Ich sitze gemütlich, aber nicht faul auf dem Sofa. Draußen pfeift schwer der Wind, Tee und eine Bettdecke halten mich warm. während ich auf dem Notebook Reportagen für die nächste „Liebes Land“ schreibe.

Becky liegt dösend neben mir.

Rufus reicht das nicht.

„Du-huuu…“

Der Kater pirscht sich von links ran, setzt vorsichtig eine Vorderpfote auf mein Trackpad und schiebt sein Köpfchen zwischen mich und den Bildschirm mit der Arbeit.

„Du-huuu…“

Ich seufze. „Was ist denn, du kleiner Scheißer?“

Er positioniert sich nun komplett auf der Handablage des Laptops,  [weiterlesen]


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schnowFür unsere beiden Katzen ist der Winter schon eine aufregende Sache – kennen sie ja nicht, weil sie erst im späten Januar 2014 geboren wurden. Schnee, das ist super, haben sie schnell festgestellt. Kann man drin rumtappsen, dran riechen, danach schnappen, wenn er vom Dach rutscht. Und sind die Pfoten dann so richtig kalt und feucht, kann man ins Wohnzimmer schlendern und sie auf der Plauze vom Chef warm stampfen.

Silvester hingegen ist unseren Schnuckeln egal, weil die Einordnung der Welt in abstrakte Konzept wie Daten und Termine nicht ihrem Zeitverständnis entspricht. Silvester ist nicht Jahreswechsel, sondern nur „die Nacht,  [weiterlesen]


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Es gibt Accessoires, die ich nicht benutze, weil ich mich nie an sie gewöhnen konnte – Regenschirme, Mützen, Sonnenbrillen, Schals. Trotzdem HABE ich Regenschirme, Mützen, Sonnenbrillen und Schals – das ist Teil meines Plunderproblems.

Neulich musste ich aber mal einen neuen Schal kaufen, weil ich bei einer Schneeproduktion zur dunkelgrauen Jacke laut LvA „irgendwas mit Farbe“ brauchte – alle meine Schals sind so grau wie mein Gemüt. Eilfertig kaufte ich einen blaugraurotweißen Schal bei Tchibo.

Zu Hause machte ich den Fehler, die Tüte mit dem eingepackten Schal unbeaufsichtigt zu lassen. Am nächsten Tag sah er so aus:

schalRufus hatte entschieden,  [weiterlesen]


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Ich habe in den letzten vier Wochen auf Facebook immer mal kleinere Nachrichten unserer Katzen vermeldet und finde es angebracht, die Leserschaft des Wortvogels jetzt mal offiziell aufzuklären und einzubinden.

Die Entscheidung, neue Katzen anzuschaffen, haben wir uns nicht leicht gemacht. Nach dem Glück, aber letztlich auch der Trauer in Sachen Abby wollten wir erstmal für uns bleiben. Dann stand fest: Wenn eine Katze, dann zwei Katzen. Die sollen schließlich auch Gesellschaft haben, wenn wir mal nicht in der Wohnung sind. Und schließlich: Katzen aus Zucht, mit Stammbaum. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil wir aus verständlichen Gründen diesmal Krankheiten so weit wie möglich ausschließen wollten.  [weiterlesen]


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Ihr erinnert euch vielleicht noch an diese etwas traurige Geschichte, die fast exakt ein Jahr zurück liegt. Der Pizzabote, der mich an unsere Abby erinnerte, was seltsam schön und traurig zugleich war.

Heute habe ich mir mal wieder eine Pizza bestellt, ganz außer der Reihe – eine frustrierte Belohnung für die Chicago-Reise, die ich absagen musste. Und wer kam die Treppe hoch gestapft? Er. Der Pizzabote. Wieder freundlich, wieder entspannt.

Ich entscheide mich spontan, ihm von den Nachwehen seines letzten Besuches zu erzählen. Schon als ich sage „Sie waren doch letzte Jahr noch da,  [weiterlesen]


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Es war ein harter Tag, dieser Dienstag. Von morgens 8.00 Uhr bis abends 21.15 Uhr beruflich unterwegs. 500 Kilometer im Mietwagen durch Schneefall, Gebirge, vereiste Autobahnen. Dunkelheit, Hunger, die wie immer nagende Sorge, dass die sorgfältige Planung sich nicht auszahlt, dass was dazwischen kommt, dass das Ergebnis den Aufand nicht rechtfertigt.

Ich bin fertig, als ich daheim in den Sessel falle. Und allein. Die LvA ist ebenfalls unterwegs, den ganzen Rest der Arbeitswoche noch. Ich skype sie im Hotel an, wir erzählen unseren Tag, vermissen uns. Als ich die Verbindung beende, ist es 23.15 Uhr.

Entsetzlicher Hunger.  [weiterlesen]


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Am Mittwoch Abend hatte Abby einen schweren Anfall. Es wurde auch über Nacht und am nächsten Morgen nicht besser. Donnerstag brachte ich sie zum Arzt, wo sie eine Beruhigungsspritze bekam, damit man ihr Blut abnehmen konnte. Die Ergebnisse sollten binnen 48 Stunden vorliegen. Daran sollte sich entscheiden, ob wir die Dosis anpassen oder auf ein anderen Mittel ausweichen. Zusätzlich bekam ich Valium ausgehändigt, um die Katze bis dahin in akuten Fällen etwas dämpfen zu können.

Es half nur nicht.

Die Nacht auf Freitag war der Horror. Abby war so schwach, dass sie gegen Türstöcke stieß und immer wieder mit den Hinterbeinen weg knickte.  [weiterlesen]


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Es ist immer schwer, wenn das geliebte Haustier krank ist. Besonders, wenn sich nur schwer identifizieren lässt, was genau los ist. Abbys Anfälle nahmen in den letzten Wochen bedenklich zu, wir hatten sie mehrfach beim Veterinär, um alle möglichen Ursachen auszuschließen – bis am Schluss letztlich Epilepsie übrig blieb. Die kann man bei Katzen nicht testen, die kann man nur vermuten, wenn alles andere abgehakt ist.

Das klingt nun sehr schlimm. Epilepsie ist nicht schön. Man denkt an Menschen, die sich in Muskelkrämpfen winden, die nicht Auto fahren dürfen, die an ihrer eigenen Zunge ersticken können. Ganz so schlimm war es bei unserer Kleinen dann doch nicht: sie hat nur diese Anfälle,  [weiterlesen]


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Wir waren am letzten Sonntag auf einer Katzenmesse hier in München. Es war brechend voll, die Tiere aber erstaunlich entspannt (sediert?). Es hat mich ein wenig irritiert, weil ich mir mehr „Messe“ und weniger „Katzenschau“ erwartet hatte. Manche der flauschigen Schnurrer hätten wir gerne stante pfote „gerettet“.

Trotz Eintritt und Gedränge lohnt sich der Besuch für Katzenbesitzer, weil so ziemlich alle Futterhersteller vertreten sind, die ihre beste Ware zu reduzierten Messe-Preisen anbieten. Und wenn man schon zwei Dosen kauft, packen die den Rest der Tüte auch noch voll, weil sie partout nichts mit von der Messe zurück zur Firma schleppen wollen.  [weiterlesen]


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Vor ein paar Wochen kam Britta auf die Idee, ein Schälchen mit Körnern und Knödeln vor unser Küchenfenster zu hängen, „damit Abby was zu gucken hat“. In unserem Hinterhof tummeln sich schließlich Eichhörnchen, Meisen und Spechte, die gerne mal auf einen Happen vorbei schauen.

Und in der Tat: Abby hat ihr neues Hobby gefunden. Sie sitzt jeden Morgen eine halbe Stunde lang gebannt auf einem Stuhl vor dem Fenster und schaut dem herbstlichen Treiben zu:

Ich selbst sitze mit dem Rücken zum Fenster beim Frühstück und weiß trotzdem immer, wann das Schälchen Besuch hat: Wenn Abbys Blick plötzlich völlig starr wird und ihr Knubbelschwänzchen aufgeregt auf dem Sitzkissen hin und her klopft.  [weiterlesen]


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