• Filmverbrechen-Fotostory Extra – Funktion nackt: Die begrenzte Karriere der Debbie Neon (NSFW)


    NACHTRAG : Ich bin meiner Pflicht nicht nachgekommen, euch beim Fazit zum Film KAMIKAZE 1989 die Besucherzahlen zu nennen. Tatsächlich konnte der Film nicht mal vom Tod von Hauptdarsteller Rainer Werner Fassbinder profitieren und stürzte im Juli 1982 mit gerade mal 121.043 Besuchern bös ab. Er schaffte es im Sommer von ET, CONAN und MAD MAX II nicht mal unter die Top 100. Wer einen harten Cop sehen wollte, schaute Belmondos DER PROFI (2,8 Mio. Besucher).

    And now for something completely different…

    Es gibt im anglo-amerikanischen Raum eine Bezeichnung für körperlich gesegnete junge Frauen, die mit ihren Reizen Karriere machen wollen und denen der Weg dahin vergleichsweise egal ist: model, actress, whatever…

  • Filmverbrechen-Fotostory (4): KAMIKAZE 1989 oder: Sag zum Abschied leise "scheiße"


    We’re back in "action"!

    Passenderweise gehen auch die Ermittlungen von Jansen in die vierte Runde:

    Keine Angst, mit dem Film sind wir zeitnah durch, dann geht es nur noch um das Fazit und die Extra Sonder Bonus-Beilage im Anschluss.

    Jansen sucht den letzten verdächtigen Urkundenempfänger auf, einen Mann namens Weiss (auch hier: bei Wahlöö absichtlich namenlos). Warum der eine abgewetzte Uniform trägt und überall ein P draufgestickt hat? Keine Ahnung. Wenn es für "Proko" steht (was wiederum für garnix steht), dann wäre es der vermutlich dümmste Systemrebell aller Zeiten…

  • Filmverbrechen-Fotostory (3): KAMIKAZE 1989 oder: Kein Gremm Koks zu wenig


    Vorab : Die schöne Version von KAMIKAZE 1989, auf der meine Fotostory basiert, ist noch bis zum 28.8. auf arte zu besichtigen. Solltet ihr reinschauen. In der FAZ gab es auch eine sehr oberflächliche Huldigung des Streifens, von der ich kackfrech unterstelle, dass sie von diesen Beiträgen initiiert wurde.

    Und damit sind wir auch schon wieder in Düsselin… oder Berldorf. Jansen sind alle relevanten Informationen zu den Tatverdächtigen und dem ominösen 31. Stockwerk weitgehend in den Schoß gefallen, weil die tatsächlichen Mechanismen des Krimi-Genres Regisseur Gremm weniger interessieren als die Huldigung seines Hauptdarstellers…

  • Filmverbrechen-Fotostory (2): KAMIKAZE 1989 oder: Fass, Binder!


    Okayyyyy… once more unto the breach!

    Als wir Polizeileutnant Jansen das letzte Mal verließen, bekam er von seinem Polizeichef den Auftrag, den Absender der Bombendrohung gegen den Megakonzern zu finden. Vier Tage hat er Zeit. Aber Jansen ist mehr daran interessiert, den im Drohbrief erwähnten "Mord" aufzudecken, der irgendwie mit einem ominösen 31. Stockwerk in der Konzernzentrale zusammenhängt.

    Und Jansen ist noch an ganz anderen Sachen interessiert. In seinem abgewrackten Büro (was Sinn macht, wenn man unterstellt, dass diese Welt eigentlich kaum noch Bedarf an Polizisten hat) schaut er sich die gemachten Aufnahmen an:

    Der nölige Neffe…

  • Filmverbrechen-Fotostory (1): KAMIKAZE 1989 oder: Deutschtopia


    Brace yourself!

    Ich dachte, das hier würde eine relative geradlinige Geschichte werden, die ich in zwei Etappen durchboxen kann. Aber es passiert, was immer passiert, wenn ich recherchiere – Zusammenhänge wurden klar, Fragezeichen tauchten auf, Nebenstränge drängten sich in Vordergrund.

    Ich gestehe vorab: KAMIKAZE 1989 ist ein großer Verhau, dem ich nur mangelhaft gerecht werden kann – weil das verlangen würde, in den ganzen Sumpf der Abhängigkeiten, Nepotismen, Seilschaften und "Freundschaftsdienste" der deutschen Film/TV-Kultur der letzten 60 Jahre hinabzusteigen. Das ist nicht stemmbar und zudem hochriskant…

  • Filmverbrechen-Fotostory: GINA WILDKATZE oder: Happy End am Krankenbett (2)


    Okay, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, die Rückblenden, die keine Rückblenden hätten sein müssen, sind endlich rum. Wir haben uns auch daran gewöhnt, dass Gina Arnold sich an keiner Form von erkennbarer Emotion versucht und dass über weite Strecken wechselnde Erzählerstimmen die Scherben des "Plots" zusammenfegen müssen.

    In mancherlei Beziehung ist GINA WILDKATZE wie der Trash-Klassiker MANOS – HANDS OF FATE: produziert von Leuten, die kein Interesse oder keine Kenntnis von den Mechanismen des Filmemachens hatten. Die Abwesenheit der üblichen Erzählstrukturen macht ihre Notwendigkeit umso schmerzhafter sichtbar…

  • Filmverbrechen-Fotostory: GINA WILDKATZE oder: Wahre Liebe gibt es nur im Provinzpuff (1)


    Für die nächsten drei, vier Filme werde ich bewusst in obskure Keller hinabsteigen, werde in die Ecken schauen, in denen die deutsche Filmgeschichte gerne das feucht durchwischen vergisst. Da, wo sich Staub und Schmier festgesetzt haben, wo man einen hässlichen Sessel vorstellt, wenn Verwandtschaft zu Besuch kommt.

    Heute zum Beispiel geht es um GINA WILDKATZE, einen bizarren Regionalfilm aus dem Freiburg Mitte der 70er Jahre, der nach seiner "Welturaufführung" in einem lokalen Kino 20 Jahre lang verschwand und erst nach dem Tod der dafür verantwortlichen Person wieder auftauchte…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Vollgas zum letzten Platz (3)


    Dafür, dass der Film bei seiner einzigen TV-Ausstrahlung in HEISSE ÖFEN IN AFRIKA umbenannt wurde, hat es verdammt lang gedauert, bis die Beteiligten endlich mal in Afrika ankommen. Ich vermute, dass man 1989 den Originaltitel nicht mehr verwenden wollte, weil Gottschalk da bereits offizielle McDonalds-Werbefigur war.

    Laut der Wikipedia (die sich auf die Produktionsfirma beruft), wurde BIG MÄC in Garmisch-Partenkirchen, Istanbul, Kairo, Nairobi und Mombasa gedreht. Augenscheinlich sind damit die Teile gemeint, in denen der Cast tatsächlich präsent ist. So vermute ich, dass Gottschalk bei dieser Begegnung der BMW mit den Beduinen einen Off-Tag hatte:

    Angesichts der Sphinx unterstelle ich sogar, dass es sich nicht notwendigerweise um eine für den Film gedrehte Szene handeln muss:

    Es wird hier übrigens zum gefühlt zwanzigsten Mal der Song "Big Mäc" gespielt, der schwer nach dem Soundtrack von FEUER UND EIS von Bogner klingt und dem Vernehmen nach von der Hauptdarstellerin selbst gesungen wurde:

    Die Fassung im Film bemüht allerdings sehr offensichtlich eine stimmlich etwas ausdrucksstärkere Studiosängerin:

    Ich wollte es mir eigentlich verkneifen, aber what the heck – viele jüngere Leser dürften sich kaum noch an FEUER UND EIS erinnern…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Sand im Getriebe (2)


    Okay, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, Bernhard hat sich bereit erklärt, an einer Wettfahrt gegen ein japanisches Team teilzunehmen, die von der Zugspitze bis zum Kilimandscharo führt (und alle zeitgenössischen politischen Probleme des Nahen Ostens, Israels und Nordafrikas ignoriert).

    Weil wir im Gegensatz zu Thomas Gottschalk keine Tomaten auf den Augen haben, erkennen wir sofort, dass sein Schrauber "Max" natürlich kein Junge ist, sondern ein junges Mädchen, bzw. eine junge Frau:

    Abgesehen von Schlabberkleidung und kurzen Haaren gibt sich Beate Finckh auch wenig Mühe, ihr Geschlecht zu verheimlichen…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Der große Blonde auf dem schwarzen Kontinent (1)


    Vorab: Ganz am Ende dieser Fotostory findet ihr noch zwei – wie ich finde – sehr interessante Nachträge zu vorherigen Filmverbrechen. Dranbleiben!

    Ihr habt am Osterwochenende von meinem letzten Screening-Drama ja gelesen. Nachdem der Fernseher endlich wieder online war (ein Satz, den vor 20 Jahren niemand verstanden hätte), kam die Frage auf, was wir uns ansehen wollen. Der Ordner namens "Trash" ist gut gefüllt, und eigentlich wollte ich endlich mal eine obskure Low Budget Thriller-Farce der späten 90er abfeiern, aber dafür waren der Frankster und ich einfach zu kaputt…