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März 2009

gumshoe1England 1971. Regie: Stephen Frears. Besetzung: Albert Finney, Frank Finlay. Billie Whitelaw, Fulton Mackay, Maureen Lipman u.a.

Mein Faible für den britischen Film der 60er und 70er Jahre ist angelernt. In meiner Kindheit liefen diese Streifen noch häufiger um Fernsehen, und sie haben mir nicht gefallen: seltsam farblos, schlechtes Wetter, Menschen mit schlechten Frisuren, und meistens sehr distanziert erzählt. Nichts, was einen Zehnjährigen zu Begeisterungsstürmen hinreißen könnte.

Aber jenseits der 20 änderte sich das – ich entdeckte den jungen Michael Caine, den manischen Malcolm McDowall, und die Filme von Nicolas Roeg. Es stimmt zwar immer noch, dass das… [weiterlesen]

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Für alle, die im Französisch-Unterricht aufgepasst haben, gibt es hier den ganzen Trailer:

Meine Kritik zum ersten Teil gibt es auch noch…. [weiterlesen]

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März 2009

knowing1USA 2009. Regie: Alex Proyas. Darsteller: Nicolas Cage, Rose Byrne, Chandler Canterbury, Lara Robinson u.a.

Seid gewarnt: Ich werde diesem Film die Scheiße aus dem Leib spoilern. Ich werde das Ende so detailliert beschreiben, dass ihr es besser nacherzählen könnt als der Projektionist im Kino. Wer sich ungern die Vorfreude verderben lässt, soll diesen Review nicht lesen!

Ich mochte Alex Proyas. Wirklich. "The Crow", "Dark City", "I, Robot"? Genre-Fans haben damit gleich drei gute Gründe, den Mann zum Heiligen zu machen. Er kann’s.

Ich mochte Alex Proyas, als ich zur Pressevorführung von "Knowing" ging.

Ab Minute 80 seines… [weiterlesen]

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März 2009

alienagent1USA 2007. Regie: Jesse Johnson. Darsteller: Marc Dacascos, Emma Lahana, Amelia Cooke, Kim Coates, Billy Zane, Dominique Vandenburg

Nach einigen Diskussionen auf dieser Webseite in der letzten Zeit hatte ich eigentlich entschieden, künftig bei der Filmauswahl stärker darauf zu achten, wenigstens potenziell gute Filme auszuwählen. Wie gesagt: Reviews über trashige Heuler gibt es schon genug. Das bedeutet unter anderem: nur noch in Ausnahmefällen Kritiken zu billig gekurbelten DVD-Regalfüllern, die mit immer gleichen Mitteln und immer gleichen Darstellern die immer gleichen Plots durchkauen.

Leider muss ich diesem Vorsatz gleich wieder untreu werden, und das habt ihr Doc Acula zu… [weiterlesen]

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sevengladiators1Italien 1983. Regie: Bruno Mattei. Darsteller: Lou Ferrigno, Brad Harris, Dan Vadis, Sybil Danning, Carla Ferrigno, Sal Borgese, Mandy Rice Davies u.a.

Vorankündigung: Um dem "Sex & Gewalt"-Image des Italo-Schlockfilms gerecht zu werden, habe ich den folgenden Review mit Szenen brutaler Gewalt, und Fotos entblößter Titten angereichert. Sensible Seelen mögen die Augen abwenden.

An italienische Ripoffs amerikanischer Blockbuster geht man mit einer gewissen Vorsicht heran – wer bei "Gunan – König der Barbaren", "Rockit – Final Executor", oder "Star Crash" nicht von vorneherein seine Erwartungen in den Keller schraubt, hat den Sinn der Übung nicht verstanden. Der… [weiterlesen]

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monsters1USA 2009. Sprecher (Original): Reese Witherspoon, Seth Rogen, Hugh Laurie, Kiefer Sutherland u.a.

Die CGI-Filme von Dreamworks (Shrek, Kung Fu Panda, Madagascar etc.) sind meistens etwas weniger moralinsauer als die Pixar-Pendants, dafür aber auch arg dünn, was tatsächliches Drama angeht. Extrem kurzweilig, extrem konsumierbar, aber selten langfristig beeindruckend.

"Monsters vs. Aliens" ist keine Ausnahme: Die 80 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug, man lacht viel (den Rest der Zeit verbringt man zumindest breit grinsend), und am Schluß geht man gut unterhalten heim – besonders nach dem Genuß der 3D-Version. Da fällt die Tatsache, dass man kaum Plot zu… [weiterlesen]

19
15
März 2009

kampfkoloss1Neuseeland 1982. Regie: Harley Cok(e)liss. Darsteller: Michael Beck, Annie McEnroe, James Wainwright, John Ratzenberger u.a.

Eine kurze Einblendung informiert uns: "Nach den Ölkriegen". Den Rest können und müssen wir uns selbst zusammen reimen: Zivilisation im Arsch, marodierende Banden überall, und einsame Helden mit Namen wie "Hunter", die sich ständig einmischen, obwohl sie nach eigener Aussage mit nix was zu tun haben wollen. Das Land wird vom faschistischen "Straker" mit einem gepanzerten Mannschaftswagen terrorisiert. Straker will mit seinen geschätzten 15 Getreuen eine Neue Weltordnung ™ aufziehen. Viel Glück dabei. Er kann nicht mal seine angewiderte Tochter davon abhalten, sich… [weiterlesen]

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14
März 2009

Best of Superhelden-Fanfilme

Thema: Film, TV & Presse |

batsonFanfilme sind eine ganz besondere Spezies – meist nicht ernst zu nehmen, oft genug peinlich, und selten mehr als stotternde Liebeserklärungen an die Helden der Jugend.

Es gibt nach meiner Erfahrung vier Gründe, einen Fanfilm zu drehen:

  • Ein Fan will einen bestimmten Helden in einer bestimmten Story sehen (gerne basierend auf einer Graphic Novel), die von Hollywood ignoriert wird
  • Ein Fan will zeigen, dass eine Figur vorlagengetreuer umzusetzen ist, als Hollywood das gemeinhin zugibt
  • Ein Student verfilmt an der Filmhochschule ein Comic seiner Kindheit
  • Nachwuchsfilmemacher und/oder Schauspieler wollen sich den Hollywood-Studios empfehlen

Aus dem Gedanken "das könnte ich besser!"… [weiterlesen]

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crookedcircle1USA 1932. Regie: H. Bruce Humberstone. Darsteller: Zasu Pitts, C. Henry Gordon, Ben Lyon u.a.

Ahhh, die Filme aus der "Poverty Row". Kann ich mal wieder ein wenig über Filmgeschichte schwadronieren.

In den USA gab es (vor allem in den 20er und 30er Jahren) eine Reihe von sehr kleinen Studios, die oftmals in übrig gebliebenen Sets aus anderen Produktionen drehten, und deren Filme meist in kleineren Kinos oder als Zweitfilm der sogenannten "Double Feature" liefen. Selten waren sie länger als eine Stunde, selten spielten sie in mehr als zwei oder drei Sets, und selten waren sie mehr als… [weiterlesen]

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März 2009

cobra1USA 1986. Regie: George Pan Cosmatos. Darsteller: Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Brian Thompson u.a.

Wisst ihr, was mir an der "Movie-Mania" so gut gefällt? Ich lerne fast täglich was dazu. Dreimal bin ich nun schon auf das Phänomen der Literatur-Doppelverfilmung gestoßen: Romane, die mit einem gewissen Abstand zweimal für die große Leinwand adaptiert wurden, ohne dabei die Vorlage groß zu beachten.

Doppelverfilmung Nummer 1 war "Man on Fire". Darauf war einfach zu kommen, weil beide Filme im Original denselben Titel haben.

Doppelverfilmung Nummer 2 ist John Frankenheimers exzellenter "52 Pick Up", basierend auf Elmore… [weiterlesen]