Thema: Food
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Heute probiere ich "Matcha Kekse" von Attila Hildmann – die sind nicht nur vegan, bio, laut Packungsaufschrift "ohne Tiere drin", sondern auch aus voll hochwertigen Zutaten und von Behinderten gebacken. Das soll kein Zynismus sein, das steht auf der Webseite!
Es mag mit meiner Diät zusammen hängen, aber ich habe in den letzten Wochen eine ungesunde Affinität zu Videos entwickelt, in denen fragwürdige Dosen geöffnet und ihr undefinierbarer Inhalt gekostet wird. Es gibt auf YouTube eine ganze Reihe von Kanälen, die sich nicht dem filmischen, sondern dem kulinarischen Trash verschrieben haben. Bei TheWolfePit z.B. findet sich die Reihe "What are we eating??", die nicht ohne Grund so heißt – sensible Naturen mögen hier NICHT klicken:
Ein "Subgrenre" dieser ungewöhnlichen Art des Unboxings sind MRE’s, also militärische Tagesrationen aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten…
London Heathrow ist dank diverser Modernisierungen mittlerweile ein sehr fortschrittlicher Flughafen, dessen Shoppingmeile es mit den Einkaufszentren der edelsten Innenstädte aufnehmen kann. Kein Wunder, dass hier auch bei der Verpflegung keine halben Sachen gemacht werden. So gibt es einen Automaten für "Ben & Jerry’s"-Eis:
Dieser wirft für drei Pfund zwar nur einen lächerlich kleinen Becher aus, aber der Vorgang beeindruckt: Man kann durch die Glasscheibe einen Saugrüssel sehen, der auf den Deckel des Bechers aufsetzt, schmatzend ein Vakuum erzeugt und das Eis damit aus der Kühlbox zieht…
Es wird einigen aufgefallen sein, dass ich hier kaum noch Entdeckungen aus den Supermarkt-Kühlregalen poste, was schlicht daran liegt, dass ich mich mittlerweile besser ernähre. Gerade das Fertigfutter strotzt vor Kalorien, die ich nicht brauchen kann.
Gestern war aber Cheat Day und ich mit meiner LvA im monströsen V-Markt einkaufen. Was muss ich sehen? Neue, bizarre Food-Kreationen, noch dazu verbunden mit Rabattaktionen – billiger ist bekanntermaßen immer besser. Da musste ich zuschlagen, auch wenn ich nun bis zum NÄCHSTEN Cheat Day warten muss, bevor ich die Verpackungen aufpfriemeln darf…
Es ist wichtig, ab einem gewissen Alter seine Weisheit an die nächste Generation durch zu reichen. Zu lehren, was man gelernt hat. Dem Jedi seinen Padawan zu suchen. Wer, wenn nicht ich, ist prädestiniert, das Jungvolk in die Geheimnisse des Fastfood einzuweisen? Ihm den Unterschied zwischen McMenü und McDeal zu erklären, zwischen Coke und Pepsi?
So trug es sich zu, dass ich der Patentochter der LvA und ihrer besten Freundin vor ein paar Wochen erklärte, wie man in Frozen Yoghurt-Läden, in denen man sich die Toppings selber aufschaufeln kann, das Maximum aus dem Festpreis holt…
Wenn man zwanzig Jahre in einer Stadt lebt, hat man seine Favoriten. Theater, Kinos, Parks und Friseure – ich bin eine treue Seele und if it ain’t broke, don’t fix it.
Was die Besuche in Speiselokalen angeht, oszilliere ich zwischen zwei Extremen: Einerseits probiere ich gerne mal was Neues aus – andererseits weiß ich, wo ich meine Lieblingsspeisen genau so bekomme, wie ich sie haben will. Ich bin also entweder Stammesser oder Neukunde.
Heute stelle ich euch mal vor, wo man mich an so manchen Tagen finden kann – in Begleitung der LvA oder mit Freunden, manchmal aber auch allein mit der neusten Ausgabe des "Video Watchdog"…
Zwar müssen wir immer noch mit dem Auto fahren, wenn wir von unserer neuen Wohnung aus zu einer Expedition Richtung Aldi starten, aber wenigstens sind es nur drei Minuten bis zu einer nagelneuen Filiale, die mit einem Edeka, einer Apotheke und einer Bäckerei kombiniert wurde und dank Parkhaus wenig Stress verursacht.
Zwei Dinge habe ich diesmal im Einkaufswagen gehabt, die ich mit euch teilen möchte.
Ich bin kein Freund zu herber Schoko-Brotaufstriche. Nutella und Konsorten sind mir zu kräftig. Ich mag Belmandel, Weiße Schokolade, oder Honig-Nusscreme…
Letztlich war die Stadionpizza eine Enttäuschung – weder Belag noch Geschmack wurden der Verpackung gerecht:
Und es ist der alte Tiefkühlpizzen-Fluch: Viel zu wenig Käse. Ich bleibe also der Pommkörr treu.
Gestern war ich mit der LvA im niegelnagelneuen Einkaufszentrum im Euro-Industriepark. Das Gebäude war früher ein Wertkauf, dann ein Walmart, kurz ein Real, und stand schließlich so lange leer, dass ich schon dachte, es wird abgerissen. Aber mitnichten: Ausgerechnet V-Markt hat sich eingenistet, der in der Balanstraße den hässlichsten Bunker betreibt, den ich kenne – bekannt aus dem Kinofilm "Langer Samstag" mit Campino von den Toten Hosen:
Nun steht da ein wahres Mega-Shoppingparadies: groß, hell, freundlich und mit wirklich ALLEM: Baumarkt, Pflanzen, Klamotten, Elektro, Lebensmittel, etc…
Die LvA ist für ein Wochenende außer Haus – ideale Gelegenheit, mal wieder die Tiefkühltruhe nach ungenießbarem Essbaren zu durchwühlen. Erster Fund: Mandelbällchen. Das sind Kroketten, nur etwas knuspriger. Kann ich mich dran erinnern, geht gut. Dazu Mozzarella Sticks – die passen neben die Bällchen in den Backofen, das erspart Arbeit.
Aber dann:
Vielversprechend allein deshalb, weil es keine echten Rouladen sind, bloss Hackfleischklopse mit was drin in Sauce. Ich glaube, ich habe mein Abendessen gefunden!
Die Mikrowellentauglichkeit schreckt mich ebenso wenig ab wie der Blick in die Packung:
Zum Nachtisch gönne ich mir was – erst seit kurzer Zeit bei ALDI erhältlich:
Gibt es auch in schokobraun, aber ich gestehe – die weiße Variante mit den Ricecrisps oben drauf ist einfach obergeil…
Ihr kennt meine Vorliebe für Ungenießbares – Dosenrösti, Pizza Pommkörr, Spiderman-Milch und IKEA-Donuts: ich bin dabei.
Das "Problem": Meine LvA kann hervorragend kochen und macht mir auch alles, worauf ich Hunger habe. Es besteht schlicht und ergreifend keine Notwendigkeit mehr, lebensbedrohliches Fertigfutter in den Backofen zu schieben.
Nur manchmal, wenn mich der Tiger reitet und ich beim Discounter etwas gar zu Surreales entdecke, darf ich es noch in den Einkaufskorb werfen – den kritischen Blick von Britta kriege ich umsonst dazu.
Neulich zum Beispiel bei ALDI:
Schmelzkäse und Formschinken zwischen zwei Röstischeiben…
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