• Insane in the membrane – Randy Quaid edition


    Es ist bekannt, dass der Schauspieler (und Bruder von Dennis) Randy Quaid seit ein paar Jahren massiv einen an der Waffel hat. Ich würde das empathischer ausdrücken, aber er nicht krank im Sinne von "muss nur ordentlich eingestellt werden" – er ist auf diese bizarre Art neben der Spur, die Religion, rechte Politik, Verschwörungstheorien und schieren Wahnsinn unter einen Hut bekommt.

    So geht gerade dieser Tweet von ihm rum:

    Man kann nicht sagen, dass Quaid falsch liegt – weil an keiner Stelle erkenntlich wird, was er eigentlich sagen will…

  • The Last Kumite – in Hessen


    In der Marburg Innenstadt bin ich vor zwei Wochen im Aufzug zur Oberstadt auf einen kuriosen Aufkleber gestoßen:

    Kumite? Dieses weitgehend fiktive Turnier aus BLOODSPORT mit Jean-Claude van Damme? Kann ja wohl schlecht sein, oder?

    Ich lasse mich von Wikipedia belehren:

    Im Wettkampf ist das Kumite der Kampf zweier Gegner ohne vorherige Absprache der Techniken. Im Training können je nach Kampfsportart unterschiedliche Stufen des Kumites existieren, in denen die Angriff- und Abwehrtechniken je nach Stufe vorgeschrieben sein können.

    Okay, Kumite ist demnach nicht nur ein Turnier, sondern auch ein sich in die Fresse hauen und in die Eier treten…

  • Parkhausdrama: Holland in Not!


    Ich anonymisiere diese Geschichte so weit, wie es für die Beteiligten notwendig ist.

    Folgendes Szenario: Ich verweile mit der LvA für ein Wochenende in einer mittelgroßen Stadt in einem großen und durchaus recht teuren, privat geführten Hotel. Die Gäste reichen von BMW X3 bis Maserati, von "Geschenkwochenende für verdienten Vertriebler" bis zu "Unternehmersgattin mit Pudel auf Shoppingtrip".

    Am Tag der Abreise schlendern wir entspannt zum Wagen in der hauseigenen Tiefgarage, die immer noch sehr archaisch organisiert ist: bei der ersten Einfahrt zieht man ein Ticket…

  • Servicewüste Deutsche Bahn


    Die Geschichte, die ich euch heute erzähle, ist nicht mal die halbe Geschichte. Der Rest wird warten müssen. Aber es wird sich lohnen.

    Was ihr wissen müsst: Aus Gründen bin ich am letzten Montag früher nach Hause gefahren. Das eigentlich nicht umbuchbare Spar-Ticket wurde netterweise vom Reisezentrum der DB in Berlin mit "Zugbindung aufgehoben" gestempelt, was mir erlaubte, den ICE drei Stunden früher zu nehmen. Der war fast leer. Ideal.

    Weniger ideal, dass ich am Ende trotzdem mit einer "Fahrpreisnacherhebung" von 130 Euro da stand…

  • Hoppala! Das "lustige" Dritte Reich


    Filme und Dokumentationen über das Dritte Reich gibt es in unüberschaubarer Zahl. Die Rückschau auf die Jahre 33-45 ist eine der primären Beschäftigungen und Obsessionen unserer Republik. Der Blick nach vorne geht in Deutschland nie ohne den Blick zurück. Und ich begrüße das. Weitgehend.

    Filme und Dokumentationen aus dem Dritten Reich sind schon deutlich spärlicher gesät. Nicht nur, wie die Nazis spätestens ab 1939 immer mehr Produktionskapazitäten in die Rüstung steckten und den Begriff "Blockbuster" damit anders definierten als z.B. die Amerikaner.

    Quellen zufolge wurden während der Nazi-Zeit 1094 Filme aufgeführt…

  • "dumm gelaufen"-Drama deluxe


    Konzentriert euch. Das hier hat viele Beteiligten, die ich nur abkürzen kann.

    Nach der Arbeit (ihrer, nicht meiner) fragt die LvA gestern: "Wollen wir noch eine Runde ums Haus gehen?"

    Ums Haus gehen. Das ist ihr Euphemismus für einen voraussichtlich 15-20 minütigen Spaziergang. Baustellen gucken, Katzen streicheln, Gärten begutachten. Kein Problem, bin ich immer für zu haben.

    Der übliche Ablauf: Ich greife meinen Wohnungsschlüssel vom Schlüsselbrett, sie nimmt ihren eigenen Schlüssel auch mit, weil sie etwas paranoid ist. Trotzdem fragt sie habituell: "Hast du deinen Schlüssel dabei?"…

  • Adventures of the Me-Generation


    Es gibt Artikel, die lese ich mit großem Interesse – und ärgere mich dann, weil so gar nicht eingelöst wird, was ich erwartet habe. Nehmen wir den hier:

    Grundsätzlich spannend für die LvA und mich, denn wir sind Fans von Australien und Kopenhagen, haben uns in stiller Stunde schon selber die Frage gestellt, ob die uns noch nehmen würden. Brüder, zur Sonne, zur Freiheit?

    Ich hadere natürlich mit der Aussage "Jeder fünfte 14- bis 29-Jährige plant konkret, ins Ausland zu ziehen" – wer hat nicht schon mal davon geträumt, in Kanada zu leben oder in Schweden, in Namibia oder in Tokio…

  • Qual der Wa(h)l


    Bis zum Wochenende hatte ich nicht vor, mich zu dem Thema zu äußern – auch weil der Typ von Ankerherz völlig Recht hat:

    Aber es beschäftigt mich, das hier ist mein Blog, und los geht’s.

    Kurz zur Einführung: Es ist ein Buckelwahl in der Ostsee gelandet, wo er nicht hin gehört. Alle Versuche, ihn in tieferes Gewässer zu lotsen und dann in Richtung Ozean waren nicht erfolgreich. Mittlerweile steckt das erschöpfte Tier wieder fest.

    Das tut weh. Es ist Tierleid im XXL-Format. Man kann es nicht übersehen, kann es nicht ignorieren…

  • Wartungsarbeiten: Ausgrabungen aus dem Wortvogel-Archiv


    Ihr seid gewöhnt, dass ich für euch meine Keller durchwühle, alte CD-Boxen aus dem Schrank krame, und von weit her PLAYBOY-Ausgaben heranschaffe.

    Überraschen dürfte euch hingegen, dass es jede Menge unkuratierten Content direkt unter eurer und meiner Nase gibt. Hier. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute (?) liegt so nah?

    Ich bin nämlich gerade dabei, meinen Blog für "das große Ereignis" in diesem Jahr aufzuhübschen. Ich arbeite an einem neuen Logo, denke über neue Funktionen nach, und werde sicher auch tote Links und zerschossene Formatierungen in alten Beiträgen korrigieren…

  • München hat gewählt – und wie!


    Ich äußere mich hier ja immer seltener politisch, weil es mich zu sehr aufregt und zu wenig Konsequenzen hat. Stattdessen ziehe ich mich mit zunehmendem Alter in meine Blase zurück und hoffe, dass die Welt die Füße still hält, bis ich in die Kiste gehe. Man wird bescheiden.

    Angesichts der Oberbürgermeisterwahl in München 2026 liegt der Fall allerdings anders, weil es mich hier durchaus betrifft und weil die Wahl ein erstaunlich-erfreuliches Beispiel für ein politisches Erdbeben der genau richtigen Stärke ist.

    Für alle, die verständlicherweise keine Ahnung von der Münchner Politik haben: Obwohl im tief schwarzen Bayern gelegen, wird München seit Kriegsende von der SPD geführt…