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In den 80ern war der Begriff "FAIL!" als hämische Phrase noch nicht üblich – hätte man ihn damals allerdings erfinden wollen, wäre Juni 1983 der perfekte Monat dafür gewesen. Denn kaum jemand failt härter als der selbsternannte Experte, der bei dem Versuch, sich von der Unwissenheit des Mobs abzusetzen, selber komplett ins Fettnäpfchen tritt.
Die Failhöhe, die sich die CINEMA mit ihrer Juni-Ausgabe 1983 baute, muss im Nachhinein als legendär angesehen werden. Das hier sind die Hitler-Tagebücher der Kinozeitschrift, die dauerhafte Schädigung ihres Rufes als Fachmagazin…
UPDATE : Alle weg!
Es ist mal wieder so weit: Der Wortvogel hat den Bücherschrank in Augenschein genommen und entschieden, dass vieles, von dem er sich vor einem Jahr nicht trennen konnte, nun eines anderen Menschen Unterhaltung und Bildung sein soll. Und weil diese Comic-Sammelbände, Poster-Kataloge, Kurzgeschichten-Hardcover und Prachtalben so lange durchgehalten haben, ist es wirklich die creme de la creme. Englisch und deutsch wild gemischt, Superhelden und Hollywood, Monty Python und Harlan Ellison. Mein gänzlich unverbindliches Versprechen ganz im Sinne von Chevy Chase: more entertainment than you deserve…
Ich mache keinen Hehl draus: ich habe die Kataloge des Auktionshauses Profiles in History hier schon mehrfach gepriesen. Nicht die versteigerten Preziosen – die Kataloge. Mächtig bebilderte, schön betextete Prachtbände, die auf teilweise mehreren hundert Seiten Delikatessen aus Film, Funk und Fernsehen zeigen, die oft genug nach der Auktion in Privatarchiven verschwinden. Last chance to see!
Es gibt kaum etwas Schöneres, das man sich kostenfrei und legal aus dem Netz laden kann. Schaut euch an, was in den letzten Monaten unter den Hammer kam:
Jetzt ist es wieder mal so weit: am 18…
Ich sehe das Plakat überall, der Verlag hat augenscheinlich richtig Geld in die Hand genommen – es geht um die "Bitch Bibel" der Influencerin Katja Krasavice, über die eine Google-Bildersuche mehr aussagt als der Wikipedia-Eintrag.
Normalweise meide ich diese Form von Prekariats-Promi, die ganze Influencer-Kultur aus moralfreien Markenhuren und Maulaufreißern ist mir zuwider – ich gestehe ohne Scham ein, dass ich vielleicht schlicht die falsche Zielgruppe bin und das falsche Alter für derartiges Rammel-Remmidemmi habe. Andererseits – welche Entschuldigung hat Oliver Pocher?
Angesichts des Plakats möchte ich allerdings zwei oder drei weiterführende Gedanken loswerden…
Ein perfektes Beispiel, warum man Mensch und Werk trennen können muss:
Man entschuldige die etwas maue Bildqualität und die Spiegelungen auf dem Heftpapier, aber das Wortvogel-Produktionsstudio befindet sich noch im Aufbau.
Hier übrigens das LOVEBOAT-Intro.
Ich habe mal wieder in meinem Bücherregal gewühlt, um euch ein paar spannende und ungewöhnliche Druckwerke nahe zu bringen – den Anfang macht ein Bändchen, das ob seines schmalen Formats die Überwindung in Sachen Analogtext einfach macht:
DISCLAIMER: Ich bin mit dem Autor nicht nur befreundet, ich habe auch für ihn gearbeitet und war bei einer früheren Firma von Mario Sixtus Gesellschafter.
Zum Ende der Bücherwoche noch mal ein echter Hingucker:
Kaufen könnt ihr die Artwork von Lonati immer noch hier.
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