Das wird ein kurzes „Vergnügen“ und ich schreibe eigentlich nur noch drüber, weil ich die Sache nun bis zum bitteren Ende durchziehe.

Am 29.10. war Stichtag, der mittlerweile fünfte Termin von Krazy Katusins megalomanem Red Carpet-Event „Dolphin Award“. Es hätte sicher niemanden gewundert, wenn er wieder mal den Counter resettet und den Termin erneut verschoben hätte („Now it’s official!“).

Aber nein! Schaut man heute auf die Webseite der Veranstaltung, grüßt traurige Leere:

Screenshot 2013-10-31 17.15.34Was ist passiert? Die Antwort gibt, erstaunlicherweise, Katusin selbst.

Am 9.Oktober postet der kroatische Amateufilmer auf seiner Facebook-Seite folgende „Pressemitteilung“,  [weiterlesen]



Es wird bei den meisten von euch nicht rot im Kalender angestrichen sein – diese Woche ist der 30. August. Und was soll am 30. August verliehen werden? Die Dolphin-Awards, genau. Zum vierten Mal übrigens.

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Neophyten sei erklärt: Die Preise werden nicht zum vierten Mal verliehen – es wird nur zum vierten Mal behauptet, es gäbe dieses Festival. Was nicht der Fall ist. Jedes Mal werden Gaststars und Music Acts angekündigt, Karten verkauft, Pressemitteilungen herausgegeben – nur um dann am „due date“ klammheimlich das Datum wieder ein oder ein halbes Jahr nach hinten zu schieben.  [weiterlesen]



nm3492090Katusin-Noobs mögen die ersten drei Teile hier nachlesen.

Manchmal gelingt es Menschen wie Vjekoslav Katusin, mich zu überraschen. Nicht dadurch, dass sie die epochalen Großtaten, die sie immer wieder ankündigen, auch tatsächlich mal liefern – Leute wie Katusin überraschen mich eher dadurch, dass sie in der Lage sind, sämtliche platzenden Seifenblasen, sämtliche Luftschlösser und sämtliche Hirnfürze nach der Implosion SOFORT abzuhaken. Die brauchen keine Denkpause, bevor sie neue Spinnereien in die Welt setzen. Da gibt es kein Innehalten, keine Introspektion. Was geht die ihr Geschwätz von gestern an? Das Geschwätz von morgen ist ungleich spannender.  [weiterlesen]



Die ausführliche Vorgeschichte findet ihr hier und hier.

katIch hatte eigentlich nicht vor, mich noch mal mit Vjekoslav Katusin zu beschäftigen. Der kroatische Ex-Maurer mit den großen Filmambitionen ist in zwei umfangreichen Beiträgen ausreichend gewürdigt worden. Sein „Mafia“-Epos („coming 2011„) wurde ebenso als Luftschloss enttarnt wie seine diversen Freundschaften zu Superstars, seine Millionenbudgets und seine Sockenpuppen.

Er machte dann auch prompt seine Fan-Facebookseite dicht, kündigte den YouTube-Account mit einem „Soundtrack“, an dem er keinerlei Rechte besaß, und legte den Twitter-Account „Katusins World“ heimlich, still und leise ad acta.   [weiterlesen]



Zur Vorgeschichte bitte Teil 1 lesen!

Schon um 2007 hat Vjekoslav Katusin anscheinend die Idee für einen Film mit dem vorläufigen Titel „Gangs of Croatia“. Wo eine Idee ist, ist bei ihm immer auch schnell ein Plakat:

Gangs, Babes, Knarren – alles wie gehabt. Und nur acht mal der Name „Vjekoslav Katusin“ auf dem Plakat – bescheiden!

Aber nanu? Das ist doch Bud Spencer auf dem Plakat! Nicht nur im Bild, sondern auch namentlich genannt! Hat sich die Freundschaft von Katusin und Pedersoli in einem Maße gefestigt, dass Letzterer seine Mitarbeit zugesagt hat?  [weiterlesen]



Ich suche mir diese Leute nicht. Sie suchen mich auch nicht. Aber wenn man sich in der Hoffnung umschaut, doch noch deutsche Talente zu finden, die international reüssieren können – und sei es nur im Bereich B-Movie -, dann stößt man unweigerlich auf diesen Menschenschlag.

Die Windbeutel, die Blender, die Supachecka, die „hö ma, fünf Mio kriege ich mit links für den Film zusammen“. Kontostand: -34 Euro.

Jungs, die noch nie eine Filmhochschule (oder wenigstens ein Sachbuch zum Thema) von innen gesehen haben, aber für den Erstling Nicolas Cage verpflichten wollen – in 3D, is klar.  [weiterlesen]



Ich gestehe, dass ich manchmal darüber nachdenke, noch mal die großen Fehden der letzten 13 Jahre auszupacken – Mehler, Benduhn, Katusin, Vorlander, Kammermeier. Aber es gibt schlafende Hunde, die man nicht wecken sollte, wenn man kein Junggeselle mehr ist, der sich die Nächte mit Kommentarschlachten um die Ohren schlagen will.

Darum berichte ich das hier auch nicht mit Häme oder Sarkasmus, sondern mit einer gewissen Trauer und Bestürzung: Auf der Webseite Flohmarkt24h haut Bernd Kammermeier aktuell vier seiner Raumschiff-Modelle aus der nie verfilmten ASTRO SAGA raus.  [weiterlesen]



Nehmt euch einen Tee und Kekse, das wird wieder mal eine längere Geschichte.

Ich habe mich in meinen 13 Jahren als Blogger ja schon mehrfach mir obskuren Produktionen auseinander gesetzt, mit Möchtegern-Filmemachern und Produzenten, die nix produzieren außer heiße Luft und Drohungen mit dem Rechtsanwalt. Ich stehe am Wärterhäuschen der schmalen Grenze zwischen Hype und Betrug, zwischen Talent und Größenwahn. Es sind Geschichten, die hell brennen, aber selten lang – über den Moment hinaus gehende Substanz ist keine vorhanden. Puff und aus.

Eine Zeitlang habe ich mich gescheut,  [weiterlesen]



Ich gerate ja mit deutschen Nachwuchs-Genrefilmern immer und immer und immer und immer und immer wieder aneinander. Die Tatsache, dass ich die Ergebnisse ihrer Bemühungen beschämend finde, ist dabei nur der halbe Grund. Wirklich unangenehm wird mir der deutsche Genrefilm immer erst durch die Eierschaukelei der Macher, die regelmäßig so tun, als würde zwischen sie und John Carpenter kein Blatt Papier passen, als wäre die Zurückweisung ihrer Talente in Hollywood eher historisch gewachsenen Ressentiments geschuldet als der eigenen Inkompetenz.

Dass man die meisten deutschen Horrorfilmer weltweit ignoriert, weil man sonst hämisch lachend mit dem Finger auf sie zeigen müsste,  [weiterlesen]



In einer langen Nacht, in der unsere Katzen sich entschlossen zeigten, Schlaf für überflüssig zu erklären, bin ich auf eine kleine Geschichte gestoßen, die durch Recherche immer abwegiger wurde. Nicht Katusin oder Vorlander oder Asht abwegig, aber abwegig genug.

Das hier ist John Albrecht jr. aus Arizona:

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Er behauptet von sich selbst, ein „Ghost Hunter“ zu sein und verkauft auch Kamera-Setups, mit denen Amateure dem Paranormalen zu Leibe rücken können:

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Geld verdient er aber primär mit dem Schreiben von Artikeln für die Entertainment-Webseite Examiner.  [weiterlesen]