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Ich erinnere mich nur vage an diesen Bekannten. Das war Mitte der 70er, da war ich noch ein Knirps und der Mann hat uns nur ein paar Mal besucht. Ich glaube, er war mit einem Onkel oder einer Tante deutlich besser befreundet. Ich kannte allerdings seinen Arbeitgeber – er war bei Henkel. Das war offensichtlich, denn er brachte uns eines Tages einen Kofferraum voll mit Waschmitteln und anderen Produkten aus dem Sortiment dieses Herstellers. Aus Gesprächsfetzen konnte ich schlussfolgern, dass er auch andere Menschen seines Umfelds derart beschenkte…
Ich bin wie die meisten Menschen – ich tue mich schwer mit dem, was ich tun sollte, aber nicht tun muss. Die Deadline ist nicht Freund, aber Helfer. Aus diesem Grund stelle ich mit diesem Posting ein Ziel in den Raum, dessen Erreichen ihr von mir einfordern dürft.
Zur Erklärung: Ich habe in meinem Leben immer zu viel Kram angesammelt. Nicht so dramatisch wie gewisse Leute (hust*acula*hust), weil ich keine spezifischen Sammlungen angelegt habe, aber meine schiere Begeisterung für Filme, Bücher und das Nerdtum allgemein führten schnell zu einer Überlastung meines Wohnraums in den 90ern…
Auf Facebook grassieren derzeit Aufforderungen, Listen der Bücher, Filme, Alben etc. zu teilen, die einen persönlich geprägt haben. Also nicht die besten, sondern die eindrücklichsten. Kann man für alberne Ketten-Postings halten, aber man lernt viel über den eigenen Geschmack und den Geschmack anderer, wenn man solchen Listen liest.
An meinen Film- und Musikalbenlisten arbeite ich noch, die über meine relevantesten Bücher habe ich neulich aber schon gepostet. Wenn ich sie heute mit euch teile, ergänze ich sie noch um ein, zwei erklärende Sätze. Alle Titel sind zu Amazon verlinkt, ein Ranking gibt’s nicht…
Ich mache mir Gedanken über die Zukunft. Nicht über eure oder die der galaktischen Föderation – über meine eigene. Der Arsch ist einem bekanntlich näher als die Hose. Aber ich will euch zumindest an meinen Überlegungen teilhaben lassen, weil mich eure Meinung interessiert und ihr ja schließlich mit den Folgen leben müsst.
Seit knapp fünf Jahren arbeite ich primär für Landhefte, bei der "Liebes Land" seit einem Jahr als "editor at large", was nach meinem Verständnis soviel heißt wie "Redakteur mit eingeschränkter Narrenfreiheit". Die LvA leitet das Heft als Chefredakteurin von Speyer aus, was eine Fernbeziehung zur Folge hat, die uns beiden nicht passt…
Abteilung "legitime lobhudelnde Schleichwerbung".
Ich hatte ja im April schon über die Filmbücher von Tobias Hohmann geschrieben, die in bewundernswerter Weise Fachwissen und Leidenschaft kombinieren. Schmöker mit breitem Anspruch, aber auch vielen netten Details. Sowas kannte ich bisher aus dem deutschen Sprachraum gar nicht.
Nun hat Tobias einen neuen Wälzer abgeliefert (auch wenn der mit etwas über 300 Seiten nicht ganz so dick ist, wie die neben stehende Grafik suggeriert). An dieser Stelle werdet ihr es schon ahnen: es geht um Chuck "Zeit zu sterben" Norris…
Es dämmert die Zeit des Fremdcontent, der unsichtbaren Hand im Rücken, die mich steuert, der Worte, die nicht meine sind…
Ach paperlapapp. Reiner Zufall, dass ich in den nächsten vier Beiträgen Projekte von Kommentatoren vorstelle und einer dieser Beiträge sogar von einem Kommentator stammt.
Es hat sich halt so ergeben.
Fangen wir mit Doc Knobel an, der unter seinem Nick "Tobias Hohmann" schon diverse Filmbücher geschrieben hat. Sympathischer Kerl, der mir noch sympathischer wird, weil er was vom Fach versteht. Und man mag dem MPW-Verlag vieles vorwerfen (nicht existentes Lektorat zum Beispiel – die Tippfehlerquote ist ärgerlich), ein Mangel an Ausstattung gehört nicht dazu…
Okay, nach mehreren leeren Versprechungen gehe ich es heute mal konsequent an – das Freitagsforum. Themen für das traditionell etwas ruhigere Wochenende, bei denen ich mich über rege Teilnahme und Vorschläge freue. Interaktion statt reiner Rezeption, sozusagen.
Ich werde erstaunlich häufig gefragt, welche Bücher ich angehenden Drehbuchautoren empfehle. Mit etwas mehr Elfenbein in meinem Turm würde ich vielleicht sagen: keine. Das heißt nicht, dass es nicht nötig ist, sich das relevante Fachwissen anzueignen. Es heißt auch nicht, dass es unmöglich ist. Aber so eine Auswahl ist immer extrem subjektiv und kann aus mehreren Gründen nicht weiter gegeben werden…
Keine Ahnung, wo diese Fassung plötzlich herkommt – Japan?
Und ja – nach europäischem Maßstab ist das das Rückcover.
Ich kann mich nicht erinnern, dass eine japanische Fassung geplant war, werde mich aber auch nicht beschweren. Die tschechische steht ja auch noch ins Haus.
NACHTRAG : Mein Agent ist nicht weniger baff, hält es aber für die taiwanesische Ausgabe.
Sieg und Niederlage sind oft nur einen Telefonanruf voneinander getrennt. Wie mein erstes Sachbuch zwar geschrieben, aber nie veröffentlicht wurde, habt ihr ja bereits gelesen.
Es ist fast schon Karma, dass es mir mit meinem ersten Roman nicht viel anders gegangen ist. In der Zwischenzeit hatte ich mich zwar im Sachbuch-Bereich dank der "Science Fiction TV-Guides" ganz gut etabliert, und auch diverse Genre-Bücher für den deutschen Markt übersetzt, aber Prosa ist halt doch eine ganz andere Herausforderung.
Eigentlich war ich nie nie nennenswert scharf drauf, Romane zu schreiben…
Kommentator Nobby hat vollkommen Recht: Ich habe in letzter Zeit das, was mein Blog eigentlich von anderen Blogs unterscheiden sollte, vernachlässigt. Die Einblicke in meine Arbeit und in die Branche sind weniger geworden.
Das hat unter anderem damit zu tun, dass es aktuell nicht so viel zu berichten gibt. Seit Dezember arbeite ich mit massiv gebremstem Schaum, denn die Rezession hat gerade im Bereich Fiction-Produktionen für das Privatfernsehen massiv durchgeschlagen. Allerorten werden Projekte abgesagt, Budgets gekürzt, Sendeplätze gestrichen. Statt mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, oder mich verrückt zu machen, entspanne ich ein wenig, und warte auf bessere Zeiten…
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