Vierter Tag, vierte Runde, viereckige Augen, vier fahr’n nach Lodz. Zu heiß draußen, zu stickig drinnen, Gefangene werden nicht gemacht, das cineastische „dumpster diving“ erreicht einen neuen Höhepunkt.

Den Einstieg macht ein klassisches C-Movie aus der Poverty Row, gedreht in sechs Tagen für gerade mal 12.000 Dollar von Veteran William Beaudine, der nicht ohne Grund den Spitznamen „one shot“ trug. Eine gewisse Berühmtheit hat „Bela Lugosi meets a Brooklyn Gorilla“ dadurch erlangt, dass Jerry Lewis alle rechtlichen und persönlichen Mittel einsetzte, den Film zu blockieren, weil er sich durch die Imitation von Sammy Petrillo geschädigt fühlte:

Ehrlich gesagt verstehe ich die Ablehnung nicht,  [weiterlesen]


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Tag 3 der Basterds. Ich wälze mich nach sechs Stunden aus dem Bett, das Hirn so bleiern wie die Beine. Es gibt eine Art Festival-Paralyse, die träge und doof macht. Vermutlich ein Verteidigungsmechanismus der Psyche, die sich gegen den gezeigten Trash zu stählern versucht. Ich gehe das diesmal proaktiv an: rein in die Laufklamotten und raus in den Park, so sehr meine sterbliche Hülle auch „nöööhhh…“ jault.

Auf dem Weg in den Park an der Pegnitz stoße ich auf diese (vermute ich mal) Antifa-Aso-Kneipe – wieso hat der Doc uns da eigentlich noch nie hin eingeladen? Passender kann es doch eigentlich kaum werden:

Der Park,  [weiterlesen]


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Es ist schon kurios, dass ich am Basterds-Festival kritisiere, was ich am Fantasy Filmfest vermisse – die Zeiten zwischen den Filmen. Die sind hier nämlich zu üppig. Gerne mal eine dreiviertel Stunde, mangels Abkömmlichkeit des Saals am Vorabend sogar fast drei Stunden. Das ist Leerlauf, der sich nicht immer mit Snacks und Smalltalk rumbringen lässt. Aus dem Grund sitze ich jetzt auch nach dem halben Tag schon wieder im Hotelzimmer und nutze die Gelegenheit, die ersten Reviews zu schreiben, damit ich morgen vormittag ausreichend Zeit für ein Training im nahegelegenen Park habe.

„Mystery in Bermuda“ ist trotz des Titels KEIN apokalyptischer New Age-Streifen aus der Däniken-Ecke,  [weiterlesen]


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Es war kein leichter, aber ein erstaunlich störungsfreier Einstieg in das Festival. Ich hatte um 18.30 Uhr nämlich den letzten Termin auf dem Trainingsplatz, musste danach binnen 10 Minuten unter die Dusche, was trinken und Klamotten in eine Reisetasche schmeißen, um rechtzeitig auf der Autobahn Richtung Nürnberg zu sein. Rastatt und Karlsruhe sind ja immer sehr neuralgische Punkte, was das Verkehrs-, Unfall- und Baustellenaufkommen angeht, aber vermutlich wegen des Feiertags hatte ich Glück: freie Fahrt für diesen freien Bürger. Per Bluetooth Hörspiele und Popklassiker ins Soundsystem des Wagens pumpen, am atemberaubenden Sonnenuntergang und Heilbronn vorbei – läuft bei mir.

Ich kam so früh in Nürnberg an,  [weiterlesen]


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Wie schnell doch so ein Jahr vergeht – es ist wieder Zeit, nach Nürnberg zu pilgern, um Doc Acula und seinem neusten Tauchgang in der Rumpelkammer des Schlechtfilms zu huldigen. Schauen wir doch mal kurz, was auf dem steht, was der Doc frecherweise als „Programm“ betrachtet…

Donnerstag, 15. Juni

„Tanz des Drachen“ lasse ich wegen Arbeit und Training ausfallen, auch wenn ich den gerne mal in einer schönen 35mm-Kopie auf der großen Leinwand gesehen hätte. Ein grandioser Disco-Kung Fu-Fantasy-Film, der richtig Spaß macht und aus einer Zeit stammt, als das Genre des „sich gegenseitig verhauen“ noch nicht so ausgelutscht war.  [weiterlesen]


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So, Tag 3 ist auch gleichzeitig mein Abgesang, denn der erste Hochzeitstag verpflichtet mich zur Heimreise. Ob es eine Schande ist, die Vorführung des letzten Jess Franco-Films zu verpassen, sei dahin gestellt…

ChampionsOfJusticePosterVeranstalter Doc Acula ist bekanntermaßen ein Fan von massigen Männern, die sich verschwitzt betatschen und umher rollen. Kein Wunder, dass in „Die Engel von St. Pauli“ bereits gerungen wurde und mit „Champions of Justice“ dann sogar ein vollblütiger Vertreter des Luchadores-Kinos auf dem Programm stand. Maskierte Mexikaner im Kampf gegen einen verrückten (wobei – eher korrupten) Wissenschaftler und seine bösen Wichte. Kennt man das Genre etwas genauer,  [weiterlesen]


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Auch heute mache ich es aus Zeitmangel knapp und knackig, denn der Magen rumort, die Dusche wartet und der nächste Film ist keine zwei Stunden entfernt. Nach Wanderungen in Südtirol und Salzburg, mehreren tausend Kilometern auf dem Tacho und zu vielen Unwägbarkeiten geht nicht nur die Woche, sondern langsam auch meine Energie zu Ende…

Ich bin also wieder bei B-Film Basterds-Festival, das ich bisher nur 2015 wegen Heirat ausfallen lassen musste. Eine erfreuliche Menge an Veteranen, auch vom Fantasy Filmfest, ist heuer wieder dabei. Ich fläze mich wie üblich in der Mitte der ersten Reihe neben dem Moderator,  [weiterlesen]


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kinoMeine Vorliebe zum Trashfilm ist weithin bekannt, meine persönliche Affinität zum B-Film Basterds-Festival auch. Wenn Doc Acula ruft, komme ich gerne und lasse mich als attraktiv angegrauten Veteranen der Szene feiern. Ähem…

Nun war das Basterds-Festival dieses Jahr im Mai schon ein höchst launiger Event. Ich tendiere dazu, so etwas nicht durch Wiederholung zu verwässern. Andererseits ist es angebracht, die frohe Botschaft der Badmovies in so viele Kinosäle wie möglich zu tragen. Es ist Doc Acula (unter Mithilfe des schweigenden Wortvogel-Lesers Reini) gelungen, beide Aspekte unter einen Hut zu bringen: Unter dem Namen „  [weiterlesen]


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Voyage_of_the_Rock_Aliens_German_DVDSo, mit etwas Verspätung komme ich doch noch zur Würdigung des finalen Films und zum abschließenden Kommentar.

Mit „Voyage of the Rock Aliens“ hatte sich Doc Acula einen Abschlussfilm ausgesucht, zu dem man ihm vorwerfen kann, kein Risiko eingehen zu wollen – dieser Bastard der MTV-Ära ist ein garantierter Crowdpleaser, eine perverse Mischung aus „Grease“ und „Class of Nuke ‚Em High“ minus Talent und Respekt vor dem Publikum. Ein eiskalt kalkuliertes Vanity-Projekt für eine mäßig begabte und mäßig aussehende Millionärsgattin, die eine Saison in den 80ern Star spielen durfte.

„Voyage of the Rock Aliens“  [weiterlesen]


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Man gestehe mir zu, dass ich am Samstag Abend einfach zu fertig war, um die letzen beiden Filme des Tages nachzuschieben. Und da es am nächsten Morgen „schon“ um 11 Uhr weiter ging, nutze ich nun die Rückfahrt für die abschließenden Reviews.

Vor“ Scarletto“ (aka „Bloody Pit of Horror“ aka „Crimson Executioner“) hatten die Filmgötter in Form von Doc Aula und Reini den Kurzfilm „Klopf nicht an die Tür des Teufels“ gesetzt, so eine Art Pseudo-Giallo-Bebilderung der Musik des Pseudo-Giallo-Projekts Sospetto. Nun sind ja schon Giallos oft nicht wirklich handlungsorientiert, aber hier konnten 23 Minuten sehr lang werden.  [weiterlesen]


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