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Zwei Herzen wohnen – ach! – in meiner Brust. So toll war der Comic-Salon – und so grausam. So sehr meine nostalgische Ader mit frischem Blut durchströmend, so sehr meine sarkastische Ader mit Gift aufspritzend. In der Furcht, positive wie negative Gedanken könnten sich womöglich neutralisieren und zu einem ausgewogenen Bild führen, spalte ich meine Berichterstattung deshalb auf. Heute gibt es die watteweiche Sicht, ich erzähle von alten Freunden – gezeichneten wie realen. In zwei Tagen haue ich dann auf die Kacke, mache mich bei den Frauen und bei den Geeks (von den Schnittmengen gar nicht zu reden) gleichermaßen unbeliebt…
Gut, wir haben mittlerweile bewiesen, dass Autoren klauen, dass Firmen klauen, dass qualitativ nicht mal Minimalstandards gelten – heute habe ich ein schönes Beispiel dafür gefunden, dass manche Leute mitunter "Bücher" auf den Markt werfen, die nicht mal für ein Listicle taugen.
Nehmen wir diesen Band:
Dem geschulten Auge fallen zwei Dinge auf: Die Collage im Hintergrund hat nichts mit Film zu tun, ist eine simple Sammlung lizenzfreier Bilder von Blumen, Tieren, Landschaften. Es hat nicht mal zu einem Mashup von Filmpostern gereicht.
Und dann das: "20 Movie facts"…
Das klingt absurd. Nicht zuletzt deswegen, weil die olle Pfeife seit November 2015 unter der Erde raucht. Und dennoch:
Da kann man schon mal verblüfft auf die Bremse treten und wie "häh?" gucken. Dann empfiehlt es sich allerdings, a) weiterzufahren, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern und b) mal ein bisschen zu recherchieren.
Mir half in dieser Situation, dass ich bereits wusste, dass Zbigniew Brzeziński (und ja, diesen Namen habe ich sicherheitshalber aus der Wikipedia kopiert) in den 70ern ein Berater von Präsident Carter war…
Ich kriege immer mal wieder Bücher, CDs und DVDs geschickt, die ich weder gekauft noch sehnlich erwartet habe. Die kommen meistens von Verlagen und Presseagenturen in der Hoffnung, ich würde drüber schreiben. Positiv, negativ, egal – nur keine Presse ist schlechte Presse.
Angesichts meiner blogweit bekannten Abneigung gegen Kram würde ich davon abraten. Schon der Vorgang, mir unaufgefordert den Schreibtisch vollzumüllen, nimmt mich gegen das Produkt ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir Thema, Autor oder Story liegen – oder ich Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen -, ist verschwindend gering…
Okay, es muss sein – zum neusten Umzug werden endgültig die beiden Kisten meiner Romanhefte-Jugend aufgelöst. Das hätte ich noch vor einem Jahr nicht für möglich gehalten, aber man muss sich trennen können.
Ihr erinnert euch: Dieser Schatz war vor einigen Jahren in einem alten Koffer aufgetaucht. Geschätzte 200 Romane, für eine genaue Auflistung habe ich leider keine Zeit.
Hauptsächlich John Sinclair (1. und 2. Auflage), natürlich gelesen und in die Jahre gekommen. Sind auch Tony Ballard, Ramona King, Larry Brent und Geisterkrimis darunter, dazu ein paar Exoten wie Rick Masters…
Ich hatte es ja schon angedeutet – seit ein paar Tagen stehen immer zwei Plastikkisten neben unserer Haustür in der Speyerer Innenstadt. Vor dem Umzug nächsten Monat wird radikal entrümpelt, dabei werden große Mengen Bücher, CDs und anderer Plunder unters Volk gebracht. Mit spannenden Erkenntnissen.
Es geht SCHNELL. Vier, fünf Stunden dauert es gewöhnlich, bis beide Boxen mit zusammen ca. 25 Büchern leer sind. Ich habe in drei Tagen für vier Umzugskisten Bücher neue Besitzer gefunden – ohne auch nur mit einem davon sprechen zu müssen…
Machen wir uns nichts vor: Ich habe viele gute Gründe, diesen Prachtband wohlwollend zu besprechen, die nichts mit der tatsächlichen Qualität zu tun haben. Autor Tobias Hohmann ist fleißiger Leser und Kommentator dieses Blogs, ich habe auch schon seine früheren Arbeiten gemocht, er hat mir den 49 Euro teuren Band zum Zwecke des Reviews geschenkt und ganz generell bin ich der Meinung, dass die deutsche Filmbuch-Landschaft nach Kräften gefördert gehört. Wie neutral kann ich da noch sein? Das lastet schwer auf meiner Integrität.
Aber ehrlich gesagt: Ich empfehle euch "Das große Clint Eastwood Buch (Band 1)" vor allem deshalb, weil ich sicherstellen möchte, dass mir Tobias zeitnah Band 2 schickt…
Der erste wortvogelsche Buch-Flohmarkt ist super gelaufen, darum heute gleich Schwung Nummer 2. Diesmal habe ich mich unter anderem an meine Kisten mit Belegexemplaren begeben. Zu jedem Buch, das man schreibt oder übersetzt, bekommt man vom Verlag nämlich mindestens 10 Exemplare geschickt – gerne auch mehr. Da sammelt sich was an, vor allem wenn man bedenkt, dass ich sicher um die 20 "Charmed"-Romane zu verantworten habe, sei es als Übersetzer oder als Autor. Praktisch alles vom vgs-Verlag ist Hardcover, vieles sogar noch druckfrisch eingeschweißt und nur vom Sonnenlicht an den Kanten etwas angegilbt…
Ich hatte es schon angekündigt – heute geht es los. Obwohl ich konzeptionell immer noch etwas überfordert bin, wie das laufen soll.
Hier ist eine Galerie mit 50 28 19 17 12 6 Büchern:
Wenn ihr eins haben wollt: In den Kommentaren vermelden und dann bezahlen. 2 Euro für Taschenbücher und Kleinformate, 3 Euro für Großformate und Hardcover. Wer nicht über Paypal zahlen kann oder will, hat Pech gehabt – ich lasse mir allerdings alternative Lösungen vorschlagen, solange sie keinen zusätzlichen Aufwand für mich bedeuten…
Als Kind habe ich viel "Micky Maus" gelesen, sowohl die Heftchen als auch die Lustigen Taschenbücher. Ein Klassiker ist immer noch Band 41 "Donald mal ganz anders", die brillante Origin Story von Phantomias. Von Erika Fuchs habe ich Worte wie "Tapisserie", "Morpheus" und "Triptychon" gelernt, auch lateinische Phrasen wie "plenus venter non studet libenter" ("Voller Bauch studiert nicht gern"). Ein üppiges Mahl begrüße ich heute noch gerne mit dem Satz "Jetzt muss ich mir erstmal was Nahrhaftes zwischen die Rippen schieben".
Beim B-Film Basterds Festival vor zwei Jahren kaufte ich als Klolektüre das "Mega Magnum 4", 750 Seiten mit aus den "Lustigen Taschenbüchern" recycelten Geschichten für 3 Euro (gebraucht)…
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