4
17
Apr. 2016

Es zahlt sich aus, dass ich alle meine alten Unterlagen in der Cloud gespeichert habe – nicht nur Kontoauszüge, sondern auch meine Mails seit 1995, die Anhänge, meine Konzepte, Faxe, Recherche-Materialien. Dadurch finde ich immer wieder mal kuriosen Kram, der durchaus noch Funktion hat. So behauptete Schauspieler Matthias Hues kürzlich, er arbeite aktuell an einem Sequel zum Lundgren-Kracher "I come in peace", in dem er den (am Schluss getöteten) Alien-Bösewicht spielte. Ich konnte nachweisen, dass Hues dieses Konzept schon seit satten 19 Jahren herum schleppt – weil ich es selber 1997 per Fax für ProSieben abgesagt hatte. Und… [weiterlesen]

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Die Zeit zwischen den Tagen haben die LvA und ich unter anderem damit verbracht, uns die bisher beste Verfilmung von Agatha Christies Krimi-Klassiker "Zehn kleine Negerlein" anzusehen, natürlich von der BBC und extrem hochkarätig besetzt:

Tatsächlich gelingt dem Dreiteiler das Kunststück, Christies eigentlich komplett unfilmisches und unbefriedigendes Ende beizubehalten und doch mit erzählerischer Rendite abzuwandeln. Ich werde einen Teufel tun und euch verraten, wie sie das machen.

Müsste ich Kritik anbringen, dann allenfalls die, dass das ursprünglich titelgebende, den veränderten sozialen Gegebenheiten immer wieder angepasste Gedicht in der Verfilmung nie prominent verlesen wird, was es dem Zuschauer fast unmöglich… [weiterlesen]

9
27
Dez. 2013

Abandoned (7): Living Text

Thema: Abandoned |

Ab heute haben meine "Abandoned"-Anekdoten ein eigenes Tag, weil ich zu meiner Überraschung festgestellt habe, dass der Schoß noch fruchtbar ist, aus dem das kroch. Ich werde in den nächsten Monaten da noch einiges einstellen.

Diesen Beitrag habt ihr Samira El Ouassil zu verdanken, die auf Facebook neulich mal in die Tasten hackte:

"Ich frage mich warum das Genre der Textadventures auf Handys keine wirkliche Renaissance erfahren hat, da unsere Interaktionen verschriftlicht sind wie noch nie."

Gute Frage. Und ich habe eine Antwort, auch wenn sie schon 13 Jahre auf dem Buckel hat.

Im Jahr 2000 wurden nämlich die… [weiterlesen]

20
05
Okt. 2013

Heute stelle ich euch ein Projekt vor, das ich 2004 oder 2005 entwickelt habe und das auch prima zum Tag der Einheit passen würde. Sicher nicht preiswert zu produzieren – aber das war "Helden" ja auch nicht.

In "Red Europe" geht es (knapp zusammen gefasst) um ein alternatives Europa, in dem die Russen den Kalten Krieg gewonnen haben und in dem die DDR 1989 die bankrotte Bundesrepublik geschluckt hat. Zum 20. Jahrestag der Einheit in der VDDR (Vereinigte Deutsche Demokratische Republik) kommt eine groß angelegte Verschwörung ans Licht.

Aber was rede ich – lest die drei Seiten doch selber:… [weiterlesen]

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Meine Faszination mit dem deutschen "science Thriller" der 60er, 70er und 80er Jahre beschränkt sich nicht nur auf Rainer Erler. Ich habe Anfang des Jahrtausends geraume Zeit damit zugebracht, mir Filme zu besorgen, die es zumindest damals weder auf Video noch auf DVD gab. "Das Millionenspiel", "Welt am Draht", "Im Zeichen des Kreuzes", etc. Heute wurde ich wieder daran erinnert.

Vor knapp dreizehn Jahren wartete ich mit meinem Ko-Autor an einem griechischen Flughafen auf die Maschine, die uns heimbringen sollte. Ich gönnte mir einen total überteuerten SPIEGEL und fand einen Artikel, den ich sofort raus riss mit den… [weiterlesen]

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Dies ist mal wieder eine der ärgerlichen Geschichten, die einem in dieser Branche passieren, über die man sich aber nicht aufregen darf. Manchmal hat niemand Schuld. Shit happens. Darum lasse ich auch Namen, die ich nennen könnte, im Folgenden weg.

6CEDD3C741FE40338885B8682F40786B_Erler_ReinerIch hatte schon mal erwähnt, dass es mir vergönnt war, als erstes professionelles Interview meines Lebens den Regisseur Rainer Erler auszufragen. Besser kann man es sich nicht wünschen: artikuliert, aber präzise; charmant, aber unaufdringlich; intellektuell, aber nicht herablassend. Ich bekam eine Vorstellung davon, wie ein gutes Interview abläuft – und daran konnte ich prima die ganzen Arschlöcher messen,… [weiterlesen]

22
09
Okt. 2012

Es gibt Projekte, die habe ich schon so lange auf der Festplatte liegen, dass ich mich nicht mal an sie erinnern kann. Dann braucht es einen kleinen Schubs im Oberstübchen, um zum Aha-Effekt zu kommen.

Heute war es mal wieder soweit: Ich las auf DVD Verdict eine Kritik zum neuen Animationsfilm "Monster High: Ghouls rule". Der Inhalt: "The basic premise of Monster High is that our famous movie monsters (Dracula, the Wolfman, Frankenstein’s Monster) all have children in high school (the Monster High of the title) who go through typical high school adventures, except, of course, that

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35
05
März 2012

Schon komisch, was einem manchmal das Gedächtnis rüttelt. Gestern stieß ich online auf den launigen Kurzfilm "Red Moon":

Ein Werwolf in einem Uboot? Da war doch was?

Ja, da war was. Es muss so um 2002, 2003 gewesen sein. Ich stand bei Tandem voll im Saft und es kam die Diskussion auf, was für populäre Genres man bedienen könne, um auf dem internationalen wie dem deutschen Markt abzuräumen. Wenn man nicht von vorne herein auf großen Kinorelease oder TV-Ausstrahlung schielt, empfiehlt es sich traditionell, bei "sicheren" Genres zu bleiben – Horror, Science Fiction, Action. Das verkauft sich, entsprechenden Cast… [weiterlesen]

39
15
Feb. 2012

Ich werde in den nächsten Monaten immer mal wieder Projekte von meiner Festplatte kramen, die ich in den letzten 20 Jahren entwickelt habe und die aus dem einen oder anderen Grund in der Versenkung verschwunden sind.

Ideen entwickeln ist immer noch der spassigste Teil meiner Arbeit. Da muss man noch nicht nächtelang recherchieren, sondern kann sich in ersten Pitch Papers noch mit "… und dann erleben sie viele spannende Abenteuer" behelfen. Es gibt keinen Ärger mit Finanziers, keine zickigen Stars, kein "sorry, aber das Finale mit dem Monster mussten wir in letzter Minute aus Budgetgründen streichen". Man hat im… [weiterlesen]

56
22
Juli 2011

Okay, von "Lotta in Love" habe ich euch neulich den nie verfilmten Opener präsentiert. Heute geht es deutlich mehr "in die Vollen" – deutsches Monsterkino mit Nazis im "Akte X"-Stil ist angesagt!

"Schwarze Macht" (den Titel finde ich selber langweilig) kam eher auf krude Art und Weise auf die Welt. Nachdem ich diverse Male miterleben musste, wie deutsche TV-Sender Genrestoffe vergeigten ("Laila – unsterblich verliebt", "Das Tal der Schatten", "Geisterstunde – Fahrstuhl ins Jenseits"), wollte ich aus lauter Protest selber mal einen schreiben. Nur um zu beweisen, dass das doch gar nicht schwer ist. Es war die Zeit nach… [weiterlesen]