Zurück aus dem Weltall

Letzter Tag, neues Glück. Schwarzweiß-Filme hatten wir noch nicht, also her damit. Und „Zurück aus dem Weltall“ stellte sich als GANZ obskure Nummer heraus – ein deutscher Heimatfilm mit SF-Rahmengeschichte, präsentiert in der englisch synchronisierten US-TV-Fassung, die vermutlich noch ein wenig Footage von Raketen und Wissenschaftlern dazu gemischt hat.

Lasst euch nicht täuschen: hier warten weder der Trip zum Mond noch die Begegnung mit Aliens. „Zurück aus dem All“ nutzt den Testflug des Hundes „Wolf“ dazu, um die Liebesgeschichte eines Tierarztes und einer Lappländerin zu erzählen. Am Schluss bringt die gelandete Rakete mit dem Hund beide glücklich zusammen.  [weiterlesen]


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Weiter im Text.

FWU Kurzfilme

Nächster Tag, guter Einstieg – wieder mal ein paar Schul-Lehrfilme. Die sind immer kurz, knackig und mit dem offenen Ende ganz anders gestaltet als die üblichen Festivalkracher. Diesmal bekamen wir einen bezaubernden englischen Zeichentrickfilm über einen Zahnarzt zu sehen, der an seinem Geburtstag einfach die Schnauze voll hat von seinem Spießerleben. Dazu eine Episode des Maulwurfs aus der „Sendung mit der Maus“. Und eine Folge der Science Fiction-„Serie“ „Raumschiff Terra 12“ mit Robert Atzorn, die niemand je zum „deutschen Star Trek“ erklären wird.

Attraktion des Programms war aber der Kurzfilm „Achterbahn der Gefühle“  [weiterlesen]


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So, Tag 2 des Basterds-Festivals. Den Morgen brachte ich damit rum, die Reviews vom Vortag zu schreiben (waren ja nur zwei) und mein Haus in München bei ImmoScout einzustellen (es wird wieder ein zuverlässiger Mieter gesucht). Danach füllte ich noch meinen Festival-Bag mit diversen Naschereien und machte mich auf den Weg.

Doc Acula selbst war zum ersten Film gar nicht da – Lohnarbeit verlangte seine Gegenwart anderswo. Also übernahm Kumpel Reini spontan die Anmoderation des ersten Films. Und scheiterte. Denn entgegen seiner Vermutung handelt es sich bei „Kalimán“ gar nicht um einen Luchador-Film, also mit mexikanischem Wrestling im Mittelpunkt.  [weiterlesen]


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Ich entzünde die Fackel, deren Lumpen in das Öl toter Nerds getunkt ist. Dann steige ich in die Katakomben unseres Hauses, lasse brizzelnd die Spinnweben in den Flammen vergehen, und bahne mir den Weg durch das Gerümpel vergangener Jahre. Schwitzend und grunzend schaufle ich Zombie-DVDs, vergilbte Bücher, gekaufte und doch nie gelesene Zeitschriften beiseite, bis ich auf die alte Kiste stoße, die leise quietschend ihre Schätze preisgibt. Das Geek-Kostüm, das nie mehr zu tragen ich mir schwor. Ich schüttle den Staub aus der olivgrünen Feldjacke, zerre eine graue Stoffhose hervor, bediene mich am Stapel nie getragener Fantasy Filmfest T-Shirts, die ich etwas zu optimistisch in „L“  [weiterlesen]


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Sachen, die man nach einem langen Festival-Tag probiert:

Kurzurteil: bäh.

Und damit zum einzigen Filmfestival, bei dem Sätze wie dieser nonchalant in den Raum geworfen werden: „Auf die deutsche Hymne kann man übrigens prima den Bärenmarke-Song singen.“

Ostzone

Wieder mal deutscher Horror – und ob ich mich damit auf das Genre oder die Erfahrung beziehe, ist bekanntermaßen immer ein Wurf der Münze. Ich würde gerne die Diskussion anstoßen, warum deutsche Filmemacher kein „Horror können“, aber dem aktuellen Stand nach können sie Science Fiction, Action und romantische Komödie ja AUCH nicht. Was soll’s also?  [weiterlesen]


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Ach, der Fluch des sozialen Miteinanders – in anderthalb Stunden muss ich aus dem Hotel ausgecheckt sein und bei einem verspäteten Geburtstagsfrühstück antanzen. Ein knallharter Einstieg für den letzten Festivaltag.

Doc Acula verloste heute wieder fleißig – und angesichts der 1:1-Ration von Publikum und Gewinnen musste eigentlich jeder was mit nach Hause nehmen. Da ich die Reduktion meines Hausrats plane, verkniff ich es mir, die Hand zu heben. Es war eh nichts dabei, das meinem Leben eine positivere Richtung gegeben hätte (glaube ich).

FWU Selection

Man kann dem Veranstalter vieles (VIELES!!!) vorhalten –  [weiterlesen]


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Der Wortvogel und Doc Acula – modische Titanen bis zu den Socken:

Zweiter Tag B-Film Basterds 2018 – eine Wundertüte schlechten Geschmacks unter der Beteiligung Indiens, Deutschlands, Mexikos, Italiens und Spaniens. Maskierte Rächer, nackte Nymphomaninnen, tanzende Gurus und hosenlose Bayern zum Einsatz!

Diler (aka Anji)

Den Tag einläuten durfte ein Bollywood-Streifen… nein, genau genommen ein Tollywood-Streifen. Den Unterschied könnt ihr hier nachlesen. Es geht – wie immer im indischen Kino – um alles, ein all you can eat buffet aus Melodrama, Komödie, Romanze und Abenteuer. Irgendein alter Zausel aus Österreich will eine indische Legende nutzen,  [weiterlesen]


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Nürnberg sexy – von meinem Hotelzimmerfenster aus gesehen:

Mir ist es wurscht – ich habe gut geschlafen und es ist nur ein kurzer Fußweg zum Kino. Nachteil heute: Fastentag. Mehr als Wasser und ein paar Babykarotten sind also nicht drin. Das ist bei einem Filmfestival natürlich kacke und beim großen FFF in Berlin werde ich das definitiv anders handhaben. An cineastischen Delikatessen laben, aber an kulinarischen Delikatessen darben? Nicht mit mir!

Ich bin gestern sehr zeitig nach Nürnberg gefahren, weil es hieß, dass sich die Jungs vorher bei Uschi (vulgo O’Shea) treffen würden.  [weiterlesen]


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Vierter Tag, vierte Runde, viereckige Augen, vier fahr’n nach Lodz. Zu heiß draußen, zu stickig drinnen, Gefangene werden nicht gemacht, das cineastische „dumpster diving“ erreicht einen neuen Höhepunkt.

Den Einstieg macht ein klassisches C-Movie aus der Poverty Row, gedreht in sechs Tagen für gerade mal 12.000 Dollar von Veteran William Beaudine, der nicht ohne Grund den Spitznamen „one shot“ trug. Eine gewisse Berühmtheit hat „Bela Lugosi meets a Brooklyn Gorilla“ dadurch erlangt, dass Jerry Lewis alle rechtlichen und persönlichen Mittel einsetzte, den Film zu blockieren, weil er sich durch die Imitation von Sammy Petrillo geschädigt fühlte:

Ehrlich gesagt verstehe ich die Ablehnung nicht,  [weiterlesen]


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Tag 3 der Basterds. Ich wälze mich nach sechs Stunden aus dem Bett, das Hirn so bleiern wie die Beine. Es gibt eine Art Festival-Paralyse, die träge und doof macht. Vermutlich ein Verteidigungsmechanismus der Psyche, die sich gegen den gezeigten Trash zu stählern versucht. Ich gehe das diesmal proaktiv an: rein in die Laufklamotten und raus in den Park, so sehr meine sterbliche Hülle auch „nöööhhh…“ jault.

Auf dem Weg in den Park an der Pegnitz stoße ich auf diese (vermute ich mal) Antifa-Aso-Kneipe – wieso hat der Doc uns da eigentlich noch nie hin eingeladen? Passender kann es doch eigentlich kaum werden:

Der Park,  [weiterlesen]


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