• Literarisches Recycling


    Im März erscheint voraussichtlich mein neuer Roman "Die Rache der Nibelungen". Band 1, der im November 2004 erschienen ist, hat sich ausnehmend gut verkauft, ist aber in den Regalen von vielen Neuerscheinungen verdrängt worden.

    Nun dachte sich der Verlag vermutlich mit kritischem Blick "Der is' doch noch gut, den kann man sicher noch brauchen!", und statt die Restauflage in den Schredder zu werfen, wird "Der Ring der Nibelungen" im September im Rahmen einer Fantasy- Sonderedition neu aufgelegt.

    Die gute Nachricht ist für mich: Die Gestaltung gefällt mir, und mit einem schicken Spotlack-Umschlag (so nennt man das wohl) macht der Band auch was her…

  • Buch-Kritik: Von Betrogenen für Betrogene…


    Ich bin ein Kind der 80er, das ist bekannt. Ich kenne noch die Angst vor dem Atomkrieg, die aber zu meiner Zeit schon keine Angst mehr vor "dem Russen" war, sondern eher die Angst vor dem eigenen Verbündeten Amerika.

    Wenn man damals als Jugendlicher in den 80ern "links" war (und wer war das in NRW nicht?), dann beschäftigte einen nicht die Frage, OB wir alle dem Untergang geweiht sind, sondern nur noch, aus welcher Ecke der Untergang kommen würde. Da stritten sich zwei regelrechte Denkschulen – Schule 1 verkündete den ins Haus stehenden Nuklear-Tod (Subgruppe GAU und/oder Erstschlag), Schule 2 wähnte die Abrechnung von Mutter Natur schneller…

  • BILDblogging: Papier ist geduldig…


    … und ich denke so bei mir: leider.

    David Blieswood (eigentlich Norbert Körzdörfer) ist eine adrette sogenannte "Edelfeder", die besonders gerne außerhalb bezahlter Werbung über Gillette-Rasierer schreibt, und uns immer wieder mal in der BILD die Welt erklärt. Wie er dazu kommt? Keine Ahnung.

    Nun hat Körzdörfer mit ein paar Buddies (dezentes Name Dropping: Otto Waalkes und Til Schweiger) anscheinend den Film "Borat" gesehen, und darüber geschrieben.

    Und ich habe es nicht verstanden.

    Körzdörfers Gefasel ist ein so exzellentes Beispiel für Print-Logorrhöe, dass ich es in Auszügen präsentieren und kommentieren möchte…

  • Der süße Boy mit dem coolen Gig…


    Ich mag dicke Wälzer, insbesondere lexikalische Rückschauen, Chroniken, "gesammelte Werke". Die Logenplätze in meinem Bücherregal nehmen Hardcover-Edelversionen ein wie "The complete Calvin & Hobbes", "The complete Farside", "The complete cartoons of the New Yorker", die fünfbändige Ausgabe "Deutschland im SPIEGEL", und so weiter, und so fort. Ich mag fette Wälzer, die mir einen nostalgischen wie kompletten Überblick über eine Epoche, eine Generation, eine Kultur, oder einfach eine Comic-Serie erlauben. Das spart mir auch das hamsternde Sammeln einzelner Hefte und Artikel.

    Aus diesem Grund freute ich mich auch wie ein Schnitzel, als zum 50…

  • Literarischer Gebrauchtwagenhändler


    "Ich könnte noch einige Superlative hinzufügen, wie, dass mittlerweile insgesamt rund ein halber Meter Presse über mich erschien, dass ich in mehreren Verlagen dieser schönen Republik mittlerweile der teuerste Autor bin, dass meine Bücher sogar schon übersetzt wurden und anderes mehr. Aber hören wir auf, es wird peinlich."
    (aus der Einleitung)

    Und diesen Überflieger, diesen Mega-Autor, diesen in seiner Bescheidenheit erschütternden Groß- Literaten kennen Sie nicht?!

    Ich auch nicht.

    Eins vorab – ich habe für dieses Buch nicht bezahlt. Es lag im Büro meines Agenten, und da ich mich derzeit mit der Arbeit an einem Roman quäle, von dem ich doch hoffe, dass er ein Bestseller wird, nahm ich mir dieses Sachbuch mal als Wannenlektüre mit…

  • Die Knarre, die Karre, und die Kurvenbraut…


    Jeder kennt die Groschenromane, die besonders in den 70er und 80er Jahren ihre Blütezeit hatten – ich bin selber damals Samstags zum Hauptbahnhof geradelt, um frühzeitig die offiziell erst am Wochenanfang erscheinenden “John Sinclair”- Heftchen zu ergattern.

    Das Privatfernsehen hat in den letzten Jahren die Romanhefte als Trivialvergnügen weitgehend abgelöst. Doch auf jeden “Perry Rhodan” und “Jerry Cotton” kommen fünf Reihen, die vielleicht eine Zeit lang laufen, aber nie wirklich populär werden.

    Das hier abgebildete Beispiel mußte ich damals am Bahnhof einfach kaufen – die sublime Einheit von Titel, Untertitel, Romantitel, und Artwork entzückt mich bis heute…

  • Bald auch in Ihrem Buchladen…


    Es war ein hartes Stück Arbeit, aber die Anthologie zur ersten Staffel "Böse Nacht Geschichten" ist fertig.

    Mit dabei sind alle Geschichten der ersten Staffel, teilweise länger und "uncut".

    Dazu kommen mehrere neue Geschichten, u.a. von Marc Hillefeld und Katja Riemann.

    Und wem das noch nicht reicht, der freut sich sicher über Biographien der Autoren, einen Hintergrund-Bericht, und exklusive Interviews mit Eschbach, Hohlbein, und Franz.

    Man beachte auch die unbescheidene Zeile auf dem Buchdeckel: "Herausgegeben von Torsten Dewi". Jawoll!