• Life through a lens: Die Welt mit neuen Augen sehen


    Vor ziemlich exakt vier Monaten habe ich von meiner Augen-OP erzählt, bei der die vom Grauen Star befallenen Linsen durch Kunstlinsen ersetzt wurden. Sah erheblich schlimmer aus, als es war:

    Ich gebe mal ein Update, wie sich die Sache mittlerweile entwickelt hat.

    Zuerst einmal: Der Zugewinn an Lebensqualität ist beachtlich, wenn man auf einmal keine Brille mehr braucht, um zu lesen, zu arbeiten, oder auch nur das Fernsehprogramm scharf zu sehen. Die Brille war halt doch etwas, das man nicht nur ständig in Griffweite haben musste – sie bedurfte auch der Sorgfalt und Pflege…

  • Ich bin ein Grauer Star – holt mich hier raus!


    Dies ist eine separate Episode aus einem größeren Kontext. Den Rest erzähle ich euch in ein paar Wochen – und ich erwarte dafür eine gesunde Mischung aus Be- und Entgeisterung.

    Die Prämisse: Ich musste aus Gründen einen kompletten medizinischen Check-Up machen lassen. Kein Problem, ich bin aktuell ja sehr gesund. Werte top, EKG beneidenswert, Blutdruck wie bei einem Baby. Keine Drogen nachweisbar, keine Anzeichen für psychische Störungen. Also alles im grünen Bereich.

    Bis es an den Sehtest geht. Bei dem falle ich nämlich krachend durch…

  • Ein schnarchiger Beitrag


    Zur Einstimmung:

    Heute erzähle ich euch mal wieder etwas, das euch nichts angeht, aber vielleicht mittelfristig hilft.

    Ich schnarche.

    Mehr noch: Ich entstamme einer großen Dynastie von Schnarchern. Mein Vater selig hätte beim Abriss der Plattenbauten in der Ex-DDR mithelfen können und gegen meinen Bruder kommt das satte Röhren einer Harley-Davidson auch nicht an. Zwei männliche Dewi unter einem Dach könnten durch kombinierte Schwingungen auf der offenen Richter-Skala registriert werden – in Japan.

    Einerseits möchte ich sagen: Es ist nicht unsere Schuld. Es sind die Gene…

  • Von Karies & Kauleisten: Meine brüchige Dentalgeschichte


    Das hier wird vermutlich niemanden groß interessieren – manche werden vielleicht sogar einen gewissen Ekel verspüren. Es ist kein schönes, kein relevantes Thema. Aber je älter der Wortvogel wird, desto mehr sieht er sein Blog auch als Chronik seines Lebens, in dem er alles aufschreibt, was ihm in Erinnerung geblieben ist. Weil ich es zu einer Autobiographie kaum bringen werde, ist das hier die zweitbeste Wahl.

    Ich hatte als Kind keine schönen Zähne. Spätestens ab der Einschulung war mir das auch bewusst. Ein bisschen schief, stellenweise etwas angebrochen, Karies, und durch permanentes Knirschen nicht besser werdend…

  • Krankenakte Wortvogel


    Disclaimer : Beschreibung unappetitlicher medizinischer Prozeduren voraus!

    Ich hatte es angedeutet: Hier war es still, aber wer letzte Woche auf Facebook vorbeigeschaut hat, konnte ein medizinisches Drama fast in Echtzeit miterleben. Dies ist die "extended version" meines Protokolls dort.

    Es fängt ganz harmlos an:

    8. August: Ganz selten, wenn meine Nase relativ trocken ist, höre ich beim Ausatmen ein leises Pfeifen im rechten Nasenflügel. Das ist kein großes Problem – es sei denn, es ist 3 Uhr nachts und das Pfeifen macht jeden Schlaf unmöglich…

  • Wortvogel fingert die Klinge: Blutbad in Trudering


    Seufz… die LvA hat Recht: man darf mich nicht unbeaufsichtigt lassen. Ich schaffe es, Katastrophen an Stellen zu provozieren, an denen keine vorgesehen sind.

    Erst im April hatte ich euch von meinem Frittierfett-Desaster erzählt. Danach verkündete meine Frau nur halb im Scherz:

    Nun trug es sich vor einer guten Woche zu, dass der LvA nach einem stressigen Arbeitstag nach einem Cocktail zum Feierabend war. Kein Problem, ich barkeepe daheim gerne. Wir haben alles für einen fruchtigen Drink im Haus. Das Eis bevorzuge ich crushed. Sollte auch kein Problem sein (Symbolbild):

    Man sieht: Das Teil hat scharfe Klingen und die mental begabteren meiner Leser ahnen schon, worauf das hinausläuft…

  • Die meisten Unfälle passieren im Haushalt: Das Frittier-Fiasko


    Die LvA war für ein paar Tage auf Dienstreise. Das allein sollte ausreichen, bei euch alle Alarmsirenen schrillen zu lassen. Wortvogel – Allein zu Haus! Recipe for disaster nennt man so etwas – und eine gute Überleitung, weil ich die sturmfreie Bude nämlich für ein paar Rezepte nutzen wollte.

    Wobei… Rezepte trifft es nicht genau. Ich hatte mir in den letzten Monaten in den Kopf gesetzt, dass man aus herkömmlichem Leberkäse/Fleischkäse sicher ein paar tolle Fast Food-Ideen über "Scheibe mit Senf auf Brot" hinaus entwickeln könnte…

  • Operation Wortvogel: The Return


    Wo waren wir? Krankenhaus, richtig. Mein Frau lieferte mich Montag pünktlich ab, mir wurde ein Zimmer zugewiesen (nicht dolle, aber ich habe auf Reportagereisen in Hotels schon schlechter gewohnt), und dann hieß es warten.

    Nach anderthalb Stunden kam eine Schwester, ich zog mir das OP-Leibchen über und die Schluppen. Wahrlich, es ist kein würdiger Gang durch das Krankenhaus, kaum bekleidet und mit einem Umschlag voller Krankenakten in der Hand.

    Wenigstens ist anhand des EKG beweisbar, dass der Wortvogel ein Herz hat:

    Der OP-Tisch war unter dem Einmal-Tuch mit einer Art Gel-Polster überzogen…

  • Zwerg Nase: Operation Wortvogel


    Eigentlich bin ich total gesund, meine Blutwerte, Lunge & Herz, Stoffwechsel: prima Klima im Hause Wortvogel. Aber ich habe diese Neigung, mir immer mal wieder Kuriositäten einzufangen. Über die Jahre habt ihr ein paar meiner Malaisen miterlebt – Vergiftung durch Kaktussaft, Zahnwurzel-Entzündung, Talgknoten, Campylobacter-Infektion.

    Einiges davon war von langer Hand vorbereitet.

    Reden wir zum Beispiel mal von einer Nase. Es ist keine schöne Nase (etwas knubbelig), aber es ist meine Nase. Bis ich ungefähr 13 war, hatte ich mit ihr auch keine nennenswerten Probleme. Dann drehte sich ein Klassenkamerad bei einer vergleichsweise banalen Konfrontation um und schlug saftig zu…

  • Campylobacter: Der Feind in meinem Körper


    Moin, da bin ich wieder. Wie neulich schon mal erwähnt (und auf Facebook auch halbwegs chronologisch dokumentiert), habe ich in den letzten Wochen an einer Campylobacter-Enteritis gelitten, einer eher unschönen Magen/Darm-Infektion mit lauter schmerzhaften und sich gegenseitig befruchtenden Symptomen. Und da ich ja immer wieder mal von meinen Krankheitsgeschichten erzähle, sollt ihr auch in diesem Fall was davon haben.

    Es begann vor ca. vier Wochen spektakulär bei einem eher banalen Vorgang: Ich wurde des nachts wach und wollte etwas trinken. Also hievte ich die Beine aus dem Bett und stand auf…