Ich hatte kürzlich bei Facebook ein eigentlich nettes, aber auch sehr spannendes Erlebnis, das Einblick in Denke und Arbeitsweise von bento-Autoren erlaubt.

Es fängt Anfang Dezember mit der Ankündigung des ersten Trailers für den neuen James Bond-Film NO TIME TO DIE an, der im Umfeld von Bond-Superfan Holger Kreymeier ausgiebig diskutiert wird – u.a. von einem anderen Bond-Superfan namens Marc, der besserwisserisch eine steile These in den Raum wirft:

‪Der Teaser zum Teaser Trailer! (Richtiger und finaler Trailer kommt ja sicher erst im März.)‬

Das ist erwiesenermaßen Unfug, denn selbst die Bond-Produktionsfirma bezeichnet den mit 2:30 für einen Teaser auch viel zu langen Trailer als "full trailer".  [weiterlesen]



Es ist keine Überraschung, dass es ausgerechnet dem SPIEGEL-Kindergarten bento mühelos gelingt, zum neuen "Justice League"-Film den (bisher) mit Abstand dümmsten Beitrag zu veröffentlichen. Und es wundert mich nicht, dass der von einem Mann verfasst wurde – manchmal glaube ich, dass Männer dafür prädestiniert sind, diese ganze Feminismus-Kiste falsch zu verstehen und dann in guter Absicht, aber fataler Ignoranz solche Texte zu verfassen.

Was ich auch glaube: Marc Röhlig hat "Justice League" nicht gesehen. Das ist eine Fernanalyse aus zweiter oder dritter Hand.

Gehen wir das wie üblich mal Absatz für Absatz durch.  [weiterlesen]



Das wird jetzt kein langer Artikel, ich muss das nur los werden, weil es mich nervt und ich den Speicherplatz auf meiner Hirnfestplatte defragmentieren möchte.

In einem anderen Beitrag über bento hatte ich bereits moniert, dass die Aussagekraft und manchmal sogar der Inhalt einer Titelzeile in der digitalen Welt erstaunlich wandelbar sind – je nach dem Medium, aus dem man sich zum Beitrag klickt. Heute ist mir das erneut aufgefallen.

Schauen wir uns diesen Verweis auf bento beim Mama SPon an:b1

Das ist eine klare Aussage. Man versteht, worum es geht.  [weiterlesen]



Ich war jetzt fast zwei Wochen lang auf dem Kontinent unterwegs, habe Süditalien bereist und Salzburg, bin im Dreibundesländereck gestiefelt, habe Kleinflugzeuge bestiegen und in Klöstern übernachtet (ohne vom Blitz erschlagen zu werden). Deswegen war hier auch weitgehend Funkstille.

Jetzt dachte ich: Gehste die Sache dieser Tage mal entspannt an, schreibst ein paar kürzere Kritiken zu neuen Serien und alten Filmen, vielleicht ein Meinungsstück zur politischen Lage oder was mit Katzen.

Und dann bringt bento ein Listicle mit "Trasfilmen". Und ich so:

bento

Geschrieben wurde dieser vermeintlich augenzwinkernde Blick auf das unterbelichtete Genrekino von zwei Damen,  [weiterlesen]



Es ist die Zeit zwischen den Jahren, ich will meine Ruhe. Darum habe ich auch aufgehört, selbst halbwegs interessant anteaserte Artikel anzuklicken, die auf SPIEGEL online zu dir verlinkt werden. Dabei ist es gar nicht so, als gäbe es bei euch nur die journalistische Version von Styroporchips zu lesen – wenn ihr die Texte z.B. von Leuten schreiben lasst, die selber im Thema drin stecken, kommen mitunter gute Lesestücke dabei raus.

Aber bento, ehrlich jetzt – diese laue Nummer von Birte Kohring habt ihr doch nur online geschaltet, um mich zu provozieren, oder? Ihr wollt mich zur Replik nötigen,  [weiterlesen]



Ich wollte das Thema ruhen lassen. Was ich zu bento sagen wollte, habe ich gesagt. Da die Redaktion (wie aus den Kommentaren von "Martin" ersichtlich) keinerlei Interesse hat, sich substanziell mit Kritik auseinander zu setzen, mag ich mich da auch nicht weiter dran abarbeiten.

Eigentlich.

Leider haben meine Leser in der Kommentarspalte zum ersten bento-Artikel auf einen weiteren hanebüchenen Beitrag des SPIEGEL-Kindergartens hingewiesen. Der allein verdient schon Widerspruch – aber noch bezeichnender scheint mit erneut die Reaktion der Redaktion auf die Kritik daran.

Von vorne – es geht hier drum:

Screenshot 2015-11-11 13.01.20

Was die Eule da soll?  [weiterlesen]



Kennt ihr das? Ihr könnt jemanden gut leiden, habt Gemeinsamkeiten, tauscht euch aus – und dann sagt diese Person aus heiterem Himmel etwas so Hummeldummes, dass ihr die Zähne zusammen beißt, die Augen schließt und erstmal tief durchatmet. Wie soll man darauf antworten? Soll man überhaupt darauf antworten? Ist schreiend weglaufen vielleicht doch eine Alternative?

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mein erstes "Response"-Video gedreht. Bei YouTube ist das ja ein recht beliebtes Format und letztlich nur die gefilmte Umsetzung meiner patentierten Textanalysen. Statt einen doofen Artikel Zeile für Zeile durchzugehen, widme ich mich einem Video Satz für Satz.  [weiterlesen]



Man kann mir vorwerfen, dass ich mir mit bento immer leichte Ziele für meine Textanalysen aussuche. Aber dem ist nicht so. Ich entscheide eher nach Affekt, für wen ich Zeit und Nerven opfere – ein Artikel muss schlicht doof genug sein, mich ausreichend zu triggern. Dass das bei bento häufiger vorkommt als bei anderen Medien, ist aufschlussreich und entlarvend – aber eben das Ei und nicht die Henne.

Dass auch arrivierte Großmedien und ausgewiesene Meinungsmacher erstaunlich kruden Unfug publizieren, lässt sich gerade heute wieder beim SPIEGEL erleben, dem "Mutterblatt" von bento:

Ehrlich gesagt war mir schon nach dem Anreißer klar,  [weiterlesen]



Ich weiß, Medienkritik hat hier in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Das ist auch eine Frage des Alters – meines, nicht des Blogs. Ich bin über 50 und lese einfach weniger Quellen, die mich aufregen. Das ist Seelenpflege. Ich suche den Ärger nicht mehr, sondern lasse mich nur noch (und immer seltener) von ihm kalt erwischen.

Warum sollte ich bento lesen? Warum die Post von Wagner, die News von Politically Incorrect oder die Twitter-Streams der AfD? Was davon zu halten ist, ward und wird bewiesen, es bedarf meiner Aufklärung wahrlich nicht mehr.

Es gibt Ausnahmen. Wenn ich (wie täglich,  [weiterlesen]



GB/USA 2018. Regie: John McPhail. Darsteller: Ella Hunt, Mark Benton, Malcolm Cumming, Sarah Swire, Christopher Leveaux

Offizielle Synopsis: Teenagersein ist kein Zuckerschlecken – davon kann auch Anna ein Lied singen. Ihr Vater versteht sie nicht, ihr Ex-Freund nervt und sogar auf ihren besten Kumpel John könnte sie manchmal eher verzichten. Doch wie sie bald feststellen muss, sind Elternstress und Highschool-Drama zu vernachlässigende Probleme, wenn sich auf dem Weg zur Schule der Weltuntergang offenbart. Während Anna und John nämlich noch dem täglichen Schrecken des Schulalltags entgegenblicken, fällt die gesamte Nachbarschaft um sie herum einer Horde Untoter zum Opfer.  [weiterlesen]