Ich merke es auch gerade beim Sport wieder: Mein Gehirn braucht mehr Bewegung als meine Beine. Ich kann nicht einfach „an nichts denken“ oder „die Umwelt auf mich wirken lassen“. In der Badewanne, im Bett, an der Bushaltestelle, im Sprechzimmer des Zahnarztes – IRGENDWAS muss mich ablenken. Ich bin nicht gut auf „Standby“.

Natürlich ist auch DAS mal bei Dilbert angemessen illustriert worden:

Deshalb besaß ich früher viele Reclam-Heftchen und hatte den SPIEGEL abonniert. Heute übernimmt das mein Tablet, im Notfall mein Smartphone.

Es wird niemanden überraschen, dass ich auch im Fitnessstudio vor 20 Jahren weniger über mein (weitgehend erfolgloses) Training nachgedacht habe als über die Möglichkeiten,  [weiterlesen]


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Unter den vielen Projekten, die ich in den Jahren 2000 bis 2010 entwickelt habe, gibt es kaum weiße Flecken – fast alles kann ich aus den Tiefen meiner Festplatten ausgraben, seien es Pitch Paper oder lediglich Promotexte.

Heute habe ich mir allerdings die Zähne ausgebissen. Außer einer Mail, dass ich dieses Projekt Michael „Bully“ Herbig und ProSieben präsentieren wollte, spuckte meine digitales Archiv nichts aus.

Das ist aber kein Problem, denn der Grund, warum ich „Agent X“ ausgerechnet jetzt vorstelle, ist die Existenz eines Videos, das wie ein „proof of concept“ für die actionreiche Reality-Show aussieht –  [weiterlesen]


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Gestern wurde im Deutschlandradio das Konzept der heute startendenden Ausstellung „Things to come“ in Berlin vorgestellt:

Things to come

Ich bin ein Freund der Stiftung Deutsche Kinemathek, ein Fan des Themas „Utopien in Film und Fernsehen“ – und generell finde ich, dass solche Sachen unterstützt gehören. Ich werde mir das sicher vor Ort ansehen:

raum

Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle noch mal auf ein Interview mit mir selber hinweisen, das gleiches Territorium für eine Studentenzeitschrift beackerte.

Und schließlich gibt mir das die Gelegenheit,  [weiterlesen]


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Es zahlt sich aus, dass ich alle meine alten Unterlagen in der Cloud gespeichert habe – nicht nur Kontoauszüge, sondern auch meine Mails seit 1995, die Anhänge, meine Konzepte, Faxe, Recherche-Materialien. Dadurch finde ich immer wieder mal kuriosen Kram, der durchaus noch Funktion hat. So behauptete Schauspieler Matthias Hues kürzlich, er arbeite aktuell an einem Sequel zum Lundgren-Kracher „I come in peace“, in dem er den (am Schluss getöteten) Alien-Bösewicht spielte. Ich konnte nachweisen, dass Hues dieses Konzept schon seit satten 19 Jahren herum schleppt – weil ich es selber 1997 per Fax für ProSieben abgesagt hatte.  [weiterlesen]


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Die Zeit zwischen den Tagen haben die LvA und ich unter anderem damit verbracht, uns die bisher beste Verfilmung von Agatha Christies Krimi-Klassiker „Zehn kleine Negerlein“ anzusehen, natürlich von der BBC und extrem hochkarätig besetzt:

Tatsächlich gelingt dem Dreiteiler das Kunststück, Christies eigentlich komplett unfilmisches und unbefriedigendes Ende beizubehalten und doch mit erzählerischer Rendite abzuwandeln. Ich werde einen Teufel tun und euch verraten, wie sie das machen.

Müsste ich Kritik anbringen, dann allenfalls die, dass das ursprünglich titelgebende, den veränderten sozialen Gegebenheiten immer wieder angepasste Gedicht in der Verfilmung nie prominent verlesen wird, was es dem Zuschauer fast unmöglich macht,  [weiterlesen]


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Ab heute haben meine „Abandoned“-Anekdoten ein eigenes Tag, weil ich zu meiner Überraschung festgestellt habe, dass der Schoß noch fruchtbar ist, aus dem das kroch. Ich werde in den nächsten Monaten da noch einiges einstellen.

Diesen Beitrag habt ihr Samira El Ouassil zu verdanken, die auf Facebook neulich mal in die Tasten hackte:

„Ich frage mich warum das Genre der Textadventures auf Handys keine wirkliche Renaissance erfahren hat, da unsere Interaktionen verschriftlicht sind wie noch nie.“

Gute Frage. Und ich habe eine Antwort, auch wenn sie schon 13 Jahre auf dem Buckel hat.  [weiterlesen]


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Heute stelle ich euch ein Projekt vor, das ich 2004 oder 2005 entwickelt habe und das auch prima zum Tag der Einheit passen würde. Sicher nicht preiswert zu produzieren – aber das war „Helden“ ja auch nicht.

In „Red Europe“ geht es (knapp zusammen gefasst) um ein alternatives Europa, in dem die Russen den Kalten Krieg gewonnen haben und in dem die DDR 1989 die bankrotte Bundesrepublik geschluckt hat. Zum 20. Jahrestag der Einheit in der VDDR (Vereinigte Deutsche Demokratische Republik) kommt eine groß angelegte Verschwörung ans Licht.

Aber was rede ich – lest die drei Seiten doch selber:

reAlles klar soweit?  [weiterlesen]


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Meine Faszination mit dem deutschen „science Thriller“ der 60er, 70er und 80er Jahre beschränkt sich nicht nur auf Rainer Erler. Ich habe Anfang des Jahrtausends geraume Zeit damit zugebracht, mir Filme zu besorgen, die es zumindest damals weder auf Video noch auf DVD gab. „Das Millionenspiel“, „Welt am Draht“, „Im Zeichen des Kreuzes“, etc. Heute wurde ich wieder daran erinnert.

Vor knapp dreizehn Jahren wartete ich mit meinem Ko-Autor an einem griechischen Flughafen auf die Maschine, die uns heimbringen sollte. Ich gönnte mir einen total überteuerten SPIEGEL und fand einen Artikel, den ich sofort raus riss mit den Worten: „Da kann man einen geilen Film draus machen!“  [weiterlesen]


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Dies ist mal wieder eine der ärgerlichen Geschichten, die einem in dieser Branche passieren, über die man sich aber nicht aufregen darf. Manchmal hat niemand Schuld. Shit happens. Darum lasse ich auch Namen, die ich nennen könnte, im Folgenden weg.

6CEDD3C741FE40338885B8682F40786B_Erler_ReinerIch hatte schon mal erwähnt, dass es mir vergönnt war, als erstes professionelles Interview meines Lebens den Regisseur Rainer Erler auszufragen. Besser kann man es sich nicht wünschen: artikuliert, aber präzise; charmant, aber unaufdringlich; intellektuell, aber nicht herablassend. Ich bekam eine Vorstellung davon, wie ein gutes Interview abläuft – und daran konnte ich prima die ganzen Arschlöcher messen,  [weiterlesen]


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Es gibt Projekte, die habe ich schon so lange auf der Festplatte liegen, dass ich mich nicht mal an sie erinnern kann. Dann braucht es einen kleinen Schubs im Oberstübchen, um zum Aha-Effekt zu kommen.

Heute war es mal wieder soweit: Ich las auf DVD Verdict eine Kritik zum neuen Animationsfilm „Monster High: Ghouls rule„. Der Inhalt: „The basic premise of Monster High is that our famous movie monsters (Dracula, the Wolfman, Frankenstein’s Monster) all have children in high school (the Monster High of the title) who go through typical high school adventures,  [weiterlesen]


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