Ich weiß, das ist eine verallgemeinernde und vielleicht polarisierende Überschrift. Aber ich denke in letzter Zeit oft darüber nach, wie gut es uns eigentlich geht. Nicht nur hier in Deutschland, nicht nur in dieser Generation. Wie haben es als Spezies so unfassbar weit gebracht: Wir werden 80 statt 20 Jahre alt, können Krebs ebenso behandeln wie Karies, haben das ganze Jahr Essen, Wärme, Strom, Wasser. Das angehäufte Weltwissen gehört nicht mehr nur den Eliten, die aufgeklärten Gesellschaften haben die irrigen Annahmen überwunden, Menschen könnten aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung minderwertig sein. Fast jede Messlatte für zivilisatorischen Anstand haben wir in den letzten 50 bis 100 Jahren übersprungen.  [weiterlesen]


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Es ist kaum zu fassen, aber vor 25 Jahren startete Babylon 5:

Die Serie war mehr als nur eine weitere Weltraumoper – sie war die Öffnung des Genres in Richtung Saga, in Richtung vertikales Storytelling, in Richtung „von A bis Z durchkonzipiert“. Es ist heute kaum noch vermittelbar, wie sehr mich 1993 schon der Pilotfilm geflasht hat (in Deutschland „Space Center Babylon 5“).

Nun ist ja bekannt, dass ich Ende der 90er auch so eine Art Standardwerk zum Thema „Babylon 5“ geschrieben habe. Das hängt mir heute noch nach. SciFi Geeks haben ein verdammt langes Gedächtnis.  [weiterlesen]


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Weil es gerade in den Zeitgeist passt: Ich bin ja an einer link(sliberal)en Gesamtschule in Düsseldorf für das Leben gebildet worden. Ich erinnere mich an eine Deutschstunde, in der sich eine Klassenkameradin weigerte, ein Gedicht zu analysieren, weil es (aus dem Kopf zitiert) die Zeile enthielt, der Himmel spanne sich über die Erde. Das war in ihren Augen unverzeihlich, unverkennbar und unerfreulich sexistisch – der (männlich!) Himmel dominiert die (weiblich!) Erde. Ein Klassenkamerad, der bis dahin primär durch entspanntes Schweigen aufgefallen war, seufzte hörbar in den Raum: „Mach doch mal ’ne Therapie.“

Der Klassenkamerad war übrigens der Bruder eines Schauspielers,  [weiterlesen]


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Nachdem es einigen Lesern anscheinend gefallen hat, ihre Erinnerungen mit meinen abzugleichen, wollte ich auch weitere typische Arbeits/Wohnzimmer meines Lebens mit euch teilen. Leider ist das nicht so einfach.

In der Wohnung, in die ich nach der Wohnung in der Nymphenburger Straße gezogen bin, herrschte Luxus – über 130 Quadratmeter nur für mich, mit Galerie und separatem Bad und Dusche. Arbeitszimmer und Wohnzimmer wurden erstmals aufgeteilt. Leider gibt es davon kaum noch fotografische Dokumentation:

Geile Wohnung, ungeile Wohngegend. Leider. Man muss sich vor Augen halten, dass 1997 in Zorneding an Internet nicht zu denken war und der Fernseher nur sieben Programme empfing.  [weiterlesen]


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Eigentlich wollte ich jetzt schon den nächsten größeren Blog-Beitrag schreiben – aber es soll nicht sein. Weil ich mich geärgert habe. Und besonders „gerne“ ärgere ich mich ja über die richtige Seite, also prinzipiell erstmal „unsere“. Wenn kluge und gute Menschen dumm und böse reagieren, dann kriege ich – wie wir Rheinländer sagen – so’n Hals.

Also nochmal zurück zu der Geschichte von der Bloggerin, die auf die Nase gefallen ist, weil sie ausgerechnet ein Hotel um Gratis-Zimmer angegangen ist, das sich einen Spaß daraus macht, in der Social Media-Sphäre Rabatz zu machen.

Egal,  [weiterlesen]


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Es gibt gerade mal wieder eine Fehde, die ist zu saftig, um sich nicht drüber zu amüsieren. In kurz: Die erfolgreiche YouTuberin Elle Darby fragt bei einem Hotel an, ob sie dort kostenlos wohnen dürfe, wenn sie dann kräftig für das Hotel trommle – in Vlogs, auf Instagram, etc. Das Hotel reagiert unerwartet: man zeigt Elles Anfrage hämisch kommentiert auf Facebook und schwärzt ihren Namen (absichtlich?) so, dass er mit ein wenig Justierung der Helligkeit doch noch zu lesen ist.

Ein Shitstorm bricht los, Elle wird als geizig-gieriges YouTube-Miststück an den digitalen Galgen gehängt, das Hotel bringt sogar noch T-Shirts mit Nachtretereien raus.  [weiterlesen]


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Originaltext Januar 2014:

Eigentlich sollen User-Kritiken nicht mehr und nicht weniger sein als eine Orientierungshilfe. Doch seit jeher werden sie auch genutzt, um schamlos Eigenwerbung zu betreiben, Konkurrenten zu diskreditieren und persönliche Fehden auszutragen. Jetzt hat die Spaß-Guerilla die Möglichkeiten des Review-Trollings entdeckt – und Amazon ist machtlos.

Generell gilt die Faustregel: Je mehr, desto besser. Eine große Menge an Nutzerkritiken gleicht Fakes und Eigenlob aus, sorgt für ein grob plausibles Stimmungsbarometer. In manchen Fällen fungiert die Usergemeinde auch als Korrektiv: Als ein Ebook namens „Intersection“ mit uncharmant „entliehener“ Cover-Artwork angeboten wurde,  [weiterlesen]


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USA/Kanada 2017. Regie: Guillermo del Toro. Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Octavia Spencer, Michael Stuhlbarg, Doug Jones, David Hewlett

Offizielle Synopsis: Im 60er Jahre-Amerika des Kalten Krieges verliebt sich eine stumme Putzfrau in eine amphibienartige Kreatur, die, von der Regierung gefangen gehalten, mit geheimen Experimenten gequält wird.

Kritik: Ich kann wenig zu diesem Film schreiben, was ihr in den nächsten Wochen nicht anderswo auch lesen werdet. Er hat bereits Dutzende Preise eingesammelt, er wird vermutlich Hunderte weitere bekommen. Er ist „talk of the town“, Oscar-Anwärter und so eine Art „Amelie“,  [weiterlesen]


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Frankreich/Belgien 2017. Regie: Hélène Cattet, Bruno Forzani. Darsteller: Elina Löwensohn, Stéphane Ferrara, Bernie Bonvoisin, Hervé Sogne, Marc Barbé u.a.

Offizielle Synopsis: In einem verfallenen Gemäuer mit Meerblick treffen aufeinander: eine Künstlerin und ihre beiden Lover auf der Suche nach Inspiration, drei scheinbar arglose Touristen, ein brutales Gangstertrio und zwei Motorradcops. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen sie aufeinander los im Kampf um Leben und Tod – und um 250 Kilo reinstes Gold.

 

Kritik: Ich bin mit dem Regie-Duo Cattet/Forzani am Scheideweg – nach dem großartig konsequenten „Amer“  [weiterlesen]


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Frankreich 2017. Regie: Mathieu Turi. Darsteller: Brittany Ashworth, Grégory Fitoussi, Javier Botet, Jay Benedict, David Gasman, Carl Garrison, Richard Meiman, Mohamed Aroussi

Offizielle Synopsis: Die taffe Juliette brettert in einem rostigen Jeep durch eine karge Wüstenlandschaft, auf der lebensgefährlichen Suche nach Benzin und Nahrung. Ihre Route ist gesäumt von ausgebrannten Fahrzeugen und massakrierten Leibern. Postapokalypse? Kriegsszenario? Immer wieder sucht sie Schutz vor Wesen, die lange Zeit nur zu hören sind. Creature Feature? Zombie-Invasion? Backflash. Besagte Juliette beginnt als labile New Yorkerin eine Romanze mit dem mondänen Galeristen Jack.

Kritik: Nochmal Xavier Gens –  [weiterlesen]


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