überdurchschnittliche Löhne und Gehälter – egal, ob es sich um Regionalverkaufsleiter, Filialleiter, Verkäuferinnen oder Hilfskräfte handelt".

    Das kann doch eigentlich nicht sein, das wäre ja fast sympathisch. Da MUSS ein niederer Beweggrund dahinter stecken, wie der SPIEGEL auch schon in der nächsten Spalte konstatiert: "Kaum einer der Beschäftigten muckt auf, weil jeder weiß, dass er bei einem Jobverlust keinen ähnlich gut bezahlten neuen Arbeitsplatz finden würde"…

  • SPIEGEL vs. ALDI: Eine billige Polemik (1)


    Disclaimer : Angesichts der Erfahrungen bei meinem Essay über die Journalistenrabatte versuche ich es diesmal deutlich und vorab zu sagen, auch wenn ich bezweifeln muss, dass einige Diskutanten es verstehen: Dies ist KEIN Pro-ALDI-Artikel. Ich verteidige weder das Unternehmen noch seine Politik. Ich sehe die Notwendigkeit, kritisch über marktbeherrschende Unternehmen zu berichten. Thema des nachfolgenden Essays ist aber die journalistische Arbeit des SPIEGEL.

    Ich habe den SPIEGEL seit mehr als 20 Jahren abonniert. Obwohl SPIEGEL online das Tagesgeschehen für meine Zwecke ausreichend beackert, lese ich die Printausgabe sehr gerne…

  • "Battleship", der SPIEGEL und Filme ganz allgemein


    Nein, ich werde "Battleship" nicht besprechen. Ich habe die Pressevorführung schlicht verpasst. Peter von Six-Shooter hat mir allerdings versichert, der Streifen sei entgegen aller Erwartungen "gar nicht so schlecht". Deswegen registriere ich diesen Totalverriss bei SPIEGEL online mit einiger Skepsis. Die Biografie der Autorin liest sich entsprechend:

    Jahrgang 1977, studierte Politik- und Rechtswissenschaften in Hamburg und Glasgow. Nach dem Abschluss der Berliner Journalistenschule arbeitete sie von 2004 bis 2007 als Medienredakteurin bei der "taz". Von 2007 bis 2009 war sie Redakteurin bei NEON.

    Erfreulich ist allerdings, dass beim SPIEGEL ja immer massiv versucht wird, auf verwandte Themen zu verweisen…

  • Alter schmutziger Mann SPIEGEL


    Manchmal habe ich das Gefühl, die Redaktion des SPIEGELS besteht nicht aus einzelnen Personen, sondern aus einer amorphen Masse, geformt aus dem Image des Blattes, seinem Alter, und seinen mitunter verstaubten Einstellungen. Dieser Rentner-Organismus verhält sich genau so, wie man es von den altersstarrsinnigen Schwadronierern erwartet: er versteht nichts von aktueller Musik, beharrt auf haltlosen politischen Wirrthesen (Broder), und kann mit neumodischem Kram wie Netzkultur rein gar nichts anfangen.

    Auf der medialen Parkbank sitzend sabbert er dafür gerne den jungen Dingern nach, die in kurzen Röcken an ihm vorbei hüpfen: "Du bist mir aber ein Früchtchen"…