Ich werde vielleicht in nächster Zeit immer mal wieder einzelne Erinnerungsfetzen aufschreiben, damit sie nicht verloren gehen, wenn meine grauen Zellen nach und nach auf dem Gedächtnisfriedhof begraben werden. Wenn sich das bewährt, mache ich eine unregelmäßige Reihe daraus.

Wo wir gerade bei Weihnachten sind – ich bin nicht schwer zu beschenken. Oder sehr schwer. Das ist eine Frage der Einstellung. Mir ist egal, was ein Geschenk kostet. Für mich zählt – ganz Klischee – der Gedanke dahinter. Ich möchte, dass man sich überlegt, was man mir schenkt. Keinen Nippes, keine Witzigkeiten, keine Staubfänger. Wenn jemandem aus meinem Freundeskreis partout nichts einfällt,  [weiterlesen]


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Es passiert gewöhnlich eher wenig im Garten. Wir wohnen ja mitten in der Stadt und da ist es schon ein Ereignis, wenn mal eine Katze durchschlendert oder eine Amsel eine kurze Trinkpause einlegt. Jetzt im Winter ist sowieso Schicht im Schacht.

Bis eben.

Wie es aussieht, wollte ein kleiner Vogel sich entspannt nach Regenwürmern umschauen und hüpfte auf dem verrottenden Laub herum. Und das hat wohl aus der Höhe ein Bussard (Milan? Falke? Adler?) gesehen und zum Sturzflug angesetzt. Whäm! Ein Piepmaz weniger, ein voller Greifvogel-Bauch mehr.

Es ist spannend, das Prozedere (inklusive der Entfederung der Beute und der Entfernung der Organe) mal aus der Nähe und in Ruhe beobachten zu können.  [weiterlesen]


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An dieser Stelle lasse ich gemeinhin ein paar salbungsvolle Worte fallen, die euch sentimental einschmieren und davon überzeugen, dass der Dewi vielleicht doch kein herzloser Drecksack ist, in dessen Brust nur das Getriebe einer alten Taschenuhr tickt. Irgendwas gleichzeitig Herziges und doch Herzergreifendes, das über die Feiertage in euch nachköchelt und immer wieder leise „hach…“ macht.

Aber da ich dieses Jahr zu Hause bin und vermutlich sogar Zeit haben werde, immer mal wieder ein paar Worte zu schreiben, erübrigt sich das. Es gibt keine Feiertagspause beim Wortvogel. Wir machen durch bis morgen früh und singen… ungefähr so.  [weiterlesen]


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Es war mal wieder soweit – die LvA und mich zog es in die britische Hauptstadt. Wer weiß, wie lange wir da ohne Visum und Führungszeugnis noch reinkommen. Wir wollten auch mal den Luxus probieren, von Baden-Baden direkt mit RyanAir zu fliegen. Der Preis war zudem heiß: 80 Euro pro Person hin und zurück, Sitzreservierung inbegriffen. Sogar die Abflugzeiten waren komfortabel: hin 10.40 Uhr, zurück 15.35 Uhr.

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Und siehe da, das hat was: man fährt eine Stunde vor Abflug daheim los, Handgepäck und gewebcheckte E-Tickets in der Tasche. Nochmal 90 Minuten später stapft man schon durch Stanstead zum National Express,  [weiterlesen]


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Normalerweise beginne ich meinen Artikel erst, wenn ich meine Meinung beisammen habe. Heute ist das allerdings anders. Es schwirrt in meinem Kopf. Weil ich auf andere Leute sauer bin und mich gleichzeitig frage, warum ich nicht sauer auf mich selbst bin.

Jetzt müsst ihr mir weiterhelfen.

Der Anlass ist vergleichsweise banal:

Und einige meiner guten und besseren Freunde bei Facebook so: yay!

Und ich so: echt?

Klar war ich ein Fan des Filmstars Chuck Norris. „Octagon“ war meine Eintrittskarte in die Welt von Martial Arts und Ninjas.  [weiterlesen]


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Kleinkram zum Zeitvertreib, während ich in London bin.

Tobias Hohmann hat mich anlässlich des zweiten Charles Band-Buchs ausführlich interviewt. Wer also zur Abwechslung mal auf deutsch lesen will, wie so ein Werk entsteht, der kann sich bei ihm drüben verlustieren.

Ich bin bass erstaunt, welche Wellen mein Artikel über das vertikale Storytelling geschlagen hat – der geht tatsächlich nicht nur im Fandom, sondern auch in der Branche rum. Und aktuell haben sich die Jungs von Nerdtalk in ihrem neusten Podcast fast eine Viertelstunde damit auseinandergesetzt. Für Ungeduldige: ab 1 Stunde 52 Minuten kommt das Gespräch auf mich.  [weiterlesen]


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Der respektierte Herr Niggemeier Stuckmann hat bei Übermedien eine unfassbare Fleißarbeit geleistet und sich mit der totalen Unübersichtlichkeit und Tranigkeit der Mediatheken von ARD und ZDF auseinander gesetzt. Jeder, der schon einmal durch die abgabenfinanzierten digitalen Korridore geirrt ist, wird ihm zustimmen. Kein visuelles Konzept, keine Userführung, keine nachvollziehbaren Strukturen. Es lässt sich kaum bestreiten: müssten die Angebote verkauft werden, hätte man das ganz anders gemacht. Aber hier ist der Kunde ja nur Untertan, der soll froh sein, dass er überhaupt was jenseits der Mattscheibe anschauen darf.

Nun ist das nicht exklusiv das Defizit von ARD und ZDF: Mein Versuch herauszufinden,  [weiterlesen]


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USA 2017. Regie: Rian Johnson. Darsteller: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Benicio del Toro, Adam Driver, Mark Hamill, Carrie Fisher, Lupita Nyong’o, Laura Dern, Kelly Marie Tran u.a.

Story: Es sieht schlecht aus für den Widerstand – die Erste Ordnung fährt einen Sieg nach dem anderen ein, eine letzte kleine Flotte von Rebellen ist auf der Flucht vor Snokes persönlichem Zerstörer. Während Finn versucht, eine Schwachstelle des Raumschiffs zu knacken, legt sich Poe mit der kommissarischen Leiterin des Widerstands an. Rey ist derweil auf der Suche nach Meister Luke Skywalker,  [weiterlesen]


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Da ich morgen nach London fliege und gerade wenig Zeit habe, schiebe ich schnell noch einen sehr britischen Eintrag ein, zu dem mich Lee Goldberg inspiriert hat, der ja bekanntermaßen ein Faible für „all things unaired“ hat.

Es geht um die James Bond-Titelsongs. Die sind ja quasi Kulturgut. Es ist erstaunlich, wie viele Klassiker der modernen Popmusik die Filmreihe hervorgebracht hat.

Sehr typisch:

Sehr sexy:

Sehr poppig:

Sehr scheiße:

Weniger bekannt ist allerdings, dass immer wieder auch Künstler Songs für Bondfilme einreichen,  [weiterlesen]


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Schlange stehen für des Vogels Werk. Nach deutscher Zeit war es in der Nacht von Sonntag auf Montag soweit – im renommierten „Dark Delicacies“-Buchladen in Burbank kam es zu einer Signierstunde früherer Komplizen von Charles Band, Empire Pictures und Full Moon Entertainment:

Ich hätte mir in der Tat nicht träumen lassen, dass der Kultshop eines Tages mal (u.a.) meinen Namen im Schaufenster präsentieren würde.

Dem Feedback der Beteiligten nach ist es gut gelaufen, viele Fans von Full Moon kamen vorbei, um sich das Buch und andere Devotionalien signieren zu lassen. Vor allem aber freuten sich die Regisseure,  [weiterlesen]


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