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alienapocalypseUSA 2005. Regie: Josh Becker. Darsteller: Bruce Campbell, Renee O’Connor, Peter Jason u.a.

Der Sci Fi Channel in den USA ist sowas wie die letzte Zuflucht schrottiger Actionheuler mit futuristischem Hintergrund geworden. Fast 50 Filme haut man auf dem Samstagabend-Sendeplatz pro Jahr raus, und viele kleinere Firmen (Cinetel, UFO, NuImage) wären vermutlich pleite, wenn sie nicht regelmäßig auf die 750.000 Dollar zählen könnten, die Sci Fi pro Weltpremiere zuschießt.

Leider hat das Monopol von Sci Fi dem Genre an sich nicht gut getan, die Filme werden immer gleichförmiger: krude Monster-Schmonzetten, in denen zu jeder Werbepause einer stirbt (oder… [weiterlesen]

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lassiter1 USA 1984. Regie: Roger Young. Darsteller: Tom Selleck, Jane Seymour, Joe Regalbuto, Bob Hoskins, Lauren Hutton

Tom Selleck. Geboren, um Fernsehstar zu sein, vergleichbar mit David Janssen, Mark Harmon, und Robert Urich. Produzenten war das schon in den 70ern klar. Er galt als “next big thing”. Sie schleusten den charismatischen Schauspieler mit dem Gardemaß von 1,92m durch ein halbes Dutzend (meist extrem mittelmäßige) Pilotfilme – leider erfolglos. Der Stoff, der ihm passte wie ein guter Anzug – sein “Dr. Kimble”, sein “Vega$” – , fand sich einfach nicht.

Doch Selleck bekam eine größere, bessere Chance – Spielberg wollte… [weiterlesen]

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19
Jan. 2009

thirst1

Australien 1979

Regie: Rod Hardy

Mit Chantal Contouri, David Hemmings, Henry Silva u.a.

Wieder so ein Heuler, von dem ich in den 80ern begeistert im Lexikon des Horror-Films von Bastei gelesen habe. Moderne Vampire mit Blutfarmen – das erschien mir cool. Nicht so cool wie die Laserschwerter in "Star Wars", oder die Brüste von Bobbie Bresee in "Mausoleum", aber sehen wollte ich den schon. Ging damals nicht.

Schnellvorlauf 20 Jahre, und mir fällt bei Doc Acula im Regal die DVD von "Thirst" auf. Den habe ich aber sowas von fix eingetütet, da wurde selbst die Badmovie-Katze Pucki blass. Aus… [weiterlesen]

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twolane1

USA 1971

Regie: Monte Hellman

Darsteller: James Taylor, Warren Oates, Laurie Bird, Dennis Wilson, Harry Dean Stanton

Ich beginne, meinen Review-Marathon zu genießen. Die meisten Klassiker, die ich nun nachhole, sind tatsächlich ziemlich cool. Man lernt nie aus, und ich muss mich in Zukunft auch nicht mehr schämen, wenn in der Kneipe das Gespräch auf einen dieser Filme kommt.

Es gibt aber auch Fälle, da kratze ich mich am Kopf, hebe die rechte Augenbraue, und mache mit den Lippen ein leises Furzgeräusch. Das ist nämlich meine mimische Umsetzung des ungleich knapperen “What the fuck?!”.

“Two Lane Blacktop” hat sich… [weiterlesen]

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religulousUSA 2008

Regie: Larry Charles

Das ist nun wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen – US-Talkmaster / Comedian Bill Maher (liberal, Vegetarier, Junggeselle) reist durch die Welt, um die Anhänger und Vertreter diverser Religionen vorzuführen. 100 Minuten lang.

Natürlich ist das Ergebnis extrem vorhersehbar (und komisch). Selbstverständlich ist diese "Dokumentation" genauso manipulativ und auf Effekt geschnitten wie die Werke von Michael Moore. Wer Maher das vorwirft, hat ihn nicht verstanden – "Religulous" ist nicht der Versuch, das Thema Religion fair und ausgeglichen darzustellen. Es geht nur darum, die Absurdität der verschiedenen Glaubensrichtungen zu entlarven – in their own words…. [weiterlesen]

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manitou1 USA 1978

Regie: William Girdler. Darsteller: Tony Curtis, Michael Ansara, Susan Strasberg, Stella Stevens

Der okkulte Horror-Film der 70er, bevor es mit den doofen Slashern richtig losging. Was war das für eine tolle Zeit, Gruselfan zu sein: “Das Omen”, “Der Exorzist”, “Rosemary’s Baby”, “Amityville”.

Natürlich gab es eine ganze Reihe Schocker, die ich damals verpasst habe – was nicht im Rahmen von “Der phantastische Film” im ZDF lief, war für mich als zehnjähriger Steppke unerreichbar. Videorekorder gab’s noch nicht, und im Kino waren Spencer & Hill angesagt.

Glücklicherweise kann ich diese Filme nun alle nachholen: “The Sentinel”, “The Fury”,… [weiterlesen]

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manfromearth

USA 2007. Regie: Richard Schenkman. Darsteller: David Lee Smith, John Billingsley, Tony Todd, William Katt, Alexis Thorpe

Ich habe diesen Review vorgezogen, weil er ganz gut zu dem Video-Interview passt, das ich gestern online gestellt habe. Es hat sich drumherum ja die Diskussion entsponnen, inwieweit ein audiovisuelles Medium dem Anspruch von Science Fiction (nicht Sci Fi) überhaupt gerecht werden kann. Verhindert der verlangte Unterhaltungswert, die Konzentration auf Bild und Ton, eine intellektuelle Auseinandersetzung mit grundlegenden Menschheitsfragen?

Ich mag das nicht glauben. Natürlich gibt es die Action-SF, deren Hauptaugenmerk der visuellen Trickserei gilt. Wo der "sense of wonder" die… [weiterlesen]

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frostnixon1 USA 2008

Regie: Ron Howard. Darsteller: Frank Langella, Michael Sheen, Sam Rockwell, Kevin Bacon

Der Background: 1974 trat US-Präsident Richard Nixon als Konsequenz des Watergate-Skandals zurück. Schon im Jahr darauf wurde er von seinem Nachfolger Gerald Ford begnadigt. Eine Schuld hat Nixon nie zugegeben. 1977 erklärte er sich für viel Geld bereit, dem als Windbeutel und journalistisches Leichtgewicht bekannten Talkshow-Moderator David Frost ein über mehrere Tage verteiltes Interview zu gewähren. Was Nixon nicht ahnte: Frost, der den Spott seiner “seriösen” Kollegen fürchtete, bereitete sich minutiös vor, arbeitete mit Experten des Watergate-Falls, und nagelte Nixon schließlich auf die ungeheuerliche Aussage… [weiterlesen]

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australia1

Australien 2008.

Regie: Baz Luhrmann. Darsteller: Nicole Kidman, Hugh Jackman, Bryan Brown, David Gulpilil

Um ein richtiger Filmfan zu sein, darf man keine Schamgrenzen besitzen. Man muss für neue Erfahrungen offen sein, Gefühle zulassen können, und manchmal einfach das Gehirn ausschalten. Filme schauen, das ist nicht immer nur Analyse, eine mentale Vergabe von 1 bis 5 Sternen. Eine Geschichte glauben zu können heißt auch, sie glauben zu wollen. Manche Filme machen das schwerer als andere.

Baz Luhrmann, Regisseur solcher Bilderbögen wie “Strictly Ballroom”, “Romeo and Juliet”, und “Moulin Rouge”, hat seine Wurzeln in der Oper, und das merkt… [weiterlesen]

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racedevil1

USA 1975. Regie: Jack Starrett. Darsteller: Peter Fonda, Warren Oates, Loretta Swit, Lara Parker

Ich habe vor ein paar Jahren, bedingt durch die neuerliche Verfügbarkeit über DVD, damit begonnen, ein paar obskure Perlen der 70er aufzuarbeiten. Filme, von denen ich dutzendmal in Standardwerken wie "Psychotronic Video" oder "Video Watchdog" gelesen hatte, ohne sie selbst gesehen zu haben. Durch diese Aktionen habe ich neuen Respekt für die Dekade bekommen, die als die schwierigste in der Geschichte Hollywoods galt.

Prä-"Star Wars" waren Filme noch wesentlich handgemachter, preiswerter, und unter dem Druck des Fernsehens kleiner. Was damals als… [weiterlesen]